widerst at nd mund: Donnerstag, 2. November 2006

MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst analle at no-racism.net
Fr Nov 3 11:06:06 CET 2006


widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst

Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
www.no-racism.net/mund

Donnerstag, 2. November 2006


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A) INHALT
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ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN
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01   ÖGB - Krise: Kommt die Reform oder bleibt alles beim Alten?
   von "Renate Vodnek" <Renate.Vodnek at reflex.at>
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02   Aktualisierte Unterstützer 9. November Zirkusgasse
   von Café Critique <cafe.critique at gmx.net>   
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03   Rezension und Prozeß "Feindaufklärung & Reeducation"
   von Café Critique <cafe.critique at gmx.net>  
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04   #139 Kärnten. Slowenenfrage? Naziproblem! Koroška.  Vpra
    šanje Slovencev? Problem nacistov!
   von augustine.leisch at gmx.at <augustine.leisch at gmx.at>  
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05   Newsletter#7: Demonstration: Solidarität mit Oaxaca!  
   von derneuekurs at gmx.at 
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06   dringende aktion - oaxaca
   von w.schnoell at gmx.net  
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07   Ueberschreibung des Ehrengrabes für einen SA-Sturmbannführer
   von Martin Mair <mm at mediaweb.at>  
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08   Veranstaltungshinweis von "gegenargumente" <office at gegenargumente.at>  
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09   10.12. Literatursalon / David Schalko
   von "PRESSE RABENHOF" <presse at rabenhof.at>  
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10   Schnelle Eingreiftruppe für Arbeitslose : AktivistInnen  gesucht
   von Martin Mair <mm at mediaweb.at>   
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11   Newsletter November 2006
   von "Kulturverein Kanafani" <kulturverein at kanafani.at>  
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12  Bitte um Veranstaltungsankündigung
   von Promedia <promedia at mediashop.at>
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13   Bitte um Veranstaltungsankündigung
   von Promedia <promedia at mediashop.at>   
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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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14   14-jähriger christlicher Junge enthauptet
   von "GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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15   KPÖ/Abfangjäger/Bundesheer/Neutralität
   von KPÖ-Oberösterreich <ooe at kpoe.at>
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16   KPÖ/Parlament/Kornblume/Burschenschafter/FPÖ
   von KPÖ-Oberösterreich <ooe at kpoe.at> 
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17   ASt - Vor 50 Jahren: ArbeiterInnenaufstand in Ungarn
   von ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>  
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18   REVOLUTION - Kampf dem Rassismus! Kampf dem Faschismus!
   von ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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19   GLB/Lenzing AG/Verkauf/ÖIAG
   von "Gewerkschaftlicher Linksblock" <office at glb.at>
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20   ASt - Kommentar zum sogenannten ImmigrantInnentag am 25. November
   von ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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21   GLB/Metall/KV-Verhandlungen
   von "Gewerkschaftlicher Linksblock" <office at glb.at>
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INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
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22  [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm
   von gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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23   Horn von Afrika: Kriegsgefahr! Schon 32.000 Flüchtlinge aus Somalia
   von "GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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B) TEXTE
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ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN
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01   ÖGB - Krise: Kommt die Reform oder bleibt alles beim Alten?
   von "Renate Vodnek" <Renate.Vodnek at reflex.at>
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hallo!

könnt ihr bitte folgende veranstaltung ankündigen?

danke

lg renate


Montag, 06.November 2006
ÖGB - Krise: Kommt die Reform oder bleibt alles beim Alten?
Diskussionsveranstaltung der Werkstatt Frieden & Solidarität in
Kooperation mit der "Plattform für kämpferische und demokratische
Gewerkschaften"
Referentin: Kathrin Niedermoser GPA-Jugend
Ort: Rosensteingasse 69/6, 1170 Wien
Beginn: 19.00

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02   Aktualisierte Unterstützer 9. November Zirkusgasse
   von Café Critique <cafe.critique at gmx.net>   
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hallo!

könnt ihr bitte folgende veranstaltung ankündigen?

danke

lg renate


Montag, 06.November 2006
ÖGB - Krise: Kommt die Reform oder bleibt alles beim Alten?
Diskussionsveranstaltung der Werkstatt Frieden & Solidarität in
Kooperation mit der "Plattform für kämpferische und demokratische
Gewerkschaften"
Referentin: Kathrin Niedermoser GPA-Jugend
Ort: Rosensteingasse 69/6, 1170 Wien
Beginn: 19.00

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03   Rezension und Prozeß "Feindaufklärung & Reeducation"
   von Café Critique <cafe.critique at gmx.net>  
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Die Aktualität der Kritischen Theorie

Der Sammelband “Feindaufklärung und Reeducation – Kritische Theorie gegen
Postnazismus und Islamismus” thematisiert die Notwendigkeit von
Gesellschaftskritik im Zeitalter des„Suicide Bombings“ und provoziert die
deutsche Justiz.

Von Florian Ruttner

(erschienen auf Hagalil.com)



In diesem vom Wiener Politikwissenschaftler Stephan Grigat herausgegebenen
Sammelband werden Vorträge publiziert, die auf dem Symposium
„Feindaufklärung und Reeducation. Über die Notwendigkeit Kritischer Theorie
heute“ im November 2004 in Wien gehalten wurden. Der unmittelbare Anlass für
dieses Symposium war eine Veranstaltung rechtsradikaler Burschenschafter,
die unter dem Titel „Frankfurter Schule – die 9. Todsünde“ ihrem Hass auf
gesellschaftskritisches Denken, auf die Psychoanalyse und das Individuum
freien Lauf ließen – Themen, welche die Kritische Theorie, wie sie vom
Frankfurter Institut für Sozialforschung konzipiert wurde, immer zu retten
suchte. Dieser Veranstaltung sollte ein Symposium entgegengesetzt werden,
das die Aktualität und die Notwendigkeit Kritischer Theorie hervorheben und
einen Überblick darüber geben sollte, was diese denn eigentlich ausmacht.
Einige der Beiträge des Bandes haben daher auch einführenden Charakter: die
gesellschaftlichen Probleme, mit denen sich die Kritischen Theorie
auseinandersetzt (an erster Stelle ist hier der Antisemitismus zu nennen),
werden dargestellt. Die Kritische Theorie wird nicht, wie das gerade in
akademischen Kreisen gerne geschieht, mit dem Hinweis auf „neuere Diskurse“
ad acta gelegt, als ob mit dieser auch die Probleme verschwunden wären.

„Feindaufklärung und Reeducation“ ist ein Buch, das nicht nur einen
Überblick über die Intentionen und Grundmotive der Kritischen Theorie und
deren praktischen Interventionen gibt, sondern dessen Beiträge auch zu
aktuellen Themen kontrovers und gut informiert Stellung beziehen. Wie
unbequem derartiges sein kann, zeigen die Reaktionen des deutschen Staates
auf den Sammelband. Am 27. Mai 2006 beschlagnahmte die Polizei im bayrischen
Mittenwald 150 Flyer, auf denen das Cover des Buches abgebildet war. Die
Flyer bewarben eine Vortragsveranstaltung mit dem Herausgeber des Buches,
der Lehrbeauftragter am Wiener Institut für Politikwissenschaft ist. Auf dem
Cover ist ein Foto abgebildet, das arabische Islamisten zeigt, die den
Hitlergruß zeigen. Aus Titel und Untertitel, sowie dem ebenfalls auf dem
Flyer abgedruckten Text des Buchrückens, geht klar hervor, dass sich dieses
Buch ausdrücklich gegen Islamismus und Neofaschismus richtet. Die Person,
dem diese Flyer von der Polizei abgenommen wurden, hat einen Strafbefehl
über 60 Tagessätze à 40 Euro vom Amtgericht Garmisch-Partenkirchen erhalten.
Sie wird beschuldigt „Gegenstände die Kennzeichen einer der im §86 Abs. 1
Nr. 1, 2 und 4 bezeichneten Parteien oder Vereinigungen darstellen oder
enthalten, zur Verbreitung oder Verwendung im Inland vorrätig gehalten zu
haben“. Dies sei „strafbar als Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger
Organisationen“. Die beschuldigte Person hat gegen diesen Strafbefehl
Widerspruch eingelegt. Der dadurch notwendig gewordene Prozess wird am 10.
Januar in Garmisch-Partenkirchen stattfinden.

Der Buchtitel „Feindaufklärung und Reeducation“ verweist darauf, dass im
Zentrum der Beiträge sowohl die Versuche des Instituts für Sozialforschung
stehen, im Exil in den USA diese bei ihrem Kampf gegen den
Nationalsozialismus zu unterstützen, als auch die Rolle, die das Institut in
den postnazistischen Nachfolgestaaten des Dritten Reiches spielte. So
beschäftigt sich eine Reihe von Beiträgen mit den Arbeiten von Theoretikern
des Instituts wie Herbert Marcuse für das Office for Strategic Services,
einen US-Nachrichtendienst. Die in dieser Arbeit gewonnenen Erkenntnissen
über den Nationalsozialismus und die Rolle der USA, die diese Betätigung der
Kritischen Theoretiker erst ermöglichte, werden gewürdigt, aber es wird auch
auf die Ambivalenzen und Problemen, die mit solcher praktischen Kritik
einhergehen, eingegangen.

Die Form der Gesellschaftskritik, die um den Kreis von Max Horkheimer und
Theodor W. Adorno formuliert wurde, sperrt sich gegen „Anschlussfähigkeit“.
Dem praktischen Mitmachen steht sie, wie das ein weiterer Mitarbeiter, Leo
Löwenthal, in einem Interview auf den Punkt brachte, ablehnend gegenüber:
„Mitmachen wollte ich nie“. Was diese Nonkonformisten dann doch dazu
brachte, in Staats- und Militärstellen zu arbeiten, war die Einsicht, dass
die Bedingung der Möglichkeit für Kritik und Aufklärung selber von
Faschismus und Nationalsozialismus bedroht wird, dass, wie es der Wiener
Publizist Gerhard Scheit es in dem Band formuliert, „die Voraussetzungen,
die unmittelbar nicht das Positive sind und als positiver Standpunkt nicht
hypostasiert werden dürfen, allein um der unmittelbaren Möglichkeit der
Kritik willen zu retten“ sind.

Das Urteil darüber, welche Früchte die Versuche des Instituts trugen, nach
dem Sieg der Alliierten in Deutschland und Österreich diese Basis der
Aufklärung wiederherzustellen, fällt in dem Band ernüchternd aus. In
Österreich wurde Adorno als „Ruhestörer“ verachtet, ignoriert oder voll
Ressentiment, aus dem aus allen Ecken und Enden die völkische Weltanschauung
lugte, nur als abgehobener Musikphilosoph wahrgenommen. In Deutschland, wo
Adorno zwar mehr rezipiert wurde und seine Schriften auch in der
Studentenbewegung immer wieder herangezogen wurden, wurde von Teilen dieser
eine ähnliche Polemik gegen ihn geführt. Daran und an die Resultate und
Wandlungen der Studentenbewegung knüpft ein weiterer Beitrag an, der die
Zusammenhänge zwischen Freiheitsbewegung und autoritärem Staat untersucht.
Dabei wird auf den von der Kritischen Theorie formulierten Begriff der
autoritären Rebellion Bezug genommen und so die ablehnende Haltung Adornos
der Studentenbewegung gegenüber verständlich gemacht.

Dabei geht es den Autoren und der Autorin keineswegs um pure Huldigung, um
ein „Zu-Tode-Feiern“ irgendwelcher Geistesgrößen, wie es bei Jubiläen und
Sammelbänden immer droht, wenn die Intentionen der Gefeierten unter einem
Schwulst von Lobhudelei begraben werden. Im Gegenteil, es geht um eine
Aktualisierung der Intentionen der Kritischen Theorie, um eine Schärfung der
Waffe der Kritik. Die Frage „Was könnte Feindaufklärung und Reeducation
heute bedeuten?“ wird konkret gestellt. So widmet sich der Band auch der
Kritik einer Bewegung, die das Individuum dem Kollektiv unterordnet, und in
der ein mal offener, mal als Antizionismus camouflierter Antisemitismus gang
und gäbe ist: dem politischen Islam. In diesem Zusammenhang wird gezeigt,
dass die verbreitete Rede von einer „Islamophobie“ nichts weiter als die
Übernahme eines aus dem Islamismus kommenden Kampfbegriffs ist. Dabei wird
auch das Verhältnis traditionslinker Gruppen zum Islamismus kritisiert, die
in ihm nicht nur einen möglichen Partner sehen, sondern auch in Sachen
Antiamerikanismus und Antizionismus inhaltliche Überschneidungen mit diesem
aufweisen und dabei teilweise fast ununterscheidbar werden. Gegen diese
Tendenzen werden vom Herausgeber Stephan Grigat die Zusammenhänge von
Kritischer Theorie und Zionismus analysiert, und es wird den Wurzeln des
grassierenden Antiamerikanismus in Europa und anderswo nachgegangen.

Stephan Grigat (Hg.): Feindaufklärung und Reeducation – Kritische Theorie
gegen Postnazismus und Islamismus. Freiburg i. Br. (ça ira-Verlag) 2006, 316
Seiten, 14 *

Spenden für die zu erwartenden Prozesskosten können an folgendes Konto unter
dem Stichwort "Prozesskosten Garmisch-Partenkirchen" überwiesen werden: ISF
e.V., Postbank Karlsruhe, Konto 2260 45-756, BLZ 660 100 75. Rückfragen
bitte an den ça ira-Verlag: info at isf-freiburg.org

  _________________

Termine:
11. 11. 2006
Graz, 18 Uhr
Café Critique zu Gast bei queerograd
medien.KUNSTLABOR im Kunsthaus Graz, Lendkai 1
Emanzipation und Kritik - Was heißt Befreiung heute?
Vortrag von Stephan Grigat
Die friedfertige Antisemitin? Kritische Theorie über Geschlechterverhältnis
und Antisemitismus
Vortrag von Ljiljana Radonic
Suicide Attack, Narzissmus und Selbstopfer. Kastrationskomplex und
Antisemitismus
Vortrag von Gerhard Scheit
http://queerograd.antville.org/

16. 11. 2006
Wien, 19.30
Volk gegen Staat – Zur Kritik der Ideologie des Europas der Regionen
Vortrag von Florian Ruttner
NIG, 1., Universitätsstr. 7, 1010 Wien, Hörsaal III


24. bis 26. 11. 2006
St. Radegund bei Graz
Erziehung zur Mündigkeit
Seminar der STV Politikwissenschaft
Anmeldung unter: stv.powi at oeh.univie.ac.at
Textvorschläge unter
http://www.univie.ac.at/politikwissenschaft/strv/texte/SeminarErziehung.htm

12. 1. 2007
Wien, 19.30
  "Kosmopolitische Demokratie" vs. "unilaterale Weltordnungspolitik". Die
"Friedensmacht Europa" und ihre linke Avantgarde
Vortrag von Alex Gruber
NIG, 1., Universitätsstr. 7, 1010 Wien, Hörsaal III


_________
Impressum:
Café Critique
Verein für Gesellschafts- und Kulturkritik
Wickenburggasse 16/5
A-1080 Wien
Email: <mailto:cafe.critique at gmx.net>cafe.critique at gmx.net
Web: <http://www.cafecritique.priv.at/>http://www.cafecritique.priv.at

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04   #139 Kärnten. Slowenenfrage? Naziproblem! Koroška.  Vpra
    šanje Slovencev? Problem nacistov!
   von augustine.leisch at gmx.at <augustine.leisch at gmx.at>  
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KINOKIS MIKROKINO


Politische Filmabende, 1x monatlich im depot bei freiem Eintritt.
depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien, http://www.depot.or.at
kinoki. Verein für audio-visuelle Selbstbestimmung
mikrokino at kinoki.at | http://www.kinoki.at
Newsletter subskribieren bzw. abbestellen unter:
https://kooperative.at/mailman/listinfo/kinoki-mikrokino
Förderpreis Politische Kulturarbeit 2004 der IG Kultur Österreich.


Depot, Di, 7.11. 19 Uhr

kinokis mikrokino # 139


Kärnten. Slowenenfrage? Naziproblem!
Koroška.  Vprašanje Slovencev? Problem nacistov!


In Kärnten/Koroška versucht man seit Jahrzehnten als Frage zu behandeln, was
woanders eine Selbstverständlichkeit oder eine erfreuliche Tatsache ist: daß
eine
Volksgruppe oder "Minderheit" einen Landstrich mit einer zweiten Landessprache
bereichert.

"F.A.Q. ist ein Film über das Schicksal der slowenischen Sprache in Kärnten
und somit über das Schicksal der slowenischen Minderheit selbst. Das
Spezielle daran ist der lockere, souveräne und witzige Umgang mit dem Thema.
Der Film beginnt mit einer absurden Geschichte in Comicform: Regisseur
Hafner erhält ein irrgelaufenes Paket von Claudia Haider, der Frau des
Kärntner Landeshauptmanns, an ihre Tochter.  Hafner läßt hauptsächlich
Menschen erzählen, kommentieren, erklären, inmitten ihrer Landschaft,
inmitten ihrer Arbeit. Und findet dabei Bilder, die in ihrer Lustigkeit
Abgründe aufreißen. Der ungewöhnliche Blick einer neuen Generation auf ein
altes Thema."
(Gustav Ernst)

Die Aufzeichnung von Helmut Qualtingers Lesung entstand als Beitrag zur
Oktober-Arena 1980 in Klagenfurt, einer Veranstaltung zugunsten der
slowenischen Minderheit in Kaernten. Da Qualtinger
verhindert war, am 10. Oktober in Klagenfurt aufzutreten, wurde seine Lesung
aus dem Roman <Sieg in deutscher Nacht> von Harald Irnberger,
aufgezeichnet und im Rahmen der Veranstaltung vorgeführt. (Medienwerkstatt
Wien)


FAQ - Frequently Asked Questions
Von Stefan Hafner und Alexander Binder, Ö 2005, 85 min
"Nenavaden pogled nove generacije na staro temo."

Helmut Qualtinger liest Texte zur Slowenenfrage
Medienwerkstatt Wien, A 1980, 40 Min., Video
     

Anschließend Diskussion mit Stefan Hafner



revolution will not be televised
*************************************************
kinoki
mikrokino at kinoki.at
<http://www.kinoki.at>http://www.kinoki.at

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05   Newsletter#7: Demonstration: Solidarität mit Oaxaca!  
   von derneuekurs at gmx.at 
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Newsletter # 7 der Zeitschrift Der Neue Kurs


Demonstration in Solidarität mit der Commune von Oaxaca (Mexiko) am Montag,
6. November 2006 in Wien!


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Solidarität mit der Commune von Oaxaca (Mexiko) !!!

Seit Monaten existiert die Commune von Oaxaca in einem der drei südlichsten
und ärmsten Bundesstaaten Mexikos. Die Bevölkerung wehrt sich gegen die
soziale und politische Unterdrückung der Region. Ausschlaggebendes Ereignis
für den Kampf war, dass der seit Jahrzehnten bestehende Prostest der
LehrerInnen im Frühsommer, sich dieses Jahr ausweitete und auf andere
Bevölkerungsschichten ausweitete. Anfangs forderte die Bevölkerung nur den
Rücktritt des korrupten und königlich herrschenden Gouverneurs. Die
Forderungen haben sich in den letzten Wochen und Monaten aber entscheidend
ausgeweitet.
Die Bevölkerung von Oaxaca ist zu 60% indigen. Die Unterdrückung ist also
nicht nur eine politische und soziale, sondern auch eine rassistische.
Uns allen muss bewusst sein, dass die Commune von Oaxaca von entscheidender
Bedeutung für die soziale und politische Revolution in ganz Lateinamerika
werden kann. Denn vor allem Mexiko hat in der nahen Vergangenheit ein extrem
hohes Klassenkampfniveau aufzuzeigen. Die riesige Streikbewegung vom
Frühjahr 2006, hervorgerufen durch ein Bergwerksunglück, und die
anhaltenden Proteste gegen den Wahlbetrug bei den Präsidentschaftswahlen,
sind nur die Spitze der Klassenkämpfe in diesem Land.
In Oaxaca hat der Klassenkampf die höchste Kampfform angenommen. Ein
Genosse der Zeitschrift Der Neue Kurs bezeichnete die Situation bei einer
Diskussion auf unserer Veranstaltung „Solidarität mit der Commune von
Oaxacaâ*œ am Montag, 30. Oktober 2006, gar als „Weltereignisâ*œ. Dieses
„Weltereignisâ*œ ist nun stärker bedroht denn je zuvor!
or!
In den letzten Tagen sind Polizei, Militär und in ihrem Schlepptau
paramilitärische Banden nach Oaxaca eingedrungen, um die Commune zu
zerschlagen. Menschen werden verschleppt, gefoltert und getötet. Das
Militär setzt Wasserwerfer und Tränengas gegen die unbewaffnete
Bevölkerung ein.
Noch können die 3.500 Barrikaden im Bundesstaat Oaxaca gehalten werden. Der
Kampf ist aber an einem entscheidenden Punkt angelangt. Nun hat auch der
mexikanische Präsident Fox, einer der engsten Verbündeten von George W.
Bush, ein Ultimatum an die APPO gestellt, die Barrikaden sofort zu beenden.
Unsere Solidarität ist daher wichtiger denn je!
Auf der Homepage www.chiaps.ch ist zu lesen (Stand 30. Oktober 2006):
„Die Sicherheitskommission der APPO hat Folgendes live über das Radio des
Volkes Radio Universidad gemeldet:
- 60 Verhaftete, 30 Verschwundene, mindestens 2 Tote, viele Verletzte,
Verhaftete werden verschleppt und gefoltert
- In vielen Ortschaften und Gemeinden diskutieren die LehrerInnen, ob sie
den Schulunterricht nun trotzdem nicht aufnehmen, in Anbetracht der massiven
Repression durch die Sicherheitskräfte in Oaxaca Stadt
- 3'000 Barrikaden in Oaxaca Stadt und im ganzen Staat Oaxaca
- 25'000 Personen sollen heute um 12h Mexico Zeit vom Distrito Federal in
einer großen Karavane nach Oaxaca aufbrechen
- Verhandlungen der APPO mit dem Innenministerium sollten wieder anlaufen -
die APPO Delegeation macht aber zur Vorbedingung zur Wiederaufnahme der
Verhandlungen, dass die Fox-Regierung die PFP sofort aus Oaxaca zurückzieht
- Der Tyrann-Gouverneur Ruiz, der gerade in den Medien behauptete, er sei
die ganze Zeit in Oaxaca und beobachte die Situation, wurde in der
Hauptstadt Mexiko City von mehreren Tausend DemonstrantInnen aus einem Hotel
vertrieben, in dem er sich versteckt hielt. Er konnte von den
Demonstrierenden nicht verhaftet werden sondern konnte unter dem massiven
Schutz der Polizei flüchten.
- Die nationale und internationale Mobilisierung läuft an, es gab schon
eine Megamarcha in Caracas (…).â*œ
GenossInnen der Zeitschrift Der Neue Kurs und der Gruppe für revolutionäre
Arbeiter/innen/politik nahmen gestern, Montag, 30. Oktober 2006, an einer
Protestdemonstration in Wien im Zuge eines internationalen Protesttages zur
Unterstützung der Bevölkerung in Oaxaca teil.
Für nächsten Montag, 6. November 2006, ist wieder eine
Protestdemonstration geplant. Treffpunkt ist wieder 16.30 am Ballhausplatz.
Wir rufen alle dazu auf, an den Solidaritätsaktionen für die Bevölkerung
in Oaxaca teilzunehmen!!
(Am Ende des Newsletters veröffentlichen wir den Aufruf für die
Demonstration.)

-	Solidarität mit der Commune von Oaxaca! 
Für eine breite Protestbewegung
zur Unterstützung des Kampfes in Mexiko!
-	Für die Bewaffnung der Bevölkerung in Oaxaca! Armee, Polizei und
Paramilitärs raus aus Oaxaca!
-	Eine sozialistische Perspektive für den Kampf des vor allem indigenen
Volkes in Oaxaca ist wichtiger denn je - denn nur die sozialistische
Revolution kann die Freiheit erringen und garantieren!
Solidarität mit Oaxaca!
Sozialismus und Freiheit!

Die Zeitschrift Der Neue Kurs


derneuekurs at gmx.at

Der Neue Kurs
Stiftgasse 8
A-1070 Wien

P.S.: Der Newsletter ist wie immer in besserer Qualität und
übersichtlicher als pdf angehängt!

Aufruftext für die Demonstration am 6. November in Wien:

„Nach Überfällen von Polizei und Paramilitärs ist zu befürchten, dass
eine großangelegte Intervention von Bundespolizei und Militär in der
weltbekannten mexikanischen „Touristenstadtâ*œ Oaxaca unmittelbar
bevorsteht. Die Volksorganisationen von Oaxaca rufen deshalb zu dringender
Solidarität auf!!
!
Mit dem Treffpunkt Ballhausplatz sollen Bundesregierung und Bundespräsident
Fischer aufgefordert werden, zu intervenieren, damit das Blutbad ein Ende
hat und eine Verhandlungslösung gefunden wird. Dazu ist der Rücktritt von
Gouverneur Ulises Ruiz unverzichtbar.
Seit dem 22. Mai dieses Jahres befinden sich im Oaxaca etwa 70.000
LehrerInnen im Streik. Was als Arbeitskampf um höhere Löhne und bessere
Lebensbedingungen für die SchülerInnen begann, ist zu einem Volksaufstand
geworden. Am 14. Juni gingen Polizeieinheiten des Bundesstaates erstmals
gewaltsam gegen die Streikenden vor, jedoch ohne ihre Ziele zu erreichen.
Danach schlossen sich andere gesellschaftliche Gruppen den LehrerInnen an,
organisiert in der "Versammlung der Bevölkerung Oaxacas" (APPO) halten sie
das Zentrum der Stadt weiterhin besetzt.
Gouverneur Ulises Ruiz samt seiner Regierung wurde für abgesetzt erklärt
und die sozialen Bewegungen organisieren wichtige Dienstleistungen etc. in
Selbstorganisation.
Mit Barrikaden versuchen sie sich gegen Angriffe der „Sicherheitskräfteâ*œ
und Paramilitärs zu schützen. Am 27. Oktober verzeichnete die Bewegung
mehrere weitere Tote, darunter ein US-amerikanischer Journalist, sowie
zahlreiche Verschwundene und Verletzte durch Schusswaffen.
Hauptforderungen der LehrerInnen und der APPO sind die Absetzung des
despotisch agierendem Gouverneurs, ein Ende der Repression und Verfolgung
politischer AktivistInnen, sowie eine Neuordnung des Staates unter
Beteiligung der indigenen Völker, die etwa 60% der 3,5 Millionen Einwohner
von Oaxaca stellen.
In den letzten Wochen wurden Präventivpolizei, und Kontingente der
mexikanischen Armee in der Region massiv verstärkt und sollen auf Befehl
von Präsident Vicente Fox die Stadt besetzen. Dies könnte zu einem
Massaker unvorstellbaren Ausmaßes führen.

Versammeln wir uns zur Kundgebung Montag 6. Nov.
16.30 Uhr!!
Bitte! Helft mit, die Info zu verbreiten!!
Weitere Informationen: www.mexiko-plattform.org - www.chiapas.at -
www.chiapas.châ*œ


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06   dringende aktion - oaxaca
   von w.schnoell at gmx.net  
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hallo  - 

Bitte beteiligt euch an den protesten gegen die stürmung der mexikanischen
stadt oaxaca!

Informationen findet ihr z.b. unter:

  http://www.chiapas98.de/

im nachstehende link (findet sich auch unter obiger adresse) könnt ihr euch
ganz schnell an einer onlineaktion beteiligen, wenn ihr einen internetzugang
mit ausreichendem mengenvolumen (flatrate - fare use) habt.

http://www.thing.net/~rdom/ecd/oaxaca2/index.php

Wäre super, wenn ihr dieses mail auch weiterschicken könnt.




--
liebe grüße

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07   Ueberschreibung des Ehrengrabes für einen SA-Sturmbannführer
   von Martin Mair <mm at mediaweb.at>  
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Habe ich beim "aufarbeiten" der
Safari_Mailingliste gefunden. Finde ich sehr
interessant, trage mich mit dem Gedanken,
ähnliche Aktionen in Wien zu machen, da gibts ja
immer noch faschistoide Kriegerdenkmäler. Wer hat
Interesse, auf undogmatische und kreative Weise
Zeichen gegen braune Flecken in Wien zu setzen
(eine Idee wäre eine "antifaschistische Decke"
zum Verhüllen derartiger Schandmale).

LG

Martin

--->x<---

Überschreibung des Ehrengrabes für einen
SA-Sturmbannführer auf dem Grazer Friedhof

Heute wurde am Grazer Zentralfriedhof auf dem
dort befindliche Ehrengrab für einen
SA-Sturmbannführer mit
Hakenkreuz und dem Text "ER FIEL IM KAMPFE FÜR
GROSSDEUTSCHLAND" eine transparente Tafel von den
Künstlern Wolfram P. Kastner und Martin Krenn angebracht.

Weitere Informationen, Bilder und Pressereaktionen finden sich auf

http://www.martinkrenn.net/ueberschreibung

Mit freundlichen Grüßen

Martin Krenn

--

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Martin Mair - Publizist virtuell & traditionell
Krottenbachstrasse 40/9/6, A-1190 Wien
Tel. + Fax: +43 1 3677487,
Mobil: + 43 676 3548310
Email: mm at mediaweb.at

http://www.mediaaustria.at - Webhosting & Webdesign
http://www.bannertausch.info

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08   Veranstaltungshinweis von "gegenargumente" <office at gegenargumente.at>  
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Die GEGENARGUMENTE – bieten regelmäßig einmal im Monat Gelegenheit zur
politischen Diskussion zu den Themen der jeweils letzten Radiosendungen
„Gegenargumente“ und „Kein Kommentar“ auf Radio Orange 94.0.



Ort: Cafe 7stern, Siebensterng. 31, 1070 Wien, jeweils um 19:00 Uhr


nächster Termin:



Dienstag, 7. November 2006, um 19:00 Uhr

Thema:




"Nachlese zur Nationalratswahl 2006 - Der Ausländerwahlhkampf von FPÖ und
BZÖ" 



·         Welches Bedürfnis der Wähler wurde von den ausländerfeindlichen
Sprüchen von FPÖ und BZÖ bedient?

·         Was ist der Grund der Ausländerfeindlichkeit?

·         Falsche linke Kritik an FPÖ und BZÖ

·         Wie steht der Staat zu den Ausländern?

·        Ausländerpolitik im Zeitalter von Globalisierung und Terrorbekämpfung



Der vollständige Text zur Sendung vom 31.10.2006 findet sich auf der
Homepage http://www.gegenargumente.at



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09   10.12. Literatursalon / David Schalko
   von "PRESSE RABENHOF" <presse at rabenhof.at>  
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Der LITERATURSALON IM GEMEINDEBAU öffnet demnächst wieder seine Pforten:

10. DEZEMBER 2006 (20h):
DAVID SCHALKO liest aus „Frühstück in Helsinki“
Musik: Heinz aus Wien
Special Guests: Christoph Grissemann & Dirk Stermann


RABENHOF THEATER
A-1030 Wien; Rabengasse 3
Kartenreservierungs-Hotline: Tel. 01/712 82 82
Infos + Online-Kartenkauf unter: http://www.rabenhof.at
Kartenpreise: * 15,-- / * 12,--


„Wien ist die Frau, neben der ich täglich aufwache. Die ich insgeheim 
schon tausend Mal verließ. Der Trostpreis eines armseligen Tanzmarathons. 
Wien ist wie ein 0:0. Wie ein zu langes Gitarrensolo. Wie weiße Socken und 
dünne Vogue-Zigaretten. Wien ist wie eine deutsche Coverversion von 
‚Satisfaction‘.
Von Wien gibt es keine Fototapeten.“

David Schalko erzählt in seinem ersten Roman eine Geschichte über das 
Erwachsenwerden, über den Wunsch, jemand anderer sein zu wollen und aus 
dem alltäglichen Bann des Lebens ausbrechen zu wollen. Ein Buch über die 
unerreichbare Sehnsucht, ohne Sehnsucht zu leben. Ein Buch über 
Kabelfernsehen, Popmusik, die Geilheit von Boris Becker, Polyesterpullis, 
stillstehende Atomkraftwerke, eine Fototapete und den Sex, den man nie 
haben wird.

Nach seinem erfolgreichen Theaterdebüt präsentiert der Kultautor und 
-regisseur nun auch seinen Debütroman im Rabenhof!


„Freund Schalko skizziert auf wunderbar trist-komische Weise die jedem 
Himmel innewohnende Hölle. Wienhölle, Frauenhölle, Lebenshölle. Schalko, 
der echte, selbst wohnt noch immer in Wien, und wenn ich ihn dort besuche, 
weiß ich genau warum. Warum er dort geblieben ist und warum ich dort so 
gern bin: der Schmäh, auf dem wir alle talwärts fahr’n. Zur Hölle mit den 
Frauen. Bzw.: beziehungsweise Beziehungs-Waisen, auf, nach Wien!“ 
(Benjamin von Stuckrad-Barre)



BIOGRAFIE:
David Schalko

wurde 1973 in Waidhofen/Thaya geboren, aufgewachsen ist er in Wien.
Der ehemalige Sexkolumnist machte sich mit der „Sendung ohne Namen“ einen 
Namen und gewann zahlreiche Preise (u. a. Goldene Romy 2003, nominiert für 
die Rose d’Or und das New York T.V. Festival).
Neben der „Sendung ohne Namen“ zeichnet er für mehrere wöchentliche 
Sendungen des ORF verantwortlich: „Sunshine Airlines“, „Kupetzky“, 
„Dorfers Donnerstalk“.
Sein jüngstes TV-Projekt, der Auftaktfilm der ORF-Mysteryreihe „8x45“ mit 
dem Titel „Heaven“ war sein Spielfilm-Regiedebüt und im Jänner 2006 zu 
sehen. Außerdem feierte Schalko mit seinem Theaterstück 
„Böheimkirchen-Euphorie“ am Wiener Rabenhof Premiere.
2006 wurde David Schalko mit Österreichs wichtigstem Fernsehregiepreis, 
dem Erich Neubergpreis für „Dorfers Donnerstalk“ und dem Thomas Pluch 
Drehbuchpreis für „Heaven“ ausgezeichnet.
„Frühstück in Helsinki“ ist sein Debütroman.

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10   Schnelle Eingreiftruppe für Arbeitslose : AktivistInnen  gesucht
   von Martin Mair <mm at mediaweb.at>   
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5.11.: Schnelle Eingreiftruppe für Arbeitslose: AktivistInnen gesucht

Obwohl die Regierung Schüssel so halbert
abgewählt wurde, geht der ganz normale Wahnsinn
beim AMS mit seinen völlig rechtswidrigen
Zwangsmassnahmen weiter.

Daher versuche ich eine schnelle Eingreiftruppe
für Direktaktionen gegen AMS-Zwangsmassnahmen auf
die Beine zu stellen. Alle politisch engagierten
Menschen - egal ob erwerbsarbeitslos oder nicht -
sind herzlichst eingeladen da mit zu tun.

Für die ersten Aktionen sind Informations- und
Soldiaritätskundgebungen vor den sogenannten
"gemeinnützigen Personalüberlassern" (itworks,
trendwerk, job transfer) geplant, bei denen das
geltende Recht systematisch verletzt wird und die
zu den härtesten Massnahmen gegen
Erwerbsarbeitslose gelten.

Das erste Vorbereitungstreffen für die Bildung
der "Schnellen Eingreiftruppe" wird gemeinsam mit
dem "syndikat Wien" organisiert:

Samstag, 4.11.2006, 17 Uhr
Amerlinghaus, Raum 3
Stiftgasse 8, 1070 Wien

Kontakt: Martin Mair
0676 3548310
mm at mediaweb.at
Auch Anlaufstelle für Rechtsberatung und Fallbegleitung

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Kurz worum es bei der ersten Aktion geht:

Was passiert bei den "gemeinnützigen Personalüberlassern"?

Es handelt sich um Scheinjobs um 850 Euro brutto
(bzw. mehr wenn der AMS-Bezug mehr ist) mit dem
"Arbeitsinhalt" sich selbst einen Job zu suchen,
und das 38,5 Stunden die Woche. Mensch kann aber
auch in irgendwelche Billigjobs als Leiharbeiter
verleast werden. Als "Arbeitsstätte" werden einem
zumeist zu kleine PC-Räume zur Verfügung
gestellt, Tageszeitungen und das wars auch dann.

Der grosse Haken: Downsizing!

Wenn mensch 6 Monate bei so einem "gemeinnützigen
Personalüberlasser" war, dann hat sich mensch
eine neue Bemessungsgrundlage beim AMS erworben
und 55 % von 850 Euro sind dann verdammt wenig
Geld !!!

Was ist denn daran alles sonst noch so rechtswidrig daran?

Es gibt bereits eine seit Jahren umfangreiche
Judikatur des Verwaltungsgerichtshofes, die vom
AMS nach wie in geradezu krimineller Weise
missachtet wird:

* Es handelt sich um sogenannte
"Wiedereingliederungsmassnahmen", die nur zur
Überwindung von "Vermittlungsdefiziten" dienen
sollen. Diese sind in einem Ermittlungsverfahren
vom AMS festzustellen und dem betroffenen
Arbeitslosen darzulegen und der Arbeitslose hat
das Recht, dazu Stellung zu nehmen, erst dann
darf die Zuweisung zu einem "gemeinnützigen
Personalüberlasser" erfolgen (wird praktisch nie
vom AMS so gemacht)
* Es handelt sich de facto um ein "ausgelagertes
AMS" weil dessen Vermittlungstätigkeit nicht an
andere Veriene/Firmen übertragen werden darf
* Diese "Wiedereingliederungsmassnahmen" dürfen
nicht in Form eine Dienstverhältnisse gekleidet
werden
* Unterschiedliche "Entlohnung" für gleiche Arbeit ist verboten
* Der Kollektivvertrag für Personalüberlasser
(mind. 1100 Euro brutto Lohn) wird systematisch
umgagenen
* Die "Arbeitsverträge" sind rechtswidrig: Es
wird kein Berufsfeld genannt - der Arbeitsvertrag
ist also zu unbestimmt - und es werden alle
Arbeitslosen, egal welcher Qualifikation und
vorheriger Arbeitserfahrung - als "Arbeiter"
angestellt.

Vorsicht vor dem Trick!

Zwar sind nach einem Schreiben des
Wirtschaftsministeriums vom Mai 2006 Sperren
wegen Verweigerung der "Arbeit" bei den
"gemeinnützigen Personalüberlassern" bis zur
Änderung dieser Programme nicht mehr anzudrohen,
doch das AMS arbeitet mit einem altbewährten
Trick: Nicht die Massnahme selbst wird mit Sperre
nach § 10 AlVG bedroht (Vereitelung der Aufnahme
einer "zumutbaren Arbeit" bzw. einer
AMS-Massnahme) sondern es wird lediglich der
Informationstag als Kontrolltermin definiert
(vermutlich auch rechtswidrig) und mit der Sperre
nach § 49 AlVG (Kontrolltermin) bedroht.

Die meisten Arbeitslosen kennen sich leider nicht
in diesen juristischen Details aus und glauben,
dass Sie aufgrund der Zuweisung zum Infotermin
auch die Massnahme selbst machen müssen! Das AMS
missachtet hier systematisch seine
Aufklärungspflicht, damit es die Arbeitslosen in
diesen rechtswidrigen Programmen weiter entsorgen
kann: Wer hier landet schient nicht nur nicht in
der Arbeitslosenstatistik auf sondern auch nicht
in der Kursstatistik (weil es sich ja angeblich
um ein "Arbeitsverhältnis" handelt).

Es soll auch schon vorgekommen sein, dass die
Zuweisungen vom AMS rechtswidrigerweise den
Arbeitslosen abgenommen wurden (obwohl die ja
deren Eigentum ist, das ist sozusagen
Urkundenraub) damit diese ja nicht später darauf
kommen, dass sie betrogen worden sind, denn die
"gemeinnützigen Personalüberlasser" (insbes.
itworks) sollen den Menschen bei dein Infotagen
mehr oder weniger direkt ein, dass sie diese
Massnahmen machen müssten, was de facto eine
Nötigung wäre (und nach Strafgesetzbuch zu
verfolgen wäre). Itworks versucht die
zugewiesenen auch mit "Einstellungszusagen"
einzuschüchtern und in die illegalen Massnahmen
zu zwingen.

Daher sollen die Menschen in diesen de facto
AMS-Zwangsmassnahmen darüber aufgeklärt werden,
dass sie gar nicht mehr in diesen
menschenunwürdigen Massnahmen gar nicht drinnen
sein müssten.

Tipp: Wer eine Zuweisung zu den gemeinnützigen
Personalüberlassern bekommt, sollte auf keinen
Fall etwas unterschreiben, am besten gar nicht
hingehen (oder in den Krankenstand gehen) und
dann bei Vorsprache am AMS - ja keinenVorwand für
eine Bezugssperre wegen Terminversäumnis geben -
den/die Betreuer/in auf die Rechtswidrigkeit der
Massnahme nachweislich hinweisen (entweder mit
Zeugen oder als eingeschriebener Brief) und für
den Wiederholungsfall einer derartigen Zuweisung
eine Strafanzeige wegen Nötigung ankündigen.

Bitte auch jede Information über die
"gemeinnützigen Personalüberlasser" an mich
weiterleiten.

Danke

Martin Mair

Weitere Informationen:

Vorsicht Falle: AMS tarnt Zwangsmaßnahmen als
“Jobs"! (Artikel erschienen in "Die Alternative"
und "malmö")
http://www.arbeitslosennetz.org/arbeitslosigkeit/news/200608alternative_falle.html

AMS Fälle & Berichte:
http://www.arbeitslosennetz.org/arbeitslosigkeit/ams-berichte/index.html

Urteile des Verwaltungsgerichtshofes:
http://www.arbeitslosennetz.org/arbeitslosigkeit/rechtshilfe/gesetzestexte_urteile/verwaltungsgerichtshofurteile/index.html

AK-Portal: Arbeitsvertrag
http://www.arbeiterkammer.at/www-49.html
--

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Martin Mair - Publizist virtuell & traditionell
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11   Newsletter November 2006
   von "Kulturverein Kanafani" <kulturverein at kanafani.at>  
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Kanafani - Newsletter November 2006


1) Keine Panik: der.wisch ist wieder (da)!
2) SA 18.11.: Kanafani - Frauentanzfest
3) MI 22.11.: Präsentation der.wisch 04 im LH
4) DI 28.11.: 1. Kanafani - Eltern/Kind-Nachmittag
5) DO 30.11.: 1. Clubabend in der Sense
6) FR 1.12.: Screening „Inside Man“

weitere Hinweise:
7) DO 2.11 & FR 3.11.: Kulturarbeit in der
Einwanderungsgesellschaft. Diskussion und
Konferenz über antirassistische Praxen
8) FR 10.11.: Lesung „Flowers, Bread & Gold

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1)
Die neue Nummer unserer vierteljährlich
erscheinenden Vereinszeitschrift ist da:

der.wisch 04 - Don´t panic, I´m islamic
Texte zu Integration, Migration und (Feindbild) Islam
Wien, Oktober 2006, 120 Seiten
ISBN 3-900020-04-3, Euro 5,-

Zu beziehen über den Buchhandel oder direkt bestellen bei
vertrieb at kanafani.at.

Folgende Buchhandlungen haben der.wisch 04 vorrätig:

Facultas im NIG, Universitätsstrasse 7, 1010
Kuppitsch am Uni-Campus, Alserstrasse 4, 1090
Thalia, Mariahilferstrasse 99, 1060
A.Punkt, Fischerstiege 1-7, 1010
Morawa, Wollzeile 11, 1010
Weltladen, Lerchenfelder Strasse 18-24, 1080
Bizim Kitapevi, Schellhammergasse 10, 1160
Amerlinghaus - Büro, Stiftgasse 8, 1070

Abonnement-Preise (4 Ausgaben inkl. Porto):
Österreich - 21 EUR, Ausland - 24 EUR, Förderabo - 40 EUR,
ermässigtes Abo für sozial Schwache im In- und Ausland
(nach eigenem Ermessen) - 18 EUR

INHALT

don´t panic, i´m islamic:

MigrantInnen, wie sie sein sollen:
Willig - Billig - Unsichtbar

Die MuslimInnen Europas
und die Frage der Integration
MUHANNAD KHORCHIDE

There ain't no Halbmond in the Deutschlandfahne
SERHAT KARAKAYALI

Über die Funktion von BerufsmigrantInnen
für den antiislamischen Rassismus
HUBERT KRAMMER

Euro-Islam versus Islam im hyperkulturellen Raum
MUHANNAD KHORCHIDE

Der antisemitische Komplex
Zur Doppelgestalt von Judenhass und Araberhass
ETIENNE BALIBAR

Wahnsinn oder Wahn mit Sinn?
Über Flüche und Segnungen religiös erzählter Politik
JAN POSPISIL

Angst dekonstruiert
Rezension von Salman Sayyid: A Fundamental Fear
MURAT BATUR

Islamismus und die postkoloniale Bedingung
SALMAN SAYYID
Übersetzung: Tina Eberhardt

Literatur:

Tariq Ali: Der Sultan von Palermo
LISE J. ABID

Die Stadt
Anthropologie einer Neurose
HUBERT KRAMMER

Kultur:

Islam Daham - das Ensemble BARD.ALLAH
ALEXANDRA POMPER

Papier und Tusche
Interview mit der taiwanesisch-österreichischen
Künstlerin Aischa Atay Wei-Yu
ELEONORE WEISSINGER

Das Kanafani - Frauentanzfest
Tanzen mit einem Gefühl als ob niemand zusieht
ALEXANDRA POMPER

Die Welt ist unser zuhause:

AFGHANISTAN: ein Krankenhausprojekt
wartet auf seine Fertigstellung
LISE J.ABID

gegen Rassismus:

Operation Spring - der Film

"Ein Schub in Richtung Polizeistaat"
Gespräch mit Rechtsanwalt Dr. Lennart Binder
über "Operation Spring", österr. Justiz und neues Asylrecht
BARUCH WOLSKI

Vier Nachtdienste oder: Antony
ECKHART WEIKMANN

A "race" towards en"light"enment
ROBERT DeNEGRO
Übersetzung: Tina Eberhardt

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2)
Kanafani - Frauentanzfest
mit Halay-Workshop

Samstag 18. Nopvember 2006
von 19:00 bis 24:00 im Barada
Robert Hammerling Gasse 1, 1150 Wien
(unmittelbar am Westbahnhof)

Halay-Kurs
Samstag 18.November 2006
von 17:00 bis 19:00 im Barada

Hafla nur für Frauen!
Wie immer gibt es traditionelle und moderne Musik aus dem
Süden, einen großen Tanzsaal, rauchfreie Zonen, Spiele,
Getränke zum Selbstkostenpreis (Kein Alkohol), ein
Gratisbuffet und jede Menge Spass. Wer in den tradit. türk.
Tanz schnuppern und ein paar Schritte lernen möchte ist
herzlich zum kostenlosen Halay-Workshop vor dem Fest ein-
geladen. Mehr Infos gibt es unter www.kanafani.at. Ihr
könnt uns auch telefonisch erreichen unter 0699/81481699.
Unkostenbeitrag: 4,- Euro. Sozial benachteiligte Frauen
kommen gratis rein. Auf Musikwünsche wird eingegangen. Ihr
könnt auch eure eigene Musik mitnehmen.

Mit freundlicher Unterstützung d Frauenreferates der ÖH Wien.

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3)
Zeitschriftenpräsentation
der.wisch 04 “Don't panic - I'm islamic”
Texte zu Integration, Migration und (Feindbild) Islam

Mittwoch 22. November 2006, 19 Uhr
Literaturhaus, Zieglergasse 26a, 1070

Programm:
Screening eines antirassistischen Kurzfilmes
Lesung aus und Präsentation des neuen der.wisch.
"Erfan - Vom Gesang der Planeten". Sufigeschichten aus
Persien und Musik des Taar-Virtuosen (persische
Langhalslaute) Nariman Hodjaty und der Sängerin
Mandana Alavi Kia (Stimme & Rahmentrommel).
Und vieles mehr.

Buffet und Getränke zur freien Entnahme

Eintritt frei(e Spende).

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4)
1. Kanafani Eltern/Kind-Nachmittag

Dienstag 28. November 2006, 15:00 bis 18:00
Die Sense. Das Lokal zum Verein.
Sensengasse 5/3, 1090 Wien

In der kalten Jahreszeit sind kinderfreundliche Räume
abseits der eigenenen Wohnung Mangelware. Beim
Eltern/Kind-Nachmittag könnt ihr in Austausch treten
mit anderen Menschen mit Kindern und ohne Konsum-
zwang mit euren und anderen Kindern gemeinsam Zeit
verbringen. Der Kanafani Eltern/Kind-Nachmittag
wird ab dem 28.11. JEDEN DIENSTAG IN DER ZEIT
VON 15:00 BIS 18:00 stattfinden.

Ihr findet vor:
Einen freundlichen Raum, schuhfreie Zonen (Bitte um
Hausschuhe), jede Menge Spielzeug, Kinderbücher,
Wickeltisch, Obst gratis, Toasts und andere Snacks
sowie Warm- und Kaltgetränke zum Selbstkosten-
preis und ein abwechslungsreiches Programm
(Gemeinsames Singen von Liedern aus aller
Kinder Länder, Screenings von Kinderfilmen,
Lesungen, gemeinsame Spiele, …)

Eintritt frei.

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5)
Clubbetrieb in der Sense wieder aufgenommen!

Ab dem Donnerstag dem 30. November 2006
findet im Lokal des Kulturvereins Kanafani
wieder ein wöchentlicher Clubabend statt.

Jeden Donnerstag immer ab 18:00 (open end)

Die Sense. Das Lokal zum Verein.
Sensengasse 5/3, 1090 Wien.

Wer in zwangloser Atmosphäre AktivistInnen und
FreundInnen des Vereines kennenlernen möchte,
Lust auf Diskussionen, Back Gammon und Schach-
spiele hat oder einfach in der Bibiothek schmökern
und Wasserpfeife rauchen möchte ist herzlich dazu
eingeladen.

----------

6)
Filmabend

Inside Man, USA, 2006
Regie: Spike Lee

Freitag 1. Dezember 2006, 19:00
Die Sense. Das Lokal zum Verein.
Sensengasse 5/3, 1090 Wien

Dalton Russell (Clive Owen) plant den perfekten
Bankraub. Er stürmt mit seinem Team als Maler
getarnt und vermummt eine New Yorker Bank
und nimmt Dutzende von Geiseln, die anschließend
die gleichen Overalls wie die GeiselnehmerInnen
überziehen müssen. Sein Gegenspieler ist Detective
Keith Frazier (Denzel Washington), der für die Polizei
verhandeln soll. Der Direktor der Bank (Christopher
Plummer) fürchtet nicht so sehr um sein Geld als um
die Enttarnung eines dunklen Geheimnisses und
schickt die undurchsichtige Madaline White (Jodie
Foster) los, seine Interessen zu warnen …

Spike Lee beweist mit „Inside Man“, dass auch ein
unterhaltsamer Genre-Film nicht zwangsläufig dämlich
sein muß.

Eintritt frei.

----------

7)
Kulturarbeit in der Einwanderungsgesellschaft
***
Podiumsdiskussion
Perspektiven aktueller antirassistischer Praxen

Donnerstag 2. November 2006 - 19:00
Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien

Mit:
Kien Nghi Ha, Politikwissenschafter (Berlin)
Baruch Wolski, Kulturverein Kanafani (Wien)
Marty Huber, IG Kultur Österreich (Wien)

Moderation: Vlatka Frketic
***
Konferenz
Antirassistische Interventionen und Strategien

Projektpräsentationen, Workshops, Diskussionen, Filme.

Fr., 3. November 2006, 10.00-20.00
WUK - Museumsräume, Währinger Straße 59, 1090 Wien

Programmdetails unter www.igkultur.at/transfer
Kostenlose Kinderbetreuung wird bei Bedarf angeboten.
***
Die Themen Einwanderung, Migration und die sog.
"Integration" dienen seit geraumer Zeit der Profilierung
diverser politischer Parteien. Begriffe wie Kultur,
Identität und Heimat sind dabei der Kitt, mit dem
nationalistische Träume zusammengehalten werden. Das
Schüren von Neid, Angst und Rassismus scheint ein
Volkssport geworden zu sein. Der gesellschaftliche
Konsens geht soweit, dass auch gemäßigte Positionen ihre
migrationspolitischen Ansätze auf Fragen der Nützlichkeit
von MigrantInnen reduzieren. Die Möglichkeiten für
Menschen mit Migrationshintergrund an der Gesellschaft
teilzuhaben und diese mitzugestalten werden weiter
erschwert. Die IG Kultur Österreich stellt mit der
Konferenz „Kulturarbeit in der Einwanderungsgesellschaft“
erstmals die Frage nach dem Beitrag österreichischer
Kulturinitiativen zu einer Gegenöffentlichkeit und eröffnet
Diskussionen über Strategien in antirassistischen Allianzen
mit Kulturinitiativen von MigrantInnen.

Am Vorabend der Konferenz, am 2. November um 19h,
findet als Auftaktveranstaltung eine Podiumsdiskussion
im Depot statt: Der Politikwissenschafter Kien Nghi Ha,
Baruch Wolski vom Kulturverein Kanafani und Marty
Huber, kulturpolitische Sprecherin der IG Kultur, werden
über Rahmenbedingungen und Ziele aktueller anti-
rassistischer Praxen im Kulturbereich sprechen.

Am 3. November findet die Konferenz mit dem Schwer-
punkt „Antirassistische Interventionen und Strategien“
mit Projektpräsentationen und Workshops im WUK statt,
die sich mit schon existierenden Allianzen wie auch mit
kritischen Fragen nach einer antirassistischen Arbeit an
der Öffentlichkeit und mit Interventionspotenzialen
beschäftigt.

----------

8)
Buchpräsentation

FLOWERS, BREAD, and GOLD
von Chibo Onyeji

Freitag, 10. November 2006, 18:30Uhr
Schottenfeldgasse 29, 1070 Wien
musikalische Begleitung: Salah Addin

The 41 poems collected in this volume are
history, a particular phase of the contemporary
history of Africans and people of African decent
in Austria. The poems lament this history often
as metaphorical storm whose mindlessness, howls,
and consuming frenzy provide the general themes
they variously explore. Silence - something that
storms don't do but which, as a culture, consumes
all the same - is another theme of concern, as is
Malice in, for example, the poem Omofuma Stone.
But the laments are not without hope for hope -
in the metaphor of flower - is a fabric
encountered everywhere even when least expected;
or without prior civil expectations, as in the
poem Miracle; or without constructive counsel as
when in the poem, Operation Spring, the culture
of "gardening" is recommended over the prevailing
culture of "hunting" - selective hunting. In the
title poem, Flowers, Bread, and Gold, the
ultimate price paid by the African in this
history is not so much the issue as the morality
celebrating this price. All of these, however, do
not preclude acknowledging Austria's magnificence
as in the poems, The Only Way or Joseph's Garden.
The collection is dedicated to those already
swept to eternity by the storm, to the courage of
those committed to unseeding the storm in spite
of enormous odds, and to the Hope that in time we
shall all get wiserS Yes, hope with a capital h.


----------


Zum Abbestellen des Newsletters: Mail mit Betreff
"Unsubscribe" an kulturverein at kanafani.at.




____________________

Kulturverein Kanafani
Redaktion der.wisch
Sensengasse 5/3, 1090 Wien
0043/69981922556
kulturverein at kanafani.at
frauen at kanafani.at
der.wisch at kanafani.at

al alamu baituna - die welt ist unser zuhause

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12  Bitte um Veranstaltungsankündigung
   von Promedia <promedia at mediashop.at>
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Liebes Team!
Ich würde um die Ankündigung folgender Veranstaltung in Ihrem Medium bitten.

Vielen herzlichen Dank,

Eva Kaiserseder
Promedia Verlag
Wickenburggasse 5/12
1080 Wien
Tel.: 01/405 27 02
Fax: 01/405 71 59 22



Der Promedia Verlag
präsentiert im Rahmen der österreichischen Buchwoche im Wiener Rathaus vom
14.- 19. November 2006

die Neuerscheinung von

Helmut Friessner
Demokratie im Fadenkreuz. Die Attacken der Weltwirtschaft auf die
demokratische Ordnung
ISBN 3-85371-262-2, br., 344 Seiten, 21,90 Euro, sFr. 37,20. Edition Forschung



Was?
Buchpräsentation

Wo?
Leseforum/ Rathaus

Wann?
15. November 2006
Beginnzeit 15:30 Uhr


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13   Bitte um Veranstaltungsankündigung
   von Promedia <promedia at mediashop.at>   
================================================
Liebes Team!


Eine zweite Veranstaltung im Rahmen der Buchwoche im Wiener Rathaus, für die
ich um Ankündigung in Ihrem Medium bitten würde.

Nochmals Dankeschön,

mit freundlichen Grüßen,

Eva Kaiserseder
Promedia Verlag
Wickenburggasse 5/12
1080 Wien
Tel: 01/405 27 02
Fax: 01/ 405 71 59 22



Der Promedia Verlag
präsentiert im Rahmen der österreichischen Buchwoche im Wiener Rathaus
vom 14. - 19- November

die Neuerscheinung von

  Marlen Schachinger
Wien. Stadt der Frauen. Eine Reiseführerin
ISBN 3-85371-260-6, br., bebildert, mit Stadtrundgängen, 240 Seiten, 19,90
d, 34,70 sFr.

Was?
Buchpräsentation

Wo?
Literaturcafe/ Rathaus

Wann?
15. November
Beginnzeit:15:15 Uhr


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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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14   14-jähriger christlicher Junge enthauptet
   von "GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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>  GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
>  PRESSEMITTEILUNG   Göttingen, den 31.10.2006
>
>  14-jähriger christlicher Junge im Irak enthauptet
>
>  Furchtbare Nachrichten über Morde an assyro-chaldäischen Christen
>  erreichten die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Dienstag aus
>  dem Irak. Dort ist der 22 Jahre alte christliche Assyro-Chaldäer Z.A. am
>  Sonntag im Stadtteil as-Saa von Mosul auf dem Weg zur Arbeit ermordet
>  worden. Ein 14-Jähriger wurde bereits am 21. Oktober in Bakuba in der
>  Provinz Diala von Maskierten enthauptet. In einem Bericht auf der
>  arabischsprachigen Website ankawa.com heißt es, die Männer seien kurz
>  nach Arbeitsbeginn um 6 Uhr morgens erschienen und hätten von dem
>  Jungen I.Y. den Ausweis verlangt. Als sie ihn als Ungläubigen
>  beschimpften, hätte I.Y. gerade noch antworten können, er sei zwar Christ,
>  aber kein Ungläubiger. Dann hätten die Maskierten ihn an Armen und
>  Beinen gepackt und geköpft.
>
>  "Diese Verbrechen reihen sich ein in eine Kette von Morden an
>  Einzelpersonen, Bombenanschlägen gegen Kirchen und kirchliche
>  Einrichtungen, Vergewaltigungen und Entführungen, die sich gezielt gegen
>  im Irak lebende Christen richten", berichtete der GfbV-Nahostreferent
>  Kamal Sido in Göttingen. Erst am 11. Oktober sei die enthauptete Leiche
>  des syrisch-orthodoxen Priesters Paul Alexander in Mosul gefunden
>  worden. Am gleichen Tag sei der 55 Jahre alte Geistliche Dr. Joseph
>  Fridon Petros in Bagdad von Islamisten angegriffen und umgebracht
>  worden.
>
>  Der Terror gegen Christen im Irak verschärfe sich täglich so dramatisch,
>  dass jetzt die überwiegende Mehrheit von ihnen versuche, sich und ihre
>  Familien zu retten. "Wir erleben den Exodus eines 2000 Jahre alten
>  Volkes, das bis heute die Muttersprache Jesu spricht, wenn auch in einer
>  modernen Form", sagte die GfbV-Referentin Sarah Reinke. Der Erzbischof
>  von Kirkuk, Louis Sako, habe Bagdad gegenüber der christlichen
>  Nachrichtenagentur Zenit als ein regelrechtes "Gefängnis" bezeichnet, aus
>  dem die Christen auszubrechen versuchten. Sogar aus Stadtvierteln wie
>  "Al Dora", die noch vor kurzem als sicher gegolten hätten, müssten die
>  Menschen flüchten. Das "Babel College", die einzige theologische Fakultät,
>  hätte zumindest vorübergehend schließen müssen.
>
>
>  Für Nachfragen sind die GfbV-Referenten Sarah Reinke und Dr. Kamal
>  Sido erreichbar unter Tel.-Durchwahl 0551 499 06-28 und 0551 499 06-18.
>
>  Eine Chronik von Attentaten auf Christen im Irak finden Sie auf unserer
>  Homepage www.gfbv.de.
>  ======================================================
>  Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
>  Inse Geismar, Pressereferentin
>  Postfach 2024, D-37010 Goettingen
>  Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
>  E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de

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15   KPÖ/Abfangjäger/Bundesheer/Neutralität
   von KPÖ-Oberösterreich <ooe at kpoe.at>
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Linker Pressedienst - Herausgegeben vom KPÖ-Landesvorstand Oberösterreich,
Melicharstraße 8, 4020 Linz, Telefon (0732) 65 21 56,
Mail ooe at kpoe.at - Web www.kpoe.at/ooe - Ausgabe vom 31. Oktober 2006





Die Alternative ist keine Luftraumüberwachung

KPÖ wendet sich grundsätzlich gegen jeden Abfangjägerkauf

Auf Verteidigungsminister Günther Platters Dogma „Es gibt keine Alternative
zur Luftraumüberwachung“ antwortet die
KPÖ-Oberösterreich „Es gibt eine Alternative, nämlich keine
Luftraumüberwachung“. Damit bekräftigt die KPÖ ihre grundsätzliche
Ablehnung jeder Abfangjäger und wendet sich anders als SPÖ, Grüne und FPÖ
nicht nur gegen den von der schwarzblau/orangen Regierung
geplanten Ankauf der Eurofighter vom EU-Rüstungskonzern EADS.

„Weder aus dem Staatsvertrag noch aus dem Neutralitätsgesetz ist eine
Verpflichtung zur militärischen Verteidigung, also auch nicht
für Abfangjäger, herauszulesen“, meint KPÖ-Landessekretär Leo Furtlehner. Im
Gegensatz zu Platters Aussage sagen jene die jetzt Ja
zu Abfangjägern sagen, nein zur Neutralität, indem sie diese durch ihre
Politik seit Jahren systematisch unterminiert haben.

Es ist völlig absurd, eine Notwendigkeit der 18 Eurofighter in Hinblick auf
die Olympiade 2014 zu sehen, die Abfangjäger ergeben
nämlich nur als Baustein der EU-Militarisierung und für eine Euroarmee bzw.
die „Battle Groups“ einen Sinn. Genau diese Entwicklung
aber widerspricht völlig jedem elementaren Neutralitätsverständnis, weil sie
auf offensive Militäroperationen zur Sicherung der
Interessen der EU-Konzerne gerichtet ist.

Wie schon in den vergangenen fünf Jahrzehnten die Neutralität nicht
militärisch, sondern politisch wahrgenommen wurde, gilt das noch
viel mehr für die Zukunft und muss durch eine aktive Neutralitätspolitik
wahrgenommen werden.

Die Ausführungen diverser Verfassungs- und Völkerrechtler sind angesichts
der bisherigen Praxis Militärtransporte und Überflüge der
NATO zu dulden oder zu genehmigen nicht das Papier wert, auf dem sie
geschrieben sind. Die KPÖ sieht ihre Ablehnung von Abfangjägern
daher auch im Zusammenhang mit ihrer Forderung nach Auflösung des
Bundesheeres als Ausdruck einer konsequent antimilitaristischen
Politik.

Die KPÖ-Oberösterreich erinnert an die 624.720 Unterschriften bzw. 10,65
Prozent der Wahlberechtigten, die im Jahre 2002 beim
Volksbegehren gegen Abfangjäger ein deutliches Signal gegeben haben, das vor
vier Jahren sogar zu vorzeitigen Neuwahlen geführt
hatte.

Erinnert wird von der KPÖ auch daran, dass ÖVP, SPÖ, Grüne und BZÖ sowohl im
Nationalrat als auch im Bundesrat übereinstimmend der -
am späteren Nein in Frankreich und den Niederlanden gescheiterte -
EU-Verfassung zugestimmt haben, welche eine ausdrückliche
Aufrüstungsverpflichtung vorsieht: „Es geht also nicht bloß um die jetzt
hitzig diskutierten Eurofighter, sondern grundsätzlich um
Abfangjäger und alle anderen Formen der Beteiligung Österreichs an der
Militarisierung der EU“, so Furtlehner abschließend.



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16   KPÖ/Parlament/Kornblume/Burschenschafter/FPÖ
   von KPÖ-Oberösterreich <ooe at kpoe.at> 
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Linker Pressedienst - Herausgegeben vom KPÖ-Landesvorstand Oberösterreich,
Melicharstraße 8, 4020 Linz, Telefon (0732) 65 21 56,
Mail ooe at kpoe.at - Web www.kpoe.at/ooe - Ausgabe vom 31. Oktober 2006





Deutschnationale Präsenz im Nationalrat mit Schmiss und Kornblume

FPÖ-Parlamentsfraktion wird von Burschenschaftern dominiert

Mit dem Schmiss im Gesicht und der Kornblume am Revers bei der Angelobung
des neu gewählten Parlaments - deutlicher hätte die
Stärkung der extremen Rechten bei der Nationalratswahl am 1. Oktober 2006
nicht Ausdruck finden können, meint die
KPÖ-Oberösterreich.

Die Kornblume war in Österreich schon im 19. Jahrhundert Markenzeichen der
alldeutschen Bewegung von Georg Ritter von Schönerer und
nach dem Verbot der NSDAP durch Dollfuss im Jahre 1933 das Symbol der
illegalen Nazis vor dem „Anschluss“ an Deutschland im Jahre
1938. Bezeichnungen von Gasthäusern als „Kornblumenstüberl“ zeigen heute
noch die Gesinnung der Besitzer, die FPÖ veranstaltet
demonstrativ „Kornblumenbälle“.

Das Blau der Kornblume gilt als Sinnbild des ungebundenen Wachstums, im
Klartext für den Expansionsdrang der „Völkischen“.
Bezeichnenderweise verwendet auch der als Vorfeldorganisation der FPÖ
geltende deutschnationale Österreichische Turnerbund (ÖTB) die
Farbe blau auf Fahnen, Wimpeln und in der Kleidung der Turner.

In Linz gab es im September 1995 einen Wirbel, als die FPÖ-Fraktion bei der
Angelobung ihres damaligen Stadtrates und
Burschenschafters („Arminia Czernowitz“) Franz Obermayr demonstrativ mit der
blauen Kornblume im Knopfloch erschien. Bürgermeister
Franz Dobusch (SPÖ) ließ sich gar mit Obermayr gemeinsam fotografieren,
entdeckte einige Tage später nach einem Pressebericht die
politische Bedeutung der Kornblume als deutschnationales Symbol in der 1.
Republik, was zu einer heftigen Debatte über diese
Symbolik führte.

Während die FPÖ-Abgeordneten bei der Angelobung des Nationalrates 1999 und
2002 nur mit einer rotweißroten Schleife auftraten wurde
dies 2006 mit der Kornblume ergänzt: „Das demonstriert ein Zusammenwachsen
deutschnationaler und reaktionärer
österreich-patriotischer Einstellungen, der es gilt durch verstärkten
Internationalismus und einer unmissverständlichen Ablehnung
der Fremdenfeindlichkeit zu entgegnen gilt“, meint KPÖ-Landessekretär Leo
Furtlehner.

Die Verwendung der Kornblume durch die MandatarInnen der FPÖ im Parlament
ist allerdings auch im Zusammenhang mit der starken
Präsenz schlagender Burschenschafter im „Hohen Haus“ zu sehen: Der
oberösterreichische FP-Landeschef Lutz Weinzinger - bekannt für
seinen Ausspruch „National heißt für mich deutsch“ und der Interpretation
Mozarts, Beethovens und Grillparzers als „gesamtdeutsche
Künstler“ - ist Mitglied der Burschenschaft „Bruna Sudetia“. Der Linzer
Gemeinderat Werner Neubauer ist Mitglied der Burschenschaft
„Teutonia“.

Weitere prominente Burschenschafter sind Parteichef Hans-Christian Strache
(„Vandalia“), Volksanwalt Ewald Stadler („Skalden“) und
der Abgeordnete Reinhard Bösch („Teutonia“). Weitere KandidatInnen mit
belegten Querverbindungen zu rechtsextremen Gruppen sind
Barbara Rosenkranz (NÖ), Norbert Hofer (Burgenland) und Gerhard Kurzmann
(Steiermark).


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17   ASt - Vor 50 Jahren: ArbeiterInnenaufstand in Ungarn
   von ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>  
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Vor 50 Jahren: ArbeiterInnenaufstand in Ungarn

(aus: Red Newsletter Nr. 238; Informationsdienst des
ArbeiterInnenstandpunkt, 31. Oktober 2006, www.arbeiterInnenstandpunkt.net)

Vor 50 Jahren, genauer gesagt im Oktober und November des Jahres 1956, fand
in Ungarn ein Aufstand statt, der in seiner Größe zum damaligen Zeitpunkt
eine Einmaligkeit darstellte. Noch nie zuvor in der Geschichte, hatte sich
eine dermaßen breite Volksbewegung, noch dazu derart deutlich, gegen die
stalinistische Unterdrückung in einem Ostblockland aufgelehnt. Es waren die
ArbeiterInnen, Bauern und Bäuerinnen selbst - aber auch die StudentInnen -,
die diese Bewegung vorwärts trieben, und eine verhaßte stalinistische
Regierung zu Sturz brachten. Es kam zur Bildung von revolutionären
ArbeiterInnen- und Bauernräten, die auch die meisten Fabriken und
Agrosiedlungen kontrollierten. Leider aber endete diese hoffnungsvolle
Massenbewegung in einem Meer von Blut, ohne viel bewirkt zu haben. Die
Geschehnisse des Herbstes 1956 in Ungarn stellen sicherlich weit mehr dar,
als nur die Auflehnung der Bevölkerung gegen eine ungeliebte Regierung,
vielmehr waren sie eine der wenigen Chancen in der Geschichte der
Arbeiterschaft in den stalinistischen Staaten Osteuropas die gehaßte, alles
beherrschende Bürokratie durch die direkte Herrschaft der ProduzentInnen
(ArbeiterInnen, Bauern und BäuerInnen) zu ersetzen.

Nach dem Tod Stalins im Jahre 1953, gab es einen gewissen Kurswechsel in
Moskau. Die neue “kollektive” Führung (Troika) unter Malenkow, Chrustschow
und Mikojan traute sich nicht, die Stalinsche Politik der äußerst harschen
Konfrontation mit den ArbeiterInnen fortzusetzen. Letztlich braucht auch das
stalinistische Terrorregime ein gewisses Ausmaß an Unterstützung oder
zumindest Neutralität innerhalb der Massen. Folglich verkündete die neue
Kremlführung eine (freilich limitierte) Lockerung der Repression, ein
Aufholen der Konsumgüterindustrie gegenüber der Schwerindustrie und
Zugeständnisse an jene Bauern und BäuerInnen, die den Kollektivfarmen
ablehnend gegenüberstanden.

In den osteuropäischen Ländern hielten die StalinistInnen seit dem Einmarsch
der roten Armee in den letzten Kriegsjahren de facto den Staatsapparat in
den Händen. Um ihre Macht nicht zu verlieren, sahen sie sich zu Beginn des
Kalten Krieges Ende der 1940er Jahre gezwungen, den UnternehmerInnen die
Betriebe wegzunehmen um mittels bürokratischer Wirtschaftspläne das
kapitalistische Wertgesetz außer Kraft zu setzen. An dieser sozialen
Revolution konnte die ArbeiterInnenklasse selbst nicht mitwirken - im
Gegenteil, die StalinistInnen an den Schalthebel der Macht unterdrückten
schon seit Kriegsende jede größere, eigenständige Bewegung der Massen. Das
war auch der Grund, weshalb die Planwirtschaft an den realen Bedürfnissen
und Möglichkeiten der arbeitenden Bevölkerung völlig vorbeiging, den
utopischen Projekten der BürokratInnen (“Sozialismus in einem Land”) und den
Privilegien der KP-Nomenklatur diente und daher zu ständigen Engpässen und
Wirtschaftskrisen führte, deren Folgen dann erst recht wieder bürokratisch
unterdrückt werden mußten.

Der “neue Kurs” in Moskau kam natürlich auch in den osteuropäischen Ländern
zur Anwendung, nur hatte er dort weitreichendere Auswirkungen. Weshalb? Weil
es in diesen Staaten eine unter Stalins Lebzeiten an den Rand gedrängte
Fraktion innerhalb der stalinistischen KPs gab, die einen relativ
unabhängigen Weg gegenüber Moskau gehen wollten. Ihr Vorbild war Titos
Jugoslawien, das die Staatsmacht ja unabhängig von der roten Armee erobert
hatte und daher nicht Wirtschaftsverträge mit der Sowjetunion, die eindeutig
zum ökonomischen Vorteil Moskaus kreiert wurden, eingehen mußte und keine
Reparationszahlungen zu leisten hatten. Diese “national-stalinistschen”
Fraktionen waren natürlich nicht weniger bürokratisch, erfreuten sich aber
einer gewissen Popularität unter den Massen, weshalb sie auch in den Augen
der Troika besser geeignet schienen, die stalinistische Herrschaft zu
stabilisieren.

Ungarn Anfang der 1950er Jahre

In Ungarn wiederum war die “national-stalinistische” Fraktion extrem beliebt
und Stalins Statthalter extrem unbeliebt. Das hängt damit zusammen, daß
Ungarn bis in die 1940er Jahre vorwiegend ein Agrarland war und daher
unglaubliche Arbeitshetze und politische Repression am Arbeitsplatz
notwendig waren, um mittels des Arbeitsschweiß der ArbeiterInnen eine
monströse Schwerindustrie in nur wenigen Jahren aus den Boden zu stampfen.
Viele Bauern und BäuerInnen wurden zu unproduktiven Kooperativen gezwungen
und trauerten ihrer eigenen Scholle nach. Die Preise von
landwirtschaftlichen Produkten wurden gemäß den Akkumulationsinteressen der
Schwerindustrie festgelegt.

Es ist daher kein Zufall, daß der unbeliebteste Politiker dieser Zeit der
“kleine Stalin” namens Rakosi war. Dieser lenkte die Geschicke der KP seit
1948, und führte das Land so nebenbei sozial in den Abgrund. Ihn völlig
abzuservieren war der Moskauer Troika aber doch zu riskant, wahrscheinlich
wollte man gegenüber einer der bravsten Marionetten der vergangenen Jahre
auch nicht undankbar sein, auf jeden Fall einigte man sich 1953 darauf, als
Zeichen der Erneuerung einen neuen Premier einzusetzen.

Dieser hieß Imre Nagy, war an sich nichts Besonderes (ganz im Gegenteil,
konnte man ihn doch dem rechten Flügel innerhalb des Stalinismus zuordnen),
wurde aber trotzdem zum Volksheld. Warum? Noch gar nicht lange im Amt, wurde
er bereits 1955 wieder entlassen, und zog so das Wohlwollen der
ArbeiterInnen und StudentInnen auf sich, sah man ihn doch als Rivalen des
verhaßten Rakosi an. Abgesehen davon stand Nagys Unterschrift unter der
ersten richtigen Bodenreform Ungarns kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Den
Adel und den Großgrundbesitz entmachtet zu haben - eine fortschrittliche
bürgerliche Aufgabe, zu der das ungarische Bürgertum politisch immer zu
schwach war - das vergaß die Landbevölkerung aber auch die “Bauern in
Fabrikskittel” nicht.

Dem Aufstand entgegen

Große Wellen schlug damals auch der Fall “Rajk”. Rajk war innerhalb der
ArbeiterInnenschaft relativ beliebt, weil er die ungarischen KP in der
Illegalität während der deutschen Besatzung geleitet hatte, während sich
Rakosi die Zeit im Moskauer Exil mit der Denunzierung von
ArbeiterInnenführern an den KGB vertrieb. Die Popularität Rajks unter den
ungarischen ArbeiterInnen ging der sowjetischen Führung dann doch zu weit,
und er wurde nach Moskau ins “Exil” verfrachtet.

1954 wurde dann der sogenannte Petofi-Zirkel gegründet, ein offeneres
Diskussionsforum, welches der bürokratischen Führung des Landes natürlich
ein Dorn im Auge war. Also erzwang man - mit einer Welle von Verhaftungen -
im Juni 1956 die Schließung des Petofi-Zirkels, der nachhaltig die Rede- und
Pressefreiheit, sowie die Rückkehr Nagys in sein Amt gefordert hatte. Dies
erzürnte natürlich auch die ArbeiterInnen.

Ermutigt durch die großen Streiks, die zur selben Zeit in Polen stattfanden,
streikte man daraufhin auch in Budapest - und Moskau mußte erneut reagieren.
Diesmal brachte man statt Rakosi einen gewissen Gero, der dessen bravster
Gefolgsmann war.

Doch die ArbeiterInnen ließen sich nicht mehr täuschen: Am 6.Oktober war es
soweit. Über 20.0000 Menschen demonstrierten für die Rückkehr Nagys nach
Budapest. Rote Fahnen in den Händen der proletarischen Jugend waren da zu
sehen, und man konnte den Spruch lesen: “Wir werden erst aufgeben, wenn der
Stalinismus zerstört ist”.

Und dann die Demonstration am 23. Oktober: Geführt vom Petofi-Zirkel, sang
man die Internationale und forderte “Nagy an die Macht, Rakosi in die
Donau”. Angesichts solcher Ausschreitungen, und insbesondere auch unter dem
Gesichtspunkt der zunehmenden Verbrüderung zwischen ArbeiterInnen und
Soldaten, hatte die ungarische KP akuten Handlungsbedarf, welcher sich
folgendermaßen äußerte: Erstens forderte man Truppen vom großen Bruder aus
Moskau an und zweitens brachte man Nagy tatsächlich erneut ins Amt, in der
Hoffnung er könne die Massen alsbald beruhigen.

Aber nichts dergleichen war mehr möglich. Als die ungarischen
Sicherheitskräfte unbewaffnete DemonstrantInnen aus dem Hinterhalt
erschossen, strömte die Menge zu den Kasernen. Es bedurfte nicht langer
Erklärungen, um die ungarischen Soldaten zu der Herausgabe von Waffen zu
bewegen. Der Aufstand war ausgebrochen. Russische Panzer wurden
losgeschickt, die auch auf Frauen und Kinder schossen, die sich um Brot
anstellten.

Doch mitunter kam es anders. Denn auch die SU-Soldaten waren nicht die
blinden Kampfmaschinen, die sich Gero & Co. erhofft hatten. In der
Erwartung, aus der Sowjetunion geschickt worden zu sein, um einen
faschistischen Aufstand niederzuschlagen, mußte die Rote Armee nur zu bald
die Erfahrung machen, daß es sich hier um das pure Gegenteil handelte,
nämlich um fortschrittliche, kämpfende ArbeiterInnen. Zum größten Eklat
diesbezüglich kam es am 25.Oktober, als die sowjetischen Soldaten eine
Gruppe jubelnder DemonstrantInnen zum Parlament geleitete und von den
umliegenden Hausdächern durch ungarische Sicherheitskräfte beschossen
wurden. Hierbei starben 100 ZivilistInnen und russische Soldaten.

Mitunter wechselten selbst KP-Funktionäre die Fronten: Major Maleter, ein
alter Spanienkämpfer, schilderte im Radio den Aufstands, den er mit seinen
Truppen eigentlich niederschlagen hätte sollen: “Als ich dort hinkam,
entdeckte ich, daß die Kämpfer für die Freiheit keineswegs Banditen sind,
sondern vielmehr loyale Kinder Ungarns. Darum informierte ich das
Verteidigungsministerium, daß ich mich den Aufständischen anschließen
werde.” Ein anderes Mal sagte der Major: “Wenn wir die Russen endlich los
sind, kehren wir sicher nicht zu den alten Zeiten zurück. Wir wollen nicht
den Kapitalismus. In Ungarn wollen wir Sozialismus.” Dieser Vorfall ist ein
Hinweis dafür, daß die Nagy-Leute von der Fraktion des
“National-Stalinismus” die Bewegung vorerst nicht kanalisieren, “beruhigen”
konnten, sondern eher Getriebene waren.

ArbeiterInnenräte

Ab 26. Oktober wurde die Arbeit total niedergelegt, Massenstreiks breiteten
sich aus, was sehr bald zu Betriebsbesetzungen führte, um der Bürokratie ein
Weiterlaufen der Fabriksmaschinen zu verunmöglichen. Spontan entstanden
Koordinationsformen für diese Aufgaben: Räte. Auf dem flachen Land bildeten
sich Bauern- und BäuerInnenkomitees. Diese Räte und Komitees, die innerhalb
kurzer Zeit überall in Ungarn aus dem Boden sproßen, waren das Herz der
Revolution. Niemand konnte bisher flexiblere und effektivere Instrumente des
Aufstandes “erfinden”, als es die Räte sind, in die die Massen KämpferInnen
ihres Vertrauen entsanden.

Politisch gesehen waren die ungarischen Räte 1956 nicht geeint, sie stellten
mitunter ziemlich unterschiedliche, auch lokale Forderungen auf. Das ist
auch nicht verwunderlich, alles mußte schnell gehen, unmittelbare politische
Erfahrungen gab es keine; von einer Partei, die den Aufstand angeleitet
hätte, ganz zu schweigen. Insgesamt aber gab es innerhalb der Räte kaum
Stimmen für eine Wiederherstellung des Kapitalismus oder ein Zurück hinter
die Landreform.

Viele Forderungen waren dezitiert gegen die politische Repression durch den
Stalinismus gerichtet (Rede- und Organisationsfreiheit), andere waren eher
ein Reflex gegen den bürokratischen Zentralismus in der Wirtschaft
(Selbstverwaltung der Betriebe) und wieder andere setzten an den Losungen
der “Nationalen” StalinistInnen an (Abzug der russischen Truppen, Austritt
aus dem Warschauer Pakt) - nationale Selbstbestimmung war neben den Kampf
gegen die heimische stalinistische Repression überhaupt ein zentraler Motor.

Die Massen in Waffen und die politische “Subversion” der Räte und Komitees
zwangen die sowjetischen Truppen vorerst zum Abzug (31. Oktober). Ein erster
Sieg.

Verrat und Niederlage

Trotz dieses enormen Potentials, hielten die Massen an einer - teilweise
kritischen - Unterstützung für Nagys fest. Daß dieser Nagy aber ein
überzeugter Stalinist war, und somit dem System angehörte, das sie bekämpfen
wollten, konnten die breiten Massen in der kurzen Zeit nicht lernen -
jahrelang hatte sich die Nagy-Fraktion innerhalb der KP-Bürokratie als
Alternative gebärden können, sie war ja auch nicht an der Macht gewesen. Nun
aber war sie es. Teils trieb sie vor den Massen her (Nagy erklärt Ungarn für
neutral und erkennt die Räte formal an), teils versuchte sie den Aufstand zu
sabotieren (Nagy verkündet das Standrecht).

So benutzte Nagy das Vertrauen, das im von den Aufständischen
entgegengebracht wurde. In seiner kleinen stalinistischen Gedankenwelt, sah
er nicht die Chance, die erstarrte Bürokratie durch ArbeiterInnenräte zu
ersetzen und tat das, was im Stalinismus immer bei solchen Gelegenheiten
passierte: Um ja zu verhindern daß es zu einem gesunden ArbeiterInnenstaat
kam, ging er eine Koalition mit offen bürgerlichen und reaktionären Kräften
ein. Am 27. Oktober präsentierte er seine neue Regierung, die zum Beispiel
SozialdemokratInnen enthielt.

Gut möglich, daß dies als Fenster in Richtung Imperialismus gedacht war.
Doch die ganze (auch internationale) Konstellation ließ in den 1950er Jahren
eine soziale Restauration noch nicht zu. Blieb für die ungarische KP (und
ironischerweise auch für Nagy selbst!) nur Moskau.

Dafür mußte innerhalb der KP natürlich ein neuer Mann her - dieser hieß
Kadar. Mit Hilfe neuer russischer Truppen aus Asien “normalisierte” er die
Verhältnisse. Unter der Stahllawine sowjetischen Militärgeräts erstickte der
Aufstand. Das schwerste Defizit der ungarischen ArbeiterInnen war natürlich
das Fehlen einer revolutionären Partei, die das Vertrauen der Massen in die
Nagy-Fraktion untergraben, die bewaffneten ArbeiterInnen zu roten Milizen
organisiert und eine systematische politische Zersetzungsarbeit unter der
roten Armee aufgenommen hätte. Auf den Räten aufbauend hätte sie eine
Gegenregierung gestellt und Vorbereitungen für eine wirklich demokratische
Planwirtschaft begonnen.

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18   REVOLUTION - Kampf dem Rassismus! Kampf dem Faschismus!
   von ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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Kampf dem Rassismus! Kampf dem Faschismus!

Resolution der REVOLUTION - Aktionskonferenz vom 27.10.06

1.         Laut den Volkszählungen der letzten Jahre ist ein hoher Anteil
der österreichischen Bevölkerung, im Jahre 2001 waren das 12.5%, im Ausland
zur Welt gekommen. Der Anteil der MigrantInnen mit nicht-deutscher
Muttersprache, sprich mit der Zweiten und Dritten Generation gerechnet,
liegt deutlich höher und beträgt in Wien sogar 30% der Bevölkerung.

2.         Somit bilden MigrantInnen einen beträchtlich hohen Anteil an der
österreichischen Bevölkerung. Doch nicht nur in Österreich ist der Anteil
der MigrantInnen hoch. Migration ist ein weltweites Phänomen, das vom
bestehendem kapitalistischen System geschaffen und stetig vorangetrieben
wird. Durch Kriege (Bsp.: Naher Osten) bzw. politische Verfolgung (siehe
Türkei) sehen sich viele Menschen gezwungen ihre Heimat zu verlassen und in
eine andere Stadt oder sogar in ein anderes Land zu ziehen. Seit den letzten
Jahrzehnten und insbesondere in den letzten Jahre mehren sich auch
Umweltkatastrophen (Hurrikans, Tsunamis, etc.) und zwingen Tausende von
Menschen zur Flucht. Diese Umweltkatastrophen hängen nicht mit einer
„natürlichen Entwicklung“ oder der Leichtsinnigkeit von Meteorologen
zusammen, sondern vielmehr mit dem korrupten System, dem Kapitalismus,
zusammen. Durch das Bestreben immer mehr Profit zu machen und Kapital zu
akkumulieren, wird an allen Ausgaben so sehr gespart wie nur möglich. Dies
heißt nicht nur, dass der Treibhauseffekt zunimmt und das Klima sich somit
für die Menschheit schädlich entwickelt. Es bedeutet auch, dass für die von
Katastrophen heimgesuchten Gebiete keine oder kaum Unterstützung seitens der
Regierungen erfolgt. Somit nehmen die vom kapitalistischen System
verursachten Übel immer größere Ausmaße an, immer mehr Menschen werden zur
Flucht aus ihrer Heimat gezwungen.

3.         Die Herrschenden nützen dieses Elends aus, um wiederum Vorteile
für sich zu ziehen. Sie nützen die bestehende Angst der MigrantInnen vor
erneuter Vertreibung, indem sie Abschiebungsgesetze beschließen, die Löhne
so niedrig als möglich halten und gleichzeitig den Rassismus in der
Bevölkerung schüren.

4.         Der Nutzen daraus für die KapitalistInnen ist klar: Niedrigere
Löhne bedeuten mehr Profit. Unsichere Arbeits- und Lebensverhältnisse
bedeuten eine größere Bereitschaft sich Ausbeuten zu lassen und eine
permanente Angst dagegen zu rebellieren.

5.         Gleichzeitig wird Rassismus geschürt, um zu verhindern, dass
MigrantInnen und österreichische ArbeiterInnen zusammenarbeiten und
gemeinsam gegen Lohnkürzungen, Bildungsabbau und weitere Angriffe des
Systems vorgehen.

6.         Die Gewerkschaftsführung, die „linken“ Parteien, sprich die
starken, organisierten Kräfte, welche die Arbeiterklasse vertreten sollten,
versagen, wenn es um den Kampf gegen den Rassismus geht. Dies hängt
einerseits mit ihrer politischen Kurzsichtigkeit und daher mit ihrer
Unfähigkeit zusammen, das bestehende kapitalistische System als Ursache für
den Rassismus zu sehen. Sie sind somit nicht fähig die Schlussfolgerung zu
ziehen, dass erst mit dem Sturz des Systems eine reale Chance gegeben ist,
den Rassismus für immer zu beseitigen. Sie bekleiden andererseits auf Grund
ihrer eigenen bürgerlichen Degeneration (ihrer unausgesprochenen
Kapitulation vor der Bourgeoisie gegenüber und ihrer Entfremdung von der
Arbeiterklasse) oft Funktionen, die dem Kapitalismus dienen und ihnen selbst
ein angenehmes Leben verschaffen – welche sie natürlich nicht gerne aufgeben.

7.         Der bestehende Aufschwung des Rassismus wie auch die immer
stärker werdende rechtsextreme Szene (Neonazis) hängt mit dem zunehmenden
Elend der arbeitenden Bevölkerung und der Perspektivlosigkeit der Jugend
zusammen. Je weniger die offiziellen Organisationen der ArbeiterInnen- und
Jugendbewegung in der Lage sind, dagegen anzukämpfen, umso stärker können
rechtsextreme Kräfte ihre Ideologien verbreiten.

8.         Der 9.November (in Österreich war es der darauffolgende Tag, der
10.November) ist der Tag der vor 68 Jahren den Höhepunkt der Novemberpogrome
darstellte und als „Reichskristallnacht“ bezeichnet wird. Dieser brachte den
Tot von 400 JüdInnen und stellte den Anfang der systematischen, offenen
Verfolgung der JüdInnen dar. Noch immer marschieren Neonazis zum Gedenken an
diesen Tag auf.

9.         Da die Herrschenden und die Polizei als ihre Handlanger diese
Aufmärsche schon immer geschützt haben und auch weiter schützen werden,
dürfen wir uns nicht auf die Polizei oder den Staat verlassen, wenn es um
den Kampf gegen Rassismus und Faschismus geht.

10.       Dadurch dass sowohl Staat als auch seine Handlanger, die Polizei,
für die Herrschenden, die Unterdrücker existiert, sind beide eng an das
System gebunden. Die Zerschlagung des Rassismus ist aber nur über die
Zerschlagung des Kapitalismus möglich. Und die einzigen die das System
stürzen können, sind die, die keinen Nutzen von ihm ziehen, sondern im
Gegenteil einer permanenten Unterdrückung ausgesetzt sind, sprich: die
ArbeiterInnen, MigrantInnen und Jugendlichen.

11.       Es ist also absolut notwendig, dass wir, die Jugendlichen, die
ArbeiterInnen und MigrantInnen den Widerstand organisieren und gemeinsam auf
die Strasse gehen wenn rechte oder rechtsextreme Kräfte aufmarschieren. Die
Demonstration am 9.November und die Aktionskonferenz davor sind ein
organisierter Schritt, um gemeinsam gegen rechte Kräfte vorzugehen.

* Kein Fußbreit den Rassisten, kein Fußbreit den Faschisten!

* Kämpfen wir gemeinsam für die Revolution, die das endgültige Ende
rassistischer Ideen, faschistischer Ideologien und kapitalistischer
Ausbeutung bedeutet.

* One Solution – Revolution!


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19   GLB/Lenzing AG/Verkauf/ÖIAG
   von "Gewerkschaftlicher Linksblock" <office at glb.at>
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Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110
Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 -
Mail office at glb.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 31. Oktober 2006





Die Lenzing AG ist längst kein österreichisches Unternehmen mehr

Sinnvolle Alternative wäre Übernahme durch die ÖIAG

Die einzige wirklich sinnvolle Variante, die Lenzing AG als österreichisches
Unternehmen zu erhalten, wäre die Übernahme durch die
ÖIAG als staatliches Unternehmen, meint die Fraktion Gewerkschaftlicher
Linksblock im ÖGB (GLB) zur Debatte um einen Verkauf des
namhaften Unternehmens: „Dies läge sowohl im Interesse der derzeit 4.836
Beschäftigten die Angst um ihre Arbeitsplätze haben als
auch in Hinblick auf strukturpolitische Überlegungen“, meint
GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger.

Jene die sich jetzt so patriotisch gebärden wie LHStv. Erich Haider (SPÖ)
oder LH Josef Pühringer (ÖVP) erinnert der GLB daran, dass
das derzeit zur 87,88 Prozent zur B&C Holding gehörende Unternehmen (der
Rest ist Streubesitz) seit dem Verkauf der BA-CA, ohnehin
schon längst kein wirklich österreichisches Unternehmen mehr ist. Die
politische Verantwortung dafür trägt die SPÖ-Mehrheit der
Stadt Wien, welche die BA-CA im Jahre 2000 an die deutsche Hypo-Vereinsbank
verkaufte, die wiederum vom italienischen Bankkonzern
UniCredit übernommen wurde.

In der B&C Holding sind die Industriebeteiligungen der BA-CA geparkt, die
2005 bei einem Umsatz von 1,56 Milliarden Euro einen
Gewinn von 134,7 Millionen Euro brachten. Neben der Lenzing AG sind dies der
Baukonzern Porr (37,74 Prozent), die Semperit Holding
(54,01 Prozent) und die Lotto-Toto-Holding (30,52 Prozent).

UniCredit bzw. HypoVereinsbank planen angeblich den Verkauf der als „nicht
zum Kerngeschäft“ gehörenden Industriebeteiligungen an
einen Hedgefonds. Die Begierde diverser Investoren an der Lenzing liegt
angesichts der Kennzahlen des Unternehmens - im ersten
Halbjahr 2006 stieg der Umsatz auf 533,5 Millionen und der Gewinn auf 50,4
Millionen Euro - auf der Hand, wie auch ein Anstieg der
Aktienkurses um 30 Prozent zeigt.

Skeptisch ist der GLB zur Rolle des Industriellen und ehemaligen
SPÖ-Finanzministers Hannes Androsch als Retter der Lenzing AG und
erinnert dabei an die großspurigen Versprechen die Androsch und sein Partner
Raiffeisen-Boss Scharinger bei der Übernahme der
Salinen AG für das Salzkammergut gemacht und nicht eingehalten haben.


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20   ASt - Kommentar zum sogenannten ImmigrantInnentag am 25. November
   von ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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ImmigrantInnen haben es gut

Kommentar zum sogenannten ImmigrantInnentag am 25. November

von Michael Pröbsting (aus: Red Newsletter Nr. 237; Informationsdienst des
ArbeiterInnenstandpunkt, 27. Oktober 2006, www.arbeiterInnenstandpunkt.net)



ImmigrantInnen haben es gut. Alle schwören Stein und Bein, daß sie gegen
Rassismus und die Ausgrenzung der ImmigrantInnen eintreten. Ihr glaubt es
nicht? Aber habt ihr nicht vom sogenannten ImmigrantInnen-Tag am 25.
November in Wien gehört, der auf zahlreichen Plakaten bei den
Straßenbahnstationen sowie in den Medien beworben wurde?



Dieser ImmigrantInnen-Tag wird von den Veranstaltern mit folgender
Überschrift betitelt: „2. Anerkennungstag - „Diversität Wahrnehmen!“
(http://www.wik-vernetzungsbuero.at/index.php?option=com_content&task=view&i
d=183&Itemid=1) Dieser Titel ist Programm: ein Anerkennungstag für die
ImmigrantInnen – das klingt gut. Wir kennen das vom Muttertag, wo die
Öffentlichkeit einmal im Jahr anerkennt, daß Frauen auch viel Arbeit zu
Hause leisten. Jetzt anerkennen wir also auch die ImmigrantInnen – immerhin
arbeiten sie ja so billig und fleißig für die Kapitalisten, da kann man
ihnen ja, zumindest einmal im Jahr, Lob und Anerkennung zollen.



Allerdings bekamen die ImmigrantInnen – zumindest jene, die für das Kapital
zu einem minimalen Lohn schuften – kaum etwas von der ihnen zugesprochenen
Anerkennung mit. Denn „anerkannt“ wurden die ImmigrantInnen im Austria
Center Vienna an einem ganz normalen Werktag, wo also die
Wahrscheinlichkeit, daß sich ein Immigrant in das Konferenzzentrum verirrt,
relativ gering ist. Dafür konnten sich dort ungestört verschiedene
Prominente – oder solche die es noch zu werden hoffen – präsentieren, denen
nicht unbedingt ein schlechtes Verhältnis zum Establishment des bürgerlichen
Systems nachgesagt wird.



Gleich zu Beginn wurde ein wichtiger Schritt zur Integration der
ImmigrantInnen gesetzt – es fand die „Pflanzung des ‚Anerkennungsbaumes’“
statt – und natürlich die Pressekonferenz der Stadträtin für Integration
Sonja Wehsely. Danach philosophierte der Philosoph Ljubomir Bratic über das
Thema "Diversität für wen?" – eine Fragestellung, die ImmigrantInnen
tagtäglich in den Sinn kommt. Und Barbara Coudenhove-Kalergie, viele Jahre
als Auslandsjournalistin des ORF in Osteuropa tätig und insofern ja auch
irgendwie Immigrantin, die im Ausland ihr Geld verdienen mußte, sprach zum
Thema "Migranten sind unsichtbar". Woher sie ihren Erfahrungsreichtum bezog,
ist uns allerdings nicht ganz klar, denn Coudenhove-Kalergie war als
antikommunistische Reporterin in „Zeit im Bild“ alles andere als unsichtbar.
Doch ein Schelm wer denkt, daß hier ausschließlich halb-akademische
Schwätzer am Werk waren. Für das gemeine Volk gab es auch eine
„Millionenshow mit prominenten Gästen“ mit Barbara Stöckl. Weltoffenheit
wurde schließlich auch mit einem „Internationalen Buffett von 4 Kontinenten“
und einem „Internationalen Tanzfestival“ demonstriert.



Kein ernsthafter Mensch glaubt daran, daß durch diesen ImmigrantInnen-Tag
auch nur irgendein politischer oder praktischer Schritt gegen den Rassismus
gesetzt wurde. Der ganze pseudo-akademische Mist vom „Diversität wahrnehmen“
usw. ist nur ein Deckmantel, welcher die politische Leere dieses
vorgezogenen Polit-Halloweens verdecken sollte.



Was war also der tatsächliche Sinn und Zweck des
„ImmigrantInnen-Anerkennungstages“? Nun, das ganze war eine reine
Propaganda-Show, bei der die offiziellen Sponsoren und Organisatoren – allen
voran die sozialdemokratische Landesregierung Wiens – sich ein liberales,
humanistisches Öffentlichkeitsbild verschaffen möchte, ohne das es ihr
irgendwelche praktischen Schritte abverlangen würde. Gleichzeitig soll unter
den ImmigrantInnen eine kleine Schicht von Intellektuellen und Künstlern in
das kapitalistische Establishment integriert und dadurch die Gefahr der
Rebellion der ImmigrantInnen – wie z.B. in Frankreich vor einem Jahr oder in
den USA im Frühjahr 2006 – verringert werden. Kurz und gut: die
Veranstaltung war bloß Bestandteil der sozialdemokratischen
Beschwichtigungsstrategie um das revolutionäre Konfliktpotential der
rassistischen Unterdrückung von ImmigrantInnen zu entschärfen und eine
kleine Schicht von Jubel-ImmigrantInnen zu kaufen und zu integrieren.
Immigrantische und inländische ArbeiterInnen und Jugendliche haben durch
solche Events nichts zu gewinnen.



Politisch lehrreich jedoch ist für ImmigrantInnen und alle fortschrittlichen
ArbeiterInnen und Jugendlichen ein Blick auf die Liste der offiziellen
Sponsoren und Organisatoren dieser Veranstaltung. Diese umfaßt eine ganze
Allianz von Gutmenschen: angefangen von der SPÖ über die Grünen, der KPÖ bis
hin zur Wirtschaftkammer WKO – die offizielle Vertretung der Kapitalisten in
Österreich.



Auf den ersten Blick mag diese Allianz überraschen. Hat nicht die KPÖ erst
vor wenigen Tagen über die ImmigrantInnen-Politik der Wirtschaftskammer, der
SPÖ und der Grünen gewettert? Schrieb die KPÖ nicht etwa in ihrer
Wahleinschätzung:



„Aber auch sozialdemokratische und grüne Parteien haben dieser Marktlogik
nichts entgegen zu setzen. Die einen verlangen eine „neue Fairness“ und auch
die Grünen ordnen, wie am Beispiel des migrantInnenfeindlichen und von WKO
und VÖI beklatschten Punktesystems zu sehen ist, ihre Politik immer mehr den
Interessen der Wirtschaft unter. Wie am Beispiel Rot-Grün in Deutschland zu
sehen war haben Sozialdemokratie und Grüne keine Gegenkonzepte zur
kapitalistischen Logik.“



(Stellungnahme der KPÖ zum Ergebnis der Nationalratswahl 2006, 7. Oktober 2006)



Aber wer die KPÖ kennt weiß, daß sie nichts anderes als eine ordinäre
reformistische Partei ist. Sie schwadroniert in Wahlprogrammen und
Manifesten gerne gegen den Kapitalismus, gegen den Rassismus und für die
Rechte der ImmigrantInnen und ArbeiterInnen. In der Praxis jedoch ist ihre
Politik auf Zusammenarbeit mit dem Kapital und Unterordnung unter das
bürgerliche System ausgerichtet. Sowohl in der fernen als auch in der
jüngeren Vergangenheit zeigt sich der wahre Charakter der KPÖ mehr als
deutlich. 1945-1947 bildete sie gemeinsam mit der SPÖ und der ÖVP eine
Koalitionsregierung und baute die kapitalistische II. Republik auf anstatt
für die sozialistische Umwälzung zu kämpfen. Als der Streik gegen die
Pensionsreform im Juni 2003 auf des Messers Schneide stand, stimmte der
Vertreter der KPÖ-nahen Gewerkschaftsfraktion GLB im ÖGB-Bundesvorstand
gemeinsam mit den sozialdemokratischen und konservativen
Gewerkschaftsbürokraten nicht gegen den Abbruch des Streiks. Die gleiche
Kapitulantenhaltung legte der GLB-Vertreter im Vorstand der
Eisenbahnergewerkschaft bei der Beendigung des ÖBB-Streiks im November 2003
an den Tag. Angesichts dieser Politik der praktischen Hilfe für das Kapital
in entscheidenden Situationen, verwundert es kaum, daß die KPÖ-Führung keine
Probleme dabei hat, gemeinsam mit der SPÖ-Spitze, den Grünen und den
Kapitalisten für die „Anerkennung der ImmigrantInnen“ einzutreten. Mit
anderen Worten: Die KPÖ-Führung unterstützt den Betrug der SPÖ und der
Wirtschaftskammer, den ImmigrantInnen „Anerkennung“ vorzugaukeln, während
diese in der Praxis die ImmigrantInnen als billige Arbeitskräfte ausbeuten
und rassistisch diskriminieren (z.B. verweigerte die Stadt Wien
ImmigrantInnen jahrzehntelang den Zugang zu den Gemeindebauten und mußte
diese Haltung erst jetzt aufgrund eines EU-Gesetzes aufgeben)



Der Weg zur Befreiung der ImmigrantInnen führt nicht über Schickeria-Events
zur „Diversität“ und nicht über die Zusammenarbeit mit den Parteien und
Organisationen des kapitalistischen Establishments – seien es die
Wirtschaftskammer, die Grünen, die SPÖ oder deren
linksliberal-zivilgesellschaftlicher Rattenschwanz KPÖ. Wir stellen dem
Anerkennen von Diversität, das in Wirklichkeit nur ein anderes Wort für die
kleinbürgerliche Utopie einer multikulturellen Gesellschaft ist, die
revolutionäre Integration entgegen.



Revolutionäre Integration, das bedeutet für uns nicht Anpassung der
ImmigrantInnen an die vorherrschende deutsch-österreichische Kultur und
Sprache. Integration bedeutet für uns als revolutionäre
InternationalistInnen ein Zusammenwachsen und wechselseitiges Befruchten der
verschiedenen Kulturen und Traditionen, wobei wir das Fortschrittliche und
Rebellische aus allen Kulturen stärken und das Unterdrückerische und
Patriachale aus allen Kulturen überwinden wollen. Wir setzen nicht auf
irgendwelche Politiker des Establishments oder auf Institutionen des
bürgerlichen Systems (Medien, Kulturbetriebe, Schule o.ä.). Integration wird
nicht durch gutes Zureden wohlmeinender Politiker oder Aufklärung durch
Akademiker erreicht, sondern nur durch den gemeinsamen Kampf der in- und
ausländischen ArbeiterInnen und Jugendlichen gegen den Rassismus und gegen
die kapitalistische Offensive. Es gibt nur Integration auf revolutionären
Wege – also Integration im und durch den gemeinsamen, gleichberechtigten
Kampf der Unterdrückten – oder überhaupt keine.


Der Weg zur Befreiung verläuft über die Selbstorganisierung gemeinsam mit
fortschrittlichen österreichischen ArbeiterInnen und Jugendlichen an der
Basis – in den Betrieben, Schulen und Universitäten. Er verläuft über den
organisierten Kampf auf der Straße. Er schließt den Kampf gegen Rassismus
und Faschismus hier und heute mit ein (so organisieren
ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION gemeinsam mit anderen Organisationen
eine antirassistische Demonstration am 9. November – siehe
http://www.arbeiterinnenstandpunkt.net/phpwcms/index.php?id=0,155,0,0,1,0).
Er verläuft über die Organisierung der politisch bewußtesten Kräfte in einer
revolutionären Partei. Es gibt nur einen Weg zur Befreiung und der führt vom
Klassenkampf heute zur sozialistischen Revolution. Diesen Weg haben wir
gewählt und diesen Weg beschreiten wir gemeinsam mit jungen und älteren
ImmigrantInnen. Die Jubel-ImmigrantInnen des bürgerlichen Establishments
werden währenddessen mit ihren Parteien ohne Aussicht auf Erfolg für
„Anerkennung“ innerhalb des dem Niedergang geweihten kapitalistische System
werben. Jedem das seine.


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21   GLB/Metall/KV-Verhandlungen
   von "Gewerkschaftlicher Linksblock" <office at glb.at>
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Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110
Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 -
Mail office at glb.at - Web www.glb.at - Ausgabe vom 2. November 2006





GLB für offensiven Kurs bei den KV-Verhandlungen für die Metallbranche

Zurückhaltung bringt keine Sicherheit für Arbeitsplätze

Für einen offensiven Kurs bei den laufenden Kollektivvertragsverhandlungen
für die Metallbranche tritt die Fraktion
Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) ein. Auf das Unternehmerangebot
von 2,3 Prozent plus eine Einmalzahlung - die bekanntlich
nicht für die künftige Lohnentwicklung wirksam würde - muss mit einer
Gewerkschaftsforderung entgegnet werden, die sowohl eine
Inflationsabgeltung als einen möglichst großen Anteil am
Produktivitätswachstum beinhaltet.

Während die Inflation für 2006 mit 1,6 Prozent etwas niedriger als im
Vorjahr ist, hat sich das Produktivitätswachstum mit 2,9
Prozent gut entwickelt. Im Jahre 2005 wurde ein Abschluss von 3,1 Prozent
Lohn- bzw. Gehaltserhöhung ausgehandelt. Statt um den
heißen Brei herumzureden und hinter verschlossenen Türen mit der
Unternehmerseite zu mauscheln sollten die verhandelnden
Gewerkschaften GMTN und GPA daher eine klare und für alle Betroffenen
verständliche Forderung stellen. Sie können sich dabei auf
Rückendeckung durch Betriebsversammlungen in 500 Betrieben berufen.

Die seit vielen Jahren sinkende Lohnquote und die Stagnation der
Realeinkommen bei gleichzeitig explodierenden Gewinnen
dokumentieren, dass die Lohnpolitik als „Kerngeschäft“ der Gewerkschaften in
den letzten Jahren viel zu defensiv war: „Die von den
Lohnabhängigen immer wieder geforderte Zurückhaltung zugunsten der
Sicherheit der Arbeitsplätze ist keinen Pfifferling wert“, meint
GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Beispiele dafür liefern MAN in Steyr,
wo trotz einem erwarteten Rekordjahr bei Produktion,
Umsatz und Gewinn 190 Arbeitsplätze vernichtet werden oder GEA in
Gaspoltshofen, wo die 50-Stundenwoche eingeführt werden soll.

Mit einem falschen Verständnis von „Reform“ hat sich der ÖGB auch beim Thema
Arbeitszeit in einer fatalen Weise auf das
Unternehmer-Credo der Flexibilisierung - im Klartext Ausdehnung ohne
Überstundenzuschläge - eingelassen. Das Ergebnis ist, dass der
ÖGB zwar seit 1987 regelmäßig die 35-Stundenwoche verlangt, praktisch aber
Österreich heute mit 44,3 Stunden die längste reale
Wochenarbeitszeit der EU aufweist.


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INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
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22  [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm
   von gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
    und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org --

- Aufruf zum G-8-Treffen nach Heiligendamm
- Polizei sucht "ruhige Plätze" für Gegner des G8-Gipfels
- G 8-Gipfel wird größer als vorgesehen
- Rostock im Zentrum der Proteste
- Infoveranstaltung! - Potsdam, am 3. November 2006
- "Eure Energiesicherheit kotzt uns an!"

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Aufruf zum G-8-Treffen nach Heiligendamm

* Eine internationale Gruppe namhafter Theologen appelliert an Christinnen und
Christen in Deutschland, sich an den G-8-Protesten zu beteiligen. jW
dokumentiert den Aufruf in gekürzter Fassung.
"Jedes Jahr treffen sich die Mächtigen zu geheimen Absprachen über
Weltwirtschaft und -politik. Sie setzen damit Imperialismus und Kolonialismus
fort und entziehen sich jeglicher demokratischen Kontrolle.

Vom 6. bis 8. Juni 2007 wird das Treffen an der deutschen Ostseeküste in
Heiligendamm stattfinden. Seit Jahren sucht sich der Club der Reichen nun schon
Stätten aus, die leicht abzuriegeln sind, denn es regt sich Protest: (...)

Wir - ChristInnen aus ganz verschiedenen Ländern der Erde, aber vor allem aus
dem sogenannten ›Süden- (...) - fordern euch auf: Seid solidarisch! Solidarisch
mit der wachsenden Zahl von Menschen, die bei uns und bei euch auf der
Schattenseite stehen (...).

Trotz der Herrschaftsgeschichte besonders des 
Christentums hat auch dieses immer
wieder widerständige und aufständische Menschen und Gruppen hervorgebracht. In
diesen folgen ChristInnen einem Menschen nach, der die Tische der Geldwechsler
und Opfertierhändler im Tempel umgestoßen hat, der der römischen Herrschaft
Widerstand entgegengesetzt und der eine radikale Alternative gelebt hat. Sie
glauben an einen Gott, der Sklaven und Sklavinnen befreit. Der Ort dieser
Gläubigen ist der Protest, die Blockade und die Demonstration, die
Verkündigung: Dieses System, das über Leichen geht, muß und wird ein Ende
haben!

(...) Geht Bündnisse ein mit den globalisierungs- und kapitalismuskritischen
Gruppen! Macht dem G-8-Club deutlich: Sie sind durch nichts und niemanden
legitimiert! Was wir wollen, ist eine Welt, in der alle leben können! (...)"
* Zu den Unterzeichnern gehören Leonardo Boff (Brasilien), Alberto Moreira
(Brasilien), Elisabeth Schüssler Fiorenza (USA), Cecilia Clegg (Schottland) und
knapp 40 weitere Theologen aus Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und Asien.
* Der vollständige Aufruf im Internet: www.itpol.de

[Junge Welt 25.10.2006]


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Polizei sucht "ruhige Plätze" für Gegner des G8-Gipfels

PROTESTAKTIONEN Zeitgleich zum Weltwirtschaftsgipfel wollen
Globalisierungsgegner  ihr Terrain sichern.

ROSTOCK. Beim diesjährigen G8-Gipfel in St. Petersburg waren nur wenige
Demonstranten zu sehen.
Schon Wochen zuvor hatte die russische Führung 
mit einem Großeinsatz von Polizei
und Staatsschutz potenzielle Gegner eingeschüchtert und unter Druck gesetzt.
Beim Gipfel im Juni kommenden Jahres im Ostseebad Heiligendamm wird das Bild
wohl völlig anders aussehen. Die Gipfel-Gegner wollen europaweit mobilisieren.
"100 000 Demonstranten sind nicht unrealistisch", sagt Knut Abramowski, Chef
der GB-Polizei.

Im Zentrum der Proteste wird voraussichtlich die 
rund 200 000 Einwohner zählende
Hansestadt Rostock stehen, die rund 20 Kilometer westlich von' Heiligendamm
liegt.
Aber auch die Gegend rund um das Seebad im Kreis Bad Doberan könnte eine
zentrale Rolle spielen.
Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat bereits angekündigt, zeitgleich
zum Treffen der Staats- und Regierungschefs einen alternativen Gipfel in
Rostock zu organisieren. Für den 2. Juni ist in der Hansestadt eine
Großdemonstration geplant. Auch an den darauf folgenden Tagen sind nach Angaben
der Stadtverwaltung Demonstrationen angemeldet. "Das gesamte Stadtgebiet wird
nach heutigem Kenntnisstand Ivon den Kundgebungen beeinflusst sein", sagt
Stadtsprecher Ulrich Kunze.

Die Zahl der Menschen, die wegen des G8-Gipfels nach Rostock
kommen, könnte noch sprunghaft steigen, wenn es tatsächlich gelingt, das
angekündigte "Konzert der Superlative" zu organisieren. Wie es heißt, könnten
dort Herbert Grönemeyer oder die irische Band U2 mit weiteren Künstlern aus
aller Welt die Stimme gegen Armut erheben.
Die Organisatoren favorisieren als Spielort zwar die Galopprennbahn Bad Doberan
unmittelbar an dem 2,50 Meter hohen Zaun, der Heiligendamm während des Gipfels
von der Außenwelt abschottet.
"Aber der Platz wird von der Polizei für eine Kontrollstelle genutzt und steht
nicht zu Verfügung, Über eine Lösung sprechen wir mit dem Management", sagt
Abramowski. Als Alternative ist das lGA Parkgelände, ein riesiges Areal im
Norden Rostocks, im Gespräch.

[Nordkurier vom 23.10.2006]


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G 8-Gipfel wird größer als vorgesehen

In Berlin laufen die Vorbereitungen für den G 8-Gipfel vom 6. bis 8. Juni 2007
auf Hochtouren. Die Sicherheitsvorkehrungen in Heiligendamm sollen im Rahmen
der letzten Treffen bleiben.
Berlin (OZ) Ein Motto hat das Anfang Juni 2007 im Ostseebad Heiligendamm
stattfindende Treffen der acht großen Industrienationen, kurz G 8, bereits. Es
lautet ziemlich alles und nichts sagend: "Wachstum und Verantwortung".
Die Vorbereitungen in Berlin laufen bereits auf Hochtouren. Gestern hat das
Bundeskabinett ein umfangreiches Themenpaket erörtert, dass den einjährigen
deutschen G 8-Vorsitz im kommenden Jahr prägen wird.
Der Gipfel in Deutschland soll sich den zwei Schwerpunkten Weltwirtschaft und
Afrika widmen. So plant es zumindest die Bundesregierung. Allerdings könnten
aktuelle außenpolitische Themen, etwa neue Krisen, die Tagesordnung gehörig
durcheinander wirbeln. Man stellt sich auf alle Eventualitäten ein - sofern das
geht. Beim Thema Weltwirtschaft soll die 
Spitzenrunde etwa Handelsschranken, das
Handelsdefizit der USA, aber auch Strukturdefizite in der EU bzw. in Japan oder
Währungs- und Finanzfragen erörtern. Ferner sollen Investitionsfreiheit oder
der Schutz geistigen Eigentums eine Rolle spielen.
Ein Novum des Heiligendammer Gipfels wird sein, dass zum G 8-Kreis auch fünf
sogenannte Schwellenländer - China, Indien, Mexiko, Brasilien und Südafrika -
stoßen werden. Eine Erweiterung der Runde zu einer G 13 wird von Berlin aber
nicht angestrebt. In Regierungskreisen wurde hervor gehoben, dass ausdrücklich
auch soziale Aspekte der Weltwirtschaft zur Sprache gebracht werden. Die
deutsche Kanzlerin wolle sich im Vorfeld auch mit Nichtregierungsorganisationen
treffen, hieß es.
Diese begrüßten es gestern genau wie der Musiker Herbert Grönemeyer, dass auf
der G8-Agenda das Thema Afrika im Vordergrund steht. Sie forderten aber
zugleich subtantielle Umsetzungspläne. "Frau Merkel muss mit konkreten Taten
zeigen, dass sie es ernst meint", sagte Grönemeyer.
Die Sicherheitsvorkehrungen in Heiligendamm werden auf einem ähnlichen Niveau
stehen wie beim Gipfel 2005 in Großbritannien. Die G 8-Delegationen wünschten
einen hohen Sicherheitsstandard, meinten Regierungsvertreter. Dennoch werde
Heiligendamm nicht völlig abgeschottet. Das Ostseebad solle keinen ungastlichen
Eindruck vermitteln. Zu den Kosten hält sich 
Berlin bedeckt und verweist auf die
übliche Aufteilung. MV stehen demnach etwa zehn Millionen Euro ins Haus.

[Ostseezeitung 19. Oktober 2006]


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Rostock im Zentrum der Proteste

Rostock (dpa) Nach informationen der Polizei konzentrieren die
Globalisierungsgegner ihre Proteste gegen den G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm im
Raum Rostock. "100 000 Demonstranten sind nicht unrealistisch", sagt Knut
Abramowski, Chef der G8-Polizei. Die Gipfel-Gegner wollten europaweit
mobilisieren.
Auch das globalisierungskritische Netzwerk Attac kündigte Aktivitäten in der
Hansestadt an. Zeitgleich zum Treffen der Staatschefs wolle Attac einen
alternativen Gipfel organisieren. Nach Angaben der Rostocker Stadtverwaltung
sind mehrere Demonstrationen in der Hansestadt angemeldet, unter anderem für
den 2. Juni. "Das gesamte Stadtgebiet wird beeinflusst sein", sagt
Stadtsprecher Ulrich Kunze.
Kommt das angekündigte "Konzert der Superlative" zustande, werde die Zahl der
Rostock-Besucher sprunghaft steigen. So wollen Herbert Grönemeyer, die irische
Band U2 und weitere Künstler die Stimme gegen Armut erheben.

[Ostseezeitung 23. Oktober 2006]


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Infoveranstaltung!   -	Potsdam, am 3. November 2006

Im Juni 2007 werden sich die Staatschefs der 
sogenannten G8 hier in Deutschland,
konkret im Ostseebad Heiligendamm zu ihrer jährlichen Beratung treffen.
Die von der G8 dominierte Welt ist eine Welt der Kriege, der Armut und des
Elends, des weltweiten Angriffs auf soziale und demokratische Rechte, der
fortwährenden Umweltzerstörung  und der im Zusammenhang mit dem "Krieg gegen
den Terror" praktizierten Politik der Entrechtung und der Folter. All dies
nicht trotz, sondern wegen der Politik der G8-Staaten. Gegen den für Juni 2007
geplanten G8-Gipfel im mecklenburgischen Heiligendamm wird aus nahezu allen
Spektren der politischen Linken - von NGOs, kirchlichen Gruppen, Gewerkschaften
über Attac bis hin zu linksradikalen Gruppen und 
Netzwerken - breit zu Protesten
aufgerufen. Schon ein kanppes Jahr vor dem Gipfel ist erkennbar, dass die
Aktionen gegen den G8 von der Breite, der TeilnehmerInnenzahl und der
Aktionsintensität eine der seit Jahren größten linken Mobilisierungen in
Deutschland sein werden - zumal es sich um eine internationale Mobilisierung
handeln wird.
Aus unserer Sicht wird es Zeit, dass sich auch in Potsdam Menschen
zusammenfinden, die sich in der herrschenden Weltordnung nicht einrichten,
sondern eine andere, gerechte, solidarische Welt wollen. Deshalb laden wir zu
einer Infoveranstaltung ein! Gemeinsam mit der Infotour "Gipfelsoli" wollen wir
über die G8 und ihre Treffen, Gegenstrategien und aktuelle
Mobilisierungskonzepte für Heiligendamm informieren. Filme, Materialien und
eine Menge weiterer Informationen bieten wir, eine Menge Fragen, Ideen und
eigene Aktionsvorschläge erhoffen wir uns von euch!

Initiativgruppe Potsdam initiativgruppe-potsdam [at] web.de

Veranstaltungsort:
"Projektzentrum Potsdam"
R. Breitscheidstrasse 164
14482 Potsdam

Veranstaltungszeit:
Freitag, den 3. November 2006
Ab 20.00 Uhr

[Initiativgruppe Potsdam]


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"Eure Energiesicherheit kotzt uns an!"
2.11. - 19 Uhr Bethanien, Berlin:

Oder: Was der G8 Aktionsplan Energiesicherheit mit einer Castorblockade zu tun
hat. Einerseits spielen sich die G8 als die globalen Ressourcenmanager auf,
andererseits faseln sie von Energieeffizienz und vom Kampf gegen Energiearmut.
Wir wollen versuchen, die Funktion und das Vorgehen der G8 am Themenfeld
Energiepolitik klarzukriegen.

Außerdem fänden wir eine Diskussion um unsere eigene Interventionsmöglichkeiten
sinnvoll. Eine wie wir finden gute Möglichkeit ist weiterhin die gute alte
Castorblockade. Es wird also auch um Einschätzung und Infos zum Castor nach
Gorleben (10-15.11.) geben.

Es lädt ein: AAP Berlin

[AAP Berlin]

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gipfelsoli infogruppe

Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im
Zusammenhang mit Gipfelprotesten.

Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit
eckigen Klammern versehen.
Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge
übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder.

Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org.

Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org


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23   Horn von Afrika: Kriegsgefahr! Schon 32.000 Flüchtlinge aus Somalia
   von "GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
================================================
>  GESELLSCHFAT FÜR BEDROHTE VÖLKER
>  PRESSEMITTEILUNG   Göttingen, den 01.11.2006
>
>  Kriegsgefahr im Horn von Afrika
>  Bereits 32.000 Menschen aus Somalia geflüchtet - EU soll mehr tun, um
>  Krieg zu verhindern!
>
>  Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Mittwoch eindringlich
>  vor einem neuen großen Krieg im Horn von Afrika gewarnt. Wenn die
>  Intervention ausländischer Truppen in Somalia nicht gestoppt werde, werde
>  es zu einer Massenflucht von hunderttausenden Menschen kommen, sagte
>  der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius in Göttingen. Seit Januar 2006 seien
>  bereits mehr als 32.000 Menschen aus Somalia in das Nachbarland Kenia
>  geflohen. Weitere 80.000 Flüchtlinge würden in den kommenden zwei
>  Monaten erwartet und dies sei nur der Anfang einer drohenden
>  humanitären Katastrophe. Truppen der verfeindeten Länder Äthiopien und
>  Eritrea schickten sich an, in Somalia einen Stellvertreterkrieg zu
>  beginnen.
>  Dem dürfe die EU nicht länger tatenlos zusehen.
>
>  Nachdrücklich müsse die EU gegenüber Äthiopien und Eritrea auf einem
>  sofortigen Rückzug ihrer Truppen aus Somalia bestehen, forderte die GfbV
>  in Schreiben an die EU-Kommission und die finnische EU-Präsidentschaft.
>  Denn diese ausländischen Soldaten schürten dort nur anti-äthiopische
>  Gefühle. Äthiopien spiele mit seinem Militäreinsatz radikal-muslimischen
>  Kräften in die Hände, die nun zum "Heiligen Krieg" gegen das Nachbarland
>  aufrufen. "Äthiopiens militärisches Engagement in Somalia ist
>  unverantwortlich, da bis zu zwölf Staaten in einen Krieg verwickelt werden
>  könnten", warnte Delius.
>
>  Massive Kritik übte die GfbV an der EU. Im Gegensatz zur US-Regierung,
>  die in den letzten Tagen Äthiopien mehrmals zum Rückzug seiner Truppen
>  aufgefordert habe, bleibe Brüssel untätig. Zwar habe die EU-Kommission
>  erst am 20.Oktober 2006 ein neues Strategiepapier zum Horn von Afrika
>  vorgelegt, doch konkrete Initiativen zur Sicherung des Friedens seien
>  ausgeblieben. Auch unternehme die EU nichts, um die Spannungen
>  zwischen Äthiopien und Eritrea abzubauen.
>
>  Experten der Vereinten Nationen gehen davon aus, dass zurzeit
>  mindestens 6.000 äthiopische Soldaten und bis zu 2.000 eritreische
>  Armeeangehörige auf somalischem Territorium operieren. Während
>  Äthiopien sich mit seinem Engagement an der Seite der machtlosen
>  gemäßigten Übergangsregierung als Partner im Kampf gegen den Terror
>  empfehlen und seine unsichere Grenze zu Somalia sichern möchte, will
>  Eritrea mit seiner Unterstützung radikal-muslimischer Kräfte nur dem
>  verfeindeten Äthiopien schaden. So droht in Somalia eine Fortsetzung des
>  Grenzkrieges zwischen Äthiopien und Eritrea, der von 1998 bis zum Jahr
>  2000 mehr als 100.000 Menschenleben kostete.
>
>  Der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius ist auch erreichbar unter Tel. 0162
>  95 67 14 03.
>  ======================================================
>  Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
>  Inse Geismar, Pressereferentin
>  Postfach 2024, D-37010 Goettingen
>  Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
>  E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de

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Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht.

Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht
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betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND
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Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND
archiviert.

Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage:
* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*

Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
stillschweigend Zensur zu üben.
Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge
hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die
Nichtaufnahme geliefert.
(Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind
z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten
Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.)
Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert.

Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne
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Diese Ausgabe hat Angela Mores aus Einsendungen an
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Redaktionsschluss für diese Ausgabe: Do, 14.00 Uhr

Nicht enthalten:
einige Beiträge nicht WR
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Attachments wurden nicht berücksichtigt.


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