widerst at nd mund: Donnerstag, 16. November 2006
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
analle at no-racism.net
Do Nov 16 12:44:56 CET 2006
widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
Donnerstag, 16. November 2006
Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
www.no-racism.net/mund
================================================
A) INHALT
================================================
================================================
AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN
================================================
================================================
01 Einladung zum Treffen von at.indymedia.org, 2.-3. Dezember 2006 in Wien
von austria at indymedia.org
================================================
02 [SLP-Pressemeldung] Proteste vor der Botschaft von Sri Lanka
von Sozialistische LinksPartei <slp at slp.at>
================================================
03 Pressekonferenz 20. 11.: Erstes
rechtskräftiges Urteil wegen Diskriminierung am
Arbeitsplatz aufgrund der sexuellen Orientierung
von Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien <office at hosiwien.at>
================================================
04 16.11.:Mahnwache gg.Schwarzblauorange/15.11.:Ehe ohne Grenzen
vor Innenministerium von <august.faschang at oeticket.com>
================================================
05 Bitte um Terminankündigung von <office at versoehnungsbund.at>
================================================
06 Termine ab Mittwoch, den 15.November 2006
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
================================================
07 Initiativen/Moderne Zeiten: tech:babbel stellt sich vor
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
================================================
08 Initiativen/Lobauautobahn: Camp mahnwacht weiter
von akin" <akin.buero at gmx.at>
================================================
09 "blind für die törichte trauer, blind für den erblichen traum"
von <news at initiative.minderheiten.at>
================================================
10 [Depot-news] Programm 20.-21.November
von depot-news at mailman.sil.at
================================================
11 sonntag, 19.11., arena/kl.Halle: WORLD / INFERNO FRIENDSHIP SOCIETY
+ ROSCOE FLETCHER von bloodshed <bloodshed666 at gmx.net>
================================================
12 23.11. Solifest "Hände weg vom Kongo!"
von "Renate Vodnek" <Renate.Vodnek at reflex.at>
================================================
13 ERINNERUNGSTHEATER - FESTIVAL
von "INTERKULTTHEATER" <newsletter at interkulttheater.at>
================================================
================================================
MELDUNGEN UND MEINUNGEN
================================================
================================================
14 neunerHAUSKOCHBUCH: Haubenküche die Zweite
von <news at initiative.minderheiten.at>
================================================
15 ASt - Französischen Sozialisten zwischen
Blairismus und rechtem Reformismus
von ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
================================================
16 BRD: Durchgestrichenes Hakenkreuz strafbar
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
================================================
17 BRD/Strahlende Zukunft: Castoren durchgeboxt
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
================================================
18 WWWebtip: OeGB-Reform von "akin" <akin.buero at gmx.at>
================================================
19 In eigener Sache/Publizistikfoerderung: Halb und halb
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
================================================
20 KPÖ/Dienstleistungsrichtlinie/EU-Parlament/Liberalisierung
von KPÖ-Oberösterreich <ooe at kpoe.at>
================================================
21 Flüchtlinge/Asyl: 4,5 Milliarden-Schaden durch Arbeitsverbot für Geduldete
von "GFBV Hans Bogenreiter" hans.bogenreiter at gfbv.at
================================================
================================================
GIPFELSOLI HEILIGENDAMM
================================================
================================================
22 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm
================================================
================================================
B) TEXTE
================================================
================================================
AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN
================================================
================================================
01 Einladung zum Treffen von at.indymedia.org, 2.-3. Dezember 2006 in Wien
von austria at indymedia.org
================================================
Wie viele wohl schon bemerkt haben, ist die Seite at.indymedia.org seit einigen
Monaten schwer erreichbar. Dies hängt mit verschiedenen Faktoren zusammen.
Maßgeblich verantwortlich sind technische Probleme, deren Lösung dringlich
ansteht. Deshalb wird das kommende Treffen von at.indymedia.org sich vor allem
einer baldigen Lösung dieser Probleme richten. Mit diesem Aufruf sollen deshalb
gezielt Leute angesprochen werden, die sich technisch ein wenig auskennen und
ihr Wissen einbringen wollen.
Da indymedia ein Projekt ist, das vor allem von den unterschiedlichsten
Beiträgen der Beteiligten lebt, ist technisches Wissen jedoch keine
Voraussetzung zum Mitmachen. Zur Diskussion werden ebenso eine Neuaufteilung
der Moderation der Seite stehen, wie das Ziel, dass in Zukunft wieder mehr
Beiträge und Features im Internet veröffentlicht oder Printausgaben produziert
werden. Deshalb richtet sich der Aufruf zur Teilnahme auch an Leute, die sich
an der Moderation beteiligen oder inhaltliche Beiträge erstellen (wollen).
Dass indymedia nicht nur ein lokales Projekt ist und sich keineswegs in einem
nationalstaatlichen Rahmen begrenzt, zeigt der Umstand, dass es global weit
mehr als 100 lokale, aktive Internetseiten und zahlreiche weitere Projekte
gibt. Diese reichen von der Erstellung von Videos (siehe video.indymedia.org)
und der Organisation von öffentlichen Screenings, bis hin zur gemeinsamen
Berichterstattung über Ereignisse, wie zuletzt der Repression gegen den
Aufstand in Oaxaca, wo u.a. der indymedia Journalist Brad Will erschossen
wurde. Eine wichtige Rolle bei der Berichterstattung aus Oaxaca kommt den
Radios zu. Seit langem gibt es Kooperationen zwischen Indymedia-AktivistInnen
mit lokalen Radiokollektiven. Zahlreiche Streams von lokalen Community-Radios
sind u.a. auf radio.indymedia.org zu finden. Auch bei der Berichterstattung
vernetzter Proteste, wie dem transnationalen Aktionstag gegen
Migrationskontrolle am 7. Oktober 2006 hat sich das indymedia-Netzwerk als
nützlich erwiesen.
Ein neues Projekt, über das derzeit diskutiert wird, ist eine gemeinsame Seite
der deutschsprachigen indymedias, die die Berichte gesammelt und übersichtlich
zur Verfügung stellt (in der Fachsprache wird dies Syndication genannt). Wie
dies aussehen wird und welchen Einfluss die unterschiedliche Handhabung der
editorial policy der einzelnen Projekte dabei spielt, soll ebenfalls diskutiert
werden. Denn eine technische Umsetzung ist nie
unabhängig von einer inhaltlichen
Umsetzung möglich.
Sa, 2. und So, 3. Dezember 2006
EKH, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien
(U1 Keplerplatz)
Kontakt: austria at indymedia.org
Weitere Infos: http://at.indymedia.org und
https://docs.indymedia.org/view/Local/AustriaHerbstTreffen2006
Ein Flyer zum Ausdrucken und Verteilen findet sich unter:
https://docs.indymedia.org/pub/Local/AustriaHerbstTreffen2006/indytreffen_herbst2006_flyer.pdf
================================================
02 [SLP-Pressemeldung] Proteste vor der Botschaft von Sri Lanka
von Sozialistische LinksPartei <slp at slp.at>
================================================
Eine Presseinformation der Sozialistischen LinksPartei (SLP)
Das Morden auf Sri Lanka muss aufhören
Protestaktion vor der Botschaft von Sri Lanka in Wien:
Mittwoch, den 15. November 2006 um 11 Uhr
Rainergasse 1 (Nähe U1 Südtirolerplatz)
Am Freitag, den 10. November wurde auf Sri Lanka der prominente
tamilische Parlamentsabgeordnete und Mitarbeiter im Civil Monitoring
Committee, Nadarajah Raviraj, ermordet. Einer seiner vier Leibwächter
kam ebenfalls ums Leben.
Die Regierung verurteilt offiziell diese Ermordung, unternimmt jedoch
nichts gegen solche Anschläge auf TamilInnen und Linke, die gegen die
Spaltung von tamilischen und singhalesischen Beschäftigten, Bauern und
Jugendlichen aktiv sind.
In den achtziger und neunziger Jahren gab es einen grausamen
Bürgerkrieg, der 120.000 Menschen das Leben kostete (in einem Land von
20 Millionen). In den letzten vier Jahren setzte ein Friedensprozess
ein, der seit Monaten wieder kurz vor dem Aus steht.
Der Vorsitzende des Civil Monitoring Committee ist Siritunga Jayasuriya
von der USP (Schwesteorganisation der SLP). Er hat in den letzten Tagen
und Wochen mehrere Morddrohungen erhalten. In einer großen Zeitung Sri
Lankas wurde letzte Woche öffentlich darüber spekuliert, ob es gegen
Siritunga Jayasuriya bald ebenfalls ein Attentatsversuch geben könnte.
Vor diesem Hintegrund finden am Mittwoch den 15.11. weltweit Proteste
vor den Botschaften von Sri Lanka statt.
Für mehr Informationen:
http://slp.at/index.php/artikel+M59e4d578f45/
0650-4246310
_______________________________________________
presse at slp.at mailliste
http://slp.at/mailman/listinfo/presse
================================================
03 Pressekonferenz 20. 11.: Erstes rechtskräftiges Urteil wegen
Diskriminierung am Arbeitsplatz aufgrund der sexuellen Orientierung
von Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien <office at hosiwien.at>
================================================
Einladung zur Pressekonferenz
Erstes rechtskräftiges Urteil wegen Diskriminierung am Arbeitsplatz aufgrund
der sexuellen Orientierung
Seit 1. Juli 2004 ist das neue Gleichbehandlungsgesetz in Kraft, das - in
Umsetzung der entsprechenden Richtlinie der Europäischen Union - auch
Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung in Beschäftigung und
Beruf verbietet. Nun liegt das erste rechtskräftige Urteil nach dieser
Antidiskriminierungsbestimmung in Österreich vor: Ein Gericht in Salzburg
hat einem offen homosexuellen Arbeitnehmer Schadenersatz für die Kränkung
zuerkannt, die er aufgrund des ständigen homophoben Mobbings am Arbeitsplatz
erlitten hat.
Über diesen richtungsweisenden Präzedenzfall und seine Bedeutung für alle
ArbeitnehmerInnen, die Diskriminierungen aus bestimmten Gründen ausgesetzt
sind, im allgemeinen sowie Lesben und Schwule im besonderen werden berichten:
Mag. Dieter Schindlauer, Präsident des "Klagsverbands zur Durchsetzung der
Rechte von Diskriminierungsopfern"
Mag. Thomas Majoros, Rechtsanwalt in Wien, Rechtsvertreter des Klägers im
gegenständlichen Fall
Mag. Kurt Krickler, Generalsekretär der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien
Ort: Café Griensteidl - Karl-Kraus-Saal, Schauflergasse 2, Wien 1
Datum/Uhrzeit: Montag, 20. November 2006, 10 Uhr
Rückfragehinweis:
Mag. Volker Frey, Generalsekretär
Klagsverband zur Durchsetzung der Rechte von Diskriminierungsopfern
Luftbadgasse 14-16
1060 Wien
T: +43-1-961 05 85-24
M: +43-699-11 21 61 49
volker.frey at klagsverband.at
www.klagsverband.at
================================================
04 16.11.:Mahnwache gg.Schwarzblauorange/15.11.:Ehe ohne Grenzen
vor Innenministerium von <august.faschang at oeticket.com>
================================================
Liebe Leute!
++++++++1) 16.11.:MAHNWACHE GEGEN SCHWARZBLAUORANGE
++++++++2) 15.11.:EHE OHNE GRENZEN VOR INNENMINISTERIUM
------------------------------------------------------------------------------------------------
++++++++1) 16.11.:MAHNWACHE GEGEN SCHWARZBLAUORANGE
++++ Am Donnerstag (16.11.) findet von 20Uhr15-20Uhr30 die wöchentliche
MAHNWACHE GEGEN SCHWARZBLAUORANGE am Ballhausplatz vor dem Bundeskanzleramt
statt. In den letzten Tagen haben mehrere ÖVP-Spitzenfunktionär/innen
gefordert, dass der Bundespräsident den Auftrag zur Regierungsbildung nach
dem "Scheitern" Gusenbauers wieder an Schüssel übergeben solle, und
gleichzeitig die Möglichkeit einer "Dreierkoalition" betont. Damit kann wohl
nur eine Neuauflage von Schwarzblauorange gemeint sein... Wir bleiben, bis
sie gehen!
Und danach sind wieder alle TeilnehmerInnen im Stammlokal in der
Neustiftgasse willkommen!
++++++++2) 15.11.: EHE OHNE GRENZEN VOR INNENMINISTERIUM
HOCHZEITSMARSCH - RELOADED
EINLADUNG ZUR WÖCHENTLICHEN KUNDGEBUNG DER INITIATIVE: EHE OHNE GRENZEN
Mittwoch 15.11.2006 17:00 Herrengasse 7 A-1010 Wien
Die 31.Kundgebung der Initiative. Hat sich in all den Wochen etwas
verändert, die Situation verbessert? Nein! Die einen warten noch immer
darauf, dass ihre Anträge aus dem Vorjahr bearbeitet werden, die anderen
fürchten noch immer, dass ihre PartnerInnen ausreisen müssen, Familien
auseinandergerissen werden. Das Fremdengesetz ist jetzt seit über zehn
Monaten in Kraft - können Sie sich vorstellen wie sich (staalich erzeugte)
Illegalität anfühlt, über Monate hinweg? Wie es sich anfühlt, seine Zukunft
als Familie in keinster Weise planen zu können, über Monate hinweg. Wie es
sich anfühlt, als qualifizierter, hoch motivierter Mensch nicht arbeiten zu
dürfen? Nein? Wissen Sie nicht? Wir stehen für Fragen gerne zur Verfügung.
Die Gruppe der Betroffenen wächst - täglich. Täglich neue Betroffene und
doch immer die selben Probleme ....und täglich grüßt das Murmeltier ...und
täglich wiehert der Amtsschimmel. Wir laden zum Hochzeitsmarsch - reloaded
aufs Innenministerium.
www.do-speakerscorner.org Weiterverbreitung erwünscht!
ligrü Gustl
================================================
05 Bitte um Terminankündigung von <office at versoehnungsbund.at>
================================================
20. November bis 1. Dezember 2006
Caminos de Resistencia - WEGE DES WIDERSTANDES
Eine Ausstellung zu Kolumbien
Ort: Caritas-Karwan-Haus, Blindengasse 44, 1080 Wien
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 15.00 – 20.00 Uhr
Filmabend
21. November 2006, Beginn: 19.00 Uhr
„Hasta la última piedra“ (Bis zum letzten Stein)
Ein Film über die Friedensgemeinde San José de Apartadó
Seit mehr als 40 Jahren herrscht ein blutiger Konflikt in Kolumbien. Der
Friede scheint nicht greifbar, und so herrscht allgemeine Skepsis gegenüber
friedlichen Methoden und Alternativen.
Dennoch – oder gerade deshalb – haben sich zahlreiche Friedensgemeinden
gebildet. Bäuerliche Gemeinschaften haben sich für den gewaltfreien
Widerstand entschieden, um aus dem Zyklus der Gewalt auszubrechen.
Themen der Ausstellung:
- Kolumbiens (Kriegs-) Geschichte; - Die Folgen des Krieges für die
Zivilbevölkerung; - Die Friedensgemeinde San José de Apartadó; -Projekte der
Entwicklungszusammenarbeit; - Der „Plan Colombia“; - Die Demobilisierung der
Paramilitärs
Kunst aus Kolumbien:
Los Desplazados (Die Vertriebenen)
6 Holzschnitte der kolumbianischen Künstlerin
Macon
M. Consuelo Vargas de Speiss
Informationen: Internationaler Versöhnungsbund, Tel.: 01 / 408 53 32,
office at versoehnungsbund.at
Hinweis: Am Mittwoch, 29. November 2006 ist die Ausstellung geschlossen!
================================================
06 Termine ab Mittwoch, den 15.November 2006
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
================================================
akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 14. November 2006; 18:56
*********************************************
>>>>>>>>>>>>>> Termine ab Mittwoch, den 15.November 2006
Aenderungen bitte uns bekanntzugeben! Telefonnummern ohne Vorwahl sind
Wiener Festnetz-Nummern.
> Allgemeines
Juedisches Museum, 1010 Dorotheerg.11, Tel. 535 04 31, So - Fr 10-18h, Do -
20h
DOeW-Ausstellung ueber NS-Zeit und ueber den Februar 1934. Eintritt frei,
Tel. 228 94 69/319, http://www.doew.at, 1010 Wipplingerstr.6-8.
Wien Museum, Ausstellung bis 26.11.06, jew. Die bis So und Feiertag, 9-18h:
Flucht nach Wien - Ungarn 1956. Als Fluechtlinge noch willkommen waren. Wie
wurden die Fluechtlinge untergebracht? Wovon lebten sie? Die Schau gibt
Antwort auf diese Fragen und beleuchtet zugleich die inneroesterr. Folgen
des Krisenfalls. Was ist dran an der Legende von der nationalen
Hilfsbereitschaft? Und wie wurde aus "Ungarn ´56" ein Medienereignis? 1040
Karlsplatz, sonntags ist der Eintritt frei
Wien Museum, Ausstellung bis 25.2.07: Grosser Bahnhof - Wien und die weite
Welt. Freier Eintritt fuer Arbeitslose, Notstandshilfe-
bzw.SozialhilfeempfaengerInnen. Fuer kinder gibt es eine eigene
Ausstellungseroeffnung am 30.9. um 14 Uhr!!
ega, Ausstellung bis 3.11.: Frauenarbeitswelten - eine Ausstellung ueber
weibliche Arbeitsbedingungen in Oesterr., Italien und Senegal. Mo bis Do 9 -
16h. 1060 Windmuehlg.26
ZARA - Lehrgang fuer Anti-Rassismus & Zivilcourage, bis 7.12., Info
http://www.zara.or.at, ZARA bietet sowohl tiefergehende Trainings als auch
kuerzere Input-Module an. Kontakt: Maga.Katrin Wladasch - email:
traning at zara.or.at, Tel. 929 13 99-20
Wien Volkstheater, Empfangsraum Ausstellung bis 20.11. taegl. 18-19h, freier
Eintritt: Jan Tabor: Das Fuehrerzimmer. Ein Wiener Denkmal. Eine kleine
Erinnerungsschau
Leopold Museum im MQ, Foto - Ausstellung bis 13.01.07: Budapest 1956. Mi -
Mo 10-18h, Do bis 21h. 1070 Museumspl. 1
Belllaria Kino: Die Stadt ohne Juden - von Hugo Bettauer in einer
Bearbeitung von Helmut Peschina. Gespielt wird, am 8. und 16.November um
20h. 1070 Museumstr.3
Bis 2.12. Oesterreichweit Campaig "Gaza - Stop the Siege! Stop the War! A
month of Protest! Infos Juedische Stimme fuer gerechten Frieden in Nahost -
www.nahostfriede.at, www.fraueninschwarz.at
Juedische Filmwoche bis 23.11. im Votivkino, De France, Metro und
Filmhauskino u.a. siehe www.jfw.at, Tel. 894 33 06
Weinhaus Sittl, bis 11.11. Donnerstag bis Samstag 20h: WIEN TOeDLICH - eine
stets stilvolle staedtische Sterbebegleitung von und mit Claus Tieber &
RICHARD WEIHS. 1160 Lerchenfelder Guertel 51, Karten Vorbest: 586 33 95
> Mittwoch, 15.11.
20h, que[e]r. Wipplingerstr.23, 1010: Wikipedia - mehr als nur ein Spiegel
der Gesellschaft. Eine Veranstaltung von tech:babbel
Wiener Rathaus, 16:45 und Graz (Stadtmuseum, Sackstr. 18), 19:30: Vortrag
von Uri
Avnery: Von Gaza nach Beirut. Israelisches Tagebuch. Buchvorstellung.
Amerlinghaus, 19h, Film & Disk: Arbeiterkaempfe in Italien. 1070 Stiftg.8
Sargfabrik, 20h, 25 Jahre "Die Liederlich Spielleut", 1140
Goldschlagstr.169, Tel. 98898/111
Haeferl, 19h, Podiumsdisk: Wie unbefleckbar ist Justitita? Mit Peter Roemer
und Walter Geyer. 1060 Hornbostelg.6
Linz, Bildungsmedienzentrum, 4020 Linz, A.Gruen-Str. 22-24:
Glokalisierungs-Zeitung. Workshop zur Tagung "Glokalisierung"
> Donnerstag, 16.11.
PIWNICA, 18h, SLP-Disk: Nordkorea heute. 1200 Jaegerstr.38
NIG, HS III, 19,30, Vortrag: Volk gegen Staat - Zur Kritik der Ideologie des
Europas der Regionen.
Klagenfurt, Alpen Adria Univ. Hauptgebaeude, Internat. Konferenz: Politische
Bildung neu denken. Anm: 0463/2700/8650, e-mail:
bettina.gruber at uni-klu.ac.at
AAI - Grosser Saal, 1090 Wien, Tuerkenstr. 3, 19 Uhr: "Dealer wider Willen?"
Afrikanische Haeftlinge in der Justizanstalt Wien-Josefstadt: Kriminelle
und/oder Opfer". Studienpraesentation
Linz, Kapu/Dachstock, 19h, Film und Disk: Arbeiterkaempfe in Italien.
Kapuzinerg.36
> Freitag, 17.11.
Kulturverein Zwischenraum, 19h: Anarchie - Anarchisten - Leben ohne
Herrschende. Geht das? Wie geht das? Werfen Anarchisten Bomben? Impulse von
Bernhard Redl und Gerhard Senft. 1200 Hannoverg.13
Gruenraum, 19h, Wiedner Gruene, sowie Monika Vana und die GA Frauen laden
zur Eroeffnung der Fotoausstellung ueber Frauen aus versch. Kulturen ein.
1040 Favoritenstr.22
Literaturhaus, 20h, Lesung, Film, Gespraech - mitSprache 2006. Ein Abend zur
slowenischen Literatur und Sprache in Oesterreich. 1070 Zieglerg.26a
Cafe Dreiklang, 17h, Treffen von Attac zum Grundeinkommen. Wasag.28
Renner-Institut, Hoffingergasse 26-28, 1120 Wien, 13 Uhr: Vortrag und Disk.
mit Petr. A. Fedosov: "Putins Russland: Aktuelle politische Entwicklungen in
der Russischen Foederation". Anmeldung: walla at renner-institut.at
Weltcafe, 1090 Wien, Schwarzspanierstr. 15, 20 Uhr: "Die Macht, das Oel und
der Tod. Dokumentarfilm ueber Ken Saro Wiwa.
Depot, 1070 Wien, Breitegasse 3, 16 Uhr: Symposium "Ausstellungen zwischen
Wissensvermittlung und Populismus"
> Samstag, 18.11.
Amerlinghaus, 1.Stock Galerie, 14-18h: Hearing der
Erwerbsarbeitslosenkonferenz. Referat von RA Pochieser zum Thema: Recht und
Selbstbestimmung der Erwerbsarbeitslosen. 1070 Stiftg.8
ebenda, 16,30, Vortrag und Disk: Iran
Literaturhaus, 19h, Vortrag Erich Fried Lecture mit Robert Menasse - eine
Plattforum fuer die kritische Auseinandersetzung mit der Gegenwart, der
Literatur und kuenstlerischen od. allgeméin politischen und
gesellschaftlichen Fragen Oesterreichs oder Europas. 1070 Zieglerg.26a
tech:babbel café, 14:00, Wipplingerstr. 23, 1010 - Computercafe: Ob du nun
wissen willst, was hinter dem Projekt steht, selbst Ideen fuer Workshops
oder Anregungen hast - -m tech:babbel café ist Zeit und Raum fuer
Diskussionen und Fragen ueber Netzpolitik, die neueste nuetzliche Software
oder eure Lieblings-Webschnipsel.
> Sonntag, 19.11.
Evang.Pfarrgemeinde, 16h, Disk: Medien und Krieg. 1150 Schweglerstr.39
ESRA, 1020 Wien, Tempelg.5 10-19 Uhr: Symposium: "Zweites Gespraech ueber
die Rueckkehr". Veranstalter: Theodor-Kramer-Gesellschaft. Anmeldung 214 90
14 oder info at esra.at
> Montag, 20.11.
Amerlinghaus, 18h, Disk: Die Linke - verschiedene Gruppen, versch. Ideen und
Konzepte.
Oesterreichweit: Aktionstag von "Enlazando Alternativas 2" - Schwerpunkt
Mexiko. Zum Jahrestag der Mexikanischen Revolution von 1910. Info:
www.alternativas.at Kundgebung in Solidaritaet mit der Kommune von Oaxaca:
17 Uhr 30 bis 19 Uhr, 1010 Wien, Stock-im Eisen-Platz.
Salzburg, bis 1.12. Entwicklungspolitische Hochschulwochen "Partnerschaften
zwischen Nord und Sued: Begegnung auf gleicher Augenhoehe? Infos Suedwind
Sbg. Tel. 0662-827813, www.suedwindsalzburg.at
Top Kino, 1030 Wien, Rahlgasse: Auge um Auge. Filmwoche (-26.11.) in
Kooperation mit Amnesty international ueber die Todesstrafe im Film.
Programm: http://lichtblick.kooperative.at/
> Dienstag, 21.11.
Gruenes Haus, 17h, IGS Jour fixe: Neue Wohnformen fuer aeltere Menschen -
gibt es die? 1070 Lindeng.40
VHS Alsergrund, 19h, Matthias Till: Ein paar Meter fuer mobile Menschen -
fuer Politiker unueberwindbar? 1090 Galileig.8
Aktionsradius Augarten, Vortrag und Disk: Franzosen und Oesterreicher im
(verzerrten) Spiegelbild. 1200 Gaussplatz 11
Graz, AAI, 19h, Vortraege: Die Wahlen in der DR Kongo 2006. Leechg.22
> Mittwoch, 22.11.
iwk, 18,30, Buchpraes: Alex Wedding und die proletarische Kinder- und
Jugendliteratur. 1090 Bergg.17
Literaturhaus, 19h, Texte zu Integration - Migration /Feindbild/ Islam. 1070
Zieglerg.26a
AUGE-Buero, 1040 Wien, Belvederegasse 10.18 Uhr 30:
AUGE-KIV-Vernetzungsgruppe Soziales: Thema OeGB-Reform
Depot, 1070 Wien, Breite Gasse 3, 19 Uhr: Buch- und Filmpraesentation:
"Zapatistas"
Buchhandlung Kolisch, 1010 Wien, Zedlitzgasse 3: Buchpraesentation: Leo Katz
(L.K. 1892-1954, jued.Kommunist aus der Bukowina, Historiker, Journalist,
Waffeneinkaeufer der Spanischen Republik, einer der grossen Erzaehler des
oest.Exils).
Salzburg, Tagung im BH St.Virgil: Umgang mit neuen Bedrohungen.
Friedenspaedagogische Handlungsperspektiven. Ernst Grein Str.14, Tel.
0662-65901, office at virgil.at
Salzburg, KHG Clubraum, 20h, Workshop und Runder Tisch ab 16h mit Herwig
Buechele u. Wilfried Stadler: Der Zauberstab des Geldes - die internat.
Finanzmaerkte und moegl. ethische Rahmenbedingungen. Wr. philharmonikerg.2
queer, 20h, Diskussion Ethnisierung der Politik - Theorie und Geschichte des
Volksgruppenrechts in Europa; Wipplingerstr.23 (vormals "Bruecke")
> Donnerstag, 23.11.
Amerlinghaus, 18h, Buchpraes: Lenin. Traeumer und Realist. 1070 Stiftg.8
Piwnica, 1200 Wien, Jaegerstr. 38: 18 Uhr SLP-Veranstaltung: Suedtirol - die
nationale Frage, die Suedtirol-Bumser und eine sozialistische Position dazu.
Wr.Volkstheater, 19,30, Willi Resetarits, Sivan Perwer &
Euphrat-Donau-Orchester
Cafe Concerto, 21h, Solifest mit Chris Peterka u.a.: Schmutzige Geschaefte -
nein canke! Haende weg vom Kongo! 1160 Lerchenfelder Guertel 53/ U 6
Josefstaedterstr.
Zukunfts- und Kulturwerkstaette, 1010 Wien, Schoenlaterng.9, 19 Uhr 30:
Zukunft in Sicht? Die Situation der Roma in Europa.
Republikanischer Club, 1010 Wien, Rockhgasse 1 19 Uhr: Ausstellung bis
28.11.: Nachrichten aus dem Untergrund: Briefe, Tagebuecher, Fotos,
Dokumente aus dem Alltagsleben im Untergrund von 1934-45.
Dokumentationsarchiv des Oest.Widerstandes, Wipplingerstr. 8, 1010 Wien, 19
Uhr: Exil in Shanghai.
Linz, Paedak d.Bundes, Kaplanhofstr. 40, 9-18 Uhr: Symposium "Bildung fuer
die Welt-Gesellschaft". Anmeldung: Suedwind OOe 070-795664,
suedwind.ooe at oneworld.at
> Freitag, 24.11.
VHS Favoriten, Herbstakademie der Gruenen Bildungswerkstatt, bis 26.11.:
Alle Menschen sind gleich - und ich bin anders. Infos und Anm: Tel. 526 91
12, www.gbw-wien.at. Ort: 1100 Arthaberplatz 18
iwk, 18,30, Frauen sichtbar machen: Intellektuelle Frauen und ihr Wirken im
Wien der Zwischenkriegszeit - ein Beitrag zur Geschichte der Psychoanalyse.
1090 Bergg.17
VHS Ottakring, bis 25.11. Seminar: Grammatik der Macht - mit Vortrag von
Luise F.Pusch und Sa mit einem Workshop von Marlene Streeruwitz. Anm. bis
31.10.: auf at auf-einefrauenzeitschrift.at oder 533 51 64. Ort: 1160 Ludo
Hartmann Platz
Amerlinghaus, 15h, Trerffen des Runden Tisches Grundeinkommen. 1070 Stiftg.8
Kultur unter der Bruecke, Wipplingerstr. 23, 1010 Wien, 20 Uhr: Disk. und
Film: Mexiko - von der Krise zum Aufstand
Wels, Gruenes Buero, 19h, Disk. mit GAJ und 50+: Wir sind ZeitzeugInnen.
Rainerstr.8
Linz, 17-20h, Gemeindeforum: In der Gemeinde haben Gruene die
Sozialkompetenz. Anm. www.ooe.gbw.at oder 07674/64218
Linz bis 27.11.: IICP-Workshop "Konflikte in der Stadt" im Rahmen des
Symposions "Kommunale Friedensarbeit und die Globalisierung der
Unsicherheit". Infos www.iicp.at, Anmeldung bis 2o.11. 0732-70704311
Salzburg, AAI, 10-18h Workshop: Ernaehrung und Landwirtschaft - Wege zur
Beseitigung der extremen Armut und des Hungers. Anm:
elisabeth.moser at aai-salzburg.at
> Samstag, 25.11.
19h, Karl Mark-Heim der SPOe, Grundsicherung - Einkommen ohne Arbeit? mit
NR.in Heidrun Silhavy (SPOe), Mag. Albert Steinhauser (Gruene), Kaplan Franz
Sieder (Betriebsseelsorger). 1190 Wien, Billrothstr. 34
Frauenzentrum, ab 20h Frauenfest zum internat. Tag gegen Gewalt an Frauen.
1090 Waehringer Str.59, Stiege 6 (Beginn der Internationalen Kampagne "16
Tage gegen Gewalt an Frauen")
Don Bosco Haus, 9,30 bis 17h: Gewalt ueberwinden - als LehrerIn zum Frieden
erziehen. Studientag der Evang.Akademie fuer eine Kultur des Friedens und
der Gewaltfreiheit. 1130 St.Veit Gasse 25, Teilnahmebeitrag 20,-- inkl.
Mittagessen. Anm. 408 06 95-0, akademie at evang.at
Linz, Symposion bis 27.11.: 20 Jahre Friedensstadt Linz - kommunale
Friedensarbeit und die Globalisierung der Unsicherheit. Versch. Vortraege,
Disk., Workshops, Feste.. Infos, Tel. 0699-113627, al at zimd.at,
www.friedensnews.at
> Sonntag, 26.11.
Palaestina-Forum, Klausg. 40a, 10 Uhr 30: Vortrag und Diskussion mit Jeff
Alper (Israel.Komitee gegen Hauszerstoerung: "Von der Besatzung zur
Apartheid" Israels Konvergenzplan und die aktuelle politische Plage.
office.vienna at saar.at
Salzburg, Kulturgelaende Nonntal, 17h: Buchpraesentation: "Lebenserfahrung
und Geistesarbeit", Simone Weil und der Anarchismus; Josef-Preis-Allee 16,
5020
> Montag, 27.11.
Amerlinghaus, 18h, SLP-Disk: Feminismus - Frauenunterdrueckung. 1070
Stiftg.8
> Dienstag, 28..11.
AUGE, Belvedereg.10, 1040: AUGE-Krampus mit Bericht von Klaudia Paiha ueber
die Reformarbeitsgruppen des OeGB
Uni Wien, Kl.Festsaal, 19h, Hans Blix spricht ueber den Bericht zur
Abruestung von Massenvernichtungswaffen. Lueger Ring 1
KIV Club, 19h, sozialATTAC - Treffen. 1020 Odeongasse/ Grosse Mohrengasse
Wirtschaftsmuseum, 19h, Barbara Nath-Wieser: Abenteuer Frauensolidaritaet -
ueber ihre Arbeit im indischen Himalayagebiet mit alleinstehenden Frauen
Paed.Inst. der Stadt Wien, 1070 Wien, Burgg. 14-16, 9-17 Uhr: Seminar:
Sport, Mode und Konsum - Wie fair ist unsere Kleidung? Anmeldung 523 62 22 -
93226
Literaturhaus, 1070 Wien, Zieglergasse 26A, 19 Uhr:
Zeitschriftenpraesentation, Lesung, Vortrag: "Werkkreis Literatur der
Arbeitswelt & Tarantel - Zeitschrift fuer Kultur von unten
> Mittwoch, 29.11.
ORF Grosser Sendesaal, 18,30; Im Klartext: ueber die Nationalratswahl und
die Koalitionsverhandklungen spricht Gabi Waldner mit 2 politischen Gegnern.
Reservierung unter 501 70 - 377. 1040 Argentinierstr.30a
Frauensolidaritaet, 19h: Staatliche Entwicklungspolitik in Schweden: eine
genderkrit. Perspektive. 1090 Bergg.7/1.Stock
Literaturhaus, 1070 Wien, Zieglerg. 26A, 19 Uhr: Symposium GAV: Wahnsinn
neoliberal: die profitable Infamie der Menschenvernichtung. "Das Massaker an
Millionen Menschen durch Unterernaehrung und Hunger ist und bleibt der
groesste Skandal zu Beginn des 3.Jahrtausends" (Jean Ziegler, Das Imperium
der Schande)
queer, 20h, Diskussion Critical Mass - Die Kritische Masse; Wipplingerstr.23
(vormals "Bruecke")
> Samstag, 2.12.
Reigen, Hadikgasse 62, 1140 Wien: "We have a dream..." Anti-Rassismus
Benefiz Event. bis 3.Dez, ab 14 Uhr: Workshops, Diskussionen, Info-Tische
verschiedener NGOs.
VHS Hernals, 1170 Wien, Roetzerg. 15, 10-17 Uhr: Betroffene ZeugInnen.
Schutz vor Burn Out, Umgang mit stellvertretender Traumatisierung. Workshop
ai academy. www.ai-academy.at Tel. 78008
> Sonntag, 3.12.
Wiener Hilfswerk, 1070 Wien, Schottenfeldg. 29, 10-16.30: Frauen-, Maenner-,
Menschenrechte? Entwicklung und aktuelle Disk. Workshop ai academy. Tel.
78008.www.ai-academy.at
> Dienstag, 5.12.
Oesterr. Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum, Voglsanggasse 36, 1050 Wien,
19 Uhr: Wahlhochrechnung und WaehlerInnen-Stromanalyse. Mit Gerhart
Bruckmann und Erich Neuwirth
> Vorschau:
Samstag, 9.12.: Gesamtoesterr. Alternative GewerkschafterInnen-Konferenz:
Saal der Arbeiterkammer, 1040, Theresianumg. 16-18; von 11-16 Uhr; im
Hinblick auf den OeGB-Kongress im Jaenner 2007
***************************************************
Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen
Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht
wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck
von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete
Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von
Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine
anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als
Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten ist, kann
den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero at gmx.at abbestellen.
*************************************************
'akin - aktuelle informationen'
a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2
vox: ++43/1/535-62-00
(anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten)
http://akin.mediaweb.at
akin.buero at gmx.at
Bankverbindung lautend auf: föj/BfS,
Bank Austria, BLZ 12000,
223-102-976/00, Zweck: akin
================================================
07 Initiativen/Moderne Zeiten: tech:babbel stellt sich vor
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
================================================
Initiativen/Moderne Zeiten:
> tech:babbel stellt sich vor
Raum fuer Auseinandersetzung mit Computern, Technologien und Netzpolitik.
Computer, Internet, Handys & Co. sind fuer die meisten von uns schon laengst
ein zentraler Bestandteil unseres Lebens - und natuerlich sind diese
Technologien auch zu einem wichtigen Werkzeug fuer den alltaeglichen
politischen Aktivismus geworden.
Viele Vorteile haben sich eroeffnet, aber auch Nachteile, und leider
vergessen wir, dass nur allzu vielen Menschen der Zugang zu Computern
verwehrt ist. Wir wollen auch jenen Menschen Partizipation ermoeglichen, die
aus sozialen Gruenden oder durch rassistische und sexistische
Diskriminierung von marktfoermigen Angeboten ausgeschlossen sind.
Wir wissen natuerlich, dass wir die Ausgrenzungsmechanismen nicht von heute
auf morgen aendern koennen - aber wir koennen versuchen, es besser zu
machen. Aus diesem Grund bieten wir z.B. ausschliesslich kostenlose
Workshops an.
Gerade in technischen Bereichen wird durch elitaer-komplizierte Sprache und
Praesentation das Gefuehl vermittelt, dass mensch es mit einer
undurchdringbaren Materie zu tun hat, obwohl das selten der Fall ist. Die
"Fachsprache" wird - ob beabsichtigt oder durch reine Unreflektiertheit -
als Ausgrenzungswerkzeug benutzt und vermittelt immer wieder das Gefuehl,
sich erst durch hunderte Fachbuecher kaempfen zu muessen, um irgendwann
einmal mitreden zu koennen. Wem macht es schon Spass, an Gespraechen
teilzunehmen, wenn die einzig vertrauten Woerter "und", "oder", "ja", "nein"
sind. Uns jedenfalls nicht. Genau das soll sich auch vor allem in den
Workshops wiederspiegeln.
Hetero/Sexismus hat in der Computerwelt Tradition - wird sie doch noch immer
von vielen Maenner als ihre Domaene angesehen. Fuer Frauen ist nach
Auffassung mancher nur Platz als irrwitziges Grossbusen-Model in diversen
Computerspielchen oder als Werbe-"Gimmick" in einer
Hochglanz-Computer-Fachzeitschrift an den zu verkaufenden Server geschmiegt.
Maximal ein bisschen Office und Surfen ist noch drinnen - wenn es mal ein
Problem gibt, dann wird frau gleich weggeschoben mit der lapidaren
"Erklaerung": "Wart, ich mach das schon". Schon ist sie nicht mehr Herrin
ueber die eigene Tastatur, sondern passive Zuschauerin.
Nix ist mit wegschieben! Im Rahmen von tech:babbel wird es die
Moeglichkeiten geben, sich in einem geschuetzen Rahmen in Ruhe Wissen
anzueignen.
Tipps/Tricks & Austausch
Gerade in den letzten Jahren ist fuer politische AktivistInnen die
Moeglichkeit, das Netz zu nutzen, zu einem unverzichtbaren Teil der Arbeit
geworden. Es haben sich ungeahnte Moeglichkeiten zur Verbreitung unserer
Forderungen und Inhalte ergeben. Doch auch hierzu ist Know-How noetig - wir
wollen uns gemeinsam nuetzliche Tools anschauen, testen und nutzen - einfach
sehen, was es noch an noch nicht ausgeschoepften Moeglichkeiten gibt.
Aber wir wollen auch nicht die Nachteile uebersehen - und auch auf den oft
(auch in der Linken) viel zu sorglosen Umgang mit Sicherheit und
Anonymitaet.
Netz(Politisch)
Das Internet und die Computertechnologien wurden und werden von
verschiedenen AkteurInnen gestaltet und in juengster Zeit ist ein immer
staerker werdendes Interesse staatlicher Strukturen und anderer
Institutionen an einer Kontrolle ueber das Internet und der vernetzten
Geraete erkennbar. Wir wollen daher auch netzpolitische Themen diskutieren
und Moeglichkeiten einer aktiven Gestaltung/Emanzipation herausfinden.
tech:babbel will Wissen vermitteln, Zugang zu Information bieten und ein
Raum fuer Diskussion und Austausch sein. tech:babbel lebt von einer aktiven
Beteiligung - wer etwas weiss, wer Fragen hat, wer thematisieren will, ist
in tech:babbel richtig! Wir verstehen uns als Impuls und wollen
Wissensaustausch anregen - tech:babbel kann und will aber keine
Service-Einrichtung mit einem DienstleisterInnen/KundInnen Verhaeltnis sein,
sondern Raum und Technik zur Selbstorganisation bieten.
Die Infrastruktur
Ohne RechnerInnen, Monitor, Netzwerk und Co. sind unsere
Arbeitsmoeglichkeiten begrenzt. Daher arbeiten wir derzeit intensiv daran,
eine funktionierende technische Infrastruktur aufzubauen. Leider kostet das
einen Haufen Geld und wir koennen einfach nicht alles aus unserer eigenen
Tasche bezahlen. Deshalb wuenschen wir uns, dass Workshop-TeilnehmerInnen,
die es sich leisten koennen, durch eine (natuerlich freiwillige) Spende zum
Aufbau/Erhalt des Projekts beitragen.
Zum Rahmen
Bei tech:babbel wird der Schwerpunkt auf Arbeit mit Open Source Software
(OSS), wie etwa Linux und Open Office, liegen. Der Grund dafuer ist kein
missionarischer - wir wollen niemanden bekehren - und auch nicht der, dass
wir Open Source als die Erloesung sehen. Natuerlich begruessen wir die
Nutzung von Freien Alternativen und deren Vorteile, trotzdem sehen wir, dass
auch z.B. in der Linux-Welt nicht alles so rosig ist, wie es viele Menschen
gerne darstellen. Abgesehen von dem Phaenomen, dass OSS eine Angelegenheit
der weissen westlichen Mittelschicht ist, sind Frauen nach wie vor stark
unterrepraesentiert und werden meistens fuer "unwichtigere" Aufgaben
eingeteilt - die "echte" Arbeit bleibt noch immer Maennern vorbehalten.
Uns ist klar, dass viele Menschen, die wir ansprechen wollen, es gewohnt
sind, mit Windows zu arbeiten - und es ist uns auch wichtig, hier Hinweise
und Tipps zu geben (siehe z.B. Computersicherheits-Handbuch unter
http://www.raw.at/compsec/). Doch die Lizenzen fuer kostenpflichtige
Software sind fuer tech:babbel schlicht und einfach zu teuer. Und da diese
Software auch fuer viele andere Menschen zu teuer ist, sollen bei
tech:babbel kostenlose Alternativen zu Windows, MS Office & Co. vorgestellt
und bei deren Aneignung geholfen werden.
*
Kommende tech:babbel-Veranstaltungen:
Wikipedia - mehr als nur ein Spiegel der Gesellschaft
Mittwoch, 15. November, 20:00
Etwas mehr als 5 Jahre nach dem Start von Wikipedia wollen wir resuemieren,
was dran ist am Wiki-Hype. Urspruenglich als Alternative zu herkoemmlichen
Enzyklopaedien entstanden, entwickelt sich die Wikipedia fuer viele zur
unhinterfragten Wissensquelle fuer alle Lebensbereiche. Doch was sind die
Folgen dieser faktischen Monopolisierung des Wissens und was wird hier
eigentlich als "das Wissen der Welt" ausgegeben? Einerseits werden
gesamtgesellschaftliche Sexismen und Rassismen durch die Wikipedia weiter
verfestigt, doch andererseits ergeben sich hier Moeglichkeiten. Themen, die
in anderen Lexika marginalisiert sind, sichtbar zu machen. Anhand von
konkreten Beispielen und durch Aufzeigen verschiedener Entwicklungen
innerhalb des Projekts wollen wir ueber Gegenwart und die zukuenftige
(Weiter-)entwicklung der Wikipedia diskutieren.
tech:babbel café
Samstag, 18. November, 14:00
Es ist endlich soweit: tech:babbel geht an den Start! Sowohl wir als auch
unsere acht tech:babbel RechnerInnen sind voller Tatendrang und laden euch
herzlich zu einem gemuetlichen Nachmittag mit Kaffee und Waffeln ein.
Ob du nun wissen willst, was hinter dem Projekt steht, selbst Ideen fuer
Workshops oder Anregungen hast - schau vorbei! Im tech:babbel café ist Zeit
und Raum fuer Diskussionen und Fragen ueber Netzpolitik, die neueste
nuetzliche Software oder eure Lieblings-Webschnipsel.
Schon immer neugierig auf Linux gewesen? Auch kein Problem: Bei uns kannst
du es vollkommen risikofrei - moegliche Gewoehnungseffekte mal ausgenommen
;-) - ausprobieren.
Linux install Workshop
Samstag, 2. Dezember, 13:00
Fuer alle linuxinteressierten Menschen veranstalten wir einen
Linux-install-Workshop. Egal wie viel oder wenig Ahnung du von Computern
hast - du bist herzlich eingeladen, dich zu beteiligen. Bei Kaffe und Kuchen
wollen wir gemeinsam herausfinden, was die einzelnen Schritte sind, um ein
Linux Betriebssystem zu installieren. Wir wollen erforschen, wo denn nun die
grossen Unterschiede zu anderen Systemen sind - und schlussendlich werden
wir uns auch mit den grundsaetzlichen Konfigurationen auseinandersetzen, um
Email, Internet, Text- und Grafikanwendungen verwenden zu koennen.
Bitte schick uns vorher noch ein kurzes mail an techbabbel at raw.at wenn du
teilnehmen moechtest!
Sicheres Email durch Verschluesselung
Samstag, 9. Dezember, 13:00
Anna und Arthur haltens Maul. Und damit auch beim Email-Verschicken nichts
in die die falschen Haende geraet, verschluesseln sie auch ihre Mails. Da
das Ganze eigentlich gar nicht sooooo kompliziert ist, wie oft gemeint wird,
werden wir uns am 9. Dezember zusammensetzen, um herauszufinden, was hinter
Verschluesselung steckt. Wir wollen einerseits klaeren, welche
Verschluesselungsverfahren es gibt und uns andererseits ein wenig ansehen,
wie sie funktionieren. Und damit wir Verschluesselung auch praktisch
anwenden koennen, werden wir das mit verschiedenen Email-Programmen
ausprobieren.
Computer und die restliche Workshop-Infrastruktur dafuer werden von
tech:babbel zur Verfuegung gestellt.
Bitte schick uns vorher noch ein kurzes mail an techbabbel at raw.at wenn du
teilnehmen moechtest!
Ort: que[e]r
Wipplingerstrasse 23 / 1010 Wien (die Stiegen hinunter, das
akin-Stammpublikum wird dort wohl sehr leicht hinfinden)
Veranstaltungsbeginn: 20:00
geoeffnet von 18:30-24:00
Quelle und weitere Infos: http://techbabbel.raw.at/
================================================
08 Initiativen/Lobauautobahn: Camp mahnwacht weiter
von akin" <akin.buero at gmx.at>
================================================
Initiativen/Lobauautobahn:
> Camp mahnwacht weiter
Der Wiener Buergermeister Haeupl hat letzten Dienstag in einer Aussendung
die Nordostumfahrung nun selbst in Frage gestellt und bezweifelt deren
Finanzierbarkeit.
In der Wiener Zeitung war erneut die geologische Situation Thema. Entegen
dem propagierten dichten Untergrund findet sich bei einer bereits
durchgefuehrten Bohrung in der geplanten Tunneltiefe Sand. Die
Einschaetzung, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit der Untergrund
grossflaechig anders aufgebaut ist als angenommen, wird auch vom ehemaligen
OMV Chefgeologen bestaetigt. Die ASFINAG wuerde bei einer Verteuerung des
Projekts dieses ueberdenken.
Haeupl schliesst eine Durchfuehrung von Bohrarbeiten unter Polizeischutz
offiziell aus. Die ASFINAG rueckt vom kolportierten Bohrbeginn im
Nationalpark Anfang November ab und signalisiert, dass sie nicht bohren
will, solange UmweltschuetzerInnen in der Lobau bleiben - gegebenenfalls
entstehen dadurch weitere Verzoegerungen bis ueber die naechste
Vegetationsperioder hinaus. Daher soll das Camp/die Mahnwache noch einige
Zeit fortgefuehrt werden.
Critical Mass
Am 17.11 um 16:30 treffen sich wieder zufaelligerweise Menschen auf
Fahrraedern am Margaretenplatz, die dann alle gemeinsam den selben Weg nach
Grossenzersdorf haben werden. Und am Samstag soll es im Camp ein Grillfest
geben.
Erratum: 26a statt 32er
Einen Fehler muessen die akin zugeben. Man kommt nicht mit dem 32er zum
Camp, sondern: Ab Station Kagran/U1 den 26A (Fahrzeit 30 min), bis
Endstation Gross Enzersdorf fahren, ca. 15 Min. Fussweg die Lobaustrasse
entlang bis man links die alte Kaserne (roter Backsteinbau) sieht, vor
dieser rechts abbiegen und gleich links in den tiefer gelegenen Feldweg
gehen.
Weitere Infos: 0676/ 9539779 (Jutta) http://www.lobau.org/
================================================
09 "blind für die törichte trauer, blind für den erblichen traum"
von <news at initiative.minderheiten.at>
================================================
Das LITERATURHAUS in Wien lädt ein:
Fr, 17. November, 20 Uhr
1070 Wien, Seidengasse 13
"blind für die törichte trauer, blind für den erblichen traum"
(aus einem Gedicht von Maja Haderlap)
Ein Abend zur slowenischen Literatur und Sprache in Österreich.
Lesung mit Maja Haderlap und Fabjan Hafner
Vorführung des Films "F.A.Q. - Frequently Asked Questions" (2005) von
Stefan Hafner und Alexander Binder
Anschließend Gespräch mit Maja Haderlap, Fabjan Hafner und Stefan Hafner
MAJA HADERLAP, geb. 1961 in Eisenkappel / Zelezna Kapla (Kärnten),
studierte Theaterwissenschaften und Deutsche Philologie in Wien.
Lehrbeauftragte am Institut für Vergleichende Literaturwissenschaften in
Klagenfurt. Seit 1992 Chefdramaturgin am Stadttheater Klagenfurt. Lyrik,
Übersetzungen, Hörspiel, literaturwissenschaftliche Arbeiten. Werke
(Auswahl): "Gedichte / Pesmi / Poems" (Drava, 1998), "Med politiko in
kulturo / Zwischen Politik und Kultur" (Drava, 2001).
FABJAN HAFNER, geb. 1966 in Klagenfurt / Celovec, studierte Deutsche
Philologie und Slawistik. Seit 1998 am Robert Musil-Institut für
Literaturforschung der Universität Klagenfurt. Übersetzt aus dem
Slowenischen (u. a. Florjan Lipus, Drago Jancar). Lebt in Feistritz im
Rosental / Bistrica v Rozu. Werke (Auswahl): "Gelichter Lichtes"
Gedichte (Droschl, 1991), "Freisprechanlage. Brezrocno govorjenje.
Vivavoce" (Drava, 2001).
STEFAN HAFNER, geb. 1976 in Klagenfurt / Celovec, Studium an der
Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.
Eine Veranstaltung in der Reihe "mitSprache" der Literaturhäuser und
-zentren Österreichs, 2006 zum Thema "literatur und identität".
Dr. Silvia Bartl
Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur
A-1070 Wien, Seidengasse 13 http://www.literaturhaus.at
Tel. +43/1/526 20 44-21, Fax -30
*****
Newsletter der Initiative Minderheiten
Gumpendorfer Straße 15/13
A-1060 Wien
Tel. 586 12 49-18
Fax 586 82 17
http://www.initiative.minderheiten.at
http://www.gastarbajteri.at
================================================
10 [Depot-news] Programm 20.-21.November
von depot-news at mailman.sil.at
================================================
Montag, 20. November, 19.00
Menschen töten
Lesung
Vom 20. - 26. November findet im Wiener Topkino in Kooperation mit Amnesty
International und Lichtblick die Filmreihe "Auge um Auge - Todesstrafe im Film"
statt. Zum Start dieser Filmreihe liest Dorothee Frank aus ihrem Buch Menschen
töten, mit dem sie versucht, ein gesellschaftliches Tabu zu überwinden: das
Schreiben über das Töten. Neben der Auseinandersetzung mit der Thematik in
Philosophie und Literatur stehen vor allem die Gespräche mit TäterInnen,
Überlebenden und zum Tode Verurteilten im Mittelpunkt, ebenso wie Gespräche mit
Beteiligten an Hinrichtungen.
Dorothee Frank, Journalistin, Autorin von: Menschen töten. Düsseldorf: Patmos
Verlag 2006
Die Filmreihe Auge um Auge- Todesstrafe im Film beginnt am 20.11. um 21.00 Uhr
mit dem Film Nizhalkkuthu (Shadow Kill / Dunkle Schatten) im Topkino, Rahlgasse
1, 1060 Wien.
Eine Veranstaltung von Amnesty International Österreich und Lichtblick.
Dienstag, 21. November, 19.00
Frei und offen
Podiumsdiskussion
Der Kampf für die freien Medien ist ein langer und in diesem Land ein steiniger
Weg. Einst führte er über das Mediencamp am Karlsplatz, wo dessen
InitiatorInnen ihre Forderungen, unter anderem zur Schaffung von
Fördermodellen, Sicherstellung des Basisbetriebs und Gewährleistung politischer
Unabhängigkeit für den dritten Mediensektor, an die zuständige Politik
adressierten. Teilerfolge konnten errungen werden. So erhielt Radio Orange 2004
endlich die Zusage zur Basisförderung, und das längst angekündigte rot-grüne
Projekt Community TV konnte vor genau einem Jahr an den Start gehen. Viel
Programm ist seither über den Äther gegangen, aber auch so mancher Streit über
die als gar nicht so unabhängig kritisierten freien Kanäle laut geworden. Der
erste Geburtstag von okto gibt Anlass, über Gelungenes und noch zu
Verhandelndes am Sektor offener Kanäle zu diskutieren.
Barbara Eppensteiner, Programmintendantin okto
Katharina Schell, Medienjournalistin, Kurier
Helga Schwarzwald, Geschäftsführerin Radio Orange 94.0
Martin Wassermair, Kulturrat Österreich
Moderation: Elisabeth Mayerhofer, IG Kultur Österreich
Mittwoch, 22. November, 19.00
Die gute Regierung der Zapatistas
Buch- und Filmpräsentation
Seit ihrem Aufstand 1994 sind die Zapatistas in Chiapas/Mexiko eine der
faszinierendsten sozialen Bewegungen Lateinamerikas. Sie kontrollieren über
dreißig autonome Landkreise im Süden Mexikos, die seit 2003 von den "Juntas de
Buen Gobierno", den Räten der Guten Regierung verwaltet werden. In dem im
Rahmen des Projekts "Alternative Economics, Alternative Societies" entstandenen
Video von Oliver Ressler und Tom Waibel berichten Zapatistas über Gründe des
Aufstands und die Erfolge und Probleme der Autonomie.
Von den universellen Ansprüchen eines indigenen Aufstandes und seiner Relevanz
für die Erneuerung linker Theorie und Praxis handelt das neue Buch des in
Puebla/Mexiko lehrenden Politikwissenschafters John Holloway.
Jens Kastner, Soziologe
Oliver Ressler, Künstler
Tom Waibel, Filmemacher
John Holloway: Die zwei Zeiten der Revolution. Würde, Macht und die Politik der
Zapatistas. Eingeleitet und übersetzt von Jens Kastner. Wien: Turia+Kant 2006
Die gute Regierung der Zapatistas (A 2006) Regie:
Oliver Ressler, Tom Waibel, 31
Min.
In Kooperation mit der Zeitschrift grundrisse sowie transform/eipcp im Rahmen
von Discursive Lines of Institutional Critique.
Depot
Breitegasse 3
A-1070 Wien
Tel: +43 1 522 76 13
www.depot.or.at
================================================
11 sonntag, 19.11., arena/kl.Halle: WORLD / INFERNO FRIENDSHIP SOCIETY
+ ROSCOE FLETCHER von bloodshed <bloodshed666 at gmx.net>
================================================
hallo liebe,
am sonntag spielen die wundervollen WORLD / INFERNO FRIENDSHIP SOCIETY
wieder in wien auf!
so., 19. november @ Arena/kl.Halle: WORLD / INFERNO FRIENDSHIP SOCIETY (new
york) + ROSCOE FLETCHER
WORLD / INFERNO FRIENDSHIP SOCIETY
(new york)
The World/Inferno Friendship Society ist keine Band im ursprünglichen Sinne.
Sie existiert als Projekt von 8-12 versierten Musikern. - "the ideal
marriage of nihilist gangsters and technophiliac agrophobes." - wie sie sich
selbst bezeichnen. Dies ist die ganze Mischung aus Broadwaymusic, Kurt Weill
und Brechtsongs, Big Band Sound, The Clash und Dexys Midnight Runners, Louis
Armstrong und Gun Club, Fats Domino and The Pogues. Kurz, das beste Punkrock
Orchester der Welt mit einem Gebräu aus Swing, Ska, Klezmar, Punk,
...andwhatthefuckinhellever! Soetwas kann eigentlich nur aus New York und
dort nur in Brooklyn entstehen und genau von dort kommen sie...
www.worldinferno.com
www.myspace.com/worldinferno
ROSCOE FLETCHER (erberg)
Wiener All Star Ensemble. Country-Surf-Punk-Sensation - großes Theater.
www.med-user.net/malus
www.myspace.com/roscoefletcher
tix: 5/6/7
beginn 20h
alle infos:
www.arena.co.at
www.bloodshed666.net
und später dann:
sa., 25.11. Bibliotheks-Eröffnunsfest @ EKH: Buchpräsentation "Post
Operaismus", w\ CHRA, NITRO MAHALIA, GRRZZZ (paris), Dj MESS.U.
mo., 11.12., LVMEN (cz), tbc
sa., 13.1. Infoladen-Fest @ EKH: w\ NIN COM POOP, VALINA, VORTEX REX, SEPIX
fr., 26.1. @ EKH: DÜSENJÄGER (d), BRAMBILLA
alle infos zu meinem diy-treiben & auch massig mp3s zum saugen:
www.bloodshed666.net
u. modern: www.myspace.com/bloodshed666records &
www.youtube.com/bloodshed666records
wenn ihr bei nem medium dabei seid (od. sonst irgendwelche
möglichkeiten habt) u. euch das gefällt u./od. ihr das
unterstützen wollt: BITTE GERNE SUPER DANKE! - appreciate it a lot!
kann auch druckfähige fotos & cds & weiterführende infos schicken,
interviews ausmachen, etc.blabla.asusual.whatever...!
cheers, c u, alfred
|||
-(@ @)-
-----------------------oOO--(_)--OOo-------------------
Best regards,
making emo a threat
mailto:bloodshed666 at gmx.net
www.bloodshed666.net
www.med-user.net/phal
www.cyruss.cjb.net
www.med-user.net/infomaden
www.med-user.net/ekh
================================================
12 23.11. Solifest "Hände weg vom Kongo!"
von "Renate Vodnek" <Renate.Vodnek at reflex.at>
================================================
Hallo!
könnt ihr bitte unser solifest im mund ankündigen?
Danke!
liebe Grüße
Renate
Solifest "Schmutzige Geschäfte - nein danke! Hände weg vom Kongo!
23.11.06; 21 Uhr
Cafe Concerto, 1160 Wien, Lerchenfelder Gürtel 53
Live-Acts: The Cosmic Go-Goes, The Palomita Show
anschließend: DJ A.N.N.E (russische Nacht)
Solibeitrag: 5*
[ http://www.solikomitee.net.tf ]www.solikomitee.net.tf
Auf Grund der Solidarität vieler Menschen und Organisationen konnte eine
Klage gegen den Journalisten und Friedensaktivisten Gerald Oberansmayr
verhindert werden. Er wurde von der Treibacher Industrie AG wegen eines
kritischen Artikels über die EU-Mission in der DR Kongo und die
Rohstoffausbeutung in dies em Land geklagt. Wir wollen diesen Erfolg mit
einem Fest feiern!
THE COSMIC GO-GOES
new rock - old school
Die Cosmic Go-Goes sehen sich als eine österreichische Inkarnation des
gegenwärtig stattfindenden über fälligen Rockrevivals. Bei diesem handelt
es sich nicht um eine Retrowelle oder das mühsame immer wieder vermarkten
bestehenden Kommerzes durch die Musikindustrie, sondern um neue Bands, die
was zu sagen haben und in die jetzige Zeit passen. So auch die Cosmic
Go-Goes. Dass dabei auch die r&b roots hörbar sind, ist durchaus gewollt.
Denn eine progressive Weiterentwicklung soll auf ihre Wurzeln durch das
Erkennen wertvoller Elemente des bestehenden Bezug nehmen. Aber vor allem
muss es eben rocken!
michi - vocals/dave - guitar/andi - bass/norbert - drums
THE PALOMITA SHOW
(Chile, Philippinen, Rum, Mex, A)
Was passiert, wenn sich fünf junge Musiker mit verschiedenen musikalischen
Hintergründen zusammentun und möglichst wirksame Mittel gegen Ignoranz,
Rassismus und Ungerechtigkeit zusammenmischen?
Die Musik des 21. Jahrhunderts kopiert und kombiniert auf wundersame Art
und Weise was früher ganz weit voneinander entfernt schien. Stilmischungen
wie wir sie aus Barcelona oder Paris kennen: Latin ska, reggea, socca,
cumbia und rumba dazu ein Schuss balkanbeat. Alles ist erlaubt, was Flügel
verleiht.
Mit The Palomita Show gibt es die österreichische Variante von
stilistischer Vielfalt. Ebenfalls mit einer gehörigen Portion
Globalisierungkritik. Auf den unterschiedlichsten Böden gedeihen die
Ingridenzien, die hier zu sammengebraut werden. Und die Band mischt
tatsächlich gehörig auf und erspielte sich in kürzester Zeit bereits eine
treue Fangemeinde. Die Texte der Palomita Show kommentieren das
Weltgeschehen und weisen den Weg in eine bessere Welt für alle Menschen.
“Eine klare Message ist uns wichtig. Wir wollen wachrütteln,” meint
Edaniel Madera, der Kopf der Gruppe. La Paloma schwebt über den Köpfen.
Edaniel Madera - Gitar, charango und vocal
Marco Fitz - bass
Arthur Milan - Keyboard, synth
Arpad Hadnagy - E-Gitar, flamenco-gitar
Manolo Magana - drums und tambores
================================================
13 ERINNERUNGSTHEATER - FESTIVAL
von "INTERKULTTHEATER" <newsletter at interkulttheater.at>
================================================
Erinnerungstheater - Festival 23. - 30.November 2006
QUE SERA
Do, 23.Nov. um 19.00 Uhr und So, 26.Nov. um 16.00 Uhr
„HAUCHZART & FELSENFEST“
Von den verblichenen Bildern österreichischer Vergangenheit bis zur heutigen
Talk-Show spannt sich das Kaleidoskop persönlicher Erfahrungen, (methodisch
ausgebuddelt“) von Que Sera, der Erinnerungstheater-Formation, die alle vier
ZEITSCHRITTE mitgegangen ist.
Zurück und voraus blickend überschauen die neun „Signorinas“ ihr
persönliches Jahrhundert und damit auch ein Jahrhundert österreichischer
Frauengeschichte.
Die Texte gleichen (wie immer bei Que Sera) dem aufgezeichneten Originalton
der jeweiligen Darstellerin. Durch alles weht die Frage: Que sera - was wird
sein“ wenn ich groß bin, wenn ich Mutter bin, wenn ich alt bin…?
Mit: 9 Signorinas von „Que Sera“
Regie: Herbert Adamec
* 8.- / 5.-
_____________________________________________________________
Gruppe DESSERT
Fr, 24.Nov. und Di, 28.Nov. ,19.00 Uhr
„Eingebrockt & Ausgelöffelt“
Tischgespräche: Ist es ein Katzentisch, ein Schachtisch, ein Fernsehtisch,
auf den unsere Erinnerungen ihre Karten legen? Strecken Vergangenes und
Vergessengeglaubtes ihre Füße unter den Röntgen-, Richter- oder Seziertisch?
Der Familientisch – manchmal ein Auszieh- oder Opfertisch – an dem uns nicht
alles grün ist, wird zum (reinen) Spieltisch, unter den wir unsere
Tischsitten trinken oder kehren. Kugelbunt und samtweich wie ein
Billardtisch, bewegte Bilder am Schneidetisch, süßer Nachtisch.
Mit : Erika Jägerbauer, Evelyn Keil, Rita Lazansky, Barbara Schmidt, Susanne
Schuster, Elisabeth Zamboulakis-Rottenberg und Brigitte Fischer
Regie(tisch): Walter Mathes
* 8.- / 5.-
________________________________________________________________
Gruppe HERBST-ZEITLOSE
Sa, 25.Nov. und Mi, 29.Nov.,19.00 Uhr
GESTERN-HEUTE-SECHZEHN
Begegnungen mit der Jugend
Acht Frauen zwischen 60 und 83 Jahren und fünf „Mädchen“ um die 16 Jahre
improvisierten zu dem Thema „Sechzehn“: Wie ist es 16 Jahre alt zu sein?
Fühlt es sich erwachsen an? Werden Weichen gestellt? Wird Zukunft erträumt?
Wird geliebt? Gibt es Nähe zwischen Alt und Jung? Ausgangspunkt sind die
Erinnerungen der „Alten“ – ausgelöst durch überraschende Begegnungen mit
Menschen aus der eigenen Vergangenheit und in Folge durch die Begegnung mit
sich selbst – dem 16jährigen Alter Ego. Hier steigen die Jungen mit in diese
Alter-Ego-Rolle ein. Zurück in der Gegenwart begegnen einander Jung und Alt
auf unterschiedlichen Ebenen – im auf eigene Erfahrungen beruhenden
Rollenspiel und in der spielerischen Reaktion der Älteren auf die
Lebenssituationen der Jüngeren. Früher-Heute-Vergleiche sind nicht das
Thema. Dass sie manchmal doch durchblitzen ist nicht überraschend. Genau so
wenig wie das Gegenteil.
Zusammenspiel der Teilnehmerinnen der Gruppe Herbst-Zeitlose (1) mit
Schülerinnen der BRG Wien 15, Diefenbachgasse (2)
Vielen Dank an Professor Waltraud Schopf-Suchy für die Vermittlung
Mit : (1) Milada Bilik, Anne Decker, Hanni Gasser, Susanne Hansalik, Mara
Herrnstadt, Maria Kohlbeck, Helga Kretschmer, Helga Muhr
(2) Theresa Holzbecher, Nina Kiennast, Nora Miksch, Johanna Pöll, Yildiz Toluay
Spielleitung und Regie: Marianne Vejtisek
* 8.- / 5.-
_______________________________________________________
„Heut’ ist der schönste Tag“
So, 26.Nov., 18.00 Uhr
Videofilm von Mara Mattuschka
Ein Film über die faszinierende Verwebung vom Leben und Erinnerungsarbeit am
Beispiel der Erinnerungstheatergruppe „Que sera“ (unter der Leitung von
Herbert Adamec). Unverblümt, gelassen, mit Humor und analytischer Kraft
erzählen die neun Protagonistinnen von sich. Improvisationen, Gesang und
Szenen aus dem Repertoire dieser Gruppe schließen sich an.
Regie: Mara Mattuschka
Kamera: Sepp Nermuth
Regieassistenz: Sylvia Bra
Beleuchter: Werner Stibitz
* 8.- / 5.-
________________________________________________________________
Gastspiel
MARIE-THERESE ESCRIBANO
Mo 27.Nov und Do, 30.Nov., 19.00 Uhr
„…kommt mir spanisch vor“
Die one-woman-performance von M. T. Escribano ist eine aufregende Erzählung
samt Tagebüchern und Briefen über ihre ersten Jahre in der so genannten
Musik-Metropole Europas. Es war 1955 – da kam sie als spanische
Musikstudentin nach Wien, um ihrer Stimme den letzten Schliff zu geben.
Fünfzig Jahre später erinnert sich die inzwischen zur Wahlwienerin gewordene
und vor kurzem mit dem silbernen Ehrenzeichen der Stadt Wien Ausgezeichnete,
an das gerade wieder aufblühende Wien der Nachkriegsjahre und fängt die
Atmosphäre jener Zeit auf ihre sehr typische Weise ein. Sie bringt uns zum
Lachen bei den absurden Methoden des Gesangs und der „Exotik des Wiener
Dialekts“- entblößt Kuriositäten ebenso wie die tief zugedeckten braunen
Flecken. „..kommt mir spanisch vor“ berichtet über ein halbes Jahrhundert
persönliche aber auch österreichische Geschichte.
Mit : Marie-Therese Escribano
* 8.- / 5.-
INTERKULTTHEATER
1060 Wien, Fillgradergasse 16
Tel: 01/587 05 30
reservierung at interkulttheater.at
www.interkulttheater.at
================================================
================================================
MELDUNGEN UND MEINUNGEN
================================================
================================================
14 neunerHAUSKOCHBUCH: Haubenküche die Zweite
von <news at initiative.minderheiten.at>
================================================
Der Verein neunerHAUS prÃ*sentiert zwei neue Kochbücher!
Bestellung:
Telefon : 05-7801-1122
Fax: 05-7801-1120
Onlineformular
Persönliche Abholung im VereinsbÃ'ro neunerHAUS 6.,Stumpergasse 60 von Mo
bis Fr 9-13:30 möglich
Nach dem Bestseller â HaubenkÃ'che zum Beislpreisâ im letzten Jahr sind
heuer gleich zwei neue KochbÃ'cher auf dem BÃ'chermarkt erhÃ*ltlich: â Noch
mehr HaubenkÃ'che zum Beisl-Preis und â SÃ'Ã e HaubenkÃ'che zum Beisl-Preisâ
. KochbÃ'cher mit Rezepten, die nicht nur hervorragend schmecken, sondern
auch helfen. Helfen, das Gesundheitsprojekt â Team neunerHAUSARZTâ zur
medizinischen Versorgung wohnungsloser Menschen zu finanzieren. Mindestens 2
EURO pro verkauftem Buch kommen dem Verein neunerHAUS zugute, bei einer
Bestellung Ã'ber den Verein mindestens 10 Euro pro Buch. Die KochbÃ'cher
sind direkt Ã'ber den Verein neunerHAUS oder im Buchhandel erhÃ*ltlich.
Sichern Sie sich Ihr Exemplar und genieà en Sie die leckeren Gerichte!
Noch mehr HaubenkÃ'che zum Beisl-Preis
Hubert Krenn VerlagsgesmbH
ISBN 3-902532-11-4
224 Seiten, 16,5x23 cm, gebunden - Flexo
Preis: â ¬ 14,90 exkl. Versandkosten
SÃ'Ã e HaubenkÃ'che zum Beislpreis
Hubert Krenn VerlagsgesmbH
ISBN 3-902532-12-2
186 Seiten, 16,5x23 cm, gebunden - Flexo
Preis: â ¬ 14,90 exkl. Versandkosten
Leseproben auf http://www.neunerhaus.at/spendenprojekte.htm
Verein neunerHAUS
Stumpergasse 60, 1060 Wien
Tel: 01-713 59 46 18
Mobil: 0650 713 59 46
Fax: 01-713 59 46 21
marketing at neunerhaus.at
www.neunerhaus.at
____________
Virus checked by G DATA AntiVirusKit
Version: AVK 17.806 from 13.11.2006
Virus news: www.antiviruslab.com
____________
Virus checked by G DATA AntiVirusKit
Version: AVK 17.806 from 13.11.2006
Virus news: www.antiviruslab.com
--
Dr. Cornelia Kogoj
Initiative Minderheiten
Gumpendorfer Straße 15/13
A-1060 Wien
Tel. 586 12 49-18
Fax 586 82 17
www.initiative.minderheiten.at
www.gastarbajteri.at
================================================
15 ASt - Französischen Sozialisten zwischen Blairismus und
rechtem Reformismus von ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
================================================
Die französischen Sozialisten (PSF):
Zwischen Blairismus und rechtem Reformismus
von einem LFI-Korrespondenten in Paris (aus: Red Newsletter Nr. 241;
Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 14. November 2006,
www.arbeiterInnenstandpunkt.net)
2007 soll eine Wende in der französischen Politik sein. Nach fünf Jahren
massiver Angriffe der verschiedenen rechten Minister, aber auch
entschiedenen Widerstands der ArbeiterInnen und der Jugend wird die zweite
Amtsperiode von Jacques Chiracs zu Ende gehen. In keinem anderen Land
Westeuropas ist es der Arbeiterklasse so sehr gelungen, den neoliberalen
Angriffen auf den Öffentlichen Dienst, staatliche Vorsorge und
Arbeiterrechte mit Mobilisierungen und Widerstand entgegenzutreten.
Im Jahre 2003 setzte die Regierung zum Angriff auf die Renten an, doch der
Massenwiderstand hinderte Ministerpräsident Jean-Pierre Raffarin, seine
Pläne komplett umzusetzen. Im Jahre 2004 brachte der erste Teil der
Privatisierung des Stromkonzerns EDF das Land fast zum Generalstreik. 2005
und 2006 schwächten der Aufstand in den Vorstädten und der Kampf gegen das
CPE-Gesetz, gegen billige und leicht kündbare Arbeitsverträge für die Jugend
Ministerpräsident Dominique de Villepin schwer.
Während die Unternehmer neue Angriffe für mehr Unsicherheit und Ausbeutung
der ArbeiterInnen vorbereiten, müssen sie jetzt auf die Präsidentenwahlen
2007 warten. Die rechte Partei UMP hat einen „natürlichen“ Kandidaten:
Nicolas Sarkozy, Spezialist für „Recht und Ordnung“, der seine Kampagne mit
rassistischer Demagogie untermauert, um die Unterstützung der Le Pen-Wähler
für sich zu gewinnen.
Auf der Linken ist die Lage nicht so klar. Nachdem sie bei den
Regionalwahlen 2005 klar gewann, hat die französische SPD, die Parti
Socialiste (PS) die Absicht, die Massenunzufriedenheit über die rechten
Angriffe zu benutzen und hat reelle Chancen, die nächsten Wahlen zu gewinnen.
Der Kandidat der PS wird am 16. November von den Mitgliedern der Partei
bestimmt. Die Mitgliederzahl der PS hat sich auf 200.000 erhöht (80.000
Beitritte im letzten Jahr), da die PS ihre Mitgliedschaft mit den „20
Euro-Mitgliedskarten“ erneuert hat. Durch einige Klicks auf dem PC kannst du
der PS beitreten, ohne Kontakt mit irgendeiner lokalen Abteilung aufzunehmen.
Die drei PS-Kandidaten dieser internen Kampagne sind Ségolène Royal,
Dominique Strauss-Kahn und Laurent Fabius. Die drei behaupten, sie kämpfen
für einen neuen politischen Kurs. Sie haben auch Gründe dafür: alle drei
sind politische Kinder Mitterrands. Sie sind in den 80er Jahren an die
Spitze der Partei gekommen und haben dabei die Tricks eines erfolgreichen
reformistischen Politikers gelernt: links reden und rechts handeln; sich als
KandidatInnen der ArbeiterInnen vorstellen und nach den Wünschen der
Bourgeoisie regieren. Jetzt wollen sie aber völlig ‚neu’ erscheinen - und
sogar das politische System allgemein kritisieren (Ségolène Royal) - um
vergessen zu machen, was sie selbst getan haben, als sie in der Regierung
waren.
Ségolène Royal geht hier eindeutig am weitesten. Sie gehörte in den 1980ern
zum Kabinett Mitterrand und war dreimal Ministerin. Sie verwendet alle
Techniken des politischen Marketings und hat es mit Hilfe der Medien
geschafft, eine Popularitätsaura um sich zu erzeugen. Dieser Erfolg ist zum
Teil darauf zurückzuführen, dass sie selbst kein klares Programm
veröffentlicht hat. Über mehrere Themen schmeichelt sie den WählerInnen mit
Hilfe unverbindlicher leerer, aber modischer Formeln wie
„Partizipationsdemokratie“. Sie verlangt Beiträge der BürgerInnen, die alle
„legitime Experten“ seien, und sie behauptet, sie höre ihnen zu, um gerecht
zu handeln.
Wenn sie Programmatisches offen äußert oder andeutet, so zeigt sich, dass
sie eindeutig rechts im PS-Spektrum steht. Sie bewundert Tony Blair und will
wie er die Partei noch mehr von der „alten“ Sozialdemokratie zum
Neoliberalismus drängen. Dem mischt sie noch einen sehr französisches Hauch
von Nationalismus bei, der auch gut zu Marschall Pétain passen würde: „Die
Trikolore und die soziale Sicherheit sind es, die unsere nationale
Gemeinschaft verbinden. Denn hier passen das Nationale und das Soziale
zusammen und der Staat garantiert diese Verbindung.“ Das alles wird in ihrem
Begriff „gerechter Ordnung“ zusammengefasst, der tatsächlich sehr an die
reaktionäre „moralische Ordnung“ erinnert. Sie hat z.B. vor, für Jugendliche
neue Gefängnisse zu bauen, die von der Armee geleitet werden sollen, damit
sie ihre „Selbstachtung wiedergewinnen“ können! Gleichzeitig soll die
Sozialhilfe für junge Straffällige eingestellt werden, um die Eltern zu
„verantwortlich“ zu machen.
Warum kämpft sie dann aber für Massengewerkschaften und spricht von der
„Pflicht, einer Gewerkschaft beizutreten“? Sie träumt nicht etwa von einer
starken Arbeiterbewegung. Vielmehr möchte sie so mit den „uralten sozialen
Beziehungen“ (gemeint sind Streiks) einfach Schluss machen, damit
Arbeitgeber und Gewerkschaften eine „gemeinsame Fähigkeit“ haben, „die
wirtschaftlichen Veränderungen vorauszusehen und zu begleiten.“ Das ist dann
vorbildliche Klassenkollaboration, wo die Gewerkschaften von Arbeitgebern
und Staat geleitet werden. Sie appelliert schließlich an „eine Republik des
Respekts, wo sich die Franzosen mit den Privatbetrieben aussöhnen.“
Sind Strauss-Kahn oder Fabius eine Alternative für diese rechte Wendung
Royals? Nein! Strauss-Kahn, der als neoliberaler Minister zu Jospins
Regierung gehörte, kämpft für ein sozialdemokratisches Programm der „kleinen
Schritte.“ Als er aber selbst an der Macht war, hat die Regierung Jospin den
Rekord an Privatisierungen von öffentlichen Betrieben aufstellt und die
arbeiterfeindliche EU-Agenda von Lissabon unterstützt.
Fabius war Ministerpräsident unter Mitterrand und setzte einen Lohnstopp
durch. Er ist ein Technokrat ohne Charisma. Er versucht seit einiger Zeit,
etwas linke Glaubwürdigkeit für sich zu gewinnen, indem er für das „Nein“
anlässlich des Referendums zur EU-Verfassung eintrat. Er wollte sich aber
tatsächlich von der PS nie trennen. Er stellt sich als „den Kandidaten der
Kaufkraft vor und sein Vorschlag, den SMIC (den Mindestlohn) bis zum Jahr
2012 auf 1.500 Euro/Monat zu erhöhen, klingt radikal - aber praktisch ist er
nur ein leeres Versprechen. Ein paar Anpassungen wegen der Inflation würden
den SMIC auch auf diese Höhe bringen, selbst unter einer rechten Regierung.
Was das wesentliche Problem der gleichen Rechte für die ImmigrantInnen
betrifft, haben alle PS-KandidatInnen die gleiche Position wie das
PS-Programm: „Wir werden gegen die illegalen Immigranten streng sein. Unser
Land kann nicht alle Leute aufnehmen.“ Während es eine Massenmobilisierung
gegen die Vertreibung von Familien und Kindern gab, hat die PS die Absicht,
die repressive rassistische Politik gegen Gastarbeiter fortzusetzen.
Die ArbeiterInnen und die Jugend können also keinen Fortschritt von den
PS-Kandidaten erwarten. Diese werden eben die Agenda der Kapitalisten
anwenden: mehr Privatisierungen, weniger öffentliche Dienste, weniger Geld
für die Schulen und das Gesundheitssystem.
Eine dringende Aufgabe der RevolutionärInnen in Frankreich ist also, in den
Wahlkampf einzugreifen, um ein antikapitalistisches Aktionsprogramm zu
verteidigen, um den Widerstand gegen die Angriffe der Regierung zu
organisieren.
================================================
16 BRD: Durchgestrichenes Hakenkreuz strafbar
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
================================================
BRD:
> Durchgestrichenes Hakenkreuz strafbar
Absurde Prozesse sollen die bildliche Erinnerung an das Hakenkreuz
austilgen -- was die extreme Rechte freut.
In Tuebingen demonstrierte ein Student gegen singende Burschenschaftler.
Weil laut Polizei aus seiner Richtung Knallkoerper flogen, kontrollierten
die Beamten ihn und weitere Demonstranten. Sie fanden an seinem Rucksack
einen Button: Er zeigt ein durchgestrichenes Hakenkreuz, aehnlich einem
Halteverbotsschild.
Fuer den Studenten der Geschichte und Politikwissenschaft ein eindeutiges
Symbol: "Ich wollte mich damit gegen Nationalsozialismus, Antisemitismus und
Rechtsradikalismus aussprechen." Doch fuer die Staatsanwaltschaft ist es ein
"verfassungswidriges Kennzeichen". Dem Studenten flatterte ein Strafbefehl
ueber 200 Euro ins Haus: "Ich habe das im ersten Moment fuer einen Scherz
gehalten."
Die Anklage kann nicht darueber lachen, denn letzte Woche kam es
tatsaechlich zum Prozess: "Es geht nicht um Otto Normalverbraucher, sondern
um den japanischen Touristen, der nach Tuebingen kommt" -- so
Oberstaatsanwalt Michael Pfohl, der damit wiederum allerdings das Publikum
zum Lachen brachte, wie das "Schwaebische Tagblatt" berichtete. Weil die
Motive der Tat "nicht unehrenhaft" seien, plaedierte der Oberstaatsanwalt
indes auf "Verwarnung mit Strafvorbehalt".
Die Richterin folgte der Staatsanwaltschaft: 150 Euro bedingte Geldstrafe,
als Auflage muss der Student 50 Euro an den Foerderverein Buchenwald
bezahlen. "Auch zum Widerstand gegen Rechtsradikalismus sollen keine
NS-Zeichen verwendet werden", begruendete die Richterin. "Es soll verhindert
werden, dass diese Symbole wieder in den politischen Alltag einziehen." Der
Student will Rechtsmittel einlegen.
Kein Einzelfall
Seit Monaten hat der Stuttgarter "Nix Gut-Versand" mit aehnlichen Problemen
zu kaempfen. Mittels Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmen bekaempft die
Staatsanwaltschaft das Verbreiten von Pickerln mit jenem bekannten Sujet,
bei dem ein umweltfreundlicher Mitmensch dabei zu beobachten ist, wie er ein
Hakenkreuz im Mistkuebel entsorgt. Das Landgericht Stuttgart sah dieses
Sujet fuer strafbar an und verurteilte den Versand zu einer Geldstrafe von
3600 Euro. Denn das Maennchen koennte missverstanden werden. Zitat:
"Missverstaendlich koennte auch der ausgestreckte Arm des ‘Umweltmaennchens’
... sein, der moeglicherweise als ‘Deutscher Gruss’ gegenueber dem
Hakenkreuz aufgefasst werden koennte." Die Verurteilten gehen natuerlich
auch in Berufung.
Wem derlei nuetzt, kann vielleicht auch von den Geschehnissen in Marburg
abgeleitet werden. Der Politiker Manfred Thierau ging kuerzlich einen
bekannten Antifaschisten verbal an und rief nach der Polizei. Diese leitete
ein Ermittlungsverfahren ein, weil ein Anstecker mit durchgestrichenem
Hakenkreuz "Zeigen verfassungsfeindlicher Symbole" sein soll. Das Pikante
daran: Thierau ist der lokale Chef der bekannt rechtsextremen
"Republikanischen Partei". (akin)
Quellen: Indymedia Deutschland, Schwaebisches Tagblatt, Nix Gut-Versand
================================================
17 BRD/Strahlende Zukunft: Castoren durchgeboxt
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
================================================
BRD/Strahlende Zukunft
Castoren durchgeboxt
Etwa 15.000 Polizisten waren im Einsatz, um den Castor-Atommuell-Transport
ins Niedersaechsische Atommuell-Zwischenlager Gorleben zu bringen. Eine
ganze Region befand sich wiedermal sozusagen im Ausnahmezustand. Einstweilen
rückt der deutsche Atomausstieg wieder in weite Ferne.
Am Freitag startete in Valogne (Nordfrankreich) ein Zug mit zwoelf
Castor-Behaeltern voll mit hochradiokativem Inhalt. Gegen diesen inzwischen
zehnten Transport von Atommuell ins Zwischenlager Gorleben machten Gruppen
aus der Anti-Atom-Bewegung und aus den G8-Zusammenhaengen seit Wochen mit
Aktionen und Aufrufen mobil. Unbekannte faellten im Vorfeld einen
strategisch wichtigen Funkmast der Polizei, die angelieferten Tieflader fuer
die Castorbehaelter wurden kurzzeitig blockiert. Die heisse Phase des
Protests begann mit einer Demo am AKW Biblis, weitere Kundgebungen, aber
auch Strassenblockaden gab es verteilt ueber das gesamte Bundesgebiet.
Am Samstag passierte um 16 Uhr der Zug bei Strassburg die Grenze - dann
musste sich die Polizei durch ein gutes Dutzend Blockaden kaempfen, bis der
Transport Sonntag Abend in Gorleben anlangte. Besondere Brutalitaeten von
Seiten der Polizei wurden nicht berichtet, doch kam es zu etlichen
Festnahmen.
Atomlobby im Aufwind
Besondere Brisanz hatten die Transporte diesmal im Zusammenhang mit dem
Wiedererstarken der Atomlobby. Mit dem Antritt von Rot-Gruen sollte ja
binnen der folgenden drei Jahrzehnte der totale Ausstieg Deutschlands aus
der Atomenergie kommen. Doch sechs Jahre nach der Unterzeichnung des
Atomkonsenses vom 14. Juni 2000 kuendigen die vier dominierenden
Stromkonzerne die Vereinbarung einseitig auf. Der am 26.9.2006 an das
Bundesumweltministerium gerichtete Antrag des Essener Stromriesen RWE auf
Laufzeitverlaengerung des Atomkraftwerks Biblis A kann als Versuch gedeutet
werden, eines der unsichersten und verwundbarsten Atomkraftwerke
Deutschlands ueber die Bundestagswahl 2009 zu retten, um danach die
Atomvereinbarung ganz aufzuheben. Auch die Konzerne EnBW, Vattenfall und
E.ON haben bereits angekuendigt, das Abkommen torpedieren zu wollen.
Ausgerechnet die aeltesten und unsichersten Atomkraftwerke im Land sollen
laenger als von den Unternehmen vertraglich zugesichert betrieben werden.
(de.indymedia.org/akin)
================================================
18 WWWebtip: OeGB-Reform von "akin" <akin.buero at gmx.at>
================================================
> WWWebtip
http://derstandard.at/?id=2653704
Der OeGB reformiert sich -- sowie sich ein Apparat wie der OeGB halt
reformieren kann: Krebsheilung durch Meditation kann ja auch funktionieren.
Tuts nur meistens nicht. Und so hat die Meditation einige Papiere zu Tage
gefoerdert -- angeblich nur Zwischenberichte aus den Reformarbeitsgruppen,
die noch diskutiert werden muessen (auf manchen steht zwar "Endbericht"
drauf, aber man ist ja flexibel). Abgeschlossen wurden diese Berichte leider
aber bereits, als die Ergebnisse der Mitgliederbefragung noch nicht
vorlagen. Auch deswegen sind viele nicht so wirklich gluecklich mit den
Ergebnissen nicht. An angegebener Stelle ist ein kurzer Artikel dazu plus
einer Downloadmoeglichkeit fuer die 6 Teilberichte (jeweils zwischen 400KB
und 2,6MB schwer). Sollte das Angebot zum Download beim Standard
verschwinden: Die Berichte sind auch auf
http://www.dieanderezeitung.at/dokumente/oegb/ abrufbar. -br-
Weitere Infos zum Thema: AUGE-Krampus, 28.11. AUGE, Belvedereg.10, 1040:
Bericht von Klaudia Paiha ueber die Reformarbeitsgruppen des OeGB
================================================
19 In eigener Sache/Publizistikfoerderung: Halb und halb
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
================================================
In eigener Sache/Publizistikfoerderung:
> Halb und halb
Ach, das alte Lied von den akin und ihrer Foerderungs- oder besser:
Nichtfoerderungswuerdigkeit: Der zustaendige Beirat hat getagt und siehe da,
jetzt kam heraus, dass sich unsere journalistische Qualitaet gebessert habe.
Ei, der Daus, was haben wir anders gemacht? Oder haengt das doch mit unseren
mittlerweile fuenf gewonnenen Klagen auf Herausgabe der
Publizistikfoerderung zusammen?
Nur so richtig foerdern will man uns trotzdem nicht: Anstatt den ganzen
Sockelbetrag (wohl etwa rund Euro 3800) kriegen wir nur eine knappe Haelfte.
Irgendwie klingt das nach Kompromiss und der Hoffnung, wir wollten uns damit
nun begnuegen.
Politisch waere es wahrscheinlich notwendig, klar zu sagen, dass wir uns
auch dann ungleich behandelt fuehlen, wenn wir weniger bekommen als
vergleichbare Projekte. Auch finanziell betrachtet, waere eine Klage
noetig -- angesichts unserer klaeglichen Ressourcen. Juristisch allerdings
muessen wir erst pruefen, ob eine solche Forderung so gute Chancen haette
wie unsere bisherigen Klagen. ###
***************************************************
Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen
Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht
wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck
von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete
Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von
Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine
anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als
Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten ist, kann
den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero at gmx.at abbestellen.
*************************************************
'akin - aktuelle informationen'
a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2
vox: ++43/1/535-62-00
(anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten)
http://akin.mediaweb.at
akin.buero at gmx.at
Bankverbindung lautend auf: föj/BfS,
Bank Austria, BLZ 12000,
223-102-976/00, Zweck: akin
================================================
20 KPÖ/Dienstleistungsrichtlinie/EU-Parlament/Liberalisierung
von KPÖ-Oberösterreich <ooe at kpoe.at>
================================================
Linker Pressedienst - Herausgegeben vom KPÖ-Landesvorstand Oberösterreich,
Melicharstraße 8, 4020 Linz, Telefon (0732) 65 21 56,
Mail ooe at kpoe.at - Web www.kpoe.at/ooe - Ausgabe vom 15. November 2006
Europaparlament düpiert Gewerkschaften und Sozialbewegungen
Umstrittene Dienstleistungsrichtlinie im Geiste Bolkesteins
Im Gegensatz zu Volkshilfe-Präsident Josef Weidenholzer kann die KPÖ das
angeblich Positive am Beschluss des Europäischen Parlaments
über die umstrittene Dienstleistungsrichtlinie nicht erkennen. Von einem
„Erfolg der Gewerkschaften und der organisierten
Zivilgesellschaft“ kann nämlich in keiner Weise die Rede sein.
Allein die von Weidenholzer ins Treffen geführte Ausnahme für
„Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichen Interesse und
aller Gesundheitsleistungen“ reicht nicht aus, um in der
„Bolkestein-Direktive“ einen Fortschritt zu sehen. Vielmehr stellt diese
Richtlinie einen jetzt von Konservativen, Sozialdemokraten und Liberalen
gemeinsam abgesegneten Kompromiss dar.
Auch der SPÖ-Politiker Weidenholzer muss eingestehen, dass die von der
Arbeiterkammer verlangte Ausnahme der Daseinsvorsorge
(Wasser, Abwasser, Abfall), aber auch der sozialen Dienstleistungen und des
Arbeits- und Tarifrechts nicht erfolgt. Viele elementare
Lebensbereiche werden mit der Richtlinie künftig einem schrankenlosen
Dumpingwettbewerb bei Löhnen, Sozialleistungen,
KonsumentInnenschutz und Umweltstandards unterworfen: „Allein die bisherigen
Erfahrungen mit dem EU-Dogma der Liberalisierung in
vielen Bereichen wie Strom, Gas, Telekom, Post, Bahn usw. müssten eigentlich
ausreichen, um weiteren Liberalisierungen ein striktes
Nein entgegenzuhalten“, so KPÖ-Landessekretär Leo Furtlehner.
Von einem „sozialen Europa“ kann mit dieser Richtlinie weniger denn je
gesprochen werden. Demokratiepolitisch kontraproduktiv ist
dabei, dass das EU-Parlament von seinen noch im Februar 2006 vertretenen
eigenen Forderungen abgerückt ist und jetzt eine Version
beschließt, die im Wesentlichen dem ursprünglichen Anliegen des ehemaligen
Wettbewerbskommissars Frits Bolkestein (Niederlande)
entspricht.
Das bedeutet aber auch einen massiven Affront gegenüber den Gewerkschaften
und Sozialbewegungen, die zu Jahresbeginn 2006 eine
breite Kampagne gegen die Dienstleistungsrichtlinie geführt haben. Mit einer
solchen Politik darf sich die offizielle Politik
freilich nicht wundern, wenn als Folge der Auswirkungen einer
Liberalisierung im Sinne des Kapitals das Unbehagen über das „Europa
der Konzerne“ weiter steigt.
================================================
21 Flüchtlinge/Asyl: 4,5 Milliarden-Schaden durch Arbeitsverbot für Geduldete
von "GFBV Hans Bogenreiter" hans.bogenreiter at gfbv.at
================================================
> GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
> PRESSEMITTEILUNG Göttingen/Berlin, den 15.11.2006
>
> Arbeitsverbot - Ausbildungsverbot - Residenzpflicht:
> Flüchtlingspolitik deutscher Innenminister schädigte Volkswirtschaft um
> 4,5
> Milliarden Euro
>
> Durch das Arbeits- und Ausbildungsverbot sowie die Residenzpflicht für die
> rund 190.000 langjährig geduldeten Flüchtlinge haben die verantwortlichen
> Innenminister die deutsche Volkswirtschaft in den vergangenen zehn
> Jahren um mindestens 4,5 Milliarden Euro geschädigt. Diese Rechnung hat
> die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) aufgestellt. "Um noch mehr
> Schaden abzuwenden, muss Flüchtlingen künftig erlaubt werden, sich
> deutschlandweit Arbeit zu suchen", forderte der GfbV-Generalsekretär
> Tilman Zülch am Mittwoch. Ihren Kindern müsse es ermöglicht werden,
> nach der Schule eine Ausbildung zu beginnen.
>
> "Wenn wir annehmen, dass unter den 190.000 Geduldeten rund 50.000
> Arbeitsfähige sind, kann man davon ausgehen, dass rund 30.000 von ihnen
> irgendwo in Deutschland zumindest im Niedriglohnsektor eine Arbeit
> gefunden hätten", erläuterte Zülch. "Unterstellt man dann einen niedrigen
> Jahresdurchschnittslohn von 15.000 Euro und nimmt man eine
> durchschnittliche Aufenthaltsdauer des geduldeten Arbeitnehmers von zehn
> Jahren, so erhält man ein Gesamteinkommen von 4,5 Milliarden Euro
> erhöht. Um diesen Betrag hätte sich auch das deutsche Volkseinkommen
> erhöht." Dabei sei er davon ausgegangen, dass die arbeitsfähigen
> Flüchtlinge bei den meisten Stellenangeboten im Niedriglohnsektor in
> großen Teilen Westdeutschlands keine Mitbewerber gehabt hätten. (Diese
> zurückhaltende Schätzung gehe davon aus, dass 140.000 der 190.000
> Geduldeten Familienangehörige sind. Der Anteil von Arbeitsfähigen werde
> jedoch wesentlich größer sein.)
>
> "Hätten diese Flüchtlinge arbeiten dürfen, hätten wir sogar einen
> doppelten
> Nutzen daraus ziehen können, denn bei einem angenommenen
> durchschnittlichen Betrag von 5000 Euro an Sozialabgaben pro Kopf und
> Jahr einschließlich Steuern - kinderreiche Arbeitnehmer hätten keine
> Steuern zahlen müssen -, wären in dieser Zeit etwa 1,5 Milliarden Euro in
> öffentliche Kassen geflossen", sagte Zülch. Ensprechend geringer wären
> die Staatsausgaben für den Unterhalt aller Geduldeten gewesen. Die
> öffentlichen Kassen hätten somit drei Milliarden Euro sparen können.
>
> Mitarbeiter, Mitglieder und Förderer der GfbV haben in ungezählten Fällen
> meistens vergeblich versucht, Ausländerbehörden oder Innenministerien
> dazu zu bewegen, Geduldeten eine Arbeitserlaubnis zu erteilen. Ein
> Großteil dieser Menschen - meist Angehörige von Minderheiten - wurde in
> ihrer Heimat verfolgt, unter ihnen assyro-chaldäische Christen und
> Mandäer aus dem Irak, Bosniaken, Pomaken, Roma aus dem Kosovo,
> Vietnamesen, Kurden, Kroaten und Tschetschenen., Südsudanesen,
> Darfuris, Uiguren, Kongolesen, Yeziden, Afghanen, Bahai, christliche
> Konvertiten aus dem Iran u.a.
> ======================================================
> Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
> Inse Geismar, Pressereferentin
> Postfach 2024, D-37010 Goettingen
> Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
> E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de
================================================
================================================
GIPFELSOLI HEILIGENDAMM
================================================
================================================
22 [Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm
================================================
Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org --
- International Gathering to prepare the protests against the g8-summit 2007
9th-11th february in warsaw/poland
- Rostock: 2. Aktionskonferenz bewegt den Protest
- 43 Außenminister treffen sich im Mai in Hamburg
- "Wir haben gute Argumente auf unserer Seite"
- Erste Kabinettssitzung in Schwerin: Streit um Gipfel-Kosten
- VideoaktivistInnen-Netzwerk zum G8 2007
--------------------------------------------------------------------------
International Gathering to prepare the protests against the g8-summit 2007
9th-11th february in warsaw/poland
An invitation to an international meeting of coordination to all those, who
desire to build up unbound radical resistance against the g8 summit 2007.
The effects of capitalism are global, as is resistance to it. Seattle, Prague,
Chiapas and Argentina are only few of the places that tell about resistance,
struggles to create experimental spaces and protests in the streets. So many
people were fighting for a better life in the past and continue to do so in the
present.
To us the mobilization is just another step in the worldwide resistance against
the transnational institutions of the neoliberal economic system, against the
devastating effects it produces every day. we don´t only want to block the
g8-summit, we want to attack capitalist politics, that is so contemptous of
humankind, and we want to live alternatives to that.
To go on creating a continuity of resistance, to strengthen our struggles by
networking and cooperation, we invite all of you to participate...
It has been more than a year now that since we first met on the preparation
meeting in Hamburg in October 2005. Since then lots of things happened in and
around the preparation of the protest against the g8-summit 2007. Concerning
international mobilization, too, ideas and inspirations were shared, practical
preparations started. So the infotour gave presentations in 20 countries, more
infotours in Europe, as well as to Norway, Israel, Palestine and the U.S. are
planned. This summer more than 1000 people participated in an international
preparation camp, where the international working group was founded. This
working group started the newsletter "news from the fields and beyond" and the
international website (www.dissentnetwork.org). This is also the circle
inviting for the international gathering in february.
The contents of the upcoming protests had been discussed in various groups,
alliances and meetings, some (like dissent!, the revolutionary alliance or the
interventionist left) created ecpecially to confront the g8, and others that
follow a more general perspective. On an international level the contents of
the protests had been discussed at the pga (poeple´s glolobal action)
conference this year, a discussion that will continue.
Besides, people work on international protests against the g8 along subject
matters. One example is the working group on g8 and agriculture, which among
other plans call to support the worldwide actionday of "via campesina" on the
17th of april and for another day of action against the global agrobusiness at
the 3rd of june. One day later, at the 4th of june there will be actions
focussed on migration, while on the 5th of june g8, war & militarization will
be on the agenda, when the airport rostock-laage will be laid to siege right
at the moment when the g8 want to fly in.
Not all of the initiatives come from germanspeaking regions. Different
antirepression groups try to include the experiences of former summit protests.
They invite for an international networking meeting on the 1st to 3rd december
to Utrecht in the netherlands.
The street medics as well get organized internationally. Their meeting will be
on the 8th-10th december in Leiden/nl.
The project "Caravana Utopia" under the motto
"Movin´ Europe" has been discussed
internationally. In the netherlands dissent! was founded, which is going to
organize infotours, and also in sweden people will do their own presentations.
Attac france is publishing a newsletter and in greece there is a website
against the g8-summit 2007. In some countries, like in the UK, there are
independent mobilizations to Heiligendamm, etc.
The february gathering will be an important contribution to the ongoing
mobilization process - aiming not only to call for partizipation in the
protests against the g8-summit, but also to organize the protests
internationally, to bring together the different approaches. Here we can
interconnect the struggles we come from, we can make plans, develop strategies
and get to know each other - to go on walking the ever more far-reaching road
of rebellion together.
Contents of the meeting
The different plans, projects and networks of the
mobilization will be gathered,
the latest organizational, legal and infrastructural information will be given.
We will bring all the material we have to distribute, bring yours as well.
There will be room for working groups on all
kinds of subjects to share what had
been done already and to continue working (e.g. on Camp07, antirepression,
fundraising...) Another focus of the meeting will be the reflection of the
process, the question of aims and the continuity of joint resistance.How will
we go on after the summit? How to get everyone cross the border in the first
place? How to best combine our different skills and tactics locally? How to
best combine mass mobilizations and decentral actions internationally? Which
actions can we take to prevent/reduce repression and to make it very, very
expensive for them if we can´t keep them from oppressing us?
These are some of the topics for the gathering in february. There will be
further work being done on a provisional agenda, as well as on organizational
and content preparation during the next meeting of the international working
group in Rostock at the 30th/31st of december.
More information will come soon....
To those who wants to dominate the world, the world responds RESISTANCE.
International Workinglist: g8-int [at] lists.riseup.net (subscribe yourself:
https://lists.riseup.net/www/subrequest/g8-int)
Newslist: g8-int-contact [at] riseup.net
dissent! webpage: www.dissentnetwerk.org
www.dissentnetzwerk.org/wiki/Coordination_for_Translations
interventionalist left: www.g8-2007.de
plattform NGOs: www.g8-germany.info
for a revoultionary perspektive: www.free.pages.at/nog8/home.php
Informations: www.gipfelsoli.org
Convergence Center in Hamburg: https://hamburg.dissentnetzwerk.org
Movin Europe Caravana: www.vision07.net
Rumania: <http://nog8romania.2wordpress.com>
Greece: <http://www.2007-g8.tk/>
México: <http://contrag8.revolt.org>
Aktionmap North Germany:
http://www.deu.anarchopedia.org/index.php/G8/Aktionskarte
[dissent!]
--------------------------------------------------------------------------
Rostock: 2. Aktionskonferenz bewegt den Protest
Von Freitag bis Sonntag fand in Rostock-Lütten Klein die internationale
Aktionskonferenz gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm statt. Etwa 450 Leute aus
sehr unterschiedlichen Spektren diskutierten verschiedenen Themen, u.a.
wieviele Camps es geben soll und wo sie stattfinden, den genauen Zeitplan der
Proteste, des Gegengipfels und der Demonstrationen. Während der Konferenz fand
auch ein erstes Treffen von MedienaktivistInnen statt, bei dem Ideen und Pläne
für die unabhängige Berichterstattung im nächsten Jahr besprochen wurden.
Bereits am Freitag Nachmittag begann die Konferenz mit einer kleinen
antirassistischen Demonstration in Rostock. Die Beteiligung reichte von
dissent+x über die Interventionistische Linke und attac bis zu einigen NGO's,
ChristInnen, Falken und Gewerkschaften.
Neben großen Plenardiskussionen gab es hauptsächlich am Samstag kleinere
Diskussionen, in Arbeitsgruppen und den sog. Modulen (den zentralen
Bestandteilen der Gipfelprotestaktivitäten). Themen der Arbeitsgruppen, die der
thematischen und überregionalen Vernetzung und inhaltlichen Diskussion dienten
waren u.a. Repression, Nazis, Euromärsche, globale Landwirtschaft, Vernetzung
von GewerkschafterInnen und ChristInnen, die Ansprechgruppe für Betroffene von
Sexismus und sexualisierter Gewalt sowie solidarische Ökonomie. Module des
Protests sind u.a. Blockade des Flughafens Rostock-Laage, das Bombodrom, Camps,
Großdemonstration, Aktionstag Migration, Blockaden, Donnerstagsdemonstratione,
der Alternativgipfel.
Diskussionen bei der Konferenz
Das Plenum Samstagabend hatte zum Ziel,
Konfliktpunkte, die idealerweise während
der Konferenz noch aus- oder andiskutiert werden sollten, zu benennen. Auch die
Linke hat ihre eigene Art der Diplomatie - ohne die Hintergründe zu kennen war
es nicht für alle einfach, zu verstehen, wo die Probleme liegen. Zur Sprache
kamen u.a.
* 'das Camp vs. die Camps': aktueller Stand der
Diskussion ist, dass es ein Camp
geben soll, das aber evtl. mehrere Standorte haben wird. Dieses Camp soll
zwischen Rostock und Bad Doberan liegen
* das Modul 'Großdemo': eine Demo an Samstag vor dem Gipfel, bei der sich alle
Spektren beteiligen und sichtbar sein sollen. Es wird Ziel sein "dort
anzukommen wo die Demo hinwill", gleichzeitig soll die Demo aber auch
solidarisch sein, wenn einzelne Teile der Demo angegriffen werden.
* Massenblockaden: Das Bündnis 'Block G8' plant effektive Blockaden der
Zufahrtsstrassen des Gipfels, die "offen sind für aktionserfahrene Leute", aber
auch transparent in Planung und Umsetzung. So
wird es viele und unterschiedliche
Blockaden geben, deren Koordination vorläufig nicht institutionalisiert ist.
* die Donnerstagsdemo: es wird eine weitere große Demonstration geben, die sich
zum Ziel gesetzt hat, die Abschlusskundgebung vor dem Hotel Kempinski
abzuhalten und dort die Ablehnung des Gipfels auszudrücken. Falls dem eine rote
Zone und ein Zaun im Wege stehen sollten, wird der Ort der Abschlusskundgebung
der Zaun sein; sprechen sollen sowohl Prominente des Gegengipfels als auch
Beteiligte des am selben Tag geplanten Grönemeyer-Konzerts.
Konflikte
Zentraler - oder: am offensten ausgetragener - Konfliktpunkt war der in
Deutschland 'Alternativgipfel' genannte Gegengipfel, der fast zeitgleich zum
G8-Gipfel stattfinden soll. Viele KonferenzteilnehmerInnen wandten sich mit der
Befürchtung gegen diesen Plan, den Alternativgipfel nicht vor dem, sondern
während des Gipfels stattfinden zu lassen, dies würde den kommerziellen Medien
erleichtern, die Aktivistinnen in 'Gute' (beim Alternativgipfel) und 'Böse'
(bei den Blockaden) zu sortieren und damit der Polizei erleichtern, gewalttätig
gegen DemonstrantInnen vorzugehen. Bereits jetzt ist eine solche selektiv
wahrnehmende Tendenz in den Medien zu beobachten:
"An der Aktionskonferenz beteiligten sich am Wochenende rund 450 Vertreter von
insgesamt 100 Gruppierungen, unter anderem das globalisierungskritische
Netzwerk Attac, Umwelt- und Friedensverbände, Gewerkschaften und Kirchen. Die
Organisationen betonten, von ihren Aktionen solle keine Gewalt ausgehen." (aus
einem Bericht des NDR vom 13.11. über die Konferenz)
Trotz deutlicher Mehrheit der Äußerungen für eine Vorverlegung ist die
derzeitige Sprachregelung weiterhin, dass der Alternativgipfel von Dienstag bis
Donnerstag stattfinden wird: "Am Dienstagabend
startet der Alternativgipfel, der
bis zum Donnerstag, 7. Juni, gehen wird." (aus der Abschlusserklärung der
Konferenz)
Stand der Aktionsplanung
Neben den Camps, der großen Demo am Samstag und dem Alternativgipfel gibt es
noch viele andere Vorhaben.
Schon vor den Protesten in und um Heiligendamm wird es verschiedene Karawanen
geben, die sich nach Heiligendamm aufmachen werden. Die sog. Euromärsche
(Europäische Märsche gegen Erwerbslosigkeit, ungeschützte Beschäftigung und
Ausgrenzung) wie auch Initiativen für die Belange der Flüchtlinge und
MigrantInnen werden zu Fuß, andere Gruppen aus Belgien, Budapest und kleinere
aus Greifswald und anderswo per Fahrrad unterwegs sein. Die Fahrradkarawanen
planen, sich am Sonntag bei der Wiederaneignung des Bombodroms zu treffen um
von dort gemeinsam zur Blockade des Flughafens am Dienstag zu fahren. Ebenfalls
am Sonntag wird ein Feld befreit ("Gendreck weg"), am Montag findet ein
Aktionstag zu migrationspolitischen Themen statt. Am Dienstag soll die Anreise
der GipfelteilnehmerInnen über den Fluhafen Rostock-Laage blockiert werden,
gekoppelt mit Aktionen zu den
Der vorläufige Zeitplan, auch Choreografie der Proteste genannt:
Samstag, 2. Juni: Großdemonstration
Sonntag, 3. Juni: internationale Auftaktveranstaltung, Wiederaneignung des
Bombodromgeländes, Feldbefreiung durch 'Gendreck-Weg'
Montag, 4. Juni: Aktionstag Migration
Dienstag, 5. Juni: Blockade des Flughafens Rostock-Laage, Anreise der
Gipfelteilnehmer; Beginn des Alternativgipfels
Mittwoch, 6. Juni: Massenblockaden, Beginn des G8
Donnerstag, 7. Juni: Dezentrale Blockaden, Demonstration nach Heiligendamm,
Grönemeyer-Konzert
Freitag, 8. Juni: letzter Tag des G8
Pressekonferenz
Sonntagnachmittag fand eine Pressekonferenz
statt, bei der einige Ergebnisse der
Konferenz vorgestellt wurden. Sabine Zimpel (Erlaßjahrkampagne, mehrheitlich
kirchlich) freute sich über die Teilnahme von mehr als 100 Gruppen an der
Konferenz, aus Umwelt- und Friedensbewegung, Entwicklungspolitik,
Gewerkschaften, WASG und Kirchen.
Für Peter Wahl (Weed - Foto oben, bei der Diskussion über den Zeitpunkt des von
den NGOs organisierten Gegengipfels) standen zwei Botschaften der Konferenz im
Vordergrund: 1. Die KritikerInnen des Gipfels sind keine radikale Minderheit
oder gesellschaftliche Nische, denn die Kritik reicht weit bis in die Mitte der
Gesellschaft. 2. Der Gipfel ist für Rostock und die Region eine einmalige
Chance, nicht nur wirtschaftlich, sondern um sich als weltoffen präsentieren zu
können und den Dialog mit den KritikerInnen zu suchen. Als Beispiel für gute
Zusammenarbeit beschrieb er, dass die Stadt Köln den Protesten gegen den
G7-Gipfel 1999 sowohl Räume umsonst zur Verfügung gestellt hat als auch
Zuschüsse gewährt hat.
Monty Schädel (Rostocker Bündnis - lokale Vorbereitung) erklärte, dass Anfang
des Jahres das Rostocker Bündnis von Menschen gegründet wurde, denen daran
liegt, das die Stadt Rostock mit einem anderen Image an die Öffentlichkeit
tritt, als sie das während der Pogrome 1992 tat. Weiterhin erläuterte er die
inhaltlichen Anliegen der Aktionstage zur globalen Landwirtschaft und Migration
sowie die geplanten Aktionen am Flughafen und dem Bombodrom.
Christoph Kleine (IL) erläuterte das Konzept und die Definition des Begriffs
'Blockade'. Der bezieht sich vor allem auf die Illegitimität der G8, die zwar
in Anspruch nehmen, für die ganze Welt zu sprechen, aber doch durch nichts
legitimiert sind. Dies drücke sich durch den Zaun aus, der die tatsächlich die
ganze Welt ausgrenzt und so ein Symbol der Abschottung und des
Eingeständnisses, dass die G8 keinerlei Legitimation besitzen.
Rosa Camper (Eine von vielen) beschrieb, dass sich seit Frühjahr 2005 eine
Vielzahl an Arbeitsgruppen und Einzelpersonen im Umfeld der nichthierarchischen
Organisiserung dissent+x organsisiert haben, etwa Infotour, Trauma-Gruppen,
Fahrradkarawanen, eine internationale AG, die ein internationales
Vorbereitungstreffen im Februar in Warschau plant, eine Blockade-AG,
VideoaktivistInnen. Inhaltliche Themen dieser Gruppen sind u.a. Migration,
Krieg und Militarismus, globale Landwirtschaft. Dissent-Gruppen gibt es auch in
anderen Ländern, es vereint sie das Ziel, die
menschenverachtende Politik der G8
angreifen zu wollen, da sich diese nicht durch Forderungen nach mehr Geld
verändern liessen, sondern ihnen konfrontativ begegnet werden müsse.
Sibylle Gundert-Hock (Eine-Welt-Netzwerk) erklärte die Planung zum
Alternativgipfel. Themen werden sein Armut und
Prekarisierung/Umwelt/Internationales System/Krieg, Frieden und Folter. Die
Themen Gender, Migration und Rassismus "sollen sich überall durchziehen",
außerdem soll es bei den vier Hauptthemen jeweils den Bezug zu den Themen des
G8-Gipfels geben.
Die anwesenden PressevertreterInnen interessierten sich u.a. für die
voraussichtlichen Zahlen der TeilnehmerInnen (sechsstellig), die Finanzierung
des Ganzen (ungeklärt, bis auf die vorhandenen Gelder der NGOs), die
Prominenten beim Altenativgipfel (s.o.) und die umumgängliche Gewaltfrage
(keine Gewalt, sagt Peter Wahl; Definitionsfrage/ziviler Ungehorsam/nichts
Unverantwortliches, sagt Christoph Kleine).
mediaactivism at heiligendamm07.de
Zum 1. internationalen MedienaktivistInnen-Treffen zur Planung der Aktivitäten
vor und während des G8 kamen etwa 30 Menschen vor allem aus der BRD, aber auch
aus den Niederlanden, Großbritannien, Schweden und Polen. Dabei bildeten sich
Untergruppen zu den Bereichen Video und Radio. Geplant ist idealerweise, ein
unabhängiges Medienzentrum in Rostock, öffentlich zugängliche Computer mit
Internetanbindung in den Camps und mobile Info-Stationen, denn wir wollen nicht
nur die Welt, sondern vor allem auch die AktivistInnen vor Ort mit Berichten
über die Proteste versorgen, mit Videos, Radio oder Print-Ausgaben.
Das alles wird viel Arbeit machen und vor allem auch viel Geld kosten. Wenn Ihr
uns unterstützen wollt, kontaktiert uns bitte über
g8-mediaactivism at lists.nadir.org!
Fazit
Deutlich spannungsgeladen, wenn auch bei den Plena der Konferenz nicht
angesprochen, ist das Verhältnis zwischen den AnhängerInnen der verschiedenen
Formen von Protest. Schon jetzt läßt sich beobachten, dass es nicht allen
Beteiligten leicht fällt, den Minimalkonsens auszuformulieren, auf dem etwa der
Hannoveraner Vorbereitungskreis basieren müsste,
der u.a. die Aktionskonferenzen
vorbereitet und sich als großes Bündnis aller am Protest Beteiligten versteht:
die gegenseitige Akzeptanz der unterschiedlichen Aktionsformen. Inhaltlich
reicht die Bandbreite vom Anbieten von Alternativen zur Globalisierung bis zur
grundsätzlichen Infragestelltung der G8 als illegitimes Gremium, praktisch vom
Organsieren des Alternativgipfels bis zum Versuch, den Gipfel tatsächlich zu
verhindern. Wie bei fast jedem größeren Protest steht ein quantitativ gar nicht
unerheblicher Teil der Aktiven in der Schmuddelecke (nicht gänzlich
unverschuldet). Vor der Erkenntnis, zur Veränderung der Welt sowohl mediale
Aufmerksamkeit (garantiert durch ordentlich brennende Barrikaden und nicht den
x-ten gleichen Vortrag von Chomsky & Co.) als auch ausformulierte Begründungen
und Analysen notwendig sind, stehen derzeit anscheinend Ängste, die jede
politische Vernunft aushebeln.
Dass für erfolgreiches Agieren beide Seiten nötig sind und einander brauchen,
müsste sich eigentlich bei allen Beteiligten herumgesprochen haben. Wenn die
eine Seite sich verhält, als ob die NGOs eigentlich auf der Seite des Feindes
stünden und die andere sich vormacht, sie könne mit Latschdemos und
'Alternativgipfeln' auch nur einen Journalisten aus dem Strandkorb holen,
leisten beide ihren Teil dazu, dass im Juni die kommerziellen Medien den Erfolg
der Aktionen kleinschreiben werden. Dass in etwa im Mai zu Erwarten steht, dass
die Proteste durch Medien und PolitikerInnen in die friedlichen, langweiligen
Guten und den aus dem Nichts auftauchenden internationalen Black Bloc geteilt
werden, um sich dann den einer Naturgewalt ähnlichen, durch nichts zu ändernden
Dynamiken der G8 und der 'Weltwirtschaft' zu widmen, wird niemand wundern. Sich
aber jetzt, sieben Monate vorher, aktiv daran zu beteiligen, ist völlig
überflüssig.
[http://germany.indymedia.org/2006/11/162042.shtml]
--------------------------------------------------------------------------
43 Außenminister treffen sich im Mai in Hamburg
An der Elbe trifft sich die Welt - die größte außenpolitische Veranstaltung auf
deutschem Boden während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft findet im
kommenden Jahr in Hamburg statt. Am 28. und 29. Mai 2007 kommen die
Außenminister aus den 27 EU-Mitgliedsstaaten mit ihren Amtskollegen aus 16
asiatischen Ländern in der Hansestadt zum Asien-Europa-Treffen (Asem) zusammen.
Deutschland übernimmt am 1. Januar 2007
turnusmäßig für sechs Monate den Vorsitz
in der Europäischen Union (EU).
Vor knapp einem Jahr hatte man sich in der Senatskanzlei überlegt, wie sich
Hamburg während der EU-Ratspräsidentschaft einbringen könnte. Es lag nahe, sich
als Außenhandelsstandort mit besten Beziehungen
nach Asien zu präsentieren. Also
schrieb Bürgermeister Ole von Beust (CDU) einen entsprechenden Bewerbungsbrief
an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie Außenminister Frank-Walter
Steinmeier (SPD). Mit Erfolg: Hamburg bekam den Zuschlag.
Die Stadt wolle sich dann von ihrer besten Seite präsentieren, heißt es aus der
Senatskanzlei. Wo die europäischen und asiatischen Politiker sowie die
EU-Kommission und das Asean-Sekretariat tagen werden, steht noch nicht fest,
die Gespräche laufen zwischen Bundeskanzleramt, Außenministerium und Hamburger
Senat. Bei Asem geht es um Gedankenaustausch und Beratungen über eine
Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Bildung, Kultur, Umwelt-
und Klimaschutz.
Die offiziellen Ministerräte und die Gipfeltreffen der Staats- und
Regierungschefs finden nach den Regeln des EU-Vertrages von Nizza in Brüssel
oder Luxemburg statt - egal welches Land die Ratspräsidentschaft innehat.
Gleichzeitig möchte sich aber jeder EU-Staat während der sechs Monate national
präsentieren. Also tagen die informellen Ministerräte in Deutschland.
Da kehren die Fachminister gern in ihre Heimat zurück. So lädt
Verteidigungsminister Franz-Josef Jung (CDU) seine EU-Kollegen nach Wiesbaden
ein, während Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) nach Hannover
bittet. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) richtet ein Treffen in Aachen
aus.
Da die Hansestadt auf nationaler Ebene keinen Fachminister stellt, war auch
nicht damit zu rechnen, dass an Elbe und Alster ein informeller EU-Ministerrat
ausgerichtet werden würde.
Neben der großen Asem-Konferenz ist Hamburg im
Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft
Schauplatz für drei internationale Fachtagungen. Am 26./27. April findet das
"Europäische Architekturforum" statt. Als Gast wird Bundesbauminister Wolfgang
Tiefensee erwartet. Um "Kultur und deren Bedeutung für die wirtschaftliche
Entwicklung" geht es am 31. Mai und 1. Juni mit Kultur-Staatsminister Bernd
Neumann (CDU). Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) kommt vom 5. bis
7. Juni zum Kongress "Forschungs-Infrastruktur".
Die Handelskammer richtet eine Fachtagung zu Lateinamerika (20./21. Mai) und
zwei Konferenzen zu Zollfragen aus (24. Mai und 21./22. Juni).
[10. November 2006, Hamburger Abendblatt]
--------------------------------------------------------------------------
"Wir haben gute Argumente auf unserer Seite"
In Rostock wurden am Wochenende die Aktionen gegen den G-8-Gipfel aufeinander
abgestimmt. Reihe von Protesten geplant. Ein Gespräch mit Willi van Ooyen
* Willi van Ooyen ist Sprecher des Bundesausschusses des Kasseler
Friedensratschlages. Er war auch einer der Initiatoren der zweiten
Vorbereitungskonferenz für die Proteste gegen den 2007er G-8-Gipfel, die am
Wochenende in Rostock tagte.
Anfang Juni 2007 wollen sich die Staats- und Regierungschefs der mächtigsten
Industriestaaten in Heiligendamm bei Rostock treffen. Wie laufen die
Vorbereitungen der Proteste?
Wir haben uns am Wochenende mit über 400 Leuten
in Rostock getroffen, um darüber
zu sprechen. Vor allem die große internationale
Beteiligung hat uns Mut gemacht.
Aus Griechenland, aus Polen, aus Holland, aus Großbritannien, ja aus fast allen
Lämdern Europas waren Gäste da. Unter anderem ging es darum, die Erfahrungen
mit den Protesten gegen frühere Gipfel zu vermitteln, wie dem im Jahre 2005 im
schottischen Gleneagles. Gegen den hatte es ganz massive Aktionen gegeben.
Und was ist in Heiligendamm geplant?
Die Aktionen werden zum Teil möglichst nah am Geschehen, zum Teil in Rostock
stattfinden. Am Samstag, den 2. Juni, soll es eine große Demonstration geben.
Am Montag darauf Migrantenaktionen, am Dienstag wird der Frieden im Mittelpunkt
stehen, und von Dienstag bis Donnerstag wird es
einen Gegengipfel geben. Daneben
sind für die ganze Zeit ein Protestcamp sowie diverse Blockadeaktionen geplant.
Es wird also viel parallel laufen; auf unserer Konferenz in Rostock haben wir
diese Gleichzeitigkeit besser abstimmen können.
Es sollen also unterschiedliche Formen und Grade des Protestes miteinander in
Einklang gebracht werden?
Ja. Das zeigte sich auch daran, daß, wie zur ersten Konferenz, wieder ein
breites Spektrum an den Vorbereitungen beteiligt war. Es kamen Vertreter von
Nichtregierungsorganisationen, der Friedensbewegung, von Flüchtlingsgruppen bis
hin zu Mitgliedern der Interventionistischen
Linken und anarchistischer Gruppen.
Daß dieses Bündnis möglich ist, hat sicher auch mit der Erkenntnis zu tun, daß
man die Proteste nur gemeinsam unüberhörbar machen kann.
Werden die Friedensgruppen schlucken, daß sie auch mit radikaleren Kräften
zusammenarbeiten sollen?
Es werden sicher nicht alle alles machen. Das Wesentliche ist, daß man
verschiedene Aktionsformen zuläßt, und jeder sich an dem beteiligt, was zu ihm
paßt und was er sich zutraut.
Welchen inhaltlichen Schwerpunkt wird sich die
Friedensbewegung für die Proteste
setzen?
Eine wichtige Rolle wird natürlich für uns spielen, daß alle G-8-Staaten, also
Rußland, Frankreich, Deutschland, Japan, die USA, Italien, Kanada, und
Großbritannien, in Kriege verwickelt sind. Auf den G-8-Gipfeln wird im Grunde
genommen immer wieder neu verabredet, daß der Krieg für die Mächtigen ein
Mittel der Politik und des Kampfes um Ressourcen wie Erdöl und anderes ist. Ein
zweiter Punkt wird sein, daß wir den Zusammenhang mit den sozialen Fragen, mit
der wachsenden Ausgrenzung eines Teils der Gesellschaft hier und anderswo
herstellen. Auf unserem letzten Kasseler Ratschlag haben wir die Losung
aufgestellt: "Spart endlich bei der Rüstung!" Ähnliche Forderungen werden auch
in Italien, Frankreich und anderen Ländern aufgestellt.
Wie wird es mit den Vorbereitungen weiter gehen?
Für die Friedensbewegung gibt es im nächsten halben Jahr eine Reihe von
Terminen, mit denen sie auf die G-8-Proteste im Juni hinarbeiten kann. Das
fängt an mit der NATO-Sicherheitskonferenz in München Anfang Februar. Einen
Monat später treffen sich in Wiesbaden die Verteidigungsminister der EU. Und
schließlich wird es wieder Ostermärsche geben. Die nächste Rostocker
Vorbereitungskonferenz findet vom 16. bis zum 18. März statt.
Anläßlich der ersten Vorbereitungskonferenz hatte die örtliche Presse reichlich
gehetzt. Geht die Stimmungsmache weiter?
Dieses Mal war die Berichterstattung etwas zurückhaltender. Doch natürlich ist
Mecklenburg-Vorpommern etwas konservativ strukturiert. In der Bevölkerung gibt
es viele Vorbehalte und Ängste. Aber ich denke, daß wir gute Argumente auf
unserer Seite haben. Schon im letzten Sommer beim Bush-Besuch in Stralsund ist
die Militarisierung einer ganzen Region und die damit verbundene
Mittelverschwendung in der Bevölkerung auf wenig Gegenliebe gestoßen.
[Junge Welt 13.11.2006]
--------------------------------------------------------------------------
Erste Kabinettssitzung in Schwerin: Streit um Gipfel-Kosten
Eine Woche nach der Wahl des Ministerpräsidenten ist die neue rot- schwarze
Landesregierung heute in Schwerin zu ihrer ersten Kabinettssitzung zusammen
gekommen. Im Mittelpunkt der Beratungen stehen die Kosten für den G 8-Gipfel im
Juni kommenden Jahres in Heiligendamm. Nach Schätzungen des Finanzministeriums
muss das Land statt der vorgesehenen 10 Millionen knapp 34 Millionen Euro
zahlen. Die Gesamtkosten des Gipfels werden auf 92 Millionen Euro geschätzt.
Das sorgte in Reihen der Union für Kritik.
Landtag soll über Nachschlag entscheiden
Für die Mehrkosten braucht die Landesregierung die Zustimmung des Landtags. Der
soll am Mittwoch in einer Sondersitzung zunächst einen Nachschlag von 12,5
Millionen Euro genehmigen, den das Land vorstrecken soll. Dringend benötigt
wird das Geld vor allem für den Bau des Sicherheitszaunes rund um Heiligendamm.
Deshalb hatte Finanzministerin Sigrid Keler (SPD) in einem Brief an
Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD) darum gebeten, von ihrer
"Notkompetenz" Gebrauch machen und ohne Landtagsbeschluss über die vorzeitige
Mittelfreigabe entscheiden zu dürfen. Der Ältestenrat des Parlaments lehnte das
jedoch ab.
Union fühlt sich hinters Licht geführt
NDR 1 Radio MV berichtete unterdessen, die Union sei über die neuen Zahlen
empört. Wirtschaftsminister Seidel (CDU) und Fraktionschef Armin Jäger sehen in
dem G8-Gipfel zwar weiterhin eine enorme Imagekampagne für das Land. In den
Koalitionsverhandlungen seien die höheren Kosten aber nie ein Thema gewesen.
Dem Bericht zufolge fühlen sich einige Abgeordnete In der CDU-Fraktion von der
SPD hinters Licht geführt. Für die Kita-Finanzierung sei kein Geld da gewesen.
Jetzt aber mache das Land im Handumdrehen Extra-Millionen für den Gipfel
locker. Das passe nicht ins Bild, hieß es.
[ttp://www1.ndr.de/ndr_pages_std/0,2570,OID3346200_REF_SPC1729540,00.html]
--------------------------------------------------------------------------
VideoaktivistInnen-Netzwerk zum G8 2007
Konzept des Video-AktivistInnen-Netzwerks zur Medienarbeit rund um den G8 2007
in Heiligendamm
Das VideoaktivistInnen-Netzwerk ist ein Netzwerk von VideofilmerInnen, die sich
zum Ziel gesetzt haben, AktivistInnen selbst zu Wort kommen zu lassen und ihnen
mit dem Medium Video eine Plattform in der Öffentlichkeit zu geben. In dem seit
Frühjahr 2005 bestehenden Netzwerk sind unterschiedliche Gruppe und
Einzelpersonen vertreten, die 3-4 mal im Jahr Arbeitstreffen organisieren.
(mehr Infos: http://www.videoactivism.de)
Ein temporärer Schwerpunkt des Netzwerkes ist die Mobilisierung und
Berichterstattung rund um die Proteste gegen den G8 2007. In diesem Rahmen ist
das folgende Konzept diskutiert worden, was wir hiermit vorstellen möchten.
Basics der Video-AktivistInnen
Videoaufnahmen werden auf indymedia oder indymedia nahe stehenden Strukturen
veröffentlicht. Gefilmte Aktionen werden grundsätzlich verpixelt, d.h. Personen
werden unkenntlich gemacht, ausser es ist mit den abgebildeten Personen anderes
abgesprochen. Die Weitergabe von Aufnahmen an öffentlich-rechtliche oder
private Sendeanstalten erfolgt nur auf Wunsch der Gruppe, die gefilmt wurde,
oder zum Outen von Nazis.
Alles Material wird mit einem Logo versehen um Lizenzvergehen zu erschweren. Es
wird eine Kontaktmöglichkeit für Anfragen der Presse eingerichtet.
Vor dem Gipfel
Es werden Beiträge rund um Globalisierung
vorproduziert und veröffentlicht. Eine
Sammlung von Filmen zum Thema wird zusammengetragen für Programmkinos, Offene
Kanäle und andere mögliche Vorführorte, für die Zeit vor dem Gipfel, aber auch
während des Gipfels und danach. Ein spezielles Videofenster (Webside) wird
aufgebaut oder an bereits vorhandene Strukturen verlinkt. Es besteht der
Anspruch, mehrsprachige Untertitelungen zu machen und dafür einen
ÜbersetzerInnen-Pool aufzubauen.
Während des Gipfels
Produktion von Videoclips fürs Internet, zum downloaden oder streaming/download
in Verbindung mit temporärem live-stream.
Zusammenarbeit mit anderen Medien
Die Zusammenarbeit mit freien Radios und anderen Video-AktivistInnen wird
gewünscht. Zu diesem Zweck wird ein frühzeitiger Austausch gesucht, auf lokaler
und regionaler, bundesweiter und auch internationaler Ebene.
Auf der Ebene von Informationsaustausch wird eine Zusammenarbeit mit NGOs
angestrebt.
Infrastruktur
Das VideoaktivistInnen-Netzwerk favorisiert mehrere dezentrale Orte zur
Produktion von a/v-Publikationen. Es werden mobile Schnittplätze eingerichtet.
Ein Info-dispatch für Medien-AktivistInnen soll
aufgebaut werden zum Sammeln und
Überprüfen von Informationen.
Kontakt
videoactivism(at)nadir.org
g8-mediaactivism(at)lists.nadir.org
SPAMSTOPP.videoactivism(at)nadir.org http://www.videoactivism.de
[http://de.indymedia.org/2006/11/162009.shtml]
--------------------------------------------------------------------------
gipfelsoli infogruppe
Newsletter mit Nachrichten über Mobilisierungen, Debatten und Repression im
Zusammenhang mit Gipfelprotesten.
Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind mit
eckigen Klammern versehen.
Wir können leider keine Verantwortung für die Richtigkeit der Beiträge
übernehmen. Auch geben sie nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder.
Mehr Infos und Texte sowie ein Archiv des Newsletters unter www.gipfelsoli.org.
Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org
gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe:
https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l
================================================
================================================
C) EDITORIAL
================================================
Für den Inhalt verantwortlich: Ihr.
Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
E-Mail-Adresse für Beiträge: widerstand at no-racism.net geschickt.
widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web:
http://www.no-racism.net/MUND
Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die
unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts-
politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu
Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen.
sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn
enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit
Hinweis, wo weitere Informationen eingeholt werden können.
Bitte keine Attachments!
Die inhaltliche und sachliche Verantwortung liegt bei der/dem
jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken.
Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt.
Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte
Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden.
Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht.
Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht
veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den
betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND
veröffentlichen.
Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND
archiviert.
Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage:
* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*
Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
stillschweigend Zensur zu üben.
Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge
hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die
Nichtaufnahme geliefert.
(Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind
z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten
Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.)
Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert.
Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne
extra schicken lassen:
Ein kurzes Mail an widerstand at no-racism.net genügt.
================================================
E) VERTEILERLISTE
================================================
Zur Eintragung in diesen Verteiler bitte direkt subskribieren unter
http://mailman.no-racism.net/mailman/listinfo/analle
oder von der einzutragenden Adresse
aus ein mail schicken an:
admin at no-racism.net
mit folgendem Text:
subscribe no-racism
Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden!
Zur Austragung aus dieser Liste bitte an <admin at no-racism.net
ein mail mit dem Text
unsubscribe no-racism
Bitte wegen Automatisierung diesen Wortlaut verwenden!
REDAKTIONELLES:
Diese Ausgabe hat Angela Mores aus Einsendungen an
<widerstand at no-racism.net> zusammengestellt.
Bitte keine Attachments! (werden nicht berücksichtigt)
Redaktionsschluss für diese Ausgabe: MI, 20.00 Uhr
Nicht enthalten:
nicht mehr aktuelle Beiträge
Doubletten, 1 Beitrag wegen I/PAL nicht WR
nach wie vor aktuell:
DER WIDERSTANDS-MUND SUCHT WEITERHIN DRINGEND LEUTE,
DIE 1 X DIE WOCHE EINE AUSGABE ZUSAMMENSTELLEN WOLLEN
III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III
ü, ö, ä, ß, Ü, Ö, Ä
III*III*III*III*III*III*III*III III*III*III*III*III*III*III*III*III*III
widerst at nd-MUND is powered by http://alt.strg.at/
================================================