[Techred] mund: montag, 25. juni 2007

MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst analle at no-racism.net
So Jun 24 22:10:51 CEST 2007


widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
www.no-racism.net/mund

MedieninhaberInnen seid Ihr!

Montag, 2007

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A) INHALT
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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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01 –  Interview WALLSTRÖM
ibd.koehler at utanet.at
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02 – GLB/Bundeskonferenz/Umverteilung/Forderungsprogramm
glb at gmx.org
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03 – Werkstatt-Rundbrief 11-2007
office at werkstatt.or.at
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04 – Presseerklärung des Republikanischen Clubs  - Neues Ös terreich,  
Waldheim
angela.mores at chello.at
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B) TEXTE
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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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01 –  Interview WALLSTRÖM
ibd.koehler at utanet.at
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Im Interview mit der Vizepräsidentin der EU-Kommission, Margot  
Wallström, (Wiener Zeitung v. 22.6.07) lese ich:

Frage von Wolfgang Tucek: Was hat der einzelne Bürger nun vom neuen  
Vertrag?
Wallström: „Zu allererst die Möglichkeit zur aktiven Teilnahme an der  
Gestaltung der EU. Wenn er eine Initiative ergreift, die durch eine  
Million Unterschriften unterstützt wird, muss sie aufgegriffen werden.“

Da lässt sich Wolfgang Tucek – warum eigentlich? – ziemlich viel  
„Sand in die Augen streuen“.

Denn wie lautet Art. I-47 (4) ?
Unionsbürgerinnen und Unionsbürger, deren Anzahl mindestens eine  
Million betragen und bei denen es sich um Staatsangehörige einer  
erheblichen Anzahl (sic!) von Mitgliedstaaten handeln muss, können  
die Initiative ergreifen und die Kommission auffordern (sic!), im  
Rahmen ihrer Befugnisse geeignete Vorschläge zu Themen zu  
unterbreiten, zu denen es nach Ansicht jener Bürgerinnen und Bürger  
eines Rechtsakts der Union bedarf, um die Verfassung umzusetzen  
(sic!). Die Bestimmungen über die Verfahren und Bedingungen, die für  
eine solche Bürgerinitiative gelten, einschließlich der Mindestzahl  
von Mitgliedstaaten, aus denen diese Bürgerinnen und Bürger kommen  
müssen, werden durch Europäisches Gesetz festgelegt (sic!).

Von einer „Möglichkeit zur aktiven Teilnahme an der Gestaltung der  
EU“ (so Wallström) ist das meilenweit entfernt. Denn die Kommission  
„muss“ gar nichts! Und ausserdem hat der EU-Rat immer die  
Letztentscheidung!
Ein Petitionsrecht gab´s schon in der Monarchie!

Enttäuscht über die mangelnden Kenntnisse des Interviewers

Dietmar Köhler

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02 – GLB/Bundeskonferenz/Umverteilung/Forderungsprogramm
glb at gmx.org
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Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8,  
A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 -
Mail office at glb.at – Web www.glb.at – Ausgabe vom 24. Juni 2007

GLB-Bundeskonferenz mit Schwerpunkt Umverteilung

Forderungsprogramm „Wofür steht der GLB?“ beschlossen

Als Impuls für die linke Gewerkschaftsbewegung verstand sich die  
Bundeskonferenz der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB
(GLB), die am 23. Juni 2007 in Wien stattfand. GLB-Bundessekretär  
Oliver Jonischkeit skizzierte in seiner Begrüßung die turbulente
Entwicklung im ÖGB in den letzten zwei Jahren und stellte als Resümee  
fest, dass die Chance für eine Reform vertan wurde. Der GLB
hatte dafür engagiert mitgearbeitet, seine Vorschläge wurden jedoch  
einmal mehr von den dominierenden Mehrheitsfraktionen nicht
aufgegriffen.

Inhaltlicher Schwerpunkt der Konferenz war die Haltung des GLB zu  
gewerkschaftsrelevante Regierungsthemen und die Herstellung von
Verteilungsgerechtigkeit als wichtigste gewerkschaftliche Aufgabe.  
GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger setzte sich ausführlich mit
Themen wie Arbeitszeit, Ladenöffnungszeiten, Lohnpolitik,  
Mindestsicherung, Steuerpolitik, öffentliches Eigentum und  
Liberalisierung
auseinander und stellte abschließend fest: „Als Kernforderungen für  
eine andere Gewerkschaftspolitik sehe ich eine
Arbeitszeitverkürzung, einen gesetzlichen Mindestlohn, eine aktive  
Lohn- und Gehaltspolitik, die Umverteilung durch eine andere
Steuerpolitik und den Kampf um die Erhaltung des öffentlichen  
Eigentums“.

Die TeilnehmerInnen der Bundeskonferenz beschlossen eine  
aktualisierte und erweiterte Version des Kurzprogramms „Wofür steht der
GLB?“ mit den Schwerpunktforderungen des GLB. Weiters wurden  
Resolutionen mit der Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn von
acht Euro pro Stunde, gegen die Sonntagsöffnung und Ausweitung der  
Öffnungszeiten im Handel, gegen die weitere Flexibilisierung der
Arbeitszeit und damit verbunden zur Unterstützung einer  
fraktionsübergreifenden Initiative, weiters zur Ablehnung des EU- 
Grünbuches
Arbeitsrecht und dem damit verbundenen Flexicurity-Konzept und zur  
Pflegethematik beschlossen.

Einen wichtigen inhaltlichen Impuls verbunden mit einer angeregten  
Debatte verschaffte der Konferenz die Innsbrucker Politologin
Alexandra Weiss, die sich mit der Thematik der Gewerkschaftspolitik  
unter den Bedingungen des Neoliberalismus auseinandersetzte.
Weiss zeigte dabei auf, dass der an sich positiv besetzte Begriff der  
Eigenverantwortung unter den Bedingungen des Neoliberalismus
völlig deformiert und als Vehikel zur Zerstörung des Sozialstaates  
missbraucht wird. Weiters beleuchtete sie insbesondere auch das
Verhältnis zwischen Gewerkschaften und Feminismus und stellte als  
Schlussfolgerung fest: „Auch für die Gewerkschaften als soziale
Bewegung gilt die Kernthese des Feminismus, wonach das Private  
politisch ist.“

Die Bundeskonferenz wählte eine neue Bundesleitung mit 15 und eine  
Bundeskontrolle mit fünf Mitgliedern. Als Bundesvorsitzende wurde
die Juristin und Sozialpädagogin Karin Antlanger (BRV EXIT-sozial  
Linz, Mitglied des ÖGB-Bundesvorstandes) bestätigt. Als
StellvertreterInnen wurden der Koch Josef Stingl (GLB-Sprecher  
Tirol), die Angestellte Barbara Buchacher-Kundi (Mitglied des
ÖGB-Bundesfrauenausschusses) und der Lokführer Werner Beier (BR ÖBB- 
Traktion Ost, Mitglied des Vida-Vorstandes) gewählt. Der
ÖGB-Sekretär Oliver Jonischkeit wurde als GLB-Bundessekretär in  
seiner Funktion bestätigt.

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03 – Werkstatt-Rundbrief 11-2007
office at werkstatt.or.at
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Werkstatt Frieden & Solidarität
Waltherstr. 15, 4020 Linz
Tel. 0732/771094, Fax 0732/797391
Mail: office at werkstatt.or.at, Web: www.werkstatt.or.at

Wer diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchte, ersuchen wir um ein  
E-Mail unter folgendem Link:
mailto:mailfriwe-request at friwe.at?subject=unsubscribe

Zur Erinnerung:
„Wem gehören Energie und Wasser?“
Hintergründe zur geplanten Privatisierung der Energie AG
Vortrag und Diskussion mit Dr. Rainer Bartl (Ökonom, Universität Linz)
Montag, 25. Juni 2007
19 Uhr, Büro der Werkstatt Frieden & Solidarität (Waltherstraße 15,  
4020 Linz)
Diese Veranstaltung mit Dr. Rainer Bartl soll über Hintergründe der  
geplanten Privatisierung der Energie AG informieren und kann auch  
Anstoß für Widerstandsaktivitäten sein kann.

Werkstatt Rundbrief Nr. 11-2007

Themen:

(1) EU-Verfassung: Gusenbauer outet sich als Lordsiegelbewahrer für  
Aufrüstung, Militarisierung, aggressive Wirtschaftspolitik und  
Entdemokratisierung
Obwohl die österreichischen Machteliten ihrer eigenen Bevölkerung  
eine Abstimmung über die EU-Verfassung verweigerten, sieht sich  
Kanzler Gusenbauer als "Lordsiegelbewahrer" der EU-Verfassung. Die  
Werkstatt Frieden & Solidarität dazu: "Anstatt an der langen Leine  
Merkels in Polen herumzudackeln und mit europäischer Bruderhilfe zu  
drohen, sollte die Regierung ihre EU-Politik der demokratischen  
Diskussion und Willensbildung unterwerfen."
(2) EU-Militarisierung: "Entscheidung über Krieg und Frieden"
Ein Papier hochrangiger SPD-Abgeordneter dieser Tage enthüllt, wofür  
sich die durch einen neuen Abstimmungsmodus gestärkten deutschen  
Machteliten stark machen wollen: EU-Armee, europäische Nuklearwaffen  
und Übergabe der "Entscheidung über Krieg und Frieden" auf die EU-Ebene.
(3) Die neue guernica ist da!
(4) Termine


(1) EU-Verfassung:
Gusenbauer outet sich als Lordsiegelbewahrer für Aufrüstung,  
Militarisierung, aggressive Wirtschaftspolitik und Entdemokratisierung

Werkstatt Frieden & Solidarität: "Gusenbauer hat kein Mandat für EU- 
Verfassung von den Menschen."

Österreich werde als "Lordsiegelbewahrer"  für die EU-Verfassung  
auftreten, weil "Österreicher haben ein besonderes Faible für klare  
Verhältnisse",
so Kanzler Gusenbauer. (Der Standard, 22.06.2007) Ein Siegelbewahrer  
war ein hoher Beamter, dem die Aufsicht über das Siegel als Symbol  
der Herrschermacht anvertraut wurde. Damit outet sich Gusenbauer als  
Vollzugsbeamter einer auf Aufrüstung, Militarisierung, aggressive  
Wirtschaftspolitik und Endemokratisierung gerichteten EU-Integration.

Gusenbauer hat für diesen pompösen Auftritt keinerlei Ermächtigung.  
Die EU-Verfassung wurde in Österreich an der Öffentlichkeit im Mai  
2005 vorbei ratifiziert. Obwohl die EU-Verfassung drastische  
Einschnitte in die Selbständigkeit der Republik bedeutet, wird den  
Menschen das Recht in einer Volksabstimmung über diesen Vertrag zu  
entscheiden, vom politischen Establishment verweigert. Anstatt an der  
langen Leine Merkels in Polen herumzudackeln und mit europäischer  
Bruderhilfe zu drohen, sollte die Regierung ihre EU-Politik der  
demokratischen Diskussion und Willensbildung unterwerfen.

Es ist kaum anzunehmen, daß die wesentlichen Inhalte der EU- 
Verfassung die Zustimmung der Mehrheit der Menschen finden würde:
- Eine Verpflichtung zur Aufrüstung, ein Rüstungsamt zur Ankurbelung  
der Aufrüstung, die Verpflichtung zur militärischen Teilnahme an der  
EU-Sicherheitspolitik
- die Ermächtigung zum weltweiten Kriegführen auch ohne UN-Mandat
- militärische Beistandsverpflichtung - schärfer als in der Nato
- die Schaffung eines militärischen Kerneuropas
- die Privilegierung der Atomindustrie
- die Verpflichtung zu einer offenen Marktwirtschaft mit freiem  
Wettbewerb
- der Druck zur Privatisierung öffentlicher Dienste
- der Freihandel als Verfassungsauftrag
- die EZB als demokratiefreier Raum
- die Verringerung des Stimmgewichts Österreichs um über 40 % bei  
gleichzeitiger Verdoppelung der Stimmen Deutschlands
- die Abschaffung des Einstimmigkeitsprinzips in weiten Bereichen des  
EU-Rechts uvm.

Inzwischen, so scheint's, glaubt nur noch unser Kanzler in der  
pompösen Verfassungsinszenierung eine Rolle zu haben. Während er noch  
das Lordsiegel bewacht, sind die anderen notgedrungen zur  
technokratischen Herrschaftsausübung zurückgekehrt. Studiert man den  
deutschen "Entwurf des Mandats für die Regierungskonferenz", die die  
Verfassungskrise lösen soll, erkennt man, daß die beschriebenen  
Inhalte des Verfassungsvertrages, von der konstitutionellen  
Ritualisierung und Rhetorik entkleidet, in die bestehenden Verträge  
integriert werden sollen. Andere Staats- und Regierungschefs haben  
begonnen, entlang ihrer Interessen Verhandlungen zu führen. Unser  
Regierungschef gibt pathetische Erklärungen ab.

Dies ist vor allem deshalb fatal, weil der Kurs von Aufrüstung,  
Militarisierung, Liberalisierung und Privatisierung auch ohne  
rechtsgültigen Verfassungsvertrag täglich vorangetrieben wird.  
Prominentestes Beispiel dafür in Österreich sind sicherlich die  
Eurofighter. Hat der soeben von Klubobmann Josef Cap angekündigte  
Umfaller des SPÖ-Parlamentsklubs in der Frage der Eurofighter mit der  
"stärkeren Einbindung Österreichs" durch "systemidentische  
Militärkapazitäten" und der "Aufstellung eines mitteleuropäischen bi-  
beziehungsweise multinationalen Luftkampfverbands (etwa mit  
Deutschland und Italien), dessen gemeinsamer Horst aufgrund der  
zentralen Lage durchaus in Österreich liegen könnte." zu tun? Diese  
Formulierungen bezüglich Eurofighter-Beschaffung finden sich in den  
"Strategische Analysen" (Büro für Sicherheitspolitik im  
Verteidigungsministerium, Wien, Oktober 2005, zit. nach guernica  
3/2007).

Boris Lechthaler für die Werkstatt Frieden&Solidarität: "Die  
Regierung hat kein Mandat, weil der Verfassungsvertrag nie  
Rechtsgültigkeit erlangt hat und erlangen wird. Die Inhalte dieses  
Vertrages und die darauf ausgerichtete Politik stehen in völligem  
Widerspruch zu einem neutralen, solidarischen und weltoffenen  
Österreich. Sie bilden einen weiteren Schritt zur  
Entdemokratisierung. Sie stellen einen weiteren Bruch mit Recht und  
Praxis der II. Republik dar. Die Regierung sollte sich lieber um den  
sofortigen Ausstieg aus dem Eurofightervertrag kümmern. Hier hätte  
sie die Menschen hinter sich."


(2) EU-Militarisierung:
"Entscheidung über Krieg und Frieden"

Ein Papier hochrangiger SPD-Abgeordneter enthüllt, wofür sich die BRD- 
Machteliten mit ihren verstärkten Stimmgewichten in der EU stark  
machen wollen.

Die deutschen Machteliten boxten beim EU-Gipfel die Verdoppelung  
ihrer nationalen Stimmgewichte - auf Kosten der kleineren EU-Staaten  
- durch. In welche Richtung diese ausgeweitete Macht eingesetzen  
werden soll, wird aus einem Papier hochrangiger SPD-Abgeordneter  
(darunter drei Mitglieder des Fraktionsvorstandes) ersichtlich, das  
von der Friedrich-Ebert-Stiftung unlängst publiziert wurde (1):
EU-Armee
Dieses Papier enthält einen "Fahrplan" "für die weitere Entwicklung  
der militärischen Dimension der europäischen Sicherheits- und  
Verteidigungspolitik" und verlangt "die Schaffung einer europäischen  
Armee". Die Autoren berufen sich dabei in ihrer Argumentation auf  
Passagen des EU-Verfassungsentwurfs.
Entscheidung über Krieg und Frieden
Die SPD-Abgeordneten verlangen schließlich die Zentralisierung  
sämtlicher militärischer Entscheidungs- und Führungsfunktionen auf EU- 
Ebene. So soll ein "Verteidigungsbeauftragter" die europäischen  
Militärstrukturen leiten. Auch "ist es nötig, die  
Entscheidungsverfahren für Entscheidungen über Krieg und Frieden (jus  
belli et pacis) zu bestimmen". Zu diesem Zweck muss "die Übergabe der  
Souveränität durch die EU-Staaten und der Transfer der  
Entscheidungsbefugnisse auf eine demokratisch legitimierte  
europäische Ebene diskutiert werden." Werden diese deutschen Pläne  
umgesetzt, müssten sich EU-Staaten auch gegen ihren Willen den  
Kriegsplänen der Regierungen der großen EU-Staaten unterordnen.
Nuklearstreitkräfte
Das Papier greift schließlich Pläne auf, die bislang lediglich in  
Hintergrundpapieren deutscher Thinktanks erwogen wurden. Sie  
betreffen die Verfügungsgewalt über die tödlichsten derzeit  
existierenden Waffen, mit denen sämtliches Leben ausgelöscht werden  
kann. Wie die SPD-Abgeordneten nahelegen, soll das deutsch dominierte  
Europa auch auf Atomwaffen Zugriff erhalten. "Die Rolle der  
Nuklearstreitkräfte Frankreichs und Großbritanniens in einer  
integrierten europäischen Armee", heißt es in dem Papier, "sollte  
diskutiert werden".

Die Inhalte dieses Papiers zeigen nicht nur, in welche Richtung die  
dominierenden EU-Machteliten drängen, es dokumentiert auch, wie sehr  
der Ballhausplatz bereits zum verlängerten Arm der deutschen  
Außenpolitik geworden ist. Der Vorstoß in Richtung einer  
zentralisierten EU-Armee findet sich bereits im SPÖ-ÖVP- 
Regierungsprogramm. Und schon im Vorjahr startete der damals oberste  
Beamte in Verteidigungsministerium Erich Reiter einen Testballon in  
Richtung der "EU-Atombombe", die "notfalls auch eingesetzt werden  
sollte." (News 6/2006).

(1) Quelle: Nachrichtenagentur www.german-foreign-policy.com,  
"Deutsches Europa", 21.06.2007


(3) Die neue guernica ist da!

Aus dem Inhalt der guernica 3/2007 (Zeitung der Werkstatt Frieden &  
Solidarität):

Weltraummilitarisierung: "Militärmacht Europa im Weltraum"
Eurofighter/Militarisierung Österreichs
     - "Tolle Offensivwaffe"
     - Zwei Milliarden verschwinden in der Schublade
     - Militärische "Anschlussfähigkeit"
Afghanistan: Das Echo der Tornados
Kongo: "Lösung der Probleme ohne Waffen" - Interview mit Dr. Kabasela  
(UDPS)
Privatisierungen:
     - Energie AG: Privatisierung in schwarz-grün-blau?
     - Hypo-Alpe-Adria: "Wir haben an dem Deal ganz nett verdient."
     - Klagenfurt/Wasserprivatisierung: "Aggressive Marktbeherrschung"
Osteuropa: Migrationsvolk Polen
Friedensbewegung gegen Antipersonen-Minen: "Ein Schritt zuviel..."
Bildung: Die Studiengebührenboykottbewegung in der BRD
Programm der Werkstatt Frieden & Solidarität: "Die Gesellschaft ist  
nicht ein Problem, das gelöst werden muss, sondern eine Chance, die  
gelebt werden will.
Hier und Heute!"
uvm.

Ein Jahresabo (10 Ausgaben) kostet EUR 9,-; ein Schnupperabo (5  
Ausgaben) EUR 5,- Ein Probeexemplar schicken wir gerne kostenlos zu.  
Bestellung an Werkstatt Frieden & Solidarität, Tel. 0732/771094,  
email: office at werkstatt.or.at


(4) Termine:

Montag, 25. Juni 2007, 19 Uhr
"Wem gehören Energie und Wasser?“
Hintergründe zur geplanten Privatisierung der Energie AG
Vortrag und Diskussion mit Dr. Rainer Bartl (Ökonom, Universität Linz)
Büro der Werkstatt Frieden & Solidarität (Waltherstraße 15, 4020 Linz)
Donnerstag, 28. Juni, 19 Uhr
Wettrüsten mitten in Europa? Das US-Raketenabwehrsystem in Tschechien  
und Polen
mit Ivona Novomestská, Initiative “Ne základnám", Prag
Dr. Thomas Roithner, Österreichisches Studienzentrum für Friedens-  
und Konfliktforschung  Burg Schlaining
Ort: Katholische Hochschulgemeinde (Wiener Philharmonikergasse 2,  
Salzburg)

Donnerstag 5. Juli 2007, 19 Uhr
Ein Abend gegen Gewalt
Benefiz für Familie Okafor
Keine Gewalt!
Foyer Altes Rathaus Linz
Um Anmeldung wird gebeten bis 2. Juli unter franz.leidenmuehler at jku.at

8. - 13. Juli 2007
24. Schlaininger Sommerakademie
Von kalten Energiestrategien zu heißen Rohstoffkriegen? Schachspiel  
der Weltmächte zwischen Präventivkrieg und zukunftsfähiger  
Rohstoffpolitik im Zeitalter des globalen Treibhauses.
Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung
Programm auf http://www.aspr.ac.at/sak2007.htm
Auskünfte, Anfragen und Anmeldungen:
Heidi Pock: 03355-2498-502, e-mail: aspr at aspr.ac.at
Thomas Roithner: 01-7969959, e-mail: aspr.vie at aspr.ac.at

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JETZT UNTERSCHREIBEN!
Petition: "Energie und Wasser im öffentlichen Eigentum erhalten!"
Nähere Informationen auf www.werkstatt.or.at

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04 – Presseerklärung des Republikanischen Clubs  - Neues Ös terreich,  
Waldheim
angela.mores at chello.at
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Presseerklärung des Republikanischen Clubs – Neues Österreich:

Kurt Waldheim ist gestorben. Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie.
Zu Recht hielten ihm viele vor, seine Biographie geschönt zu haben.
Zu Recht  wurde ihm vorgeworfen, die antisemitischen Töne in seinem  
Wahlkampf geduldet zu haben.
Zu Recht wurde sein Satz abgelehnt, er habe in der deutschen  
Wehrmacht nichts als seine Pflicht erfüllt.
Waldheim selbst hat bekannt, „auch Fehler gemacht“ zu haben.
Im Sinne seines Vermächtnisses ist es falsch, wenn manche seiner  
Verteidiger nun diese Fehler ausblenden wollen und jede Kritik  
diffamieren.
Wenn Kardinal Schönborn Vergebung fordert, sollte er nicht Vergessen  
verlangen, denn wer Vergebung will, muss sagen, was vergeben werden  
sollte, und was zur Debatte steht.
Dem Republikanischen Club Neues Österreich ging es nie um Rache oder  
Verdammnis.
Versöhnung mit dem Privatmann Waldheim ist nicht notwendig, weil  
unsere Kritik dem Spitzenpolitiker Waldheim galt.
Simon Wiesenthal forderte damals zu Recht seinen Rücktritt.
Es ging und geht um politische Auseinandersetzung mit der  
Vergangenheit Österreichs und darum, jene Fragen, die immer noch  
dieses, unser Land bewegen, ernst zu nehmen.

Republikanischer Club – Neues Österreich
(Gründungsmitglieder und Vorstand)
Gerhard Botz, Jacqueline Csuss, Alexander Emanuely, Evelyn Klein,  
Kuno Knöbl, Peter Kreisky, Andrea Kuntzl, Silvio Lehmann, Doron  
Rabinovici, Georg Schönfeld, Edith Saurer, Sibylle Summer, Ruth Wodak


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C) EDITORIAL
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Für den Inhalt verantwortlich: Ihr.

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widerst at nd MUND und alle Termine täglich aktualisiert im Web:
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Ziel von MUND (medienunabhängiger Nachrichtendienst) ist die
unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts-
politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu
Widerstand und Antirassismus sowie verwandte Themen.

sollen einen Titel, Namen und Emailadresse der/des AutorIn
enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit
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jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken.

Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt.
Da Fehler nicht ausgeschlossen sind, bitten wir, nicht veröffentlichte
Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden.

Die Weiterleitung (auch auszugsweise) ist erwünscht.

Beiträge mit rassistischen oder sexistischen Inhalten werden nicht
veröffentlicht. Sehr persönliche Meldungen werden wir an den
betreffenden Adressaten weiterleiten, aber nicht im MUND
veröffentlichen.

Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND
archiviert.

Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage:
* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*

Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
stillschweigend Zensur zu üben.
Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge
hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die
Nichtaufnahme geliefert.
(Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind
z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten
Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.)
Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert.

Im Sinne einer "gläsernen Zensur" könnt ihr Euch die Beiträge gerne
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Diese Ausgabe hat nicole fally aus Einsendungen an
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Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: nix

Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 22:10 Uhr

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