[Techred] mund: montag, 25. juni 2007
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
analle at no-racism.net
So Jun 24 22:10:51 CEST 2007
widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
www.no-racism.net/mund
MedieninhaberInnen seid Ihr!
Montag, 2007
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A) INHALT
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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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01 – Interview WALLSTRÖM
ibd.koehler at utanet.at
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02 – GLB/Bundeskonferenz/Umverteilung/Forderungsprogramm
glb at gmx.org
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03 – Werkstatt-Rundbrief 11-2007
office at werkstatt.or.at
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04 – Presseerklärung des Republikanischen Clubs - Neues Ös terreich,
Waldheim
angela.mores at chello.at
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B) TEXTE
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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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01 – Interview WALLSTRÖM
ibd.koehler at utanet.at
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Im Interview mit der Vizepräsidentin der EU-Kommission, Margot
Wallström, (Wiener Zeitung v. 22.6.07) lese ich:
Frage von Wolfgang Tucek: Was hat der einzelne Bürger nun vom neuen
Vertrag?
Wallström: „Zu allererst die Möglichkeit zur aktiven Teilnahme an der
Gestaltung der EU. Wenn er eine Initiative ergreift, die durch eine
Million Unterschriften unterstützt wird, muss sie aufgegriffen werden.“
Da lässt sich Wolfgang Tucek – warum eigentlich? – ziemlich viel
„Sand in die Augen streuen“.
Denn wie lautet Art. I-47 (4) ?
Unionsbürgerinnen und Unionsbürger, deren Anzahl mindestens eine
Million betragen und bei denen es sich um Staatsangehörige einer
erheblichen Anzahl (sic!) von Mitgliedstaaten handeln muss, können
die Initiative ergreifen und die Kommission auffordern (sic!), im
Rahmen ihrer Befugnisse geeignete Vorschläge zu Themen zu
unterbreiten, zu denen es nach Ansicht jener Bürgerinnen und Bürger
eines Rechtsakts der Union bedarf, um die Verfassung umzusetzen
(sic!). Die Bestimmungen über die Verfahren und Bedingungen, die für
eine solche Bürgerinitiative gelten, einschließlich der Mindestzahl
von Mitgliedstaaten, aus denen diese Bürgerinnen und Bürger kommen
müssen, werden durch Europäisches Gesetz festgelegt (sic!).
Von einer „Möglichkeit zur aktiven Teilnahme an der Gestaltung der
EU“ (so Wallström) ist das meilenweit entfernt. Denn die Kommission
„muss“ gar nichts! Und ausserdem hat der EU-Rat immer die
Letztentscheidung!
Ein Petitionsrecht gab´s schon in der Monarchie!
Enttäuscht über die mangelnden Kenntnisse des Interviewers
Dietmar Köhler
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02 – GLB/Bundeskonferenz/Umverteilung/Forderungsprogramm
glb at gmx.org
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Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8,
A-1110 Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 -
Mail office at glb.at – Web www.glb.at – Ausgabe vom 24. Juni 2007
GLB-Bundeskonferenz mit Schwerpunkt Umverteilung
Forderungsprogramm „Wofür steht der GLB?“ beschlossen
Als Impuls für die linke Gewerkschaftsbewegung verstand sich die
Bundeskonferenz der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB
(GLB), die am 23. Juni 2007 in Wien stattfand. GLB-Bundessekretär
Oliver Jonischkeit skizzierte in seiner Begrüßung die turbulente
Entwicklung im ÖGB in den letzten zwei Jahren und stellte als Resümee
fest, dass die Chance für eine Reform vertan wurde. Der GLB
hatte dafür engagiert mitgearbeitet, seine Vorschläge wurden jedoch
einmal mehr von den dominierenden Mehrheitsfraktionen nicht
aufgegriffen.
Inhaltlicher Schwerpunkt der Konferenz war die Haltung des GLB zu
gewerkschaftsrelevante Regierungsthemen und die Herstellung von
Verteilungsgerechtigkeit als wichtigste gewerkschaftliche Aufgabe.
GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger setzte sich ausführlich mit
Themen wie Arbeitszeit, Ladenöffnungszeiten, Lohnpolitik,
Mindestsicherung, Steuerpolitik, öffentliches Eigentum und
Liberalisierung
auseinander und stellte abschließend fest: „Als Kernforderungen für
eine andere Gewerkschaftspolitik sehe ich eine
Arbeitszeitverkürzung, einen gesetzlichen Mindestlohn, eine aktive
Lohn- und Gehaltspolitik, die Umverteilung durch eine andere
Steuerpolitik und den Kampf um die Erhaltung des öffentlichen
Eigentums“.
Die TeilnehmerInnen der Bundeskonferenz beschlossen eine
aktualisierte und erweiterte Version des Kurzprogramms „Wofür steht der
GLB?“ mit den Schwerpunktforderungen des GLB. Weiters wurden
Resolutionen mit der Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn von
acht Euro pro Stunde, gegen die Sonntagsöffnung und Ausweitung der
Öffnungszeiten im Handel, gegen die weitere Flexibilisierung der
Arbeitszeit und damit verbunden zur Unterstützung einer
fraktionsübergreifenden Initiative, weiters zur Ablehnung des EU-
Grünbuches
Arbeitsrecht und dem damit verbundenen Flexicurity-Konzept und zur
Pflegethematik beschlossen.
Einen wichtigen inhaltlichen Impuls verbunden mit einer angeregten
Debatte verschaffte der Konferenz die Innsbrucker Politologin
Alexandra Weiss, die sich mit der Thematik der Gewerkschaftspolitik
unter den Bedingungen des Neoliberalismus auseinandersetzte.
Weiss zeigte dabei auf, dass der an sich positiv besetzte Begriff der
Eigenverantwortung unter den Bedingungen des Neoliberalismus
völlig deformiert und als Vehikel zur Zerstörung des Sozialstaates
missbraucht wird. Weiters beleuchtete sie insbesondere auch das
Verhältnis zwischen Gewerkschaften und Feminismus und stellte als
Schlussfolgerung fest: „Auch für die Gewerkschaften als soziale
Bewegung gilt die Kernthese des Feminismus, wonach das Private
politisch ist.“
Die Bundeskonferenz wählte eine neue Bundesleitung mit 15 und eine
Bundeskontrolle mit fünf Mitgliedern. Als Bundesvorsitzende wurde
die Juristin und Sozialpädagogin Karin Antlanger (BRV EXIT-sozial
Linz, Mitglied des ÖGB-Bundesvorstandes) bestätigt. Als
StellvertreterInnen wurden der Koch Josef Stingl (GLB-Sprecher
Tirol), die Angestellte Barbara Buchacher-Kundi (Mitglied des
ÖGB-Bundesfrauenausschusses) und der Lokführer Werner Beier (BR ÖBB-
Traktion Ost, Mitglied des Vida-Vorstandes) gewählt. Der
ÖGB-Sekretär Oliver Jonischkeit wurde als GLB-Bundessekretär in
seiner Funktion bestätigt.
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03 – Werkstatt-Rundbrief 11-2007
office at werkstatt.or.at
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Werkstatt Frieden & Solidarität
Waltherstr. 15, 4020 Linz
Tel. 0732/771094, Fax 0732/797391
Mail: office at werkstatt.or.at, Web: www.werkstatt.or.at
Wer diesen Rundbrief nicht mehr erhalten möchte, ersuchen wir um ein
E-Mail unter folgendem Link:
mailto:mailfriwe-request at friwe.at?subject=unsubscribe
Zur Erinnerung:
„Wem gehören Energie und Wasser?“
Hintergründe zur geplanten Privatisierung der Energie AG
Vortrag und Diskussion mit Dr. Rainer Bartl (Ökonom, Universität Linz)
Montag, 25. Juni 2007
19 Uhr, Büro der Werkstatt Frieden & Solidarität (Waltherstraße 15,
4020 Linz)
Diese Veranstaltung mit Dr. Rainer Bartl soll über Hintergründe der
geplanten Privatisierung der Energie AG informieren und kann auch
Anstoß für Widerstandsaktivitäten sein kann.
Werkstatt Rundbrief Nr. 11-2007
Themen:
(1) EU-Verfassung: Gusenbauer outet sich als Lordsiegelbewahrer für
Aufrüstung, Militarisierung, aggressive Wirtschaftspolitik und
Entdemokratisierung
Obwohl die österreichischen Machteliten ihrer eigenen Bevölkerung
eine Abstimmung über die EU-Verfassung verweigerten, sieht sich
Kanzler Gusenbauer als "Lordsiegelbewahrer" der EU-Verfassung. Die
Werkstatt Frieden & Solidarität dazu: "Anstatt an der langen Leine
Merkels in Polen herumzudackeln und mit europäischer Bruderhilfe zu
drohen, sollte die Regierung ihre EU-Politik der demokratischen
Diskussion und Willensbildung unterwerfen."
(2) EU-Militarisierung: "Entscheidung über Krieg und Frieden"
Ein Papier hochrangiger SPD-Abgeordneter dieser Tage enthüllt, wofür
sich die durch einen neuen Abstimmungsmodus gestärkten deutschen
Machteliten stark machen wollen: EU-Armee, europäische Nuklearwaffen
und Übergabe der "Entscheidung über Krieg und Frieden" auf die EU-Ebene.
(3) Die neue guernica ist da!
(4) Termine
(1) EU-Verfassung:
Gusenbauer outet sich als Lordsiegelbewahrer für Aufrüstung,
Militarisierung, aggressive Wirtschaftspolitik und Entdemokratisierung
Werkstatt Frieden & Solidarität: "Gusenbauer hat kein Mandat für EU-
Verfassung von den Menschen."
Österreich werde als "Lordsiegelbewahrer" für die EU-Verfassung
auftreten, weil "Österreicher haben ein besonderes Faible für klare
Verhältnisse",
so Kanzler Gusenbauer. (Der Standard, 22.06.2007) Ein Siegelbewahrer
war ein hoher Beamter, dem die Aufsicht über das Siegel als Symbol
der Herrschermacht anvertraut wurde. Damit outet sich Gusenbauer als
Vollzugsbeamter einer auf Aufrüstung, Militarisierung, aggressive
Wirtschaftspolitik und Endemokratisierung gerichteten EU-Integration.
Gusenbauer hat für diesen pompösen Auftritt keinerlei Ermächtigung.
Die EU-Verfassung wurde in Österreich an der Öffentlichkeit im Mai
2005 vorbei ratifiziert. Obwohl die EU-Verfassung drastische
Einschnitte in die Selbständigkeit der Republik bedeutet, wird den
Menschen das Recht in einer Volksabstimmung über diesen Vertrag zu
entscheiden, vom politischen Establishment verweigert. Anstatt an der
langen Leine Merkels in Polen herumzudackeln und mit europäischer
Bruderhilfe zu drohen, sollte die Regierung ihre EU-Politik der
demokratischen Diskussion und Willensbildung unterwerfen.
Es ist kaum anzunehmen, daß die wesentlichen Inhalte der EU-
Verfassung die Zustimmung der Mehrheit der Menschen finden würde:
- Eine Verpflichtung zur Aufrüstung, ein Rüstungsamt zur Ankurbelung
der Aufrüstung, die Verpflichtung zur militärischen Teilnahme an der
EU-Sicherheitspolitik
- die Ermächtigung zum weltweiten Kriegführen auch ohne UN-Mandat
- militärische Beistandsverpflichtung - schärfer als in der Nato
- die Schaffung eines militärischen Kerneuropas
- die Privilegierung der Atomindustrie
- die Verpflichtung zu einer offenen Marktwirtschaft mit freiem
Wettbewerb
- der Druck zur Privatisierung öffentlicher Dienste
- der Freihandel als Verfassungsauftrag
- die EZB als demokratiefreier Raum
- die Verringerung des Stimmgewichts Österreichs um über 40 % bei
gleichzeitiger Verdoppelung der Stimmen Deutschlands
- die Abschaffung des Einstimmigkeitsprinzips in weiten Bereichen des
EU-Rechts uvm.
Inzwischen, so scheint's, glaubt nur noch unser Kanzler in der
pompösen Verfassungsinszenierung eine Rolle zu haben. Während er noch
das Lordsiegel bewacht, sind die anderen notgedrungen zur
technokratischen Herrschaftsausübung zurückgekehrt. Studiert man den
deutschen "Entwurf des Mandats für die Regierungskonferenz", die die
Verfassungskrise lösen soll, erkennt man, daß die beschriebenen
Inhalte des Verfassungsvertrages, von der konstitutionellen
Ritualisierung und Rhetorik entkleidet, in die bestehenden Verträge
integriert werden sollen. Andere Staats- und Regierungschefs haben
begonnen, entlang ihrer Interessen Verhandlungen zu führen. Unser
Regierungschef gibt pathetische Erklärungen ab.
Dies ist vor allem deshalb fatal, weil der Kurs von Aufrüstung,
Militarisierung, Liberalisierung und Privatisierung auch ohne
rechtsgültigen Verfassungsvertrag täglich vorangetrieben wird.
Prominentestes Beispiel dafür in Österreich sind sicherlich die
Eurofighter. Hat der soeben von Klubobmann Josef Cap angekündigte
Umfaller des SPÖ-Parlamentsklubs in der Frage der Eurofighter mit der
"stärkeren Einbindung Österreichs" durch "systemidentische
Militärkapazitäten" und der "Aufstellung eines mitteleuropäischen bi-
beziehungsweise multinationalen Luftkampfverbands (etwa mit
Deutschland und Italien), dessen gemeinsamer Horst aufgrund der
zentralen Lage durchaus in Österreich liegen könnte." zu tun? Diese
Formulierungen bezüglich Eurofighter-Beschaffung finden sich in den
"Strategische Analysen" (Büro für Sicherheitspolitik im
Verteidigungsministerium, Wien, Oktober 2005, zit. nach guernica
3/2007).
Boris Lechthaler für die Werkstatt Frieden&Solidarität: "Die
Regierung hat kein Mandat, weil der Verfassungsvertrag nie
Rechtsgültigkeit erlangt hat und erlangen wird. Die Inhalte dieses
Vertrages und die darauf ausgerichtete Politik stehen in völligem
Widerspruch zu einem neutralen, solidarischen und weltoffenen
Österreich. Sie bilden einen weiteren Schritt zur
Entdemokratisierung. Sie stellen einen weiteren Bruch mit Recht und
Praxis der II. Republik dar. Die Regierung sollte sich lieber um den
sofortigen Ausstieg aus dem Eurofightervertrag kümmern. Hier hätte
sie die Menschen hinter sich."
(2) EU-Militarisierung:
"Entscheidung über Krieg und Frieden"
Ein Papier hochrangiger SPD-Abgeordneter enthüllt, wofür sich die BRD-
Machteliten mit ihren verstärkten Stimmgewichten in der EU stark
machen wollen.
Die deutschen Machteliten boxten beim EU-Gipfel die Verdoppelung
ihrer nationalen Stimmgewichte - auf Kosten der kleineren EU-Staaten
- durch. In welche Richtung diese ausgeweitete Macht eingesetzen
werden soll, wird aus einem Papier hochrangiger SPD-Abgeordneter
(darunter drei Mitglieder des Fraktionsvorstandes) ersichtlich, das
von der Friedrich-Ebert-Stiftung unlängst publiziert wurde (1):
EU-Armee
Dieses Papier enthält einen "Fahrplan" "für die weitere Entwicklung
der militärischen Dimension der europäischen Sicherheits- und
Verteidigungspolitik" und verlangt "die Schaffung einer europäischen
Armee". Die Autoren berufen sich dabei in ihrer Argumentation auf
Passagen des EU-Verfassungsentwurfs.
Entscheidung über Krieg und Frieden
Die SPD-Abgeordneten verlangen schließlich die Zentralisierung
sämtlicher militärischer Entscheidungs- und Führungsfunktionen auf EU-
Ebene. So soll ein "Verteidigungsbeauftragter" die europäischen
Militärstrukturen leiten. Auch "ist es nötig, die
Entscheidungsverfahren für Entscheidungen über Krieg und Frieden (jus
belli et pacis) zu bestimmen". Zu diesem Zweck muss "die Übergabe der
Souveränität durch die EU-Staaten und der Transfer der
Entscheidungsbefugnisse auf eine demokratisch legitimierte
europäische Ebene diskutiert werden." Werden diese deutschen Pläne
umgesetzt, müssten sich EU-Staaten auch gegen ihren Willen den
Kriegsplänen der Regierungen der großen EU-Staaten unterordnen.
Nuklearstreitkräfte
Das Papier greift schließlich Pläne auf, die bislang lediglich in
Hintergrundpapieren deutscher Thinktanks erwogen wurden. Sie
betreffen die Verfügungsgewalt über die tödlichsten derzeit
existierenden Waffen, mit denen sämtliches Leben ausgelöscht werden
kann. Wie die SPD-Abgeordneten nahelegen, soll das deutsch dominierte
Europa auch auf Atomwaffen Zugriff erhalten. "Die Rolle der
Nuklearstreitkräfte Frankreichs und Großbritanniens in einer
integrierten europäischen Armee", heißt es in dem Papier, "sollte
diskutiert werden".
Die Inhalte dieses Papiers zeigen nicht nur, in welche Richtung die
dominierenden EU-Machteliten drängen, es dokumentiert auch, wie sehr
der Ballhausplatz bereits zum verlängerten Arm der deutschen
Außenpolitik geworden ist. Der Vorstoß in Richtung einer
zentralisierten EU-Armee findet sich bereits im SPÖ-ÖVP-
Regierungsprogramm. Und schon im Vorjahr startete der damals oberste
Beamte in Verteidigungsministerium Erich Reiter einen Testballon in
Richtung der "EU-Atombombe", die "notfalls auch eingesetzt werden
sollte." (News 6/2006).
(1) Quelle: Nachrichtenagentur www.german-foreign-policy.com,
"Deutsches Europa", 21.06.2007
(3) Die neue guernica ist da!
Aus dem Inhalt der guernica 3/2007 (Zeitung der Werkstatt Frieden &
Solidarität):
Weltraummilitarisierung: "Militärmacht Europa im Weltraum"
Eurofighter/Militarisierung Österreichs
- "Tolle Offensivwaffe"
- Zwei Milliarden verschwinden in der Schublade
- Militärische "Anschlussfähigkeit"
Afghanistan: Das Echo der Tornados
Kongo: "Lösung der Probleme ohne Waffen" - Interview mit Dr. Kabasela
(UDPS)
Privatisierungen:
- Energie AG: Privatisierung in schwarz-grün-blau?
- Hypo-Alpe-Adria: "Wir haben an dem Deal ganz nett verdient."
- Klagenfurt/Wasserprivatisierung: "Aggressive Marktbeherrschung"
Osteuropa: Migrationsvolk Polen
Friedensbewegung gegen Antipersonen-Minen: "Ein Schritt zuviel..."
Bildung: Die Studiengebührenboykottbewegung in der BRD
Programm der Werkstatt Frieden & Solidarität: "Die Gesellschaft ist
nicht ein Problem, das gelöst werden muss, sondern eine Chance, die
gelebt werden will.
Hier und Heute!"
uvm.
Ein Jahresabo (10 Ausgaben) kostet EUR 9,-; ein Schnupperabo (5
Ausgaben) EUR 5,- Ein Probeexemplar schicken wir gerne kostenlos zu.
Bestellung an Werkstatt Frieden & Solidarität, Tel. 0732/771094,
email: office at werkstatt.or.at
(4) Termine:
Montag, 25. Juni 2007, 19 Uhr
"Wem gehören Energie und Wasser?“
Hintergründe zur geplanten Privatisierung der Energie AG
Vortrag und Diskussion mit Dr. Rainer Bartl (Ökonom, Universität Linz)
Büro der Werkstatt Frieden & Solidarität (Waltherstraße 15, 4020 Linz)
Donnerstag, 28. Juni, 19 Uhr
Wettrüsten mitten in Europa? Das US-Raketenabwehrsystem in Tschechien
und Polen
mit Ivona Novomestská, Initiative “Ne základnám", Prag
Dr. Thomas Roithner, Österreichisches Studienzentrum für Friedens-
und Konfliktforschung Burg Schlaining
Ort: Katholische Hochschulgemeinde (Wiener Philharmonikergasse 2,
Salzburg)
Donnerstag 5. Juli 2007, 19 Uhr
Ein Abend gegen Gewalt
Benefiz für Familie Okafor
Keine Gewalt!
Foyer Altes Rathaus Linz
Um Anmeldung wird gebeten bis 2. Juli unter franz.leidenmuehler at jku.at
8. - 13. Juli 2007
24. Schlaininger Sommerakademie
Von kalten Energiestrategien zu heißen Rohstoffkriegen? Schachspiel
der Weltmächte zwischen Präventivkrieg und zukunftsfähiger
Rohstoffpolitik im Zeitalter des globalen Treibhauses.
Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung
Programm auf http://www.aspr.ac.at/sak2007.htm
Auskünfte, Anfragen und Anmeldungen:
Heidi Pock: 03355-2498-502, e-mail: aspr at aspr.ac.at
Thomas Roithner: 01-7969959, e-mail: aspr.vie at aspr.ac.at
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JETZT UNTERSCHREIBEN!
Petition: "Energie und Wasser im öffentlichen Eigentum erhalten!"
Nähere Informationen auf www.werkstatt.or.at
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04 – Presseerklärung des Republikanischen Clubs - Neues Ös terreich,
Waldheim
angela.mores at chello.at
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Presseerklärung des Republikanischen Clubs – Neues Österreich:
Kurt Waldheim ist gestorben. Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie.
Zu Recht hielten ihm viele vor, seine Biographie geschönt zu haben.
Zu Recht wurde ihm vorgeworfen, die antisemitischen Töne in seinem
Wahlkampf geduldet zu haben.
Zu Recht wurde sein Satz abgelehnt, er habe in der deutschen
Wehrmacht nichts als seine Pflicht erfüllt.
Waldheim selbst hat bekannt, „auch Fehler gemacht“ zu haben.
Im Sinne seines Vermächtnisses ist es falsch, wenn manche seiner
Verteidiger nun diese Fehler ausblenden wollen und jede Kritik
diffamieren.
Wenn Kardinal Schönborn Vergebung fordert, sollte er nicht Vergessen
verlangen, denn wer Vergebung will, muss sagen, was vergeben werden
sollte, und was zur Debatte steht.
Dem Republikanischen Club Neues Österreich ging es nie um Rache oder
Verdammnis.
Versöhnung mit dem Privatmann Waldheim ist nicht notwendig, weil
unsere Kritik dem Spitzenpolitiker Waldheim galt.
Simon Wiesenthal forderte damals zu Recht seinen Rücktritt.
Es ging und geht um politische Auseinandersetzung mit der
Vergangenheit Österreichs und darum, jene Fragen, die immer noch
dieses, unser Land bewegen, ernst zu nehmen.
Republikanischer Club – Neues Österreich
(Gründungsmitglieder und Vorstand)
Gerhard Botz, Jacqueline Csuss, Alexander Emanuely, Evelyn Klein,
Kuno Knöbl, Peter Kreisky, Andrea Kuntzl, Silvio Lehmann, Doron
Rabinovici, Georg Schönfeld, Edith Saurer, Sibylle Summer, Ruth Wodak
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C) EDITORIAL
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Für den Inhalt verantwortlich: Ihr.
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unzensurierte und möglichst rasche Information über gesellschafts-
politisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu
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enthalten und möglichst kurz und prägnant gehalten sein, ev. mit
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jeweiligen AutorIn bzw. jenen, die uns die Beiträge schicken.
Der MUND wird von einzelnen TagesredakteurInnen zusammengestellt.
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Beiträge nochmals an widerstand at no-racism.net zu senden.
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Die bisherigen Ausgaben sind unter http://www.no-racism.net/MUND
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Terminankündigungen bitte nach folgender Vorlage:
* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*
Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
Konsequenz aus der Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und
rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, ohne jedoch
stillschweigend Zensur zu üben.
Hier wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge
hingewiesen und eine kurze Begründung der Tagesredaktion für die
Nichtaufnahme geliefert.
(Weitere Gründe einen Beitrag nicht aufzunehmen sind
z.B.: Attachments, kein erkennbarer Bezug zu den breit gestreuten
Themen des MUND, Werbesendungen, sinnlose Kettenbriefe.)
Die AbsenderInnen der betroffenen Beiträge werden hiervon informiert.
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REDAKTIONELLES:
Diese Ausgabe hat nicole fally aus Einsendungen an
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Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 22:10 Uhr
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