widerst at and mund - Donnerstag, 28. Juni 2007
MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
analle at no-racism.net
Mi Jun 27 23:01:45 CEST 2007
widerst at nd MUND: medienunabhängiger Nachrichtendienst
Donnerstag, 28. Juni 2007
Medieninhaberinnen & Medieninhaber seid Ihr
www.no-racism.net/mund
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A) INHALT
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AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN
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Unterstützung der Initiative Minderheiten
von <news at initiative.minderheiten.at>
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Programmschwerpunkt: Die Filme der Frauen aus Afrika
von Renate Billeth <rb at okto.tv>
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Bildpunkt :: Heft Sommer 2007 zum Thema "Aneignen"
von "IG Bildende Kunst" <office at igbildendekunst.at>
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ProtestKundgebung vor dem ÃGB-BundesVorstand
von presse at lists.gewerkschaftsplattform.org
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Presseinformation der HOSI Linz: 25.06.2007/Aviso Spatenstichfeier
von "HOSI Linz" <ooe at hosilinz.at>
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Einladung zum jour fixe von "office" <office at ksoe.at>
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Termine ab Mittwoch, den 27.Juni 2007
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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Termin: Salzburg, 4.Juli: Nolympia feiert
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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Initiativen/Soziales: Regressforderungen an Pflegeangehoerige
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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Soziales/Kommentar: Menschenrechte kosten Geld - zur Pflegedebatte
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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Sommer-Veranstaltungen von "Thomas Northoff" <thomas.northoff at gmx.at>
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MELDUNGEN UND MEINUNGEN
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KPÖ/EU/Verfassung/Reformvertrag/Volksabstimmung/Demokratie
von KPÖ <kpoe at gmx.at>
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[rso_news] Grundsätze der RSO/ Sklaverei in China / Indien
von RSO - Revolutionär Sozialistische Organisation
<rso at sozialismus.net>
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Köln: Proteste gegen Bundeswehr vor Arbeitsagentur angekündigt
von Bundeswehr wegtreten <at.at at gmx.at>
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KPÖ/Erbschafts- und Schenkungssteuer/Vermögenssteuer/Reichtum
von KPÖ <kpoe at gmx.at>
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GLB/Mindestlohn/Parlament von GLB <glb at gmx.org>
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Das akin-"Telefonbuch" - Sommer 2007
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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EU/Glosse: Europa, einig Verfassungsland!
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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Wien/Kultur/Interview: Bundesbahnblues 2007
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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Wien/Verkehr/Kommentar: Wozu ueberhaupt ein neuer Bahnhof?
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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GLB/Flexicurity/Grünbuch/Arbeitszeitverkürzung
von "GLB" <glb at gmx.org>
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G8/GIPFELSOLI & INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
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[Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm
von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe
<gipfelsoli-l at lists.nadir.org>
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Prozess gegen Saddam Husseins Cousiin Ali Hassanal-Madschid
von "GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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REVOLUTION - Anti-G8-Tagebuch: Großdemonstrationen und Gefängnisaufenthalt
von ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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Niger: Eskalation der Tuareg-Revolte befürchtet
von "GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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B) TEXTE
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AKTIONEN, ANKÜNDIGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN
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Unterstützung der Initiative Minderheiten
von <news at initiative.minderheiten.at>
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+++UNTERSTÜTZEN SIE BITTE DIE INITIATIVE MINDERHEITEN+++
+++DIE INITIATIVE MINDERHEITEN BRAUCHT DRINGEND IHRE HILFE+++
Liebe Freundin / lieber Freund der Initiative Minderheiten!
Wie Sie wahrscheinlich schon gehört haben, steht die Initiative
Minderheiten aufgrund von drastischen Subventionskürzungen kurz davor,
den Bürobetrieb einstellen zu müssen. Unsere Spendenaktion ist sehr
gut angelaufen. Dafür möchten wir uns sehr herzlich bedanken! Dennoch
benötigen wir auch weiter Ihre Unterstützung.
Die Initiative Minderheiten hat sich seit ihrer Gründung dem Ziel
verschrieben, eine professionelle Anlauf- und Servicestelle für
Minderheitenanliegen zu sein. Die Initiative Minderheiten steht
für eine minderheitengerechte Gesellschaft,
für eine Gesellschaft ohne Diskriminierung und Rassismus,
für Chancengleichheit und gleiche Rechte,
für minoritäre Allianzen,
für engagierte Projekte (Gastarbajteri - 40 Jahre Arbeitsmigration,
Liebesforschung - Theaterprojekt gem. mit Romani dori, Die andere
Hymne, Literarische Archive u.a.)
Sie können unsere Arbeit folgendermaßen unterstützen:
durch eine Spende in beliebiger Höhe;
mit einem STIMME von und für Minderheiten-Abo: EURO 20,-
(Zweijahresabo 38,-). Sie erhalten dafür viermal im Jahr unsere Zeitschrift;
mit einer Initiative Minderheiten-Mitgliedschaft: EURO 25,- (für
StudentInnen 15,-). Sie können auf diese Weise die Arbeit der
Initiative Minderheiten mitgestalten und erhalten dafür unsere
Zeitschrift STIMME von und für Minderheiten kostenlos zugeschickt;
ab EURO 100,- gelten Sie als förderndes Mitglied. Unsere Zeitschrift
erhalten Sie natürlich kostenlos;
Damit wir unsere Arbeit auch weiterhin kritisch und engagiert
fortführen können, sind wir auf Ihren Beitrag angewiesen und bitten um
Überweisung auf folgendes Konto:
BAWAG
Kontonummer: 01210600910
BLZ: 14000
lautet auf: Initiative Minderheiten
Mit herzlichem Dank im Voraus und freundlichen Grüssen
Univ. Prof. Dr. Vladimir Wakounig - Obmann
Dr.in Cornelia Kogoj - Generalsekretärin
--
Dr.in Cornelia Kogoj
Initiative Minderheiten
Gumpendorfer Straße 15/13
A-1060 Wien
Tel. +43 1 966 9003
Fax +43 1 586 82 17
www.initiative.minderheiten.at
www.gastarbajteri.at
*****
Newsletter der Initiative Minderheiten
Gumpendorfer Straße 15/13
A-1060 Wien
Tel. 586 12 49-18
Fax 586 82 17
http://www.initiative.minderheiten.at
http://www.gastarbajteri.at
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Programmschwerpunkt: Die Filme der Frauen aus Afrika
von Renate Billeth <rb at okto.tv>
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Mittwoch, 27.6.2007, Beginn: 21:30, Endzeit: 22:00 Uhr
30 Minutes African Art: "Die Filme der Frauen aus Afrika"
Teil 1: Baobab (Senegal 2000, Regie: Laurence Attali)
Programmschwerpunkt "Die Filme der Frauen aus Afrika"
Mal ganz ehrlich: was wissen Sie eigentlich über den afrikanischen
Film der Gegenwart? Und über afrikanische Regisseurinnen? Gar nichts?
Genau deshalb startet das Filmmagazin "30 Minutes African Art" auf
Okto einen Programmschwerpunkt: "Die Filme der Frauen aus Afrika"
greift ein bis dato in der europäischen Wahrnehmung kaum beleuchtetes
Thema auf und widmet sich in mehreren Folgen der Entwicklung der
afrikanischen Filmindustrie. Welche Rolle spielen die afrikanischen
Regisseurinnen darin? 30 Miuntes African Art gibt Antwort auf diese
Frage und präsentiert Arbeiten jener afrikanischen Filmemacherinnen,
die in Europa nur selten gezeigt werden.
Am 27. Juni startet der Programmeschwerpunkt mit "Baobab" von Laurence
Attali. Dieser Dokumentarfilm aus dem Jahr 2000 ist eine poetische
Hommage an das Wahrzeichen Senegals, den Baobab-Baum.
Die Sendereihe wird mit einer Studiodiskussion, zu der mehrere
Regisseurinnen im Herbst nach Wien eingeladen werden, abgeschlossen.
Okto. Im Wiener Telekabel und als Webstream auf www.okto.tv
---
Okto
Community TV-GmbH
Missindorfstraße 21 | Objekt 12 | 2. OG
1140 Wien, Österreich
www.okto.tv
Mag.a Renate Billeth
Leitung PR / Sponsoring
rb at okto.tv
T +43 1 786 2442 -17
F +43 1 786 2442 -4
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Bildpunkt :: Heft Sommer 2007 zum Thema "Aneignen"
von "IG Bildende Kunst" <office at igbildendekunst.at>
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Bildpunkt
:::::::::: Zeitschrift der IG Bildende Kunst
Heft Sommer 2007: Aneignen
:: JETZT ERSCHIENEN ::
Samplen und Remixen oder künstlerische Taktiken wie Zitat, Fake,
Appropriation stoßen als Praktiken des Aneignens auch an die Grenzen des
Eigentums. Oder, wie Mercedes Bunz es so schön auf eine Formel brachte: "if
creativity is the field, copyright is the fence".
Das hat damit zu tun, dass das Thema auch ganz grundsätzlich auf die
Beschaffenheit unserer Gesellschaft verweist, auf ein sie konstituierendes
Prinzip: die Dialektik von Aneignung und Enteignung. Die private Aneignung
des gesellschaftlichen Reichtums geht mit der Enteignung der Produktions-
und Reproduktionsprozesse einher. Das ruft Aneignungspraktiken hervor. An
diesen - und nicht an den Vereinnahmungen und Enteignungen durch "das
System" oder die Institutionen - setzt diese Ausgabe an. An einem Thema, das
an den Schnittstellen von künstlerischen Praxen und Strategien sozialer
Bewegungen liegt.
Im Gespräch mit Persson Baumgartinger und Constanze Ruhm erscheinen einige
dieser Stellen als verbindende Überschneidungen, andere eher als eher
trennende Schnitte. Dabei sind allerdings Probleme und Erfolge des Aneignens
keinesfalls dem einen oder anderen Feld zuzuordnen. Für beide gilt
einerseits, dass die jeweilige Position der Handelnden ganz entscheidend
dafür ist, ob und wie überhaupt das Mittel des Aneignens zu verwenden ist,
wie Karin Schneider herausstellt. Andererseits ist es aber eine nicht
weniger entscheidende Frage, wie Antke Engel betont, ob es ein Aneignen
geben kann, "das die Subjekt/Objekt-Logik sprengt." Wovon also ausgehen?
Dieser Frage widmet sich Nicolas Siepen und führt die Aneignung auf Marx
zurück und über situationistische und multitudonistische Strategien hinaus.
Allein im Kunstfeld gibt es ja eine ganze Reihe verschiedener Formen des
Aneignens jenseits der Appropriation Art. Zwei davon diskutiert Nora
Landkammer am Beispiel argentinischer KünstlerInnengruppen. Drei andere
Anwendungen führen Robert Blasko auf dem Mittelposter, Carmen Carmona in der
Bildstrecke und Mara Niang auf der Rückseite vor. Aneignen als Praxis
sozialer Bewegungen wird von Marion Hamm anhand der Prekariatsbewegung
geschildert.
Die Glosse hat Markus Wailand verfasst und Kulturpolitik besteht in diesem
Heft im Aneignen des 1. Mai zum MayDay (Una S. Precaria), im Aneignen der
Geschichte durch die von dieser bislang Unberücksichtigten (Andera und
Bernhard Hummer) und den Schwierigkeiten des Aneignens von Einkommen ohne
Abzugssteuer (Gabriele Gerbasits).
::::::: Bildpunkt erscheint vier Mal im Jahr.
Jede Ausgabe widmet sich einem Themenschwerpunkt. Zentral sind dabei
ästhetische, aktivistische und theoretische Strategien samt ihrer
gegenseitigen Verschränkungen und Überschneidungen.
::::::: Redaktion: Eva Dertschei, Jens Kastner (Koordination), Daniela
Koweindl, Nora Sternfeld, Carlos Toledo
::::::: Versand-Abos sind zum Kostenbeitrag von EUR 12,- (Österreich) bzw.
EUR 16,- (außerhalb Österreich) pro Jahr über die IG Bildende Kunst zu
beziehen.
::::::: Bildpunkt bestellen:
IG Bildende Kunst
Gumpendorfer Straße 10-12
A-1060 Wien
Email: office at igbildendekunst.at
Tel.: +43 (0)1 524 09 09
::::::: Bildpunkt
::::::: Zeitschrift der IG Bildende Kunst
::::::: http://www.igbildendekunst.at/bildpunkt
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ProtestKundgebung vor dem ÃGB-BundesVorstand
von presse at lists.gewerkschaftsplattform.org
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Eine Presseinformation der Plattform für kämpferische und
demokratische Gewerkschaften (www.gewerkschaftsplattform.org):
Sehr geehrte Damen und Herren von der Presse,
wir würden uns freuen, wenn Sie folgende Aktivitäten der "Plattform
für kämpferische und demokratische Gewerkschaften" in Ihrem Medium
ankündigen würden und ggf. darüber berichten würden.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung, entweder per
mail unter wastun at gewerkschaftsplattform.org oder unter 0664 / 13 19 500.
Mit freundlichen Grüssen,
Sven Hilberth,
Pressebetreuung Gewerkschaftsplattform,
BR Radio Orange 94.0
Liebe KollegInnen!
Wir protestieren gegen die Sozialpartnereinigung zur
Arbeitszeitflexibilisierung, die nun in Gesetzesform vorliegt.
Die Plattform für kämpferische und demokratische Gewerkschaften
unterstützt den Protest gegen die Arbeitszeitflexibilisierung.
Mit dem Vorstoß der Sozialpartner zur Arbeitszeitflexibilisierung
rollt eine weitere Belastungswelle auf uns zu. Ein neues Gesetz soll
im †Schnell-Verfahren“ noch vor dem Sommer durch den Nationalrat.
In den letzten Wochen ist vielen KollegInnen das Ausmaß der
Belastungen erst bewusst geworden. Ohne den Widerstand der Betroffen
werden viele die Belastungen erst erkennen wenn es zu spät ist.
Daher haben wir uns zu einem raschen Protest entschlossen! Entgegen
anders lautenden Behauptungen mancher ÃGB- Spitzenfunktionäre wird
ein 10 Stundentag und eine Woche mit bis zu 6o Stunden für noch mehr
ArbeitnehmerInnen Realität. Wird der vorliegende Vorstoß umgesetzt
wird sich mittelfristig, die Arbeitslosigkeit erhöhen, die Einkommen
der Beschäftigen verschlechtern, die Bourn-Out Gefahr steigen und der
psychische und physische Druck auf die ArbeitnehmerInnen steigen! Die
letzten Jahre haben es gezeigt: Arbeitszeitflexibiliserung ist der
falsche Weg! Um die Situation tatsächlich zu verbessern wäre eine
Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Lohn dringend notwendig. Diese
kann nur durch eine kämpferische Politik erreicht werden.
Dazu müssten die Gewerkschaften in Betrieben, auf Arbeitsämtern und
auf der Strasse mobilisieren. Leider geht die ÃGB- Spitzte einen
anderen Weg! Im Rahmen der Sozialpartnerschaft wurden die kommenden
Verschlechterungen maßgeblich vom ÃGB mitgestaltet.
Wir wollen diese Verschlechterungen noch abwehren und haben uns zu
einer Kundgebung vor dem ÃGB- Bundesvorstand am 28.6 07.
entschlossen. Wir treffen uns am 28.6.07 um 8 uhr 30 bei der Zentrale
der Metallergewerkschaft
Plösselgasse 15 1040 Wien (gleich bei der AK-Wien)
Am selben Tag werden auch Protestaktionen in Linz und Graz stattfinden.
Im Rahmen dieser Kundgebung wollen wir Kollegen Hundsdorfer eine
Resolution gegen die Arbeitszeitflexibilisierung überreichen. Wir
ersuchen Dich die mitgeschickte Resolution zu unterstützen und an uns
zurückzuschicken (initiave-oegb at gmx.at)
Mit solidarischen Grüssen Michael Gehmacher
PS: Bei offen Fragen kann man sich direkt an uns wenden: o650 / 408 23 85
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Presseinformation der HOSI Linz: 25.06.2007/Aviso Spatenstichfeier
von "HOSI Linz" <ooe at hosilinz.at>
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Terminaviso: Donnerstag, 28.06.2007, 11:00 Uhr
Spatenstichfeier für neues HOSI-Zentrum in Linz
Beratungszentrum entsteht an der Ecke Fabrikstraße/Kaisergasse
Am Donnerstag, 28. Juni 2007, um 11 Uhr findet die Spatenstichfeier
für das neue Beratungs- und Informationszentrum der
Homosexuellen-Initiative Linz statt. An der Ecke
Fabrikstraße/Kaisergasse entsteht das neue 520 Quadratmeter große
Projekt des Architekturbüros Kneidinger.
Bei der Spatenstichfeier wird auch Frau Bundesministerin Dr.in Maria
Berger, Bürgermeister Franz Dobusch und Stadtrat Johann Mayr teilnehmen.
VertreterInnen der Medien sind herzlich eingeladen.
Für die HOSI Linz
gez. Gernot Wartner, Geschäftsführer
Linz, den 26.06.2007
Rückfragehinweis:
Für allfällige Rückfragen stehen wir Ihnen unter der Linzer
Telefonnummer 0732/60 98 98 bzw. 0664/25 36 701 (Hr. Wartner) oder
über E-Mail jederzeit gerne zur Verfügung.
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Homosexuelle Initiative Linz (HOSI Linz)
The Lesbian and Gay Movement in Upper Austria
Schubertstrasse 36/1, A-4020 Linz
Phone/Fax: ++43/732-60 98 981
E-Mail: ooe at hosilinz.at
http://www.hosilinz.at
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Einladung zum jour fixe von "office" <office at ksoe.at>
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Einladung zum jour fixe
mit Präsentation des neuen ksoe-Dossiers
Öffentliche Aufgaben – gerechte Finanzierung
10. Juli 2007, 18.00 Uhr (bis ca. 19.30 Uhr)
Ort: ksoe (Kath. Sozialakademie Österreichs), Schottenring 35/DG, A-1010 Wien
mit:
Margit Schratzenstaller (Wirtschaftsforschungsinstitut):
Steuerwettbewerb oder welche Steuern brauchen wir?
Gangolf Schüßler SJ (Ökonom und Theologe, ksoe): Wirtschaftswachstum
und öffentliche Ausgaben
Klemens Riegler (Global Marshall Plan Initiative): Globale Aufgaben
und ihre Finanzierung
Ursula Knecht (Frauenarbeitskreis der Bundesarbeitsgemeinschaft
Wohnungslosenhilfe): Wohnungslosigkeit von Frauen – Befund und Lösungsansätze
Markus Blümel (ksoe, Heftredaktion)
Diskussion
Moderation: Markus Schlagnitweit (Direktor der ksoe)
Öffentliche Aufgaben sind in Diskussion: Die einen halten den Staat
für überbordend, nicht finanzierbar oder nicht für den richtigen
Adressaten für bestimmte Aufgaben („schlanker Staat“), die anderen
wollen zuerst die öffentlichen Aufgaben benannt wissen, um dann über
eine gerechte Finanzierung zu sprechen. Es geht um die Verteilung von
Macht und Ressourcen – die Schieflage nimmt zu (Stichworte Lohn- und
Gewinnquote, Steuergerechtigkeit). Gleichzeitig rücken öffentliche
Aufgaben mit globaler Dimension in den Blick und stellen sich neue
Problemfelder im Sozialstaat, die einer solidarischen Lösung harren.
Um Anmeldung wird gebeten bis 9.7.2007 unter marlene.rainer at ksoe.at
oder Tel: 01-310 51 59. Weitere Infos zu den Inhalten und Bestellung
des Dossiers www.ksoe.at.
Wir freuen uns über Ihr Kommen und Ihre engagierte Teilnahme!
Markus Schlagnitweit
Direktor der ksoe
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Termine ab Mittwoch, den 27.Juni 2007
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 26. Juni 2007; 15:22
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>>>>>>>>>>>>>>> Termine ab Mittwoch, den 27.Juni 2007
Telefonnummern ohne Vorwahl sind Wiener Festnetz-Nummern.
> Allgemeines
Juedisches Museum, 1010 Dorotheerg.11, Tel. 535 04 31, So - Fr 10-18h, Do -
20h, bis 18.11.07: Beste aller Frauen - weibliche Dimensionen im Judentum.
ebenda, ab 4. Juli bis 21. Oktober: Ordnung muss sein - das Archiv der
Israelitischen Kultursgemeinde Wien - rund 500.000 Seiten aus den Jahren der
NS-Herrschaft in Oesterreich wurden im Jahr 2000 gefunden
Museum Judenplatz, bis 19.8.: Hommage an Paul Goldmann - fotografische
Arbeiten 1943 bis 1965. 1010 Judenplatz 8, So - Do 10 - 18h, Fr 10-14h
Wien Museum, bis 28.10.: Ganz unten. Die Endeckung des Elends - Wien,
Berlin, London, Paris, New York. 1040 Karlsplatz, Die bis So u. Feiertag 9
bis 18h, freier Eintritt fuer Arbeitslose, Notstandshilfe-bzw.
SozialhilfeempfaengerInnen
Fuehrungen: Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt, jed. Do 17,30, Kosten
12,- euro. 1020 Tempelgasse 5
Anmeldungen fuer die Friedens-Fahrradtour: Auf Achse fuer Frieden und
Abruestung. Beginn am 28.7. in Grafenwoehr/Bayerm ueber Nuernberg, Ansbach,
Heidelberg, Mannheim, Ankunft 4.8. in Ramstein. Tagesetappen zwischen 50 und
80 km, Uebernachtung in Naturfreundehaeusern, Jugendherbergen oder
Campingplaetzen. Anmeldung unter muenchen at dfg-vk.de, Infos unter
www.schritte-zur-abruestung.de, Veranst. Deutsche Friedensgesellschaft -
Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Tel. 0049/89 89 62 34 46
> Mittwoch, 27.6.
Literaturhaus, 19h, Kopftuch - Selbstbestimmung, Integration. Veranst. der
Neubauer Gruenen und die Bildungswerkstatt: Statements aus feministischer
Sicht, anschl. Diskussion.
ORF Grosser Sendesaal, 18,15, Disk. Im Klartext: Eurofighter
Untersuchungsausschuss, mit Maria Fekter und Guenther Kraeuter, Moderation
Klaus Webhofer. 1040 Argentinierstr.30a
Fuenfhauser Stueberl, 19h, SLP-Veranst: Was ist Faschismus? 1150 Loehrg.13
ekh, bis 1. Juli HAUS & HOF FEST, ab 20h politdiskubeisl: Koepi/Berlin
bleibt! Film, Vokue und Disk. 1100 Wielandg.2-4
Que(e)r, ab 19h Saisonabschluss-Party 1010 Wiplplingerstr.23, Stiegenabgang
Rotpunkt, 19h, Manfred Bauer liest aus seinem politischen Krimi: Tod im
ChampagnerBad. 1050 Reinprechtsdorferstr.6
NUU, 19h, Theatergruppe "Eigenart" / Betroffene machen Theater ueber den
Psychiatriealltag, das Leben drinnen und das Leben draussen. 1090 Wilhelm
Exner Gasse 15
Gruenes Bezirkslokal Landstrasse, 19h, Arbeitslos - Was nun? Welche Rechte,
welche Moeglichkeiten haben arbeitslose Menschen? mit Dietmar Koehler,
Initiativgruppe Arbeitslosigkeit. Auftaktveranstaltung zur Gruendungen
Arbeitslos-Frauennetzwerkes, 1030, Ungargasse 45
Kreisky Forum, 19h, Vortrag: US-Raketenabwehr in Europa: Schutz oder Gefahr?
Anm: 318 82 60/20 oder einladung.kreiskyforum at kreisky.org. 1190
Armbrusterg.15
Reichenau/Rax, Schloss Reichenau, 8,30 - 20h, Wissenschaftl. Enquete: Aus
Prinzip nachhaltig. Wird alles gut, wenn heute alle an morgen denken? Oder
profitieren wieder nur die neoliberalen Eliten? Anm: AK NOe, Tel. 58
883-1206, www.dialog-forum.eu
> Donnerstag, 28.6.
Kundgebung vor dem OeGB--Bundesvorstand, 8:30, gegen die Zustimmung zur
Arbeitszeitverlaengerung; "Metallergewerkschaft", Ploesslgasse 15, 1040 Wien
(siehe Extratermin).
ACHTUNG TERMINAENDERUNG: Ilisu-Kundgebung: Josefstaedter Strasse 23/Ecke
Piaristengasse, ab 13,30 Kundgebung gegen die Bank Austria CA und deren
Drohung zur Zeit eine Finanzierung des Staudammprojektes Ilisu zu pruefen!
Zukunftswerkstatt, 19,30, Disk. in Koop. von attac, Caspar Einem, Susan
George/ATTAC Frankreich: EU-Verassung - welchen Vertrag braucht Europa? 1010
Schoenlaterng.9
Klimt-Verein, 18 bis 22h: Ein Fest fuer die Zukunft des Klimt Ateliers. 1130
Feldmuehlg.15a/ U 4 Unter St.Veit
OeHP-Bibliothek, 18h, Diskussion: Zukunft und Perspektiven fuer Kuba. 1040
Operng.20 B
ekh, nachmittags Workshops, spaeter legendaerer Coverabend
7stern, 19,30, KPOe Veranstaltung rund um den 90jaehrigen Gruendungstag der
KPOe: Wer war Richard Schueller? 1070 Siebensterng.31
Cafe Kandinsky, 14 bis 17h, IGS - Sommergespraech mit Eva Glawischnig. 1080
Lerchenfelderstr.13
Gruenes Haus, ab 19h das Sommerfest
Werkkreis Literatur der Arbeitswelt, 19h, Finissage Lesungen mit Gerald
Grassl u.a. 1020 Vivariumstr.13
1200 Wallensteinstrasse 23, um 17h werden die "Steine der Erinnerung" fuer
Dora, Henriette und Edith Bretholz enthuellt.
Linz, Altes Rathaus, 19h, Lesung mit Johannes Zang: Heilig ist nur die
Geduld. 40 Jahre israelische Militaerbesatzung von Westbank und Gaza.
Veranst. Pax Christi OOe, Pressezentrum 4.Stock
Salzburg, Kath. Hochschulgemeinde, 19h, Vortrag und Disk: Wettruesten mitten
in Europa? Das US-Raketenabwehrsystem in Tschechien und Polen. Wr.
Philharmonikerstr.2
> Freitag, 29.6.
AUGE/UG, 16g, BetriebsraetInnen Jour fixe: Atypische DienstnehmerInnen. 1040
Belvedereg.10, Anm erbeten: Tel. 50 51 952
ekh, ab 16h Barbecue im Hof, ab 19h, EKH Infoveranstaltung, abends Konzerte
Palaestina Forum udn GOeAB, 19h, Autorenlesung und Buchpraes: Johannes Zang:
Unter der Oberflaeche - erlebtes aus Israel und Palaestina. 1160 Klausg. 40a
Klagenfurt, Kath.Hochschulgemeinde, 19h, Planungstreffen Attac-Ktn.
u.Evang.Hochschulgemeinde: Initiative fuer eine oeffentliche
Wasserversorgung. Neptunweg 12
> Samstag, 30.6.
Regenbogenparade am Ring, Infos unter www.regenbogenparade.at - Treffpunkt:
Stubentor/Parkring um 14h
Sportgelaende 1200 Hopsagasse, ab 10h Kick and Dance gegen Schubhaft: Sport
und Musik fuer Fluechtlinge, MigrantInnen und OesterreicherInnen. Anfahrt: U
6/ Bus 37A bis Dr. Adolf Schaerf Heim oder Bus 11 A Forsthausgasse
KUNDGEBUNG: 1010 Wien, Stephansplatz, 16h, fuer autonome Zentren: SOLI-DEMO:
Koepi & EKH bleiben, Pankahyttn kommt! Abschlusskundgebung 1100 Viktor Adler
Markt
7stern, 21h, Polit-Lied: Die Stimme der Praxis - von der ICH-AG zur
WIR-Bande.. 1070 Siebensterng.31
ekh, abends Konzerte , Infos unter www.med-user.net/ekh
Hallein, Bahnhofsvorplatz, 16h, Demonstration gegen Sozialabbau und
Rassismus
Villach, Congress Center, 9 - 15,30, ai - Seminar: Geld regiert die Welt -
Wirtschaft und Menschenrechte. Teilnahmebeitrag Euro 45,--, Infos unter
http://www.ai-academy.at/
> Sonntag, 1.7.
ekh, ab 14h Weiberfruehstueck im Hof, ab 16h (Anti)Sexismusworkshop in
linken Strukturen. 1100 Wielandg.2-4
Literaturbuffet, 10h, Geschichtsfruehstueck mit anschl. Fuehrung auf dem
"Weg der Erinnerung". 1020 Taborstr.28, Eingang Rotensterngasse
> Montag, 2.7.
ESRA, 19h, Leo Bretholz liest aus seinem Buch" Flucht in die Dunkelheit",
1020 Tempelgasse 5
BAWAG Kulturzentrum, 9,30 Beginn 17. internat. Sommerakademie: Neuland.
Migration mitteleuropaeischer Juden 1850 - 1920. Bis 4. Juli jew. Beginn
9,30 - Eintritt frei, ohne Anmeldung, letzter Vortrag jew. 16,30. 1010
Seiterg.2-4, 1. Stock, Infos: office at injoest.ac.at, Tel. 2742 77 171
> Dienstag, 3.7.
Graz, Gruene Akademie, 19h, Christoph Chorherr: Die Stadt und ihre Feinde -
Leben in der Stadt. Was uns daran hindert. Wie es planen und entwickeln?
Paulustorg.3
> Mittwoch, 4.7.
Szbg: Nolympia feiert die wahrscheinliche Nichtvergabe der Olympischen
Spiele nach Salzburg. 23:00 Mirabellgarten, Naehe Euthanasiedenkmal (siehe
Extratermin)
> Donnerstag, 5.7.
Fuehrungen "Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt" mit Walter Juraschek,
gepruefter Femdenfuehrer. Treffpunkt 1020 Tempelgasse 5 um 17,30, ab heute
jeden Donnerstag um 17,30, Fuehrungen ab 5 Personen: Kosten 12,-- euro.
Sprachen: Deutsch und Englisch. Infos: walter.juraschek at chello.at, Tel.
0699/19 25 15 24
Volxkino in Doebling, 20h, Film: Slumming/ Regie Michael Glawogger, 1190 12.
Februar Platz / Heiligenstaedter Strasse/ Karl Marx Hof
> Freitag, 6.7.
Bibliothek von unten, 20h, Kommunikation mit Phettberg. 1010
Wipplingerstr.23/Stiegenabgang
> Samstag, 7.7.
Wien Rathausplatz ab 10h: Wr. Klimaschutz-Tag
Wien Westbahnhof, 14h: Die free parade rollt fuer: das Recht auf
Selbstorganisation statt Kriminalisierung Kulturschaffender abseits des
Mainstreams, den Erhalt politischer und kultureller Freiraeume, die
Foerderung partizipativer Medien... no border, no nation - Bleiberecht fuer
alle!
Kleingartenverein Wilhelmshoehe, 16h, IGS Wien/ 1. Wr.Lesetheater im Garten
von Uli und Erich Makomaski: Gartenlesefest Ludwig Thoma: Die Lokalbahn.
1100 Ludwig v. Hoehnelgasse 7-9, Brunnenweg Parzelle 72, gegenueber
Sommerbad Laaerberg, Straba 67 bzw. Autobus 15A bis Verteilerkreis
Maria Saal/Freilichtmuseum, 18h, ab 18h Multi Media, Musik etc.: about
climate change - bio & fair
> Sonntag, 8.7.
24. Schlaininger Sommerakademie, bis 13.Juli: Von kalten Energiestrategien
zu heissen Rohstoff-Kriegen? Schachspiel der Weltmaechte zwischen
Praeventivkrieg und zukunftsfaehiger Rohstoffpolitik im Zeitalter des
globalen Treibhauses. Infos und Anmeldungen: aspr.vie at aspr.ac.at, Tel. 796
99 59 oder Heidi Pock: 03355-2498-502, Stadtschlaining/Bgld.
Oekostaffel 2007 von Klimabuendnis und Fairtrade fuer oekologische Projekte
und entwicklungspolitische Ziele - ohne Motorisierung. Infos
www.oekostaffel.at
> Mittwoch, 11.7.
Attac-Sommerakademie vom 11. Juli bis 15. Juli 2007 in Schwaz in Tirol:
Crash statt Cash - Traum und Wirklichkeit der globalen Finanzmaerkte.
Anmeldungen unter Tel. 544 00 10, verwaltung at attac.at
GOSAU/OOe, Europaeische Linke Sommeruniversitaet vom 11. bis 15. Juli. Infos
el-summeruniversity at chello.at oder http://euroleft.org/su/2007=
> Donnerstag, 12.7.
Weltcafe, 19h, Eroeffnung der Fotoausstellung: Arbeitssklaven der
Plastikmeere rund um Almeria/Spanien. 1090 Schwarzspanierstr.15
> Sonntag, 15.7.
Graz/ETC, bis 25.7.: Internation Summer Academy on Human Security.
Schuberstr.29, Infos 0316/322 888 23
Vom 20. Juli bis 29. Juli: Anarchistisches Sommercamp 2007 im noerdlichen
Niederoesterreich, Infos www.a-camp.info, Anmeldung: info at a-camp.info,
Kinder willkommen
> Montag, 6.8.
Hiroshima-Tag ab 17h Wr. Stephansplatz, ab 20,30 Laternenmarsch
> Donnerstag, 9.8.
Hiroshima und Nagasaki-Gedenken bei der Friedenspagode/Handelskai/Prater -
Infos http://www.hiroshima.at/
> Ab Donnerstag, 16.8.
Sommercamp der Gruen Alternativen Jugend: 16.8. bis 19.8.2007:
Workshops/Diskussionen etc., findet in einem SelbstversorgerInnenhaus statt.
Anm. bis 6.8.: gaj at gaj.at
> Donnerstag, 23.8.
Museumsquartier, Hof 8, 19h, Gruenes Sommergespraech: Ausstiegszenarien aus
der fossilen Energie. Was kommt danach? 1070 Museumsplatz 1
> Montag, 27.8.
heute wieder akin-Redaktionssitzung ab 18h, 1170 Lobenhauerng.35/2
> Dienstag, 28.8.
AUGE/UG - Buero, ab 13h akin-Produktion, anschliessend gibt´s gute JAUSE.
1040 Belvedereg.10
> Donnerstag, 30.8.
Museumsquartier, Hof 8, 19h, Gruenes Sommergespraech: Reichtum gerecht
verteilen
Gruene Sommerakademie in Puchberg/Schneeberg, ab 17h, Dauer bis 2.9.: Neue
Macht durch neue Medien? Die Zukunft derpolitischen Kommunikation. Infos
Gruene Bildungswerkstatt Oesterreich und NOe, Tel. Wien: 52 125/0
> Samstag, 1.9.
Prater Jesuitenwiese, vermutlich gibt´s das Volksstimme-Fest
> Freitag, 14.9.
Klagenfurt/Celovec, bis 16.9.: Antifaschistische Proteste gegen das
Ulrichsbergtreffen
> Dienstag, 18.9.
Gruenes Haus, 17h IGS-Jour fixe: 5 Mrd. Umverteilen. Jetzt!! 1070
Lindengasse 40
> VORSCHAU:
Politische Bildungsreise vom 26. bis 28. Oktober: Das gruene Freiburg - die
Stadt mit dem ersten Gruenen Oberbuergermeister. Infos Gruene Akademie
Steiermark, bildungsreisen at gruene-akademie.at und Tel. 0316/82 25 57-0
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Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen
Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht
wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten sein. Nachdruck
von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete
Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein Nachdruck von
Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber eine
anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur als
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den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero at gmx.at abbestellen.
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Termin: Salzburg, 4.Juli: Nolympia feiert
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 26. Juni 2007; 15:28
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Termin:
> Salzburg, 4.Juli: Nolympia feiert
Gegen die Olympia-Bewerbung Salzburgs hatte sich eine breite Plattform
("Nolympia") gebildet, um Widerstand gegen den Austragungsort Salzburg zu
leisten. Am Mittwoch, den 4. Juli wird um etwa Mitternacht die Entscheidung
ueber den Austragungsort bekanntgegeben. Im Schloss Mirabell ist von
offizieller politischer Seite eine Feier angesetzt, um den Schein zu wahren.
Aber richtig feiern werden Olympia-GegnerInnen. Direkt daneben, im
Mirabellgarten, Naehe Euthanasiedenkmal, ab 23.00 Uhr, in selbstversorgender
Art und Weise. Es gilt als unwahrscheinlich, dass Salzburg gewaehlt wird.
Die ProponentInnen, die bereits fuer die Bewerbung Unsummen an Geldern
ausgegeben haben, werden in Grund und Boden gelacht. Brot wird gebeten
mitzubringen und die Spiele, so befinden die OrganisatorInnen, erfinden sie
sich selber.
(arge wdv)
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Initiativen/Soziales: Regressforderungen an Pflegeangehoerige
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 26. Juni 2007; 16:13
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Initiativen/Soziales:
> Regressforderungen an Pflegeangehoerige
Im Zusammenhang mit der Debatte um Pflege und die Abschoepfung des
Vermoegens der zuhause zu Pflegenden bis hinunter auf 5000 Euro wurde auch
wieder die Abschoepfung fuer die Pflege im Heim ein Thema. Waehrend in Wien
und Salzburg "lediglich" die zu Pflegenden zur Kasse gebeten werden,
existieren in den anderen Bundeslaendern auch Regressmoeglichkeiten an die
Angehoerigen. D.h. zumeist die Kinder werden zur Kasse gebeten, wenn ihre
siechen Eltern fuer ihre Pflege kein Geld mehr aufbringen koennen.
In Tirol gibt es dagegen jetzt Widerstand: Seit Mitte Mai laeuft das -- fuer
ein Jahr angesetzte -- Einleitungsverfahren fuer das Tiroler Volksbegehren
"fairSORGEN". Josef Stingl, Initiator des Volksbegehrens: "Salzburg und Wien
verlangen weder Sozialhilfe zurueck, noch belasten sie die Angehoerigen der
Pflegeheim-bewohnerInnen und trotzdem stehen sie nicht vor dem Bankrott. Was
in Salzburg und Wien moeglich ist muss auch in Tirol moeglich sein."
(akin)
Quelle:
http://www.glbtirol.info/geeklog/public_html//article.php?story=20070608150958387
Unterstuetzungsformular: http://www.glbtirol.info/fairsorgen/formular.pdf
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Soziales/Kommentar: Menschenrechte kosten Geld - zur Pflegedebatte
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 26. Juni 2007; 16:19
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Soziales/Kommentar:
> Menschenrechte kosten Geld
Zu: "Im Zentrum", ORF17.6.2007
Es ist kaum zu fassen, wie schwer sich alle mit der Argumentation betr.
Pflege getan haben. Der einzige Stefan Schulmeister weiss, wo das Geld
herkommen soll, damit niemandem wirklich weh getan wird. Das war Musik fuer
meine Ohren. Alle Diskutierenden waren der Meinung, Pflege und
menschenwuerdige Betreuung sei ein Menschenrecht. Aber als festgestellt
wurde, dass ein Menschenrecht auch Geld kostet, waren sie nicht mehr einer
Meinung.
Die ehrenamtliche Betreuung fuer Gotteslohn, die jahrhundertelang
funktioniert habe, solle gefoerdert werden, ein bisserl Pflegegeld, Frauen
als Helferinnen in der Not, dazu der Zivildienst -- und die Sache sei
geritzt.
Weil das unsoziale System der Raffzahngesellschaft auch die letzten
Ersparnisse vor einer Foerderung einsetzen will, wehren sich auch Leute wie
Feuerstein und Haubner. Da haben wir arme Teufel jetzt Mitkaempfer gewonnen
im Kampf um eine menschenwuerdige Pflege.
2-3 Milliarden wuerde es kosten, wenn wir den Nachbarinnen mehr als die
bisher ueblichen 2 Euro pro Stunde zahlen muessten. Weil ich weiss, das
Schulmeisters Vorschlag "Vermoegenssteuer auf grosse Vermoegen" nicht
aufgegriffen wird, rege ich an, das alle Gruppen und Initiativen aktiv
werden sollen, damit wir uns dieses soziale Recht erkaempfen.
*Aldor Ertl / gek.*
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Sommer-Veranstaltungen von "Thomas Northoff" <thomas.northoff at gmx.at>
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Liebe FreundInnen, KollegInnen, sehr geehrte Damen und Herren!
Wieder einmal möchte ich Sie/Euch auf interessante Veranstaltungen hinweisen.
1.
"AUGEN AUF"
Vorträge von Heribert Schiedl und Thomas Northoff
Symbole von Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit - auch
an den Wänden unserer Stadt.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des 4. Klezmore Festivals statt.
Montag, 2.7.2007, 19h30
Zentrum im Werd
Im Werd 6 (beim Karmelitermarkt), 1020 Wien
Eintritt: 10.- Euro
2.
Erstes Wiener Lesetheater bringt zur Leseaufführung: "HERBST IN
PEKING" von Boris Vian
Innenhof des Lokals "Shakti" (bei Regen ums Eck im 7-Stern)
Montag, 4.7.2007, 19h
Kirchengasse 28
1070 Wien
Eintritt frei
3.
Erstes Wiener Lesetheater bringt zur Leseaufführung: "Märchen für die
Satten und Irren" von Joe Berger
Garten des Gasthaus Sittl
Montag, 23.7.2007, 19h
Lerchenfelder Gürtel 71
1070 Wien
Eintritt frei
Einen schönen Sommer wünscht
Thomas Northoff
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><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><
MELDUNGEN UND MEINUNGEN
><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><
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KPÖ/EU/Verfassung/Reformvertrag/Volksabstimmung/Demokratie
von KPÖ <kpoe at gmx.at>
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KPÖ-Pressedienst Drechslergasse 42, 1140 Wien Telefon +43 (1) 50 36 580
- 0 Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at Web www.kpoe.at -
Ausgabe vom 25. Juni 2007
KPÖ fordert eine Volksabstimmung über den EU-Verfassungsersatz
Chance zur Entwicklung einer Alternative zur gescheiterten Verfassung wurde
gezielt torpediert
Die nur kosmetisch leicht veränderte und nun als Reformvertrag definierte
2005 an der Volksabstimmung in Frankreich und den Niederlanden gescheiterte
EU-Verfassung muss einer Volksabstimmung unterzogen werden, fordert die KPÖ
zum Ergebnis des EU-Gipfels in Brüssel. Eine Absegnung bloß durch das
Parlament wie schon 2005 mit der ursprünglichen Fassung praktiziert bedeutet
eine demokratiepolitische Vergewaltigung der Öffentlichkeit.
Bundessprecherin Melina Klaus und Bundessprecher Mirko Messner fordern daher
die Abgeordneten des Nationalrates und des Bundesrates auf, im Parlament für
eine Volksabstimmung über den neuen EU-Vertrag initiativ zu werden. Sie
verweisen dabei auf das Ergebnis der letzten Eurobarometer-Umfrage, welcher
zufolge die EU-Skepsis in Österreich besonders stark ausgeprägt ist, was
Regierung und Parlament eigentlich sehr zu denken geben müsste.
„Die Politik des Drüberfahrens über berechtigte Einwände zur Entwicklung der
EU wie sie auch die jetzige Regierung praktiziert verstärkt den Unmut über
die EU und eröffnet fremdenfeindlichen Hetzern vom Schlage Straches oder
Westenthalers Möglichkeiten für ihre bornierte Demagogie“, so Mirko Messner.
Zudem betreiben die etablierten Parteien ein zynisches Doppelspiel, indem
sie negative Auswüchse Brüssel anlasten und damit vertuschen, dass alle
EU-Entscheidungen mit Zustimmung der österreichischen Politik zustande
kommen.
Die KPÖ betont insbesondere auch, dass beim medial dramatisierten Ringen um
Kompromisse beim jetzigen EU-Gipfel die wesentlichen Fragen unter den Tisch
gefallen sind: Entscheidend für die künftige Entwicklung sind nämlich nicht
sosehr Stimmgewichtungen und ob die EU eine Hymne und Fahne hat, sondern die
politische Ausrichtung. Diese wurde aber beim Gipfel in Brüssel überhaupt
nicht thematisiert.
Die linke Kritik an der Verfassung und das gilt auch für den Reformvertrag
als deren Ersatz geht nämlich dahingehend, dass die EU durch eine bereits
laufende Militarisierung zu einer mit den USA gleichwertigen Supermacht
entwickeln will, dass das neoliberale Modell für Wirtschaft und Gesellschaft
verankert wird und eine Hierarchisierung mit Festschreibung einer
bestimmenden Rolle der großen EU-Länder Deutschland, Frankreich und
Großbritannien stattfindet.
„Die Chance zur Entwicklung einer Alternative zur gescheiterten Verfassung
im Sinne eines demokratischen, sozialen und friedensorientierten Europa
wurde hingegen in den letzten zwei Jahren vom politischen Establishment
systematisch verhindert“, so Melina Klaus abschließend. Wenn eine Mehrheit
im Parlament in wichtigen Fragen gegen die Mehrheit der Bevölkerung
entscheidet wird das zunehmend zum Demokratieproblem, daher ist eine
Volksabstimmung über den Verfassungsersatz in jeder Hinsicht gerechtfertigt.
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[rso_news] Grundsätze der RSO/ Sklaverei in China / Indien
von RSO - Revolutionär Sozialistische Organisation
<rso at sozialismus.net>
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RSO-Newsletter Nr. 5
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Hallo! Dies ist der newsletter der Revolutionär Sozialistischen
Organisation (RSO), einem Zusammenschluss aus AL-Antifaschistische
Linke und Arbeitsgruppe Marxismus. Nach unserer Fusion haben wir
auch unsere newsletter zusammengelegt. Solltest du deshalb mehrfach
in unserem Verteiler sein, bitten wir um ein kurzes mail an
rso at sozialismus.net. Unsere Fusionserklärung findet sich unter
http://www.sozialismus.net/ue_uns.html
INHALT:
1. Grundsätze der RSO online
2. Skandal um SklavInnenarbeit erschüttert China
3. Interview mit Sushovan Dhar zum Thema "Neoliberalismus und
Klassenkampf in Indien"
4. Treffen der RSO-Gruppe Wien-Süd/West:
Zwischenbilanz der "Antiglobalisierungsbewegung"
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
1.
Grundsätze der RSO online
Das vorliegende Dokument ist die politische Grundlage der
Revolutionär Sozialistischen Organisation (RSO). Die Grundsätze sind
der Schlusspunkt eines monatelangen Annäherungs- und schließlich
Fusionsprozesses von AL-Antifaschistische Linke und Arbeitsgruppe
Marxismus (AGM). Auf der Fusionskonferenz der beiden Organisationen
im Mai 2007, zugleich die Gründungskonferenz der RSO, wurden die
Grundsätze einstimmig beschlossen.
Das Dokument findet sich unter http://www.sozialismus.net/ue_uns.html
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
2.
Skandal um SklavInnenarbeit erschüttert China
Ein Skandal von noch nicht erahnbarem Ausmaß erschüttert derzeit das
aufstrebende "Wirtschaftswunderland" China: Mehr als 1000
Minderjährige sollen in Ziegeleien und Bergwerken als SklavInnen
gehalten worden sein. Ein Sittenbild der sozialen Lage im
kapitalistischen China ...
Mehr unter http://www.sozialismus.net/ue_texte/china-
sklavenarbeit.html
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
3.
Interview mit Sushovan Dhar zum Thema "Neoliberalismus und
Klassenkampf in Indien"
Indien ist in Europa in letzter Zeit hauptsächlich durch sein
technologisches Potenzial, vor allem in der Computerbranche, und
durch die globale Investitionstätigkeit indischer Firmen
hervorgestochen. Im Gespräch mit GenossInnen der RSO zeigt Sushovan
Dhar, ein Trotzkist aus Mumbai/Indien von der Gruppe "Radical
Politics" den Zusammenhang mit der neoliberalen Offensive der
letzten Jahre und gibt einen kurzen Einblick in die politische Lage
seines Landes.
Das Interview findet sich unter:
http://www.sozialismus.net/ue_texte/interview-sushovan.html
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
4.
Treffen der RSO-Gruppe Wien-Süd/West zum Thema:
Zwischenbilanz der "Antiglobalisierungsbewegung"
Mi, 27.06.07
Wien, 19:00 Uhr,
Berfin, Siebensterng. 46 (U3 Neubaugasse)
__._,_.___
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Messages
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Revolutionär Sozialistische Organisation (RSO)
mail: rso at sozialismus.net
web: www.sozialismus.net
post: RSO, Postfach 62, A-1152 Wien
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Köln: Proteste gegen Bundeswehr vor Arbeitsagentur angekündigt
von Bundeswehr wegtreten <at.at at gmx.at>
==============================================
Initiative Bundeswehr-Wegtreten
Körnerstr. 77 -79
50823 Köln
Tel.: 0176/29109373
bundeswehr-wegtreten at arcor.de
www.bundeswehr-wegtreten.tk
Köln, 26. Juni 2007
Pressemitteilung
Köln: Bundeswehr ist kein normaler Arbeitsgeber am 28. Juni erneute
Proteste vor Kölner Arbeitsagentur
Der Initiative Bundeswehr-Wegtreten liegen Hinweise vor, wonach erneut
Erwerbslose zur Teilnahme an einer Bundeswehrwerbeveranstaltung im
Hause der Kölner Arbeitsagentur verpflichtet wurden. Der
Maßnahmenträger TERTIA Training und Consulting GmbH & Co. KG schickte
am 24. Mai 2007 mehrere unter 25-jährige Erwerbslose im Rahmen einer
bei Ihnen geführten Maßnahme zur Beratungsveranstaltung der Bundeswehr
im Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur Köln-Mitte. Die jungen
Erwachsenen
erklärten, dass Ihnen ganz konkrete Sanktionsandrohungen in Form von
Leistungskürzung bei Nicht-Teilnahme ausgesprochen wurden. TERTIA und
die Agentur für Arbeit erklären, es habe keine „rechtsverbindliche
Einladungen“ gegeben. Gleichzeitig betont die Pressestelle der
Arbeitsagentur, dass es sich bei der Bundeswehr um „einen Arbeitgeber
wie jeden anderen“ handele. Daher solle im Haus auch weiterhin für den
Job an der Waffe inklusive Verpflichtung zu mindestens einjährigem
Auslandseinsatz geworben werden.
Dem widerspricht Verena Kemper der Initiative Bundeswehr-Wegtreten vehement:
„Die Bundeswehr ist kein normaler Arbeitgeber, das kann auf die
Bundesagentur für Arbeit in ihrer bedingungslosen Vermittlungswut
nicht herbei lügen. Wir fordern ein Ende derartiger
Bundeswehr-Werbeveranstaltungen in Kooperation mit den Arbeitsagenturen.“
„Die Arbeitsagenturen und externen Maßnahmeträger dürfen ihre
derzeitige Rolle als aktive Erfüllungsgehilfen bei der Anwerbung von
Kanonenfutter nicht länger leugnen. Um weiterem Missbrauch (wie der
dokumentierten Verpflichtung zur Teilnahme seitens TERTIA)
vorzubeugen, dürfe der Besuch solcher Rekrutierungsveranstaltungen
nicht als anrechenbare Orientierungs-/Vermittlungsbemühung gelten.“
Für Donnerstag, den 28 Juni sind erneut Proteste vor dem
Berufsinformationszentrum in der Luxemburger Str. 121 angekündigt.
„Diesmal werden potenzielle Rekrutinnen und Rekruten aktiv miteinbezogen!“
Weitere Informationen dazu finden sie auf:
www.bundeswehr-wegtreten.tk
Kontakt: 0176/29109373
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KPÖ/Erbschafts- und Schenkungssteuer/Vermögenssteuer/Reichtum
von KPÖ <kpoe at gmx.at>
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KPÖ-Pressedienst Drechslergasse 42, 1140 Wien Telefon +43 (1) 50 36 580
- 0 Fax +43 (1) 50 36 580 - 499 - Mail info at kpoe.at Web www.kpoe.at -
Ausgabe vom 26. Juni 2007
Vermögensbesteuerung ist ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit
Laut „trend“ steigerten die 50 reichsten ÖsterreicherInnen ihr Vermögen in
Jahresfrist auf 91,95 Milliarden Euro
Strikt gegen die Abschaffung der Erbschafts- und Schenkungssteuer spricht
sich die KPÖ aus: „Dies würde dazu führen, dass die Vermögensbesteuerung in
Österreich systematisch auf Null reduziert wird“, so KPÖ-Wirtschaftssprecher
Michael Graber, der gleichzeitig vehement für die Wiedereinführung einer
Vermögenssteuer eintritt.
Die Regierung will anstatt einer gesetzlichen Reparatur als Konsequenz aus
zwei VfGH-Entscheidungen diese Steuer überhaupt abschaffen. Bundeskanzler
Gusenbauer propagierte diese Maßnahme mit dem Slogan „Steuern runter macht
Österreich munter - und sicher auch Deutschland“ in der „Bildzeitung“ und
meinte sogar „Tatsache ist, dass es von Mitte 2008 an in Österreich keine
Erbschaftssteuer mehr gibt. Ich bitte Sie, das möglichst breit zu
publizieren!“.
Hingegen stellt der Linzer Steuerrechtsprofessor Markus Achatz ausdrücklich
fest „Es gibt praktisch keinen Staat in der EU, der ohne Schenkungssteuer
oder Steuer für den Eigentumstransfer auskommt“ und meint „Wenn man sich den
Sachverhalt anschaut, dann erhöht sich beim Beschenkten durch die Schenkung
die Leistungsfähigkeit. Und warum sollte man dies nicht besteuern im
Gegensatz zum Geld, das aus harter Arbeit stammt und dennoch besteuert
wird.“
Mit der Abschaffung der Vermögenssteuer und Einführung der steuerschonenden
Privatstiftungen im Jahre 1994 durch den damaligen SPÖ-Finanzminister
Ferdinand Lacina verbunden mit weiteren steuerlichen Entlastungen und
zuletzt der Senkung der Körperschaftssteuer auf die Gewinne der
Kapitalgesellschaften und Einführung der Gruppenbesteuerung wurde Österreich
zum EU-Steuerparadies für Kapital und Vermögen. Spitzenreiter bei den
vermögensbezogenen Steuern sind im OECD-Raum der 30 führenden
Industrienationen ausgerechnet Großbritannien mit 11,9 Prozent, gefolgt von
den USA mit 11,3 Prozent, Schlusslicht sind Österreich mit 1,3 und
Tschechien mit 1,2 Prozent.
Laut dem Weltreichtumsbericht von Capgemini gab es 2005 in Österreich
bereits 67.700 MillionärInnen. Diese nur 0,8 Prozent der österreichischen
Bevölkerung besitzen ein Drittel des Vermögens, weitere neun Prozent
besitzen das zweite Drittel, während sich 90 Prozent das restliche Drittel
teilen müssen. Laut der jüngsten Veröffentlichung von „trend“ hat sich das
überwiegend in steuerschonenden Privatstiftungen veranlagte Vermögen der 50
reichsten ÖsterreicherInnen von 2006 auf 2007 von 55,15 auf 91,95 Milliarden
Euro erhöht.
Die Kehrseite sind rund zwölf Prozent der Bevölkerung oder über eine Million
Menschen die als armutsgefährdet gelten und mit weniger als 900 Euro im
Monat auskommen müssen. Der Ausspruch von Bertolt Brecht „Wär´ ich nicht
arm, wärst du nicht reich“ zeigt damit in aller Deutlichkeit den
Klassencharakter des realen Kapitalismus: „Der Reichtum weniger und die
Gewinne der großen Konzerne wachsen. Gleichzeitig wird uns erklärt, dass
Soziales, Gesundheit, Bildung und Pensionen nicht mehr finanzierbar sind“,
kritisiert Graber.
Die KPÖ fordert daher, Vermögen von mehr als eine Million Euro mit einer
Vermögensteuer von fünf Prozent zu besteuern und den Ertrag dieser Steuer
für Maßnahmen zur Armutsbekämpfung und Existenzsicherung zu verwenden und
hat dazu auch eine Petition an den Nationalrat eingebracht.
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GLB/Mindestlohn/Parlament von GLB <glb at gmx.org>
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Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110
Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail office at glb.at
Web www.glb.at Ausgabe vom 26. Juni 2007
GLB für gesetzlichen Mindestlohn von acht Euro pro Stunde
GewerkschafterInnen im Parlament sollen mittels Initiativantrag dafür aktiv
werden
Die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) fordert jetzt die
GewerkschafterInnen im Nationalrat auf, mit einem Initiativantrag für die
rasche Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes von acht Euro pro Stunde,
der jährlich valorisiert wird, tätig zu werden,: „Damit könnten die
GewerkschafterInnen im Parlament einen Kontrapunkt zu der ansonsten von
ihnen praktizierten Zustimmung zu unsozialen Regierungsmaßnahmen setzen und
für zehntausende Lohnabhängige eine spürbare Verbesserung durchsetzen“, so
GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger.
Die GLB-Bundeskonferenz vom 23. Juni 2007 beschloss eine Resolution für
einen solchen gesetzlichen Mindestlohn mit einer ausführlichen Begründung
für eine solche Maßnahme. Die Löhne sind in Österreich in den letzten zehn
Jahren real nur um magere 2,8 Prozent gestiegen (zum Vergleich in Schweden
um 25,4 Prozent). Die sinkende Lohnquote illustriert das Zurückbleiben der
Löhne bei gleichzeitig steigenden Gewinnen und Vermögen anschaulich.
Die Kosten für Wohnen, Energie und andere Grundbedürfnisse steigen hingegen
überdurchschnittlich, BezieherInnen kleiner Einkommen sind davon besonders
stark betroffen, gerade ihre Einkommen bleiben aber zurück. Immer mehr
Menschen sind prekär (Teilzeit, geringfügig usw.) beschäftigt. Sie sind
doppelt betroffen: Durch zu geringe Stundenanzahl und zu niedrigem Lohn.
Immer mehr Menschen kommen mit ihrem Einkommen immer weniger aus und werden
von einer angemessenen Lebensführung ausgeschlossen und damit grundlegender
Menschenrechte beraubt.
Ein Grundgedanke des Sozialstaates, dass Menschen ohne Vermögen wenigstens
durch ihre Arbeit am Zuwachs des gesellschaftlichen Reichtums beteiligt
werden, wird immer mehr ausgeschaltet. Viele müssen Zusatzjobs annehmen, um
über die Runden zu kommen. Besonders betroffen von niedrigen Löhnen sind
Frauen, Beschäftigte in Kleinbetrieben und im Dienstleistungsbereich.
Wenn es um die Löhne geht, schalten die Unternehmer die geheiligten
Grundsätze des Wettbewerbs aus. Am liebsten hätten sie möglichst viele
Niedriglöhne und behaupten dazu noch zynisch, damit würden mehr
Arbeitsplätze geschaffen. Damit es zum Leben reicht, soll der Staat durch
Kombilöhne oder die geplante bedarfsorientierte Mindestsicherung nach dem
Vorbild von "Hartz IV“ in Deutschland auf Kosten der SteuerzahlerInnen
draufzahlen.
Während die Löhne stagnieren, steigen die Profite und Millionenvermögen in
astronomische Höhen. Ein Prozent der Bevölkerung besitzt ein Drittel des
Vermögens, weitere neun Prozent das zweite Drittel, die restlichen 90
Prozent müssen sich das letzte Drittel teilen. Den 67.700 MillionärInnen
stehen 1,2 Millionen armutsgefährdete Menschen gegenüber, die weniger als
848 Euro monatlich zum Leben haben. 235.000 Menschen verdienen trotz
Vollzeitarbeit sowenig, dass sie armutsgefährdet sind. Österreich ist das
fünftreichste Land der EU. Die Produktivität der Wirtschaft hat durch die
Leistung der Beschäftigten eine beispiellose Rekordhöhe erreicht. Ein Lohn,
der zur Existenzsicherung reicht, ist also finanzierbar. Eine
Vollzeiterwerbsarbeit muss eine eigenständige Existenzsicherung ermöglichen.
Die Gewerkschaften haben sich sozialpartnerschaftlich den Standortwünschen
der Unternehmerseite angepasst und damit in der Lohnpolitik versagt.
Prozentuelle Lohnabschlüsse haben die Schere zwischen kleinen und großen
Einkommen vergrößert. Nicht einmal der von der Regierung angekündigte
Mindestlohn von tausend Euro brutto (das sind magere 5,95 Euro pro Stunde
bzw. 820 Euro netto monatlich) ist per General-Kollektivvertrag für alle
Branchen durchsetzbar. Nur branchenweise und erst in einigen Jahren soll er
kommen.
In 18 der 25 EU-Länder gibt es bereits einen gesetzlichen Mindestlohn, so
etwa in Luxemburg (9,08 Euro pro Stunde), Irland (8,30), Frankreich (8,27),
den Niederlanden (8,13), Großbritannien (7,96) und Belgien (7,93). Ein
solcher Mindestlohn war nirgends schädlich für die Beschäftigung, im
Gegenteil wurden Lohnunterschiede und die Benachteiligung der Frauen
reduziert. Ein Mindestlohn stellt die Kollektivvertragshoheit der
Gewerkschaften nicht in Frage. Er unterstützt diese im Gegenteil sogar, weil
er auch in jenen Branchen und Betrieben wo es keine Gewerkschaften gibt
Mindeststandards durchsetzt.
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Das akin-"Telefonbuch" - Sommer 2007
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 26. Juni 2007; 15:32
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> Das akin-"Telefonbuch"
Ausgabe Sommer 2007
Treffpunkte, regelmaessige Kundgebungen und Kontaktadressen politischer
Initiativen
Aenderungen bitte uns bekanntzugeben! Telefonnummern ohne Vorwahl sind
Wiener Festnetz-Nummern. Die Reihung der Gruppen stellt keine politische
Wertung dar, sondern ist eher zufaellig.
*
KUNDGEBUNGEN:
Ehe ohne Grenzen, Innenministerium, Mi, 17h, Herreng.7, 1010
Critical Mass (aka Radldemo, vormals RaF), j. 3.Fr. i. Monat, 16:30, 1050
Margaretenpl., http://criticalmass.at/
Mahnwache Frauen i. Schwarz gg. israel. Besatz. palaest. Landes. j. 1. Sa.
im Monat 14-16h am Graben, WomenInBlack-Vienna at gmx.net, 523 13 64,
http://www.fraueninschwarz.at
Botschaft d. Intifada Fr 16 - 18h in der Schottenpassage/U Bahn Schottentor.
*
GRUeNE
Bezirksgr.: BG2 j. 1. u. 3. Mi,19h, Galerie Vor Ort, 1020 Wohlmutstr.14; BG3
j.1.u.3. Mi 19h Ungarg. 45; BG4 1. Mi, 20h, 1040 Favoritenstr.22; BG5 Di
19,30 1050 Zentag. 39/1 BG6 Mi 20h Sopherl/ Naschmarkt, BG7 j. unger. Wo. Do
Cafe Kultur, Westbahnstr.21; BG8 j. Mi 19h, Kochg. 16, Tel.403 36 69; BG9 j.
1. Mi 19h, Pramerg.19, 3.Mi auf Anfrage Tel.92 50 712; BG10 jed Mi, 19h,
Pernerstorferg. 42; BG11 j. 1., 2. u. 4. Mi,19h Stadtteilzentr. Schneiderg.
15; BG12 j. 2. u. 4. Do, 19h, Gh. Weidinger, Klaehrg. 3; BG13 jed 1. + 3.
Mi, 19,30, Gh Asien Villa, Auhofstr.80, BG14 jed. 1. Mi 18,30
Breitenseerstr. visavis B.Kino, BG15, Do, 19h Reithofferpl./Maerzstr.; BG16,
Mi 20h, Pizzeria Campanile, Herbststr.59 Infos 0664/831 75 20, 2. + 4. Mi
19,30 Hofferplatz 5 Cafe World; BG17 Di, 19,30, Club Gandhi, Schadinag. 3;
BG19, Mi, 19h, Barawitzkag. 16; BG20, j. 1., 3. + 4. Mi, 19,30;
Hannoverg.13; BG21 j.Mi 18,30, neues Lokal: Bruenner Str.26-32/5, BG22 j.
1.+3. Di, 19,30 Wagramerstr. 117/4; BG23 Mi, 20h, Atzgersdorf, Kirchenpl. 7,
Init. Gruener SeniorIn. j.1.u.3.Di, 17h, 1070 Lindeng. 40
GAJ: Wien: Plenum Di 18,30, jed.letzten Di im Mo Frauenplenum, 1070,
Lindeng. 40, T52125242, www.gajwien.at; Wr.Neustadt Fr 15h Roseng.9; Stmk:
Fr 15h Graz Paulustorg. 3. Tirol Mo 19h Gruenes Buero Ibk., Adamg.13-15;
Vlb.: 6800 Feldkirch Pf73;
*
FRAUEN:
Sprungbrett - Beratungsst. f. Maedchen, etc. 1150 Pilgerimg. 22-24, 7894545;
www.sprungbrett.or.at
FLMZ, Waehringerstr.59/St.6, T+F 4085057, Plenum: j.1. Do, 18:30, 2.St;
FZ-Beisl: Do-Sa ab 19h, Beisl-Plenum: j.2.u.4. Di 18h, Eingang Prechtlgasse,
T4028754, fz-bar.wolfsmutter.com; Beratungs-, Therapie- & Bildungszentr.f.
Immigrantinnen, T4086119, www.peregrina.at; V. Foerderung femin.
Handwerkerinnen, T4084443
Brot&Rosen: Di bis Fr 18 bis 24 h. J. 2. Sa i. Mon. Frauenfest. 1120
Ratschkyg. 48, Lokal f. Feste etc., 8972260, Fr 10-17h InternetCafe nur
f.Frauen.
BH Frauenzimmer, Do: Buecherabend, bis 21h, 1080 Zieglerg. 22
Foto- & Zeitschriftenarchiv d . AUF: Bueroz. Mi, 10-12h, 1010 Kleeblattg.7.
Frauen beraten Fr., Mi 18-20h 1010 Seitenstetteng.5/7, 0676/7172957 &
5876750 Mo u. Mi 9:30-12:30, Di & Do 13-16, Inst.f. frauenspez.Sozialforsch.
1060 Leharg. 9/2/17
Kostenl.Kurse f. Frauen: women at web - abz wien: z.B. Internet/EDV, auch in
tuerk, serbokr. etc., kostenl. Kinderbetr. Infos Di/Do 10-14, Mi 15-18
T.6670302, F.6670300-4. 1120, Am Schoepfwerk 29/8/R1
NOTRUFE f. vergew. Frauen&Maed.: 5232222; 24h-Frauen-Helpline gg.
Maennergew.: 0800/222555; 24h-Frauennotr. Stadt Wien 71719;
Wr.Interventionsstelle gegen Gewalt in Familie, 1060 Amerlingstr.1/6, T. 585
3288, istwien at nextra.at, http://www.interventionsstelle-wien.at; Verein
Auton. Frauenhaeuser, 1050 Bacherplatz 10/4, Tel.544 08 20; NINLIL - Verein
wider d. sex. Gewalt gg. Frauen, die als geistig o. mehrfach behindert
klassifiziert werden. Tel. 714 39 39VIRUS Di, 20h WUK-Umweltb., 1090
Waehr.Str.59, Eisenstiege
*
FRIEDEN:
Arge WDV, argewdv at verweigert.at, 5359109, Fax 5327416. 1010 Schotteng.
3a/1/4/59. Wehrdienstverweig. u. Zivild.berat. Mo 18h, Deserteurs- u.
Fluechtl.berat. Mi 18h; www.deserteursberatung.at/; ebda: RECHTSBERATUNG:
J.1.Do/Monat, 18h, bei dringenden Faellen: (0699) 112 25 867, Fax: 532 74
16, solidaritaetsgruppe at chello.at
Bew. gg. d. Krieg (1080 Josefstaedterstr. 29, Tel/Fax 971 33 19). Treffen Di
20h: Vorstadtzentr., Gusshausstrasse 14/3, 1040
Wr.Friedensbew., Plenum jed. 1. Di. i. Mon. 19h, Lokal Rotpunkt, 1050
Reinprechtsdorfer Str. 6
Friedenswerkst. Linz, 4020 Dinghoferstr.27, Tel.0732/771094, Fax 0732/
797391, Buero & Bibl. Mo 13-18, Mi 9-14, Do 17-19
*
ARBEITSLOSE:
AMSand, Di 18h Amerlingh., 1070 Stiftg.8
Verein "Zum Alten Eisen" / Arbeitssuch +40, T.4024777, Do ab 16h
Laudonstueberl, 1080 Laudong.16
Verein. Arbeitsloseninis: NOe, 3100 St. Poelten, A. Hofer Str.
4,T.02742/73440; Salzb.-Itzling 5020, Kirchenstr.34/ ABZ-Beisl, Tel. 0662/
821833; Klagenf. 9020, Suedbahnguertel 24, Tel. 0463/ 319732;, Vlbg. 6805
Feldk.-Giesingen, Runastr. 25, Tel. 05522/37536
Arbeitskreis: Bist a Loser, Softy oder nur arbeitslos?! Mi, 16h, Stammtisch
Arbeitsloseninis, 1100 Erlachg.87
*
INFOLAeDEN:
Wels: 4600 Spitalhof 3, Tel.07242/910432; Mi, Do 14-18, Fr 14-22, Sa 11-14,
infoladen-wels at liwest.at;
Korneuburg: IL Kamtschatka Zivild.berat., Buecher, Zeitschr., j. 1.u.3. Mi
i.Mon. 15,30-16,30. 2100 Laaer Str. 6;
IL Linz: Treibsand Rudolfstr.17, Di, Fr, Sa 16 - 20h,
www.kv-treibsand.at.tf;
IL Salzburg: Lasserstr.26, Di + Do 16-20h, So 13-19h.
infoladen.salzburg at gmx.net;
IL Bregenz, AJZ Between, Bahnhofstr.47, 05574/44379, juzbuch at gmx.at
Politik a. Freitag j. 2. Fr. i. Mo., Wr. Neust., 19,30, Triebwerk/
Neunkirchner Str. 65B
*
DIVERSES:
Linkswende Di 19,30, Tunnel, 1080, Florianig.39, 0676/6738 222; Mi 19h
Amerlingh. 1070 Stiftg.8
SOS-Mitmensch: 1071, Pf. 220; 5249900, F: 524 99 009
Intern.Soli.forum Mo,19,30, 1070 Stiftg. 8
RKL & Aktionskom. gg. Sozialabbau: Vorstadt-Zentrum, Gusshausstrasse 14/3,
1040, So von 16-22h, Soli-Cafe Di 18h
Antidiskrim.stelle f. Lesb., Schw., Transgend.: Di 14-18h., T.4000/81449.
1080 Fr. Schmidt Pl. 3, 3.St.
Antif. Linke: Wien-Nord: Mo 19h, 1200 Allerheiligenpl. 17, Wien-Sued: Di 19h
1050 Rotpunkt, 1050 Reinprechtsdorferstr.6; Graz, Sa 15h Merang. 51/Keller,
T.0699/10934921; www.sozialismus.at
Wuk-Inforunde: j. 1. Mi. i. Mo. 18h. Permakultur, Selbstversorg.,
Tauschkreise, Veganes; 1090 Waehr. Str.59
Augustin; j.1.Mi.i.Monat 18-20 Uhr Schreibwerkstatt im Haeferl, 1060
Hornbostelg.6; Radiowerkstatt j.2.Mi.i.Monat 10-12 Uhr, 1040 Mostg. 7/3; 587
87 90
ZARA Beratungsst. fuer Zeugen & Opfer v. Rassis., 1060 Luftbadg.14-16;
9291399, www.zara.or.at
WILI-Wr. Lehr.In.Ini j. 1. Mi. 19:30 KIV, 1020 Odeong.1/Gr. Mohreng.
Forum gg. Antisem., Tel. 53104-255 Mo-Do 9-17h, Fr 9-14h.
24h-Sicherheitszentrale fuer Notfaelle: 3698526
Antiimp. Koord gg. Globalisierung, So 18h Vorstadtz., 1040 Gusshausstr.14/3
ai-AG Gewerksch.: T.9826601/52, www.amnesty.at/gruppe/gew
Beweg. f. soz. Befreiung. So: Disk, Videos etc. ab 18h, Vorstadtz. 1040
Gusshausstr.14/3
LICRA - Internat. Liga gg. Rassismus & Antisem., NGO, Jour fixe j. 1. und 3.
Mo im Mo, 19:30, Rep.Club, 1010, Rockhg.1/Cafe Hebenstreit
AG Marxism. Postfach 62, A-1152 Wien; agm at agmarxismus.net
Verein Zebra, Graz, Schoenauguertel 29: u.a. muttersprachl.
Wohnrechtsberatung. Tel. Anm. 0316/71 46 42 Mo - Fr 9 - 12h
Fawos - Wohnungssicherung 2185690, fax DW85030. 1020 Schiffamtsg. 14, 3.
Stock. Mo, Di, Do, Fr: 8,30-12h, Mi 17-19h.
MieterInnen-Ini, kostenl. Berat., Liechtensteinstr.123/20, Mo+Di, 14-18h,
3194486
Rechtskomitee Lambda f. pol. & rechtl. interess Lesben, Schwule, Bisexuelle.
J. 1. Mo., 19h, X-Bar, 1060 Mariahilferstr.45, Raimundpassage
ATTAC: 1050 Margaretenstr. 166/ 3.St./25, T 5440010, www.attac.at
W.E.G.: virt. Kostnixladen u.a.: http://www.geldlos.at - Kostnixladen im
vekks. 1050 Zentag.26, Mo, Do, Fr jew. 15-20h
Anarcho-syndikalist. Gewerkschaftsini. "Syndikat" j. Sa, 18h, Lolligo, 1010
Fischerst. 4-8. haengematte at linuxmail.org; post: Haengematte, 1070 Stiftg.8
Oest. Arab. Kulturzentr.: 1040 Gusshausstr.10, 0650 2727257,
http://www.okaz.at
DOeW-Museum. 1010 Wipplingerstr.6-8, T2289469/319, Eintritt frei,
http://www.doew.at
Linz, Treffpunkt Cafe KPOe, mittwochs 18 Uhr, Melicharstr.8, KPOe Linz
AUGE/KIV, Soziale Vernetzungsgruppe, 18.30 Uhr AUGE/UG-Buero, Monatl.
Treffen von Betriebsr. & Arbeitnehm. Gesundheits- u. Sozialberufe. AUGE/UG
Buero, Termine /Themen: www.auge.or.at, Mi., Ort: Belvedereg. 10/1, 1040
Monatl. KIV-Plenum, Unabh. Gewerksch. Gemeindebed., KIV-Club Odeong.1/
Eingang Ecke Mohreng., 1020, jeden 1.Do., 19 Uhr; kiv at kiv.at
Tauschkreis LETS Wien, 402 69 55, http://www.waffeltausch.at
WEGzehr und Kost-Nix-Kino jed. ersten Do im Mo im VEKKS 1050 Zentag.26, ab
14h wird gekocht, ab 20h filme und vokue
I:DA, jed. Die laedt das anarchistisch-libertaere Kollektiv zu Film &
Volxkueche ein, ab 20h offen. 1150 Zwoelferg.9, hinterm Westbahnhof
Rechtshilfe-Fonds-Party von jetzt an jed. letzten Freitag im Monat im TUeWI
1190 Peter Jordan Str.76
Zeitschrift Streifzuege http://www.streifzuege.org, Gratis-Probeexemplar
glatz at streifzuege.org, Margaretenstr. 71-73/23, 1050 Wien
SLP: 1070 Kaiserstr. 14/11, T. 5246310, F. 5246311; Treffen: Jugendgruppe,
jed. Mo 19h im Amerlinghaus, 1070 Stiftg.8, Wien-West, jed. Mi 19h
Fuenfhauser Stueberl, 1150 Loehrg.13, Wien-Sued, jed.Mo 19h, Bunte Kuh,
1050. Ecke Zentag./ Siebenbrunneng.; Wien-Nord jed. Do um 18h, PIWNICA, 1200
Jaegerstr. 38; Linz, Mo 17,30, Alte Welt, Hauptpl.4; Slzbg Do 19h,
Shakespeare, Hubert-Sattler-G. 3/Mirabellplatz, NOe nicht regelmaessig,
Infos siehe SLP Wien
EKH (1100, Wielandg. 2-4): Que(e)r Mittwochs-Beisl 18,30-24h. Infol.X: Mi-Do
14-20, Fr, Sa 14-22h. VOLXbibliothek Do 16 - 20 h.
http://www.med-user.net/ekh
Rosa Antifa c/o Rosa Lila Tip, 1060 L.Wienzeile 102, raw@ swi.priv.at, T&F
6415999
Beweg. Rot. Wien, Buero Mo, Di, Fr 10 - 13h, Di-Do 15 - 18h, Tel. 319 04 57.
Jour fixe j. 1. u. 3. Do 18-20h, 1090 Liechtensteinstr. 123/20; Stammt. j.
1. u. 3. Do 20-22h, Cafe Singvoegel, 1090 Liechtenst.str. 109
Flughafensoziald. - Ausl.Beratung Mo-Do 16-19h, 1070 Lindeng.42, T 5875999
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EU/Glosse: Europa, einig Verfassungsland!
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 26. Juni 2007; 15:55
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EU/Glosse:
> Europa, einig Verfassungsland!
Die EU-Gruenen sind wirklich die europaeischsten aller Europaeer. Und sie
sind die gluehendsten Verfechter der EU-"Verfassung". War es frueher mal ein
"gruener Wert", Basisdemokratie zu fordern, kommt heutzutage ein Ruf nach
Volksabstimmung den EU-gruenen Spitzen nicht mehr ueber die Lippen. Die
wollen den Vertrag ohne Wenn und Aber (im Zusammenhang mit den polnischen
und britischen Forderungen beim juengsten EU-Gipfel): "Wir sind enttaeuscht
ueber den Mangel an Entschlossenheit der 18, die Errungenschaften des
Konvents zu verteidigen" (Daniel Cohn-Bendit und Monica Frassoni,
Ko-Vorsitzende der Fraktion in einer Aussendung).
Sicher, speziell die britischen Einwaende, wie zum Beispiel gegen die
Grundrechts-Charta, sind nicht gerade von fortschrittlichem Gedankengut
gepraegt. Aber der Vertrag in der auch vom Parlament abgesegneten Fassung
bedeutet eben nicht nur eine Staerkung dieses Parlaments, sondern auch eine
Festschreibung der Rolle des Rats und eine Militarisierung der EU. Man kann
den Gruenen dabei nicht einmal vorwerfen, dass sie das vergessen haetten,
denn sie konstatieren als Ergebnis des Gipfels: "Alle Aenderungen, die im
Kompromiss vereinbart wurden, sind ein Schritt hinter den Verfassungsvertrag
zurueck. Das gilt auch fuer die Gemeinsame Aussen- und Sicherheitspolitik,
die nun mehr als zuvor Domaene der Regierungen bleibt." Dass "gemeinsame
Sicherheitspolitik" auch die Bildung einer EU-Armee bedeutet und man dann
mit dieser nach US-amerikanischen Vorbild "gemeinsame Aussenpolitik" machen
kann, sollten erwachsene gruene Abgeordneten doch schon mal gehoert haben.
Doch das alles ist egal, Hauptsache, Europa ist ein einig Vaterland. Und wer
stoert, fliegt raus! Denn da sind die EU-Gruenen ausnahmsweise sehr
erfrischend in ihrer Deutlichkeit. Cohn-Bendit und Frassoni: "Positiv ist
auch, dass es nun ein klares Verfahren fuer den Austritt aus der EU gibt.
Mitgliedsstaaten wie Polen und das Vereinigten Koenigreich, die die
europaeischen Werte nicht teilen wollen, sollten ernsthaft ueber einen
Gebrauch der Ausstiegsklausel nachdenken."
Schade nur, dass die oesterreichische Regierung so wenig stoert. Grund
haette das ach so neutrale Oesterreich auf alle Faelle.
*Bernhard Redl*
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Wien/Kultur/Interview: Bundesbahnblues 2007
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 26. Juni 2007; 16:14
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Wien/Kultur/Verkehr/Interview:
> Bundesbahnblues 2007
Das Café Creaktiv koennte noch lange existieren. Und es waere ihm und seinem
Wirten zu wuenschen.
Nur leider steht es auf Bahngrund.
*
Horst Seethaler hat so einiges hinter sich. Was man so gemeinhin "ein
bewegtes Leben" nennt. Kein Mensch, der mit dem Silberloeffel im Mund
geboren worden ist. Wollte Gebrauchsgraphiker werden, lernte dann aber
Buchdrucker ein Beruf, der bald darauf nicht mehr gefragt war. Kam bald
auf die "schiefe Bahn". Im Gefaengnis kam er aber endlich in Ruhe zum Malen
und Schnitzen. Vor 8 Jahren gruendete er das Beisl "Creaktiv" in
Wien-Favoriten nach vielen Aufs und Abs heute ein Kuenstlerbeisl auf
Vereinsbasis mit eigener Buehne. So etwas wie ein Ruhepunkt fuer den
mittlerweile 50jaehrigen und jetzt ist durch die etwas chaotische Planung
fuer den neuen Hauptbahnhof Wien wieder seine Existenz gefaehrdet.
Von vorne sieht das Creaktiv aus wie ein buntbemaltes Wuerschtelstandl mit
Schanigarten. Doch wenn man es betritt, wird man fast erschlagen von dem
vielfaeltigen Interieur: Malereien, bunte historische Werbetafeln,
Krimskrams, ein bisserl Kitsch die Waende sind voll davon. An einem Tisch
wird Karten gespielt, sonst ist nicht viel los am fruehen Abend. Doch das
Lokal geht sehr in die Tiefe und scheint immer laenger zu werden, bis man
hinten in einem soliden Schuppen mit professionellen Konzertequipment steht.
Wir setzen uns mit "Horstl" an einen der hinteren Tische. Bluesmusik klingt
dezent aus den Boxen und wir fordern ihn auf, uns seinen eigenen Blues zu
erzaehlen:
*
"Acht Jahr soll ich Euch erzaehlen? Das war eigentlich frueher eine
verrufene Huettn, Biker, Zuhaelter, Sandler sind da herinnen gesessen. Das
Ding gibts schon seit 1920, 1930 oder so. Da hats sogar ein Gedicht darueber
gegeben. Einmal wars ein Baeckerei, die ganze Geschichte kenn ich ja nicht.
Aber am Schluss hat sich ja kaum mehr wer hereingetraut. Da waren nur mehr
die Biker herinnen und die Leute, die vorbeigegangen sind, haben die
Strassenseite gewechselt, da sind die Sesseln bei der Tuer herausgeflogen.
Und dann wars zwei Jahre zu und ich hab halt was gesucht. Auch damit ein
bisserl was mit meiner Kunst weitergeht, die Bilder sind alle von mir."
[Zeigt an die Waende.]
"Und dann hab ich mir Geld ausgeborgt und 50.000 Schilling investiert und
halt den Zins an den Besitzer gezahlt. Zuerst sind nur die Sandler bei einem
Achtel rot dagesessen und ich hab mir deren Lebensgeschichten anhoeren
duerfen. Aber dann haben wir angefangen mit Grillen und einer dicken
Speisekarte und Livemusik. Ich wollt die Leute halt verwoehnen und
zwischendurch haben wir rund um die Uhr offengehabt."
*
"Irgendwann dann ist aber die Anfrage von der Bahn gekommen: ‚Wer sind Sie?‘,
‚Was machen Sie da?‘ Das ist ja ein Superaedifikat, der Grund gehoert der
Bahn und der, dem die Huettn eigentlich gehoert, der hat das gar nicht
untervermieten duerfen. Und da ist die Bahn draufgekommen, da gibts ja ein
Objekt, fuer das seit 15 Jahren keine Pacht gezahlt wird. Und dann sinds dem
Besitzer zuwegstiegen. Und dann halt mir.
Ein Freund, ein Musiker und halt auch Anwalt, hat mir dann geholfen. Wir
haben 3 Jahre lang prozessiert. Der Besitzer hat inzwischen versucht, sich
zu verstecken.
Und einmal in der Frueh, wir haben da gerade uebernachtet, und da haben sie
uns die Tuer aufstemmen wollen. Und dann haben sie uns rausgeschmissen, wir
haben gerade noch ein paar Privatsachen mitnehmen duerfen. Alles andere hat
dableiben muessen, so als ob das nicht mir gehoert, als waere ich ein
Verbrecher oder so. Ich hab beweisen muessen, das die Sachen mir gehoeren.
Die wollten den Besitzer pfaenden und haben dann halt geglaubt, alles was da
drin ist, gehoert ihm.
5 Monate war das dann zugesperrt, und die haben das ganze zum Lager
erklaert. Waehrenddessen sind aber die Kosten, Stromgrundgebuehr und
Versicherung und so, weitergelaufen. Und dann wollte die Bahn alles
beschlagnahmen, weil die wollten halt ihr Geld zurueck. So wirst du heute
behandelt, die Bahn kann alles machen. Nur weil irgendein Grosskopferter zum
Kleinen sagt, er will das so. Aber andererseits streuen die mit dem Geld
herum, das ist ein Wahnsinn wenn ich mir das jetzt mit dem Suedbahnhof
anschaue! Das ist ja auch nur damit irgendwas passiert, so nach dem Motto:
Wir sind die besten auf der Welt! Und einstweilen erhoehen sie die Tarife
und erzaehlen uns, alles wird besser, dabei wird alles schlechter."
*
"Jetzt ist das zwei Jahre her, seit wir wieder aufgesperrt haben. Bis die
den Besitzer erwischt haben, das hat halt gedauert. Aber dann hat mir der
das ueberschrieben und so ist ein neuer Mietvertrag mit der Bahn
zustandegekommen. Weil die wussten halt auch nicht, wann wird das jetzt
geschleift und ob ueberhaupt. Dann haben sie mir einen Plan gezeigt, wo
eingezeichnet ist, dass mein Grundstueck nicht verbaut wird. Vor ein paar
Tagen habe ich mit dem Obmann von der Kleingartensiedlung da hinten
gesprochen, ob er denn wuesste, was jetzt passiert. Der hat sich auch nicht
ganz ausgekannt, aber gesagt, man habe ihm gesagt, der Teil hervorne bleibe.
Wozu stellen die dann hier meine Existenz in Frage? Weil die Leute kommen
nicht mehr, weil ich allen sage, ich muss zusperren, ich weiss nur nicht,
wann. Ich kann keine Konzerte veranstalten, weil ich den Leuten nicht sagen
kann, obs das hier dann noch geben wird. Und deswegen kann ich dann auch
keinen Zins mehr zahlen und dann kommens schon wieder daher, dass sie mich
pfaenden wollen. Aber wie soll ich das denn auch zahlen, ich hab seit zwei
Jahren ja nur die Schulden abbezahlt, die sich da angesammelt haben. Ich hab
ja auch eine Abloese fuer den Mietvertrag und Kaution zahlen muessen."
*
"Also ich weiss jetzt ueberhaupt nicht, was die vorhaben, aber Hauptsache,
ich sitze auf den Schulden, meine Existenz ist in Frage gestellt, ich habe 8
Jahre umsonst da hineingesteckt. Ich weiss jetzt ueberhaupt nicht, was ich
mit dem jetzt alles mache, mit der Live-Buehne, mit dem ganzen Equipment?
Ich kann ja keinen Flohmarkt machen, weil vielleicht gehts irgendwo weiter.
Meine Mitglieder sind natuerlich sauer, weil sie wissen nicht, macht der
jetzt noch was oder nicht. Und dazwischen kommt dann die Baubehoerde und
sagt, wo irgendwo noch was zu machen waere... Was will der Staat eigentlich
von mir? Ich brauch den Staat nicht. Ich will mein eigenes Leben leben und
meine eigenen Sachen machen.
Nein, ich will mir jetzt einen alten Bauernhof suchen und dort kann man
vielleicht ein-, zweimal im Monat ein Konzert machen."
*
Das Gespraech fuehrten Rosalia Krenn und Bernhard Redl
Die Homepage des Vereins ist http://www.kunstschupfen.at. Dort sind auch
einige wenige Photographien Seethalers Bilder zu betrachten. Wer Originale
sehen will, muss ins Creaktiv pilgern, solange es das Lokal noch gibt.
Dorthin gelangt man mit den Linien 18, 62 und 65 (Station Kliebergasse). Das
Lokal ist gleich nach der Bruecke, in der Landgutgasse 61, 1100 Wien.
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Wien/Verkehr/Kommentar: Wozu ueberhaupt ein neuer Bahnhof?
von "akin" <akin.buero at gmx.at>
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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 26. Juni 2007; 16:16
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Wien/Verkehr/Kommentar:
> Wozu ueberhaupt ein neuer Bahnhof?
Im Ankuendigen sind sie gross -- die OeBB, die Bundesregierung und unser
geliebter Herr Buergermeister sowieso. Jahrelang wurde ueber den neuen
Zentralbahnhof, pardon, jetzt heisst es ja: Hauptbahnhof Wien geredet, -zig
Planungsvarianten wurden geboren und wieder verworfen und wenn man genau
wissen will, was eigentlich wo geplant ist, kann man sich heute noch nicht
sicher sein, dass man sich darauf verlassen kann. Auf der Homepage der
Gemeinde Wien findet sich sicherheitshalber ueberhaupt kein Plan des
Gelaendes, die OeBB bieten nur einen "Fortgeschrittenen Masterplan" an. Aber
Haeupl und Consorten stellen sich schon mal zum Pressephoto mit
Presslufthaemmern fuer den "Spatenstich" auf. Hauptsache, wir machen mal ein
Loch und dann werden wir schon sehen, was wir hinbauen.
Ein paar Dinge sind aber doch klar: Erstens werden nach Fertigstellung des
ganzen Projekts sowohl die U1 als auch die verlaengerte U2 den Bahnhof wohl
deutlich verfehlen -- allen frueheren Ankuendigungen ueber eine
U-Bahnanbindung zum Trotz. Zweitens wird der Suedbahnhof jahrelang fuer den
Neubau gesperrt -- ein tolles Service fuer die Reisenden, die dann nach
Meidling oder sonstwohin pilgern muessen. Und drittens werden Bahnhof und
Gleisanlagen deutlich kleiner werden als sie es derzeit bei Sued- und
Ostbahnhof sind. Zur Kapazitaetserweiterung und damit Foerderung der Bahn
wird der neue Bahnhof daher wahrscheinlich kaum dienlich sein.
Doch hier laesst sich vielleicht der wahre Grund fuer das Projekt finden:
Platzersparnis! Denn 800 Millionen Euro alleine fuer den Bahnhofbau und
jahrelanges Chaos beim Bahnbetrieb, nur damit man ab 2013 bequem ohne
Umsteigen von Linz direkt zum Flughafen Schwechat fahren kann -- das scheint
als Grund doch verdaechtig wenig. Zitat OeBB-Homepage: "Dabei werden die
Flaechen des Sued- und Ostbahnhofs und des Frachtenbahnhofs Wien Sued frei.
So entsteht im Herzen von Wien eine neue erste Adresse fuer Wirtschaft,
Handel und Wohnen." Darum geht es! Wobei wohl mehr Wirtschaft und Handel
denn Wohnen gemeint ist, denn den projektierten 550.000m2 Bueroflaeche und
einem 20.000m2 grossen Einkaufszentrum unter dem Bahnhof stehen gerade mal
5500 Wohnungen gegenueber. Was auch bedeutet, dass durch diese "Aufwertung"
der Gegend die Mieten wohl steigen werden.
Aber der Punkt ist ein anderer: Das ganze Projekt inclusive dem Bahnhof wird
2 Milliarden Euro kosten, eine enorme Summe. Was vermuten laesst, dass die
treibende Kraft da wohl die Bauwirtschaft gewesen sein duerfte. Die Firmen
sahen ein riesiges Gelaende im zentrumsnahen Bereich und einen stoerenden
Bahnhof mittendrin. Und mit ein wenig Lobbyarbeit kann man ja viel bewegen.
Was die Waffenindustrie kann -- siehe Eurofighter --, kann die Bauwirtschaft
schon lange.
*Bernhard Redl*
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GLB/Flexicurity/Grünbuch/Arbeitszeitverkürzung
von "GLB" <glb at gmx.org>
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Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110
Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail office at glb.at
Web www.glb.at Ausgabe vom 27. Juni 2007
Flexicurity-Konzept nützt erfahrungsgemäß nur den Unternehmen
ÖGB-Führung agiert mit Sozialpartnervorlage im vorauseilenden Gehorsam
Als Wunschkonzert bezeichnet die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im
ÖGB (GLB) die Haltung von ÖGB-Chef Rudolf Hundstorfer und des
EU-Abgeordneten und Gewerkschafters Harald Ettl zum Konzept der Flexicurity,
dem zentralen Element im EU-Grünbuch zum Arbeitsrecht: „Alle bisherigen
Erfahrungen haben zur Genüge gezeigt, dass bei Flexicurity die von den
Unternehmen gewünschte maximale Flexibilität der Arbeitskräfte Vorrang hat,
die versprochene soziale Sicherheit hingegen auf der Strecke bleibt“, so
GLB-Bundesvorsitzende Karin Antlanger. Die von Ettl erhoffte
„Win-Win-Situation“ gibt es nicht, realpolitisch sind als Ergebnis
zunehmender Flexibilisierung die Konzerne die „Winner“, die Beschäftigten
hingegen die „Loser“.
Das dem Flexicurity-Konzept zugrunde liegende EU-Grünbuch zum Arbeitsrecht
zielt zum einen auf die Zertrümmerung des bisherigen
Normalarbeitsverhältnisses. Bereits jetzt arbeiten EU-weit über 40 Prozent
in atypischen Beschäftigungsverhältnissen als Teilzeitbeschäftigte, Arbeit
auf Abruf, geringfügig Beschäftigte, Leiharbeitskräfte, Scheinselbständige
usw., in wenigen Jahren wird gerechnet, dass bereits die Mehrheit atypisch
beschäftigt sein wird. Zum anderen geht es der EU-Kommission mit dem
Grünbuch aber auch darum den Einfluss der Gewerkschaften zu demontieren,
indem immer stärker individuelle Vereinbarungen anstelle
kollektivvertraglicher oder gesetzlicher Regelungen Platz greifen.
Bezeichnend für die Haltung der SpitzengewerkschafterInnen ist nach Meinung
des GLB, dass eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung als Alternative zur
ständigen Flexibilisierung und Ausweitung der Arbeitszeiten überhaupt nicht
angedacht wird. Seit 1986 verlangt zwar jeder ÖGB-Bundeskongress die
35-Stundenwoche, realpolitisch hat sich die ÖGB-Führung hingegen auf die
Flexibilisierung eingelassen. Mit dem Ergebnis, dass Österreich heute mit
44,1 Stunden realer Wochenarbeitszeit EU-weit an der Spitze steht.
Es spricht für die Versumpfung führender Gewerkschafter im Morast der
Sozialpartnerschaft, wenn etwa GMTN-Vorsitzender Erich Foglar in der
Arbeitsgemeinschaft „Wirtschaft“ zum ÖGB-Kongress erklärte, dass er eine
Arbeitszeitverkürzung gar nicht mehr als Forderung aufnehmen wolle, „weil
wir das eh nicht derheben, wo in Deutschland schon die Verlängerung der
Arbeitszeit ansteht…“ Diese Haltung der österreichischen SozialdemokratInnen
hat vor Jahrzehnten bereits die deutsche Sozialistin Clara Zetkin mit dem
Ausspruch „Wo gibt`s denn das, dass man eine Forderung nicht mehr stellt,
nur weil man glaubt, dass sie nicht gleich durchsetzbar ist?“ sarkastisch
aufs Korn genommen.
„Es wird immer widersinniger, wenn auf der einen Seite immer mehr Menschen
erwerbsarbeitslos oder prekarisiert sind, auf der anderen hingegen die
Beschäftigten immer mehr Überstunden leisten müssen“, so Antlanger als
Begründung für eine Arbeitszeitverkürzung und zur Ablehnung des
Flexicurity-Konzepts durch den GLB. Laut Arbeiterkammer würden die heute
wöchentlich geleisteten 7,04 Millionen Überstunden umgerechnet auf eine
40-Stundenwoche 175.900 zusätzliche Arbeitsplätze ergeben.
Die ÖGB-Spitze hat mit der Sozialpartnervorlage zur Verlängerung der Tages-
und Wochenarbeitszeit einen kräftigen Vorgriff auf die EU-Regelungen
getätigt, indem sie dabei nicht nur zu einer weiteren kräftigen
Flexibilisierung beiträgt, sondern auch Einzelvereinbarung in Betrieben ohne
Betriebsrat ermöglicht und damit die Gewerkschaften entmachtet. Der GLB
fordert daher die GewerkschafterInnen im Parlament auf, dieser
Gesetzesvorlage die Zustimmung zu verweigern: „Wenn sie dort ihre
Nützlichkeit beweisen wollen, dann nur indem sie alle Verschlechterungen für
die Lohnabhängigen, Erwerbslosen und Prekarisierten ablehnen“, so Antlanger
abschließend.
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G8/GIPFELSOLI & INTERNATIONALE SOLIDARITÄT
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[Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm
von Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe
<gipfelsoli-l at lists.nadir.org>
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Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
------------------------------------------------------ www.gipfelsoli.org --
Auswertung und Texte zu Militanz unter
www.gipfelsoli.org/Home/Heiligendamm_2007
- "Was geschah in Heiligendamm?"
- Presseeinladung Hearing "Was geschah in Heiligendamm?"
- Zeitplan Hearing "Was geschah in Heiligendamm?" (Orientierung)
- Protest im G8-Strandkorb
- Crowd and Riot Control
- Polen angehalten und aus Deutschland ausgewiesen - Einzelheiten
- Grillfest als Dankeschön - Ministerpräsident und Innenminister luden ein
- Bundesfachausschuss Bereitschaftspolizei: "Die wollten uns brennen sehen"
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"Was geschah in Heiligendamm?"
Rekonstruktion der Repression beim G8 2007
Seit einigen Tagen gibt es mehr und mehr Texte
zur Auswertung des G8-Widerstands
in Heiligendamm ( www.gipfelsoli.org/Texte).
Im Rahmen des Einsatzes von Polizei und Bundeswehr hat es auch massive
Übergriffe gegenüber dem Protest gegeben. Um die Geschichtsschreibung dieser
Repression nicht der Pressestelle von KAVALA, der BILD-Zeitung, Spiegel-Online
und der Ostseezeitung zu überlassen gibt es dazu am 26. Juni ein öffentliches
"Hearing" in Berlin.
Wir wünschen uns dass neben den bereits eingeladenen Demo-OrganisatorInnen,
ParlamentarierInnen, AnwältInnen, Betroffenen und AugenzeugInnen möglichst
viele weitere Betroffene teilnehmen und ihre Beobachtungen schildern.
Ziel ist eine umfassende Aufarbeitung der Ereignisse rund um den G8.
Der aktuelle Stand der Chronik zu Übergriffen der Polizei:
www.gipfelsoli.org/Home/2905.html (Stand 25. Juni 2007).
[Gipfelsoli Infogruppe]
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Presseeinladung Hearing "Was geschah in Heiligendamm?"
26. Juni 2007, Berlin, 16.30 Uhr
ver.di Bundesverwaltung, Paula-Thiede-Ufer 10
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,
die G8-Proteste waren ein gesellschaftliches Großereignis. Alle Teilnehmenden
haben dort prägende Erfahrungen gemacht. Es waren Erfahrungen von solidarischem
und erfolgreichem Handeln, aber auch von Enttäuschungen; Erlebnisse von
massiver Gewalt durch Polizei, aber auch DemonstrantInnen. An vielen Stellen
kam es zu schweren Verletzungen von Menschen- und BürgerInnenrechten.
In den Massenmedien wurde vielfach ein stark verzerrtes Bild der Proteste
gezeichnet. Über sie konnte sich niemand ein realistisches Bild der Ereignisse
rund um den G8-Gipfel machen. Auch wer vor Ort war, konnte aufgrund der
Vielzahl von Geschehnissen und Gerüchten, kaum den Überblick bewahren.
Wir geben mit diesem Hearing Zeuginnen und Zeugen die Gelegenheit zu Wort
kommen. Wir versuchen mit Fotos, Videos, Tonaufnahmen und Zeugnisberichten der
Wirklichkeit auf die Spur zu kommen. Wir wollen nachzeichnen, was während der
Tage rund um den G8-Gipfel geschehen ist.
Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme ein.
Zeit: Dienstag, 26.6.2007, 16.30 Uhr - 23 Uhr
Ort: ver.di Bundesverwaltung
Paula-Thiede-Ufer 103
10179 Berlin
Raum: Sitzungssäle AIDA und OTHELLO im Basisgeschoss (1. UG)
Veranstalter:
Attac Deutschland, Gipfelsoli Infogruppe, Netzwerk Friedenskooperative,
Republikanischer Anwaltsverein, Rote Hilfe Bundesvorstand
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Zeitplan Hearing "Was geschah in Heiligendamm?" (Orientierung)
1. Begrüßung 16.30
2. Einleitung 16.40
3. Vor dem Gipfel: 30.5. - 1.6 16.50
4. Zusammengefasste Grundrechtsverletzungen
4.1 Agent provocateur der Bremer Polizei (Rennbahn) 17.00
4.2 Ingewahrsamnahmen, Gesas (Gefangenensammelstelle) 17.10
4.4 Schnellverfahren 17.40
Zwischenfazit der Veranstalter 17.55
4.5 Camps 18.00
4.6 Convergence Center (CC) - Elm-Welk-Schule, Schikanen 18.10
4.7 Behinderungen anwaltlicher Tätigkeit 18.15
4.8 Versammlungsfreiheit, Zaun, Allgemeinverfügung, 18.20
Versammlungsverbote
4.9 Desinformation 18.35
4.10 Bundeswehreinsatz 18.50
Zwischenfazit der Veranstalter 19.20
5. Samstag, den 02. Juni
5.1 Demo Rostock 19.25
5.2 Demo Schwerin 20.05
6. Sonntag, den 03. Juni 20.15
6.1 Aktionstag Globale Landwirtschaft
6.2 Aktion der Clowns bei McDonalds
7. Montag, den 04. Juni 20.25
7.1 Migrationsdemonstration
8. Dienstag, den 05. Juni 20.40
8.1 Aktionstag gegen den Krieg
8.2 Warnemünde - Aktion bei der Bundesmarine
9. Blockaden 21.15
9.1 Flughafen Rostock Laage
9.2 Rethwisch - Börgerende 21.25
9.3 Bollhagen 21.35
10. Donnerstag, den 07. Juni 2007
10.1 Kühlungsborn: Clowns Army 21.45
11. Freitag, den 08. Juni 2007 21.50
11.1 Abschlusskundgebung
Abschlusserklärung der Veranstalter 22.20
Die Zeiten sind dienen lediglich der groben Orientierung, sie können sich nach
vorne und nach hinten verschieben.
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Protest im G8-Strandkorb
Der Strandkorb des G8-Gipfels in Heiligendamm war am 23.6. Schauplatz einer
Protestaktion, bei der als Staatschefs verkleidete DemonstrantInnen die Inhalte
der G8-Protestwoche in den Tag der Offenen Tür beim Bundesrat getragen haben.
Noch vor zwei Wochen präsentierten sich in diesem XXL-Strandkorb hinter Gittern
die acht Regierungschefs zum Fototermin. Am Samstag setzte sich eine Gruppe von
DemonstrantInnen hinein, von denen viele auch in Heiligendamm protestiert
haben, und kritisierte den G8-Gipfel mit dem Marie Antoinette zugeschriebenen
Zitat "Sie haben kein Brot? So sollen sie doch Kuchen essen!" Mit diesem Spruch
kritisierte tatsächlich Rousseau im 19. Jahrhundert die Ignoranz der
Herrschenden gegenüber der Armut. Eine der DemonstrantInnen zur Aktualität des
Zitats: "Die G8 sind eine illegitime und scheinheilige Institution. Die
VertreterInnen der wirtschaftsstärksten Staaten sind an einer echten Lösung der
globalen sozialen und ökologischen Probleme in Wahrheit nicht interessiert. Das
zeigt sich auch in diesem Jahr in der Abschlußerklärung des Gipfels, in der er
heißt, daß das die Halbierung der eigenen Treibhausgase bis 2050 nur 'ernsthaft
geprüft werden' soll. Entgegen allen Beteuerungen
im Vorfeld hat sich der Gipfel
damit als klimapolitische Nullnummer erwiesen."
Die Protestierenden waren verkleidet mit Masken der acht Regierenden und trugen
T-Shirts mit der Aufschrift "Gefährliche (M)8". Eine Teilnehmerin erklärt
diesen Titel folgendermaßen: "Die G8 sind gefährlich, weil sie auf Kosten des
Großteils der Weltbevölkerung weiter eine neoliberale Politik betreiben. So
erzwingen sie unter enormem diplomatischen Druck die Öffnung empfindlicher
nationaler Märkte für die eigenen hochsubventionierten Agrarprodukte. Dadurch
zerstören sie kleinbäuerliche Existenzen im globalen Süden." Die Gruppe
verteilte an die BesucherInnen des Bundesrats Flugblätter, in denen sie auch
die Verhinderung von Technologietransfer und die Verteuerung von
lebensnotwendigen Medikamenten durch den Schutz geistiger Eigentumsrechte
angriffen. Obwohl die Aktion den Ablauf des offiziellen Programms nicht störte
und zwischenzeitlich der Strandkorb für Foto-Wünsche der BesucherInnen
freigegeben wurde, erhielten die DemonstrantInnen ein Hausverbot und eine
Strafanzeige wegen Verstoß gegen das Versammlungsgesetz. Trotzdem zieht die
Gruppe eine positive Bilanz: "Die Aktion war ein Erfolg, weil wir vielen Leuten
gezeigt haben: Die G8 sind ein Teil des Problems und nicht der Lösung."
[http://de.indymedia.org/2007/06/186076.shtml]
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Crowd and Riot Control
Nur der Vollständigkeit halber: Wenn jetzt das Verteidigungsministerium, vom
Verteidigungsausschuss des Bundestages beauftragt, die Liste der
Bundeswehr-Einheiten beim G8-Gipfel in Heiligendamm zusammenstellt, sollten die
Ministerialbeamten die Feldjäger nicht vergessen. Genauer gesagt: den so
genannten CRC-Zug der Militärpolizei. CRC steht für Crowd and Riot Control, und
die Soldaten in diesen Zügen sind wie Bereitschaftspolizei ausgerüstet und
ausgebildet: Mit Schild, Schlagstock und Polizeihelm mit Visier. Sie haben auch
die gleiche Aufgabe: gewalttätige Menschenmassen steuern und in Schach halten,
ohne von Schusswaffen Gebrauch zu machen, und erkannte Rädelsführer festnehmen.
Die Feldjäger stehen für diese Aufgabe normalerweise im Kosovo bereit - eine
Konsequenz aus den Unruhen 2004, als die Soldaten dem kosovarischen Mob
weitgehend hilflos gegenüberstanden: In eine Menschenmenge mit Frauen und
Kindern zu schießen, verbot sich von selbst. Polizeiliche Hilfsmittel wie
Schlagstock oder Tränengas hatte die Truppe nicht. Das wurde danach geändert.
Beim G8-Gipfel, heißt es aus dem Ministerium, waren die CRC-Feldjäger zur
Absicherung des Flughafens Rostock-Laage eingesetzt. Das Areal, auf dem die
Gipfelteilnehmer landeten, ist Militärgelände (dort ist ja auch ein
Eurofighter-Geschwader stationiert). Insofern dürfte es damit rechtlich keine
Probleme geben - aber den Abgeordneten sollte das Ministerium den Einsatz
vielleicht vorsichtshalber mitteilen.
[http://blog.focus.de/wiegold/?p=125]
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Polen angehalten und aus Deutschland ausgewiesen - Einzelheiten
Am 04.06.07 gegen 6:30 morgens ist der Autobus, der die Aktivisten beförderte,
die teilnehmen wollten an friedlichen Protest gegen die Politik der Staaten der
Gruppe G8 in Rostock (Deutschland ) an der Grenze am Übergang Kolbaskowo -
Pomellen zwecks gründlicher Kontrolle angehalten worden. 18 Personen, unter
ihnen 12 Mitgliedern und den Sympathisanten des Vereines "Lepszy Swiat", 2
Aktivisten der Neuen Linken, 2 Jungen Sozialisten und 2 Mitgliedern des
Komitees der "Freie Kaukasus"/FA hat man nach 7 Stunden Aufenthalt an der
Grenzübergangsstelle , die Einreise nach Deutschland verweigert- Begründung
solcher Entscheidung war der Besitz durch diese Personen von Gasmasken und der
Stöcken für Flaggen von "dem harten Holz". Die Begründung galt als solche für
alle Aktivisten, trotz dass ein Teil der Personen nur Schwimmbrillen bei sich
hatte oder andere Sparbüchsen, die zum Sammeln von Spenden für die Hilfe von
Opfer des Konfliktes in Tschetschenien dienen sollten. Alle diese Gegenstände,
unter denen es keine Gegenstände zum Angreifen gab, sind zusammen mit ihren
Eigentümer als "Bedrohung lebenswichtiger Belange und Sicherheiten des
deutschen Volkes" deklariert worden. Flaggen (mit den Stöcken...) sind dann
doch mit dem Bus mit etwa 27 mit Personen weiter gefahren, sie wurden
durchgelassen über die Grenze nach Rostock.
Bei der Übermittlung der Protokolle (ausschließlich in Deutsch) in denen die
Verweigerung der Einreise begründet wurde, haben die deutschen Funktionäre
mündlich informiert, das die Einreiseverweigerung nur diesen Grenzübergang und
in diesem Zeitraum betraf, wenn also die Gegenstände, die verdächtig sind, in
Polen gelassen werden, wird "die ganze Gruppe durchgelassen, sogar an diesem
Grenzübergang" Den Festgehaltenen wurde keine schriftliche Begründung gezeigt
aus der die Einreiseverweigerung hervorging.
Aktivisten wurden zum Hauptbahnhof in Stettin befördert und von einer
Polizeieskorte begleitet. Dort haben sie in Übereinstimmung mit der Forderung
des deutschen Grenzschutzes alle Masken und Schwimmbrillen gelassen und sind in
den Zug des Stettin - Rostock eingestiegen. Auf der Station Stettin - Gumienice
hat die deutsche Seite den Zug angehalten und hat das Verlassen des Zuges durch
polnische Passagiere ohne Angabe irgendwelcher Gründe gefordert - alle hatten
gültige Fahrkarten, Ausweise, besaßen keine verdächtigen Gegenstände. Die
Deutschen haben ihnen keine Rechtsgrundlage zur Forderung den Zug zu verlassen
gegeben. In dieser Lage haben die Reisenden - den Zug nicht verlassen. Die
Polizei Polens intervenierte nicht, weil sie keine Grundlagen sahen die
Passagiere festzuhalten oder aus dem Zug zu entfernen. Die Passagiere des Zuges
haben angesichts des Bruchs durch die deutsche Seite des europäischen Rechtes
und der Widersinnigkeit der Vorwürfe, haben sich dem Protest angeschlossen und
haben den Zug durch nahe 7 Stunden blockiert.
Nach 23 Uhr haben die Protestler die Auskunft erhalten, dass der Zug doch
durchgelassen wird und alle Aktivisten werden auf der anderen Seite der Grenze
von der deutschen Polizei verhaftet. Im Zusammenhang damit haben sie den Zug
verlassen, um am folgenden Tage zu versuchen durch eine andere
Grenzübergangsstelle hinüber zu gelangen.
05.06 Vier der Aktivisten des Vereines "Lepszy
Swiat" sind einzeln, ohne Gepäck,
über den polnisch-deutsch Grenzübergangsstelle in
Swinoujscie, in Begleitung von
Gruppen, die in Deutschland die Proteste in Rostock unterstützen passiert. Nach
dem sie einige Bahnhöfe zu Fuß auf der Trasse Ahlbeck - Rostock - bewältigt
hatten sind sie in Zug gestiegen, wobei sie von der deutschen Polizei gegen
20.45 Uhr verhaftet worden sind. Alle Vier wurden zum Polizeigewahrsam in
Ahlbeck befördert ohne ihnen irgendwelche Vorwürfe zu machen, wo sie nach der
Leibesvisitation auf einen beschleunigten Prozess vor dem Gericht warten
sollten. Beamte der Polizei versuchten sie zur Unterzeichnung einer Erklärung
zu überreden, dass aus eigenen, "ungezwungenen" Willen " das Gebiet
Deutschlands verlassen wollen". Nach ihrer entschiedenen Weigerung, gegen 2 Uhr
nachts, sind die Aktivisten zum Gericht in Anklam befördert geworden, wo das
Gericht zum Antrag der deutschen Polizei für die Verlängerung der präventiven
Untersuchungshaft in ein richtiges Verhältnis setzen zu sollte, worauf die
Verhandlung im Ausländer amt stattfinden sollte, die sollte von einer möglichen
Ausweisung aus dem Gebiet Deutschlands entscheiden.
Von 3 Uhr dauerten die Verhöre - den Aktivisten sagte man Gegenwart eines
Pflichtanwalts ab, sie erklärten es mit "in diesem Gang des Verfahrens würde
die Rechtshilfe nicht zustehen" und "mit dem Mangel an der Möglichkeit der
Heranziehung des ratsamen Juristen durch Aktivisten innerhalb 30 Minuten" (!).
Der Richter beachtete keine Einlassungen der Inhaftierten die Richtlinien
betrafen die sie in Kolbaskowo erhalten haben, die Widersinnigkeiten der
Vorwürfe und den friedlichen Charakters der Proteste an den sie teilnehmen
wollten. Endgültig, nach einigen Stunden, willigte das Gericht der Verlängerung
des Polizeiarrestes bis Mitternacht am 6. Juni zu. In der Urteilsbegründung gab
es eine Reihe von Lügen und Ungenauigkeiten - u.a. "die Tatsache" des Versuches
der Einführung nach Deutschland "des Molotowcocktails ohne eines
beschleunigenden Stoffes", so nannte man die die gläserne Sparbüchse (!) und
der Knüttel (!) und falschen Aussagen deutscher Polizisten, als ob die
Festgenommenen "mit Gebärden den Eindruck machten verbal aggressiv und zur
Gewalt geneigt zu sein und unanständige Gebärden ausführt zu haben", trotzdem
viele Zeugen anwesend gewesen waren, die mit Sicherheit das friedliche
Verhalten hätten bezeugen können, gab es ein einziges Symbol während der
Verhaftung des Sieges und des Friedens! Sie wurden u.a. in den 80'Jahren durch
aktive Männer der "Solidarnosc" benutzt. Die Aktivisten sind nachher zum Arrest
in Anklam befördert worden dort sollten sie, wie man ihnen sagte, auf die Sache
im Ausländeramt abwartenden die zu den Richtlinien von Kolbaskowo und der
Gesetzmäßigkeit ihres Aufenthaltes auf dem Gebiet Deutschlands in ein richtiges
Verhältnis zu setzen.
Die Konsularische Abteilung der Botschaft der Republik Polen in Berlin, hat
trotz der Benachrichtigung durch in Polen gebliebener Mitglieder des Vereines,
hat den Festgehaltenen nicht irgendeine Hilfe erteilt (!).
Letztlich wurde den Festgenommen das Anrecht auf eine Verteidigungen nicht zu
gestanden, noch der Teilnahme am Verfahren im Amt, nach einige Stunden haben
sie im Arrest den Entschluss ausschließlich im Deutscher, ohne der Gegenwart
des Übersetzers erhalten, worauf sie ohne einer Erklärung zur
Grenzübergangsstelle in Swinoujscie befördert und genötigt wurden das Gebiet
Deutschlands zu verlassen, das ungefähr um 19.00 Uhr am Mittwoch den 6 Juni
stattgefunden hat.
["Lepszy Swiat"]
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Grillfest als Dankeschön - Ministerpräsident und Innenminister luden ein
23.06.2007: Heiligendamm/MVregio Als Dank für ihre Gastfreundschaft und Geduld
während des G8-Gipfels grillte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Harald
Ringstorff (Foto oben)(SPD) heute (Samstag) mit den Einwohnern Heiligendamms.
Mit dabei war auch Innenminister Lorenz Caffier (CDU) sowie Polizeichef
Abramowski (Foto unten).
Als Entschädigung für die monatelange Einzäunung und die aufwendigen
Sicherheitskontrollen zum Gipfel dürfen sich die knapp 300 Bewohner des
Ostseebades auf Bratwurst und Kotelett freuen.
Gekonnt und als würde Ringstorff nie was anders machen, teilte er und sein
Innenminister geschickt Bartwürste und Koteletts an die hungrigen Einwohner von
Heiligendamm aus.Auch Polizeichef Abramowski machte eine gute Figur als er sich
dann auch noch beim Grillen nützlich machte.
Das Fest war auch eine Gelegenheit zu vielen persönlichen Gesprächen. Unter den
Gästen befand sich auch Bad Doberans Bürgermeister Hartmut Polzin (SPD).
Heiligendamm ist ein Ortsteil von Bad Doberan. Für den guten Geschmack bürgte
das Kempinski Grand Hotel, das die Bewirtung der Grillgäste übernommen hatte.
Anno August Jagdfeld Chef von der Fundusgruppe lies am Rande des Festes wissen,
dass er jetzt sich bemühen werde, die leichte finazielle Schieflage des
Nobelhotels zügig in den Griff zu bekommen. Derzeit erfreue sich das Hotel
durch gute Auslastung.
[MVregio Doberan red/dbr]
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Bundesfachausschuss Bereitschaftspolizei: "Die wollten uns brennen sehen"
Bundesfachausschuss Bereitschaftspolizei analysiert G8-Einsatz:
Berlin. "Ich habe in Nahost gearbeitet. Wenn diese Leute scharfe Waffen gehabt
hätten, hätte es keinen Unterschied mehr gegeben"- die erfahrene Reporterin
eines Fernsehsenders ist immer noch geschockt von dem, was sie am 2. Juni 2007
in der Hansestadt Rostock erlebt hat. Auch die Kollegen des BFA BePo
schilderten bedrückende Erlebnisse. Andere Journalisten sind ebenfalls
beeindruckt und berichten am nächsten Tag auch darüber: wie Autonome
ungehindert Gehwegplatten zerschlagen und die scharfkantigen Brocken in einem
Einkaufswagen vor sich her schieben können, wie ein normaler Streifenwagen
regelrecht angegriffen wird und die Besatzung flüchten muss; sie fragen, warum
Einsatzkräfte keinen Schutzhelm trugen, als bereits die Steine flogen, aus
welchem Grund ein Händler kistenweise Fahrradschläuche in ein so genanntes
"Camp" liefert, das mitten in der Stadt liegt. Andere beobachteten, wie sich in
einem anderen "Camp" die Autonomen mit Nachtsichtgeräten und Bewegungsmeldern
ihren Bezirk absichern, Mobilitätsübungen veranstalten und sie bemerken, dass
es dort nachts nach Benzin riecht.
GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg wiederholt in
zahllosen Interviews immer wieder
seine Warnung: "Das sind keine Chaoten. Das sind hoch organisierte, trainierte,
bestens ausgerüstete, zu brutalster Gewalt bereite und international gut
vernetzte Gruppen."
Bernhard Schmidt, der in den Einsätzen zum 1. Mai in Berlin über viele Jahre
schon vieles erlebt hat: "In Rostock hatte sich der größte schwarze Block seit
langem versammelt. Die Autonomen wurden taktisch geführt, sie waren trainiert,
sie hatten feste Aufgaben und Rollen: Zuarbeiter, Agierende und Decker. Sie
haben Maskierung und Demaskierung gezielt eingesetzt. Helfer hielten hinter
Häuserecken und Müllcontainern Kleidung bereit: schwarz rein, bunt raus."
Ein weiterer Kollege des Bundesfachausschusses lüftet das Geheimnis um die
Fahrradschläuche. "Sie wurden mit Sand gefüllt oder dienten als Katapulte für
Billardkugeln, mit denen auf meine Kolleginnen und Kollegen geschossen wurde."
Die Folgen der massiven Angriffe: Knochenbrüche, Bänderrisse, Prellungen,
Schnittverletzungen, Rissverletzungen. Einsatzkräfte werden eingeschlossen,
geraten in Bedrängnis, werden verfolgt.
Jörg Radek: "Mitglieder des schwarzen Blocks handelten unverhohlen in gezielter
Tötungsabsicht. Sogar Informationsblätter mit Hinweisen, an welchen
Körperstellen die Einsatzkräfte trotz ihrer Schutzausstattung verletzbar sind,
kursierten unter den Demonstrationsteilnehmern."
Ein anderer Kollege erzählt: "Plötzliche rochen unsere Einsatzanzüge nach
Benzin. Irgendjemand hatte uns damit bespritzt. Unweit flogen
Molotow-Cocktails. Gott sei dank kamen wir damit nicht in Berührung. Aber uns
war klar: Die wollten uns brennen sehen." Andere stellten fest, dass sich ihre
Schuhsohlen auflösten: Säure.
Und immer wieder die Fragen: Warum wurden die Täter bei der Anreise nicht
gestoppt? Warum wurden Anreisende nicht nach Waffen kontrolliert? Warum wurde
der Schwarze Block nicht eng begleitet? Wo waren die Wasserwerfer? Warum waren
so wenig Polizeikräfte überhaupt bei einer Demonstration mit erwarteten 20.000
Teilnehmern und mehreren tausend Militanten vorgesehen?
Wer den Horror von Rostock heil überstanden hatte - der eigentliche
Gipfel-Einsatz hatte noch nicht einmal begonnen - den erwartete vielfach eine
weitere Tortur: Einsatzzeiten bis zu über 20 Stunden, mangelhafte Versorgung,
schlechte Verpflegung, unzumutbare Unterbringung.
Jörg Radek: "Die von der GdP erarbeiteten und von den Innenministern der Länder
anerkannten Mindeststandards für eine angemessene Unterbringung und Verpflegung
von Einsatzkräften bei länderübergreifenden Einsätzen sind zum Teil erheblich
unterschritten worden. Härten, die bei spontanen Alarmierungen in Kauf genommen
werden, akzeptieren unsere Kolleginnen und Kollegen in diesem Fall nicht."
Der G8-Einsatz ist bereits in die interne Polizeigeschichte als "Ad-hoc-Einsatz
mit der längsten Vorbereitungszeit" eingegangen.
Der GdP-Bundesfachausschuss Bereitschaftspolizei
kritisierte: Es sei den Bürgern
nicht zu vermitteln, dass Polizeibeamte tatenlos zusehen müssen, wie Steine
gesammelt werden, Militante sich maskieren und in militärischer Formation in
einem Demonstrationszug mitmarschieren.
Bedrückend sind die Einzelheiten, die Kolleginnen
und Kollegen aus den Einsätzen
rund um den G8-Gipfel berichten. Am 18. und 19. Juni hatte der
Bundesfachausschuss Bereitschaftspolizei der GdP unter Leitung von Bernhard
Schmidt (Berlin) und dem Mitglied im Geschäftsführenden Bundesvorstand, Jörg
Radek (r.), zu einem ersten Erfahrungsaustausch über den zurückliegenden
Großeinsatz eingeladen. Links im Bild: Hans Scheuba, Schriftführer des BFA BePo
aus Bayern.
Bernhard Schmidt (l.) und Jörg Radek übten zudem Kritik an Unterbringung und
Verpflegung während des Einsatzes: Die von der GdP erarbeiteten und von den
Innenministern der Länder anerkannten Mindeststandards für eine angemessene
Unterbringung und Verpflegung von Einsatzkräften bei länderübergreifenden
Einsätzen seien zum Teil erheblich unterschritten worden. Fotos (3): Rüdiger
Holecek
[http://www.gdp.de/gdp/gdpcms.nsf/id/bepog8?Open&ccm=500020000&L=DE&markedcolor=%23003399]
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Protest + Widerstand: http://de.indymedia.org/g8heiligendamm
Pressespiegel zum G8 2007 unter
http://www.jpberlin.de/badespasz/presse/wp
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Gipfelsoli Infogruppe
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im Zusammenhang mit Gipfelprotesten.
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Prozess gegen Saddam Husseins Cousiin Ali Hassanal-Madschid
von "GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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PRESSEMITTEILUNG der GfbV-D
Göttingen, den 23./24. Juni 2007
Urteil im Völkermord-Prozess gegen Saddam Husseins Cousin „Chemie-Ali“
erwartet (24.06.)
Deutsche Firmen tragen Mitverantwortung für Giftgasbombardements –
Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher muss Auskunft geben – Halabja
soll deutsches Aufbauprojekt werden!
Hans-Dietrich Genscher soll endlich Auskunft darüber geben, warum die
Bundesregierung in den 80er Jahren nicht energisch gegen die
deutschen Firmen eingeschritten ist, die am Aufbau der irakischen
Chemiewaffenindustrie beteiligt gewesen waren. Dies hat der
Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Tilman
Zülch, von dem Ex-Außenminister anlässlich des am kommenden Sonntag
erwarteten Urteils gegen den Cousin Saddam Husseins, Ali Hassan
al-Madschid - im Volksmund „Chemie-Ali“ genannt -, gefordert. Die GfbV
hatte wesentlichen Anteil daran, dass die Aktivitäten der Firmen im
Irak vor mehr als 20 Jahren bekannt wurden, und von der
Bundesregierung immer wieder gefordert, die Verantwortung für die
Produktion von Giftgas im Irak gründlich aufzuklären. Außerdem rief
die GfbV die heutige Bundesregierung dazu auf, die durch einen
verheerenden Giftgasangriff am 16. März 1988 bekannt gewordene
kurdisch-irakische Stadt Halabja zu einem deutschen Auf-bauprojekt zu
machen. Die Überlebenden litten bis heute unter den Langzeit-folgen
der hochgiftigen Substanzen, denen sie ausgesetzt waren. „Wir
unterstützen die Initiative des Statthalters von Halabja, Fuad Saleh
Riza, seine Stadt wie Hiroshima, Nagasaki und Dresden zu einem
lebenden Mahnmal gegen alle Massenvernichtungswaffen zu machen“, sagte Zülch.
Der von al-Madschid unter dem Codenamen „Anfal“ geführte
Vernichtungs-feldzug gegen die Kurden von März 1987 bis September 1988
wurde von Giftgas-Angriffen auf rund 40 kurdische Ortschaften
begleitet. Überlebende wurden von der irakischen Armee liquidiert.
Später wurden Teile der kurdischen, aber auch der yezidischen,
assyro-chaldäischen und turkmenischen Bevölkerung aus den Provinzen
Arbil, Dohuk, Suleymania, Kirkuk und Mosul deportiert und vernichtet.
Inzwischen wurde mit der Exhumierung von Opfern begonnen, die
vornehmlich im Südirak in Massengräbern aufgefunden werden.
Die GfbV erinnerte daran, dass Al-Madschid im Sommer 1991 in Bagdad
gegenüber kurdischen Unterhändlern eingeräumt hatte, dass bei der
Anfal-Offensive „nicht mehr als 100.000“ Opfer getötet worden sind.
Der britische Nahost-Kenner Prof. David MacDowall gehe in seinem
Standardwerk „Modern History of the Kurds“ (1969) von 100.000 Toten
aus. Kurdische Quellen zufolge wird die Zahl der Opfer sogar auf
180.000 geschätzt.
Die Giftgasangriffe der irakischen Armee hatte die GfbV als erste
schon im April 1987 in die deutschen Medien getragen und die Firmen
Karl Kolb GmbH und Pilot Plant beschuldigt, für die Vernichtung von
tausenden Zivilisten in den kurdischen Regionen des Irak
Mitverantwortung zu tragen. Unter Führung dieser beiden hessischen
Unternehmen hatte eine Reihe von deutschen und europäischen Firmen in
den Jahren zuvor den Aufbau der Giftgasanlagen im irakischen Samara
vorangetrieben. Das Bonner Landgericht hatte der GfbV daraufhin bei
Androhung von zwei Mal 500.000 DM Bußgeld am 4. August
1987 untersagt, diese Beschuldigungen zu wiederholen. Am 11. Januar
1988 hatte das Kölner Oberlandesgericht diesen Richterspruch wieder
aufgehoben, nachdem die GfbV sich auf israelische Quellen berufen
hatte. Nach einem Report der Vereinten Nationen seien die
Giftgas-Angriffe von so „gewaltigem Umfang“ gewesen, „dass nur wenige
Präzedenzfälle seit dem Zweiten Weltkrieg zu finden sind“.
So hatte das Bombardement der 80.000-Einwohner-Stadt Halabja mit einem
regelrechten Giftcocktail – darunter Senfgas, Nervengas, Sarin, Tabun
und sehr wahrscheinlich Cyanid – allein an einem Tag 5000 Tote
gefordert. In Halabja gibt es ungewöhnlich viele Fälle von bösartigem
Krebs, Hautkrankheiten, Atemproblemen, Unfruchtbarkeit und angeborenen
Missbildungen. Nach Einschätzung von Wissenschaftlern gleiche die
Situation einer genetischen Zeitbombe, die bei den kommenden
Generationen explodieren werde.
„Die Überlebenden von Halabja fühlen sich heute von der irakischen
Regierung und von der internationalen Gemeinschaft verraten“, hatte
Fuad Saleh Riza gegenüber der GfbV in einem Telefongespräch geklagt.
Es herrsche hohe Arbeitslosigkeit, die Straßen seien schlecht, es gebe
nur mangelhafte Wohnmöglichkeiten, die Gesundheitsversorgung sei
schlecht und die hygienischen Verhältnisse seien mangelhaft.
Für Nachfragen ist der GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch erreichbar
unter Tel. 0151 153 09 888.
Gesellschaft für bedrohte Völker - Österreich
Menschenrechtsorganisation, ZVR: 976595297
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Fax: +43/1/503 13 36
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E-mail: office at gfbv.at
Vereinskonto: 7.238.909 BLZ: 60000
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REVOLUTION - Anti-G8-Tagebuch: Großdemonstrationen und Gefängnisaufenthalt
von ASt-LFI <ast-lfi at gmx.net>
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Anti-G8-Tagebuch: Großdemonstrationen und Gefängnisaufenthalt
Die USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland,
Japan und Russland – kurz: die G8 – haben sich dieses Jahr in
Heiligendamm getroffen. Ein kleiner Ort mit 229 Einwohnern. Nach den
Erfahrungen in Genua – wo es massive Proteste gab und die italienische
Polizei einen Demonstranten erschossen hat – haben die G8 beschlossen,
ihre Treffen nunmehr in kleinen Orten abzuhalten, die für
Anti-G8-AktivistInnen schwer zu erreichen sind. Nichtsdestotrotz haben
über 100.000 Menschen über die ganze Woche verteilt gegen die
menschenverachtende Politik der G8 demonstriert. Im folgenden Tagebuch
schildert ein REVOLUTION-Aktivist seine Erfahrungen, die er auf den
Protesten gegen die G8 sammeln konnte.
Durch die schlechten technischen Bedingungen im Camp (d.h. das
weitgehende Fehlen von Internet und Computern) sind wir gezwungen,
dieses Tagebuch im Nachhinein zu schreiben und zu veröffentlichen.
Tag 1 – Freitag: Nach einer ca. 10-stündigen, zermürbenden und
schlafraubenden Busfahrt kommen wir um 06.30 endlich in Berlin an. Von
dort geht es dann weiter mit dem Zug nach Rostock, in eines der
dortigen Camps, die extra für Anti-G8-AktivistInnen aus der ganzen
Welt angelegt worden sind. Nach erneuten 3 Stunden im Zug, kommen wir
endlich im Camp an und beginnen mit dem Aufbau der Zelte. Im Camp
kommt es zum Wiedersehen von internationalen Genossinnen und Genossen
aus den REVOLUTION-Sektionen in Deutschland, Großbritannien, Schweden,
der Tschechischen Republik und Indonesien. Obwohl alle sichtlich müde
von der Anreise und den wochenlangen Vorbereitungen für die Proteste
gegen die G8 sind, bereiten wir die kommende Demonstration sowohl
praktisch als auch organisatorisch vor. Es wird diskutiert, wie wir
uns auf der Demonstration verhalten, wer welche Aufgaben übernimmt, es
werden die letzten Transparente gemalt und Fahnen montiert. Das
abendliche Eintreffen von weiteren GenossInnen aus der ganzen Welt ist
zwar nicht schlaffördernd, dafür kann die Zeit jedoch genutzt werden
um Erfahrungen auszutauschen und die letzten Details für die kommende
Großdemonstration zu besprechen. Um ca. 2 Uhr morgens ziehe ich mich
jedoch in mein Zelt zurück und krieche in meinen Schlafsack (nachdem
ich diverse, krabbelnde Tierchen aus dem Zelt entfernt habe).
Tag 2 – Samstag: Heute ist es so weit. Die Großdemonstration, auf die
monatelang hingearbeitet wurde, wird in wenigen Stunden stattfinden.
Wir packen alles zusammen und fahren dann – ausgerüstet mit
Megaphonen, Fahnen, Transparenten, Trommeln und einer Menge Zeitungen
– zum Rostocker Hauptbahnhof, an dem der allgemeine Treffpunkt für die
Demonstration angesetzt ist. Im Hauptbahnhof selbst, kommt es zu den
ersten Kontrollen durch die Polizei. Sie wollen Taschen durchsuchen
und die Identität feststellen. Schon jetzt versucht man, es
G8-GegnerInnen schwer zu machen, zu den Protesten zu kommen und sie zu
kriminalisieren. Das sollte jedoch nur der Anfang einer ganzen Reihe
von Provokationen und Angriffen von Seiten der Polizei sein, die sich
über die ganze restliche Woche erstreckt haben. Um ca. 11.00 Uhr sind
wir dann auch auf dem Platz vor dem Hauptbahnhof angekommen, die
Polizei beließ es bei Durchsuchungen und Identitätsfeststellungen. Die
nächsten 2 Stunden konnten wir dazu nutzen, um unsere Ideen durch den
Verkauf unserer Zeitung und durch das Verteilen von Flyern zu
verbreiten. Auf dem Platz gab es noch eine Bühne, auf der kritische
KünstlerInnen auftraten. Unter anderem ein Rapper, ein Liedermacher
mit seiner Gitarre und sonstige Bands, die was zu sagen haben. Um
13.00 geht es dann los. Wir stellen uns auf, organisieren unseren
Block – Fronttransparent, davor 2 Trommeln, 3 Fahnen und 2 Megaphone,
hinter dem Transparent jede Menge Fahnen – und reihen uns in die
Demonstration ein. Schon zu Beginn haben wir einen sehr lautstarken,
militanten und kämpferischen Block. Dadurch gelingt es uns einen Block
mit insgesamt 150 Menschen zu organisieren und diese durch das Rufen
von Losungen zu integrieren. Ich selbst habe ein Megaphon und versuche
die Stimmung aufrecht zu erhalten. Mit kleinen Reden zwischendurch
versuche ich die Menschen, die am Rand stehen über den Grund unseres
Protestes zu informieren. Nach ca. einer halben Stunde kommt die
militante italienische Gewerkschaft COBAS zu unserem Block und wir
marschieren mit ihnen gemeinsam. REVOLUTION, die Liga für die 5.
Internationale und COBAS – ArbeiterInnen und Jugendliche zusammen
gegen die G8, zusammen gegen Kapitalismus. Zu diesem Zeitpunkt ist
die Polizei noch ziemlich ruhig, es scheint eine friedliche
Demonstration ohne Ausschreitungen zu werden. Doch als es dann zu
einem größeren Platz geht, an dem die Abschlusskundgebung stattfindet,
geht alles blitzschnell. Innerhalb von ca. einer Minute hat sich die
Demonstration vor uns aufgelöst und die Polizei kommt mit gezogenen
Knüppeln und geballter Faust auf uns zugerannt. Grund dafür war ein
Angriff auf einen leeren Polizeibus, den die Polizei absichtlich und
provokativ auf dem Gelände der Kundgebung geparkt hatte – sie wollte
einen Grund provozieren um die Demonstration angreifen zu können.
Zusammen mit unseren türkischen GenossInnen, mit denen wir auch für
den Rest der Woche sehr gut zusammengearbeitet haben, verteidigen wir
die Demonstration. Wir bilden Menschenketten, um von der Polizei nicht
auseinandergejagt werden zu können. Zwei REVOLUTION-Genossen aus
Österreich stehen an vorderster Front und bekommen einen Faustschlag
und einen Schlag mit dem Knüppel ins Gesicht ab, ein deutscher Genosse
bekommt Pfefferspray in die Augen. Nichtsdestotrotz bleiben sie stehen
und verteidigen die Demonstration. Während wir die Demonstration
verteidigen, liefern sich diverse Autonome und Anarchisten einen
unorganisierten Straßenkampf mit der Polizei. Es werden Steine,
Flaschen und sonstige Dinge geworfen. Doch diese Leute wollen die
Konsequenzen für ihre Taten nicht tragen und sind die ersten, die von
der Polizei weglaufen. Sie machen dies, indem sie in die Demonstration
hineinlaufen, unsere Ketten zerreißen und von hinten weiter Dinge auf
die Polizei werfen. Wir sind jedoch jene, die den Knüppel zu spüren
bekommen und die Demonstration verteidigen. Nachdem ein Großteil der
Demonstration es geschafft hat, zum Ort der Abschlusskundgebung zu
kommen und die Straßenkämpfe zu einem Kleinkrieg zwischen einigen
Autonomen und der Polizei ausarten, entscheiden wir uns
zurückzuziehen, Infotische aufzubauen und Zeitungen, T-Shirts, Buttons
und sonstige Materialien zu verkaufen. Die Lage scheint sich dann auch
zu beruhigen, doch die Polizei hört nicht auf, die Demonstration zu
provozieren. Schlussendlich werden dann auch Wasserwerfer eingesetzt,
die auf große Teile der DemonstrantInnen gerichtet werden, die
friedlich den RednerInnen bei der Kundgebung zuhören. Nachdem sich die
Lage wieder einigermaßen beruhigt hat, verlassen wir die Demonstration
und gehen zurück ins Camp.
Tag 3 – Sonntag: Für diesen Tag waren keine Demonstrationen geplant –
deshalb nutzten wir den Tag sowohl um uns etwas zu erholen, als auch
für Diskussionen und Veranstaltungen. So hat REVOLUTION zusammen mit
SOL (Sozialistische Linke) und der Neuen demokratischen Jugend eine
Veranstaltung zum Thema „Widerstand der Jugend“ organisiert. Die
RednerInnen von Revolution (eine Genossin aus Wien und ein Genosse aus
Stuttgart) haben vom Podium aus vor allem die Notwendigkeit einer
Jugendinternationale betont, die es schafft dem globalen Kapitalismus
auch globalen Widerstand entgegenzusetzen. Später fand auch noch ein
Treffen zwischen der LFI und COBAS statt. Mittlerweile hat die Polizei
das Camp verstärkt ins Visier genommen. Fast permanent kreisen
Helikopter über das Camp. Manchmal tauchen sogar mehrere gleichzeitig
auf. Sonntag ist auch der eigentliche Beginn einer massiven
ideologischen Kampagne in den Medien gegen die Anti-G8-AktivistInnen.
Mit Überschriften wie „Wollt ihr Menschen töten, ihr Chaoten?“
versucht vor allem die Bild-Zeitung eine Hetzjagd zu eröffnen und den
Weg für weitere massive Angriffe der Polizei zu ebnen.
Tag 4 – Montag: A-Anti-Antifascista! Heute stehen diverse
antirassistische Aktionen auf dem Programm. Beginnen tut es mit einer
Kundgebung am Vormittag in der Nähe jenes Ortes an dem 1992 ein
Asylwerbeheim von Faschisten angezündet worden ist. Insgesamt nehmen
ca. 1.000 Leute an dieser Kundgebung teil. Die meisten RednerInnen auf
der Kundgebung geben nicht nur allgemeine, anti-rassistische Floskeln
von sich, sondern betonten auch, dass eine Verbindung zwischen
Rassismus/Faschismus und dem System des Kapitalismus besteht. Sehr
positiv! Dass dies natürlich nicht im Interesse des deutschen,
kapitalistischen Staates ist, konnte man kurz darauf merken. Obwohl
dies eine friedliche Standkundgebung ist, bei der keinerlei
Provokationen von Seiten der Anti-RassistInnen ausgehen, beginnt die
Polizei die Kundgebung zu umstellen und somit einzukesseln. Das
bereits von Samstag bekannte „Herumgeschubse“ begann erneut, die
Polizei ging dann auch aggressiver gegen die TeilnehmerInnen dieser
Kundgebung vor und verhaftete schlussendlich insgesamt 15
Anti-RassistInnen. Dies war ein eindrucksvolles Beispiel, dass es der
Polizei nicht darum geht einzelne „Gewalttäter“ festzunehmen, sondern
dass ihr Ziel die Zerschlagung unserer Bewegung ist. Da um 13.00 Uhr
auch noch eine andere Demonstration stattfand, teilen wir uns auf –
ein Teil blieb noch auf der Kundgebung und versuchte sie gegen die
Polizeiübergriffe zu verteidigen, der andere Teil ging, zusammen mit
unseren befreundeten türkischen Organisationen zum Treffpunkt für die
Anti-Rassismus-Demonstration. Ich war bei jener Gruppe dabei, die zur
Demonstration ging. Wir sind zuerst einige Stationen mit der S-Bahn
gefahren und wollten dann mit der Straßenbahn weiterfahren. Da diese
aber bewusst von Seiten der Polizei aufgehalten worden ist,
entscheiden wir uns zu Fuß mit ca. 150-200 Leuten zum Versammlungsort
zu gehen. Der Polizei ist dies nicht entgangen und nach ca. 15 Minuten
Fußweg werden wir aufgehalten und ein türkischer Genosse wird
verhaftet. Die Polizei lässt uns dann kurz weitergehen bis wir erneut
von der Polizei umstellt und fast 11/2 Stunden eingekesselt und am
Weitergehen gehindert. Sichtlich bereitet sich die umstehenden
Polizisten auf einen Angriff auf uns vor – sie schließen ihre Visiere,
ziehen sich Handschuhe an, bewaffnen sich mit „Schlagplatten“, die
über die Handschuhe gezogen werden können. Doch es gelingt uns, die
Stimmung ruhig zu halten und zu demonstrieren, dass von unserer Seite
keinerlei Gewalt ausgeht. „Wir sind friedlich – was seid ihr?“ ist
einer der meistgerufenen Sprüche. Auch hier ist klar, auf welcher
Seite die Polizei steht – sie wollen verhindern, dass eine große,
antirassistische Demonstration stattfindet. Deshalb halten sie uns
fest und lassen uns nicht weitergehen. Nachdem wir weiter Losungen
gerufen und uns nicht einschüchtern haben lassen, muss die Polizei
schlussendlich den Weg frei machen und wir können nach längerer Zeit
unseren Weg zur Demonstration wieder fortsetzen. Dort endlich
angekommen, beginnt das Warten erneut. Die Polizei hat nun nämlich die
ganze Demonstration, an der insgesamt 10.000 Anti-RassistInnen
teilgenommen haben, erneut aufgehalten. Am Ende und am Anfang der
Demonstration stehen jeweils zwei Wasserwerfer positioniert, die ein
Weiterkommen verunmöglichen. Was für eine erneute Veranschaulichung
der bürgerlichen Demokratie! Auch wenn Meinungs- und
Versammlungsfreiheit in der Verfassung verankert sind, so wird dieses
demokratische Gerede bald wieder vergessen, wenn es darum geht, die
Vertreter der 8 reichsten und mächtigsten Staaten der Welt zu
schützen! Der Staat ist ein Mittel zur Klassenherrschaft der
Bourgeoisie über die ArbeiterInnen und die Jugendlichen – diese
Analyse wurde seit Samstag vollauf bestätigt. All jene reformistischen
Kräfte, die meinen, dass der Staat ein Instrument der
Klassenversöhnung ist – ja, das er sogar für einen parlamentarischen
Weg zum Sozialismus zu gebrauchen wäre – wurden mit der Realität
konfrontiert. Doch wie Rifondazione Comunista in Italien oder die
Linkspartei in Deutschland, kollaborieren solche Kräfte mit dem
bürgerlichen Staatsapparat wo es nur geht. So auch bei den Protesten
gegen den G8-Gipfel, bei denen ein Vertreter von ATTAC meinte: „wir
wollen euch nicht sehen, wir wollen euch nicht dabei haben“; „Das
hätte mit viel größerer Klarheit formuliert werden sollen, und ich
denke, daß es jetzt zwingend notwendig ist, dies heute und für die
nächsten Tage noch einmal sehr deutlich zu tun.“ Natürlich teilen wir
auch die Politik des schwarzen Blocks nicht, jedoch kommt der ATTAC
Sprecher Peter Wahl hier nicht über das Niveau der Bild-Zeitung
hinaus, die meint, dass die Provokation einzig und allein von Seiten
der Demonstranten ausgeht. Sogar Claudia Roth, Bundestagsabgeordnete
und Bundesvorsitzende der Grünen, hat nach den Protesten bei der
Talkshow „Sabine Christiansen“ gesagt, dass sogar ihre Freunde vom
Klimabündnis von der Polizei angegriffen wurden, die sicher nicht von
Militanz geprägt sind.
Die Polizei zieht schlussendlich ihre Wasserwerfer von der Straße ab
und so kommen wir nach weiterem stundenlangem Warten doch noch weiter.
Nachdem uns allen spätestens seit Samstag bewusst war, wie gewalttätig
die deutsche Polizei vorgeht, sind wir von Anfang an in Ketten
marschiert um mögliche Angriffe von Seiten der Polizei besser abwehren
zu können. Am Rand kam es immer wieder zu Provokationen, es gab auf
dieser Demonstration jedoch keine großen Ausschreitungen. Durch unser
sehr militantes Auftreten, konnten wir es schaffen die Provokationen
abzuwehren und die Lage nicht eskalieren zu lassen. Nachdem wir kurz
vor der Rostocker Innenstadt waren, wurden wir erneut aufgehalten. Der
Grund: Die Polizei rechnete nur mit 2.000 DemonstrantInnen, es sind
jedoch 10.000 und deshalb dürfen wir nicht durch die Stadt, so die
Begründung der Polizei. Die Demonstration wird daraufhin aufgelöst und
wir bewegen uns wieder zurück ins Camp. Da die Polizei erneut die Züge
nicht fahren ließ, um Anti-G8-AktivistInnen zu schikanieren, mussten
wir einen etwas längeren Fußmarsch zurück ins Camp antreten.
Tag 5 – Dienstag: Dienstags war der Aktionstag gegen Krieg und
Besatzung. Dazu gab es mehrere Kundgebungen. Eine fand vor der
Zentrale von Caterpillar statt – jener Firma, deren Bulldozer auch in
Palästina eingesetzt werden, um palästinensische Häuser
niederzuwalzen. Danach ging es noch zum Rüstungskonzern EADS – jener
Konzern, der auch die Eurofighter für die österreichische Bourgeoisie
herstellt.
Am Abend kam George W. Bush schon einen Tag früher als alle anderen
Regierungschefs in Deutschland an. Daraufhin gab es spontane
Blockadeaktionen, die obwohl es erst kurz bekannt war, dass Bush
früher kommt, sehr erfolgreich waren. Insgesamt nahmen mehrere tausend
Leute an diesen Blockaden teil. Wir versuchten auch hinzukommen,
wurden jedoch von Seiten der Polizei daran gehindert zu den Blockaden
zu gelangen.
Tag 6 – Mittwoch: Am Mittwoch fingen die Blockaden jener Straßen an,
die den Reichen und Mächtigen als Zufahrtsstraßen dienten. Auch hier
nahmen wieder über 15.000 Leute teil. Während diverse NGO’s und
kirchliche Organisationen jene Straßen blockierten, die nicht für den
Transport der G8 und ihres Personals gedacht waren, blockierten ein
Großteil der AktivistInnen jene Straßen, die wirklich als
Transportwege genutzt werden sollen. Ein mächtiges Zeichen, des
radikalen Charakters der Bewegung. Nicht nur Großdemonstrationen,
sondern auch Aktionen, die darüber hinaus gehen und direkten Einfluss
auf das Gipfeltreffen haben, wurden mit massiver Beteiligung initiiert.
Wir versuchten an den Blockaden beim Flughafen Rostock / Laage
teilzunehmen. Durch logistische Probleme brachten uns die Busfahrer
jedoch an einen falschen Ort in der Mitte von Nirgendwo.
Nichtsdestotrotz erwarten uns schon mehrere Polizisten, die alles
genauestens kontrollieren. Genauestens werden Rucksäcke durchsucht,
die AktivistInnen abgetastet und auch das Trinkwasser wird
kontrolliert (um sicherzugehen, dass sich kein Benzin oder keine Säure
in den Flaschen befindet, möchte die Polizei, dass man selbst einen
Schluck davon trinkt). Auch Journalisten sind vor Ort und ich habe die
Möglichkeit ein 20-minütiges Interview für den Fernsehsender France 24
zu geben. Da die Busse in der Zwischenzeit wieder abgefahren sind,
blieb uns nichts anderes über, als auf die nächsten Busse zu warten,
und zu versuchen, zu anderen Blockaden zu gelangen. Vor allem
Bad-Doberan – ein Ort nahe zu Heiligendamm und somit auch zum
Sicherheitszaun – scheint sehr interessant zu sein. Berichten zu
folge, sollen mehrere Tausend Menschen die Straße vor dem Zaun
blockieren. Die Busfahrer, die ihre Zeit und ihre Busse extra für den
Transport von Anti-G8-AktivistInnen zur Verfügung gestellt haben,
holen uns schlussendlich wieder ab. Da es jedoch einen akuten Bedarf
an Busfahrern verteilt in ganz Rostock gab, mussten wir ca. 2 Stunden
warten. Der Bus bringt uns wieder zurück zur Schnellbahnstation, bei
der wir wieder eine halbe Stunde mit Warten verbringen. Als wir
endlich wieder am Rostocker Hauptbahnhof angekommen sind, waren
insgesamt 10 Stunden seit dem Verlassen des Camps vergangen. Doch nun
waren wir froh, nicht mehr weit vom Ziel entfernt zu sein. Der Zug
nach Bad-Doberan sollte in 10 Minuten kommen. Noch Zeit für eine
Zigarette und dann geht es weiter…dachten wir! Doch die deutsche
Polizei ließ anordnen alle Züge von Rostock nach Bad-Doberan
einzustellen und die DemonstrantInnen dadurch zu hindern an den
Blockaden teilzunehmen. Ja, so sieht ihre Demokratie aus. Um für 8
Leute einen ruhiges Treffen gewährleisten zu können, wird der
öffentliche Verkehr für Tausende schlicht und einfach eingestellt.
Nach vielen Versuchen irgendwie anders unser Ziel zu erreichen, müssen
wir schließlich aufgeben und haben beschlossen, wieder ins Camp
zurückzufahren. Doch in dem Moment, als alle schon aufbrechen, hören
wir eine erneute Durchsage, dass die Züge nun doch wieder fahren. Alle
stürmen wieder zurück auf den Bahnsteig und steigen nun in den Zug
ein. Nachdem wir – zusammen mit ca. 50 anderen AktivistInnen in
Bad-Doberan angekommen sind, dauert es noch eine halbe Stunde bis wir
die Blockaden zu Fuß erreicht haben. Die erste Blockade auf die wir
treffen ist eine Sitzblockade, die ca. 200 Leute umfasst. Wir
beschließen uns dieser Blockade anzuschließen und setzen uns ebenfalls
auf den Boden. Auch hier ist eine große Anzahl von Journalisten vor
Ort. Ich kann wieder zwei Interviews geben – eines davon für KBS
(Korean Broadcast System) und eines für den deutschen Fernsehsender
ARD. Nachdem wir bemerken, dass ca. 800 Meter hinter uns eine weitaus
größere Blockade stattfindet (mit ca. 1.500 AktivistInnen)
entschließen wir uns dort hinzugehen. Dort angekommen, bemerken wir,
dass wir fast direkt vor dem Sicherheitszaun um Heiligendamm stehen.
Natürlich mit massiver Polizeibewachung. Überall stehen vermummte und
schwer bewaffnete Polizisten, Helikopter kreisen permanent über
unseren Köpfen und landen am angrenzenden Feld um zu provozieren.
Nichtsdestotrotz scheint die Stimmung unter der Polizei relativ ruhig
zu sein. Eine wichtige Lehre, die man aus allen Ereignissen rund um
den G8-Gipfel ziehen konnte ist, dass Situationen manchmal von einem
zum anderen Moment sich um 180° ändern können. So auch dieses mal. Auf
einmal durchläuft die Polizei die erste Blockade und läuft nach hinten
zur anderen Blockade. Wir wollen die Blockade verteidigen, bilden
Ketten und stellen uns vorne hin. Doch unglaublicherweise, werden wir
von den größtenteils pazifistischen Kräfte der Sitzblockade davon
abgehalten, die Blockade zu verteidigen! Sie haben uns angeschrien,
ausgebuht und uns aufgefordert uns nicht zu verteidigen. Wir
entschieden die Blockade zu verlassen. Wieso sollten wir einfach
unseren Kopf hinhalten, damit die Polizei nur ja gut darauf einprügeln
kann? Immerhin gibt es ein Recht auf Notwehr, dass uns diese
pazifistischen Kräfte jedoch verweigert haben. Zusätzlich gibt es hier
auch noch einen politischen Punkt. Alle Aktionen, die rund um den
G8-Gipfel passiert sind, bilden ein bestimmtes Bewusstsein innerhalb
der ArbeiterInnenklasse und der Jugend. Wenn Bilder um die Welt gehen,
bei denen AktivistInnen einfach da sitzen und sich von der Polizei
verprügeln lassen, so zeigt dies die Bewegung als schwach und unfähig
sich zu verteidigen. Hätten wir aber zusammen die Blockade solange wie
möglich verteidigt, hätte dies einen entschlosseneren Charakter der
Bewegung gezeigt. Es hätte ausgesagt: Wir sind hier im Recht, wir sind
im Recht, wenn wir das Treffen der 8 größten Verbrecher dieser Welt
stören wollen, wir sind im Recht, wenn wir hier unser Recht auf
Demonstrations- und Versammlungsfreiheit wahrnehmen…und wir sind auch
entschlossen dieses Recht gegen die Attacken der deutschen Polizei,
die im Dienste jener 8 Verbrecher handelt, zu verteidigen. So nehmen
wir den Zug zurück ins Camp und bereiten uns auf den nächsten Tag vor,
an dem auch Blockaden stattfinden sollen.
Als wir zurückfahren wollen, wird uns mitgeteilt, dass die Polizei
unser Camp umstellt hat, es betreten und die Zelte durchsuchen möchte.
Es gelingt jedoch durch Blockaden vor dem Camp diese Provokation
abzuwehren. Als wir wieder zurück kommen, hat sich die Polizei schon
zurückgezogen.
Insgesamt war der Tag ein großer Erfolg. Mehr als 15.000 AktivistInnen
nahmen an den Blockaden teil, die es geschafft haben, den Gipfelbeginn
zu verzögern.
Tag 7 – Donnerstag: Da auch heute wieder Blockaden stattfinden sollen,
machen wir uns erneut auf den Weg vom Camp Richtung S-Bahn Station.
Doch bevor wir noch die Station erreichen, werden wir von der Polizei
aufgehalten und durchsucht. Einer unserer Genossen wird daraufhin
verhaftet. Wir lassen ihn an dieser Stelle selbst berichten.
Wie jeden Tag, gibt es auch heute wieder massive Polizeipräsenz rund
um das Camp sowie auch bei der S-Bahn Station Rostock Bramow, die am
nächsten zum Camp gelegen ist. Schon in den vorigen Tagen durchsuchte
die Exekutive einige unserer Genossen. Besonders haben sie sich auf
ImmigrantInnen eingeschossen, die von Seiten der Polizei provoziert
und beleidigt wurden. Heute sind wir mit ca. 25-30 Personen auf dem
Weg zur Station und heute werden alle von der Polizei durchsucht. Von
Anfang an ist klar, dass dies eine bewusste Taktik ist, um
AktivistInnen davon abzuhalten, bei den Blockaden und sonstigen
Demonstrationen teilzunehmen. Aus diesem Grund gestalten sich die
Durchsuchungen auch sehr langwierig. Alles wird genauestens
durchsucht, mehrmals angesehen, Personalien werden überprüft, etc.
Auch das Trinken aus den Wasserflaschen ist wie auch schon davor Teil
der Durchsuchung. Als ich an der Reihe bin, fordern mich die Beamten
auf, meinen Rucksack zu leeren und den Inhalt auf dem Boden
auszubreiten. Zu dieser Zeit habe ich eine Kappe auf und trage eine
Sonnenbrille, da es an die 30°C hat. Zusätzlich habe ich in meinem
Rucksack auch noch ein Tuch und eine Reihe von REVOLUTION-Zeitungen.
Nachdem die Beamten dies gesehen haben, war sofort klar, dass ich
daraufhin in Gewahrsam genommen werde. Auch andere Personen, die
durchsucht wurden, hatten ähnliche Gegenstände bei sich. Insgesamt
wurden jedoch mit mir „nur“ 5 Personen festgenommen. Es war
offensichtlich, dass die Polizei vereinzelt Leute herausgreifen
wollte, um den Rest der Gruppe einzuschüchtern. Dieses Schicksal
ereilte auch mich. Nachdem die Beamten sich einig waren, dass man mich
festnehmen sollte, musste ich mir noch eine Reihe von Provokationen
gefallen lassen. So schrie ein Polizeibeamter in meine Richtung: „Hat
es dir Spaß gemacht am Samstag? Macht es dir Spaß mit Steinen zu
werfen und kleine Kinder zu verletzen?“ Ich wurde also nur aufgrund
der Tatsache, dass ich eine Kappe, eine Sonnenbrille und ein Tuch bei
mir hatte, als „steinewerfender Chaot“ hingestellt. Nachdem der
Papierkram erledigt war, musste ich mich in einen Polizeibus setzen
und wurde dann in die Gefangensammelstelle in der Industriestraße in
Rostock gebracht. Zwei Polizisten saßen mir gegenüber, schenkten mir
jedoch kaum Beachtung, sondern unterhielten sich lieber über ihre
weiblichen Kolleginnen. Sprüche wie: „Jaja, die Helge hat schon
ordentlich etwas vorzuweisen“, oder „Ich muss den ganzen Tag hinter
der fahren. Typisch Frau am Steuer“, als es um die
Autofahrgewohnheiten des vorderen Polizeibusses, der von einer Frau
gelenkt wurde ging, musste ich mir die ganze Fahrt über anhören. Beim
Betreten der sogenannten Gefangenensammelstelle (GESA), war ich zuerst
sehr überrascht. Ich rechnete damit, dass man mich auf eine
Polizeistation bringen und dort in Gewahrsam nehmen würde. Die GESA
hingegen befand sich in einer eigens dafür angemieteten Lagerhalle, in
der ca. 20 Käfige aufgestellt waren. Auch wenn meine erste gedankliche
Reaktion auf das optische Erscheinungsbild der GESA „Guantanamo“ war,
so ist es doch grundfalsch diese GESA’s mit Guantanamo zu vergleichen,
wie es die Event-geilen Medien zurzeit tun. In Wirklichkeit wäre dies
eine gefährliche Untertreibung. Denn auch wenn es diverse
Menschenrechtsverletzungen in der GESA gab, so kommt dies nicht einmal
annähernd an die Folter in Guantanamo heran. Bevor ich in meine Zelle
gebracht wurde, musste ich noch einige Stationen durchlaufen.
Fotografieren, Durchsuchen (inkl. Schuhe ausziehen), Datenerfassung,
Abgabe meiner Sachen (inkl. Gürtel), etc. Bei all diesen Stationen
erkundigte ich mich, wann ich einen Rechtsanwalt sprechen könnte.
Sonst sagte ich nichts, auch wenn mich der Polizist, der mich durch
die Stationen „begleitet“ hat, in ein Gespräch verwickeln wollte, um
Informationen aus mir herauszuholen. Bei jeder Station wurde ich auf
die nächste verwiesen, bis ich dann zu meiner Zelle (Zelle 8) geführt
wurde. Als ich auf dem Weg dorthin noch einmal nachfragte, wann ich
einen Rechtsanwalt sprechen könne und ich wieder vertröstet wurde,
entschied ich mich, nicht in die Zelle zu gehen, bis ich einen Anwalt
sprechen konnte. Ich blieb also vor der Zelle stehen. Nachdem mich der
Polizeibeamte zweimal erfolglos in die Zelle drängen wollte, konnte
ich mein Recht auf ein Telefonat wahrnehmen. Im Nachhinein betrachtet
war diese Taktik sehr gut. Ich erfuhr nämlich, von Leuten aus meiner
Zelle, dass ihnen für bis zu 6 Stunden das Recht auf ein Telefonat
verwehrt wurde. Kurz vor der Zelle waren Gummimatten gelagert. Ich
konnte mir eine nehmen und betrat nach dem Gespräch mit dem Anwalt die
Zelle und legte mich auf den Boden, der stellenweise sehr schmutzig
und nass war. Insgesamt waren wir 13 Leute in der Zelle, in manchen
waren jedoch bis zu 20 Leute eingesperrt. Die Zellen glichen Käfigen,
die oben mit einem vermaschten Seil zugemacht wurden und hatten eine
ungefähre Größe von 25m2. Sie bestanden aus 2 aneinandergeschlossenen
Elementen in der Breite und 3 Elementen in der Länge. Jedes dieser
Elemente war ca. 2m lang, zwischen ihnen waren noch kleine
Zwischenräume. Die anderen Leute in meiner Zelle wurden bei Blockaden
festgenommen. Alle wussten nicht, wann sie wieder freigelassen werden,
bzw. wie die weitere Vorgehensweise aussieht. Die GESA betrat ich um
10.51, die Zelle gegen halb 12. Zu dieser Zeit, hielt man mich
insgesamt schon ca. 3 Stunden fest (Durchsuchungen, Wartezeiten,
Transport, etc.). Zwischen 3 und 4 Uhr Nachmittags fingen die
Polizeibeamten von vorne (meine Zelle war die vorletzte in diesem
Gang) an, alle Gefangenen freizulassen. Von Zelle zu Zelle riefen sie
die einzelnen Namen auf und ließen die Leute frei. Bei meiner Zelle
angekommen machten sich schon alle bereit und warteten bis ihre Namen
aufgerufen wurden. 12 Namen wurden aufgerufen und entlassen. Ich wurde
weiterhin festgehalten. Rund um mich herum war auf einmal alles leer,
ich war nun alleine. Die 25m2 wirkten nun um einiges geräumiger. Ich
erkundigte mich, warum alle anderen (darunter auch jene Leute, die mit
mir aus demselben Grund „Mitführen von Vermummungsgegenständen“
festgenommen wurden), schon freigelassen wurden und ich noch
festgehalten werde. Man wollte mir keine Auskunft erteilen, sondern
versuchte mich wieder auszufragen, um an möglichst viele Informationen
zu kommen. Ich brach das Gespräch ab und kam zur Schlussfolgerung,
dass es sinnlos ist weiter zu fragen. Ich legte mich hin und wartete.
Es wurde mir klar, warum ich länger festgehalten wurde, war REVOLUTION
am Samstag an vorderster Front und hat die Demonstration defensiv
gegen die Polizeiangriffe verteidigt, d.h. wir haben Ketten gebildet
um den Rest der Demonstration zu schützen. Die Polizei versuchte
höchstwahrscheinlich, mich auf Videoaufnahmen, die sie ständig während
der Demonstration machen zu identifizieren. Circa 4 Stunden später,
kamen zwei Polizeibeamten zu meiner Zelle und sagten: „So, du wirst
jetzt einem Richter vorgeführt“. Auch wenn ich sehr gespannt auf die
gesetzliche Grundlage für die Festnahme von Personen, die in ihrem
Rucksack eine Kappe, eine Sonnenbrille und ein Tuch mitführen war,
verlangte ich vorher noch einen Anwalt zu sprechen. Dies wurde mir
gewährt und die Beamten führten mich zu einem Mitglied des Legal-Team,
AnwältInnen, die freiwillig und kostenlos für die Gefangenen arbeiten.
An dieser Stelle sei auch ein Lob an die Rechtshilfe ausgesprochen,
die sehr kompetent war. Als ich mit meiner Anwältin sprach,
benachrichtigte sie mich nur, dass meine Haftentlassung vor 5 Minuten
bewilligt wurde und machte noch Druck auf die Polizei, dass diese mich
sofort entlassen müsse. Es gab nämlich Fälle nachdem Leute noch für
Stunden gefangen gehalten wurden, obwohl die Haftentlassung schon
durchgegangen war. Bevor ich die GESA um 19.45 endgültig verlassen
konnte, wurde mir noch ein Platzverweis für Rostock und Bad-Doberan
erteilt. Meine Kappe, meine Sonnenbrille und mein Tuch behielt sich
die Polizei.
Nachdem wir von der Entlassung unseres Genossen gehört haben, ließen
wir den Abend noch mit Diskussionen ausklingen.
Tag 8 – Freitag: Nachdem der letzte Tag für uns im Camp ist, bauen wir
unsere Zelte ab und helfen beim Abbau des großen Zeltes unseres
Bündnisses (Anti-G8-Bündnis für eine revolutionäre Perspektive).
Nachdem alle praktischen Aufgaben erledigt sind, treten wir die Reise
zurück nach Wien an. Es gibt noch Verabschiedungen von allen
Genossinnen und Genossen, dann fahren wir zum Busbahnhof in Berlin und
von dort mit dem Bus nach Wien. Nach 10 Stunden Zugfahrt freuen sich
alle wieder auf ein normales Bett und eine normale Dusche. Auch wenn
wir müde sind, fahren wir mit einem Gefühl des Sieges nach Wien
zurück. Und nicht nur uns geht es so, auch tausende andere
AktivistInnen wissen: Diese Woche war ein Erfolg für die Bewegung und
ein Rückschlag für den deutschen Imperialismus. Trotz massiven
Polizeiaufgebots hat man es nicht geschafft, die Bewegung aufzuhalten
oder Blockadeaktionen zu verhindern. Die Kämpfe von Rostock müssen
jetzt weitergetragen werden, und in konkrete Aktionen auch hier in
Österreich umgewandelt werden. Der drohende Krieg gegen den Iran, die
Bestrebung der EU (und auch Außenministerin Plassnik) die
EU-Verfassung wieder zu beleben und auch die Abschaffung des 8-Stunden
Tages. All diese Dinge sind nur die konkrete Praxis des Systems der
G8, des Systems des Kapitalismus. Deshalb kämpfen wir weiterhin nicht
nur gegen die G8, sondern gegen alle Angriffe die im Interesse der
Bourgeoisie und auf Kosten der Arbeiterklasse durchgepeitscht werden.
Erst wenn der Kapitalismus abgeschafft ist, wird es auch keine G8 mehr geben
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Niger: Eskalation der Tuareg-Revolte befürchtet
von "GFBV Hans Bogenreiter" <hans.bogenreiter at gfbv.at>
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> GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
> PRESSEMITTEILUNG, Göttingen, den 27. Juni 2007
>
> Uran-Abbau schürt Konflikt in Nordwestafrika
> Tuareg-Revolte in Niger droht zu eskalieren
>
> Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Mittwoch vor einer
> Ausweitung der Tuareg-Revolte in dem nordwestafrikanischen Staat Niger
> gewarnt. Zwölf Jahre nach der Beilegung der letzten Tuareg-Rebellion
> eskaliere die Gewalt im Norden des Niger erneut. Die Zahl der bewaffneten
> Auseinandersetzungen zwischen der Armee und der Tuareg-
> Freiheitsorganisation "Bewegung der Nigerier für Gerechtigkeit" (MNJ)
> nehme stetig zu, seit die MNJ im Februar 2007 mit ersten Angriffen auf
> sich aufmerksam gemacht habe. Erst vergangenen Freitag seien bei einem
> Überfall der MNJ mindestens 15 Soldaten getötet und 72 Armeeangehörige
> in Gefangenschaft geraten. Zuvor seien drei Tuareg-Zivilisten verhaftet
> und getötet worden.
>
> An die Europäische Union appellierte die GfbV dringend, die Regierung
> Nigers aufzufordern, den Dialog mit der MNJ aufzunehmen. Nur so könne
> eine Ausweitung der Tuareg-Revolte und eine Zunahme der
> Menschenrechtsverletzungen verhindert werden. Bisher habe die
> Regierung Nigers aus den Fehlern der Vergangenheit nichts gelernt, heißt
> es in dem Schreiben der GfbV. So seien wie vor Beginn der Tuareg-Krise
> in den 90-er Jahren (1991-1995) erneut Hilfszusagen und
> Vertragsverpflichtungen nicht eingehalten worden, so dass die
> marginalisierte Bevölkerungsgruppe der rund 100.000 Tuareg in Niger sich
> nun aus Protest erheben würde. Statt den Dialog mit der MNJ zu suchen,
> setze die Regierung nur auf einen militärischen Sieg und bezeichne die
> Aufständischen als Banditen.
>
> Geschürt werde der Konflikt durch massive wirtschaftliche, ökologische,
> gesundheitliche und soziale Folgen des Uran-Bergbaus im Norden des
> Landes. Niger ist der sechstgrößte Uran-Produzent der Welt. Im April 2007
> hatte die MNJ mit einem Überfall auf die größte Uran-Mine des Landes, die
> von nigerischen Tochter-Unternehmen des französischen AREVA-
> Konzerns betrieben wird, für Aufsehen gesorgt. Dabei wurde eine Person
> getötet. Umweltschutzorganisationen werfen den Unternehmen vor,
> Umweltstandards zu ignorieren und Arbeiter radioaktiver Strahlung
> auszusetzen, die die zugelassenen Werte der Weltgesundheitsorganisation
> 40-fach überschreite. Die lokale Bevölkerung sei unzureichend über die
> medizinischen Risiken informiert.
>
> Tuareg fordern nicht nur Aufklärung über die ökologischen und
> gesundheitlichen Gefahren des Bergbaus, sondern verlangen auch, dass
> die lokale Bevölkerung mehr von der Uran-Förderung profitiert. So müssten
> mehr Arbeitskräfte aus der Region eingestellt werden und die Gewinne aus
> dem Uranabbau stärker der unterentwickelten Region zugute kommen. Seit
> Jahrzehnten beklagen die Tuareg die Vernachlässigung des Nordens.
>
> Ermutigt würden die Tuareg in Niger auch durch die Erfolge ihrer
> Landsleute im Nachbarland Mali. Dort hatten Tuareg im Jahr 2004 erneut
> zu den Waffen gegriffen, nachdem die Regierung ihre Versprechen nicht
> eingehalten hatte. Im Februar 2007 konnten sie durchsetzen, dass sie in
> den kommenden zehn Jahren Hilfen im Wert von 762 Millionen Euro
> bekommen.
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> Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
> Inse Geismar, Pressereferentin
> Postfach 2024, D-37010 Goettingen
> Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
> E-Mail: presse at gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de
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* Wann: Sonntag, 11.11.2001, 11:11 Uhr *
* Was: Maskenball: Motto "Schwarzblau ist die Haselnuss" *
* Wo: Villa Morgenrot, Grüner Anger 42, 2001 Wendendorf *
* Kommentar: Anreise per Anhalter. Maskenzwang. Ende nie.
Aber kurz und prägnant.*
Die Rubrik "Redaktionelles" am Ende der Ausgabe ist u.a. eine
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